Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  6. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  7. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  8. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  9. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  10. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  11. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  12. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  13. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  14. Wir können NICHT schweigen!
  15. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'

Als ein Russe NJET sagt

25. September 2018 in Kommentar, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein russischer Offizier hat bei der Kubakrise bewiesen, dass die Gnade Gottes auch in einem Kommunisten, der er vermutlich war, am Werke sein kann - Klartext von Bischof Andreas Laun


Salzburg (kath.net)
Am 14. September 2018 sah ich im TV einen Bericht über die sogenannte Kubakrise im Jahr 1962. Ich hätte heute, danach gefragt, nur noch gewusst, dass es sie, diese Krise, gab, weil die Russen Raketen in Kuba stationiert hatten und dass die Amerikaner darauf drängten, sie wieder abzubauen. Und dass es damals in den Medien hieß, es sei eine gefährliche Situation. Angst hatten wir damals keine. Heute erst habe ich erfahren: Wir hätten allen Grund gehabt, Angst zu haben, denn die Welt stand knapp am Abgrund eines Krieges, der alle Kriege zuvor in den Schatten seiner Atompilze gestellt hätte!

Dass es nicht so kam, verdankt die Welt einem russischen Offizier. Und das war, so erzählte der Film und sagt es auch im Wesentlichen das Internet:

In der „Kuba-Krise“ vor rund 56 Jahren stand die Welt kurz vor einem Atomkrieg. Die Russen sandten eine U-Bootflotte Richtung Kuba mit Trägerraketen, bestückt mit Atombomben, die Städte in den USA erreichen und vernichten hätten können. Glücklicherweise war die Funkverbindung mit Moskau abgerissen. Die Offiziere hatten selbst zu entscheiden. Und zwar nicht ein Offizier allein, sondern alle Offiziere gemeinsam mit je einem Schlüssel und diese hätten gemeinsam betätigt werden müssen auf Grund eines gemeinsamen Beschlusses. Nur so hätte eine Atomrakete abgeschossen werden können. Wäre das geschehen, hätten die Amerikaner eine ihrer in der Türkei stationierten, auf Russland zielenden, Atomraketen auch ihrerseits gezündet und das vorher Frieden erhaltende Gleichgewicht des Schreckens wäre zu Ende gewesen und hätte den unvorstellbaren Schrecken des Atomkrieges anfangen lassen.


Ihre Rettung verdankt die Welt Wassili Alexandrowitsch Archipow, dem Vize-Admiral der sowjetischen U-Boot-Flotte, der nie eine Auszeichnung für seinen Mut erhalten hat, und in Russland zurück im Gegenteil als Feigling und Verräter beschimpft wurde. Dafür, dass er dem Druck der anderen Offiziere standgehalten und sich geweigert hatte, seinen Schlüssel „zur Verfügung“ zu stellen – zur Vernichtung von Millionen Amerikanern, Russen und vieler anderer Menschen natürlich auch von unzählbar vielen Tieren.

Es war dramatisch: Unter Wasser fiel in rund 300 Metern Tiefe an Bord eines russischen U-Boots die rettende Entscheidung. Der junge Offizier Archipow weigerte sich, seinen Schlüssel herzugeben und auf den roten Knopf für Nukleartorpedos zu drücken und, brachte den Kommandanten trotz eines nervenaufreibenden Wasserbomben-Angriffs durch US-Zerstörer dazu, aufzutauchen. Archipow verhinderte die fatale Kettenreaktion, die zum Atomkrieg geführt hätte! Der Russe, der „Njet!“ sagte, starb 1998 unbekannt an Krebs als Folge einer Verstrahlung, die er auf einem anderen Boot erlitten hatte. .

Man kann sich nur schwer vorstellen, wie schwer es für ihn war, welcher Zivilcourage es für ihn bedurfte, um bei seinem „Njet“ zu bleiben. Wäre er ein Christ gewesen, hätte man ihn vielleicht als Heiligen verehrt. Mir scheint: Der Mann beweist, dass die Gnade Gottes auch in einem Kommunisten, der er vermutlich war, am Werke ist! In seinem Gewissen, seinem innersten Heiligtum jedes Menschen, hat er ja zu Gottes Anruf gesagt. Gott sei Dank und Dank sei Wassili Alexandrowitsch Archipow. Von ihm sollte man reden, viel reden und nicht im Übermaß von den Verbrechern Stalin und Hitler. Wer kennt heute noch den Namen Archipow? Einem Atom-Weltkrieg wären wohl noch mehr Menschen zum Opfer gefallen als den Genannten und anderen Monstern. Seit ich diesen Hintergrund der Kubakrise kenne, verehre ich Wassili lexandrowitsch Archipow.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Laun

  1. Requiem für Bischof Andreas Laun am 13. Januar im Salzburger Dom
  2. Wir sehen uns (hoffentlich) im Himmel wieder, lieber Andreas!
  3. Hat Corona mit Gott zu tun?
  4. Abtreibung – das globale Blutbad im Blutrausch der Welt
  5. NEIN. NEIN und nochmals NEIN!
  6. „Gott liebt auch die Tiere“
  7. Wenn ein Rechtsstaat (ungeborene) Kinder schreddern lässt
  8. „Mich mit dieser Entscheidung vor Gott stellen“
  9. Woran die Kirche leidet
  10. „Es hat in meinem Leben nie eine Kirchen-Situation gegeben wie heute“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  3. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  4. ‚Mundus reconciliatus Ecclesia‘ – Die Sendung der Kirche in der Welt
  5. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  6. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  7. Satire aus den USA: Ungeborene tarnen sich als Todestrakt-Häftlinge, um Schutz zu erhalten
  8. Verwandtenheirat: Darwin vs. Heilige Schrift - Die Bibel hat Recht!
  9. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  10. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  11. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  12. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  13. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  14. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  15. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz