Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. Leere der kirchlichen Lehre
  15. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf

Die Quelle der Göttlichen Barmherzigkeit

30. September 2018 in Spirituelles, 35 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Worte des Herrn an Sr. Faustyna drängen sich geradezu auf, wenn wir die apokalyptische Kirchenkrise und den desolaten Weltzustand betrachten. Irdisch gedacht scheint es keinen Ausweg mehr zu geben. Gastbeitrag von Pastor Frank Unterhalt


Paderborn (kath.net) „Die Menschheit wird keinen Frieden finden, solange sie sich nicht mit Vertrauen an meine Barmherzigkeit wendet.“ Diese Worte des Herrn an die hl. Sr. Faustyna (TB 300) drängen sich geradezu auf, wenn wir die apokalyptische Krise der Kirche und den desolaten Zustand der Welt betrachten. Irdisch gedacht und menschlich gesprochen scheint es keinen Ausweg mehr zu geben. Doch beim Herrn ist es völlig anders! „Wo die Sünde mächtig wurde, da ist die Gnade übergroß geworden“, sagt uns der hl. Paulus (vgl. Röm 5,20). Es gilt jetzt, die Göttliche Barmherzigkeit zu bestürmen.

„Der liebe Gott ist ebenso bereit, uns zu verzeihen, wenn wir ihn darum bitten, wie eine Mutter bereit ist, ihr Kind aus dem Feuer zu ziehen“, betonte der hl. Pfarrer von Ars (J. Frossard, Ausgewählte Gedanken des hl. Pfarrers von Ars, S. 55). Wenn man sich mit dem Tagebuch Sr. Faustynas in die Betrachtung der Güte des Herrn vertieft, öffnet sich eine unermessliche Hoffnung: „Keine Seele soll Angst haben, sich mir zu nähern, auch wenn ihre Sünden rot wie Scharlach wären. Meine Barmherzigkeit ist so groß, dass sie in der ganzen Ewigkeit durch keinen Verstand, weder von Menschen noch von Engeln, ergründet werden kann“ (TB 699). Diese Dimension gipfelt später in dem Satz: „Je größer das Elend, desto größer das Recht auf meine Barmherzigkeit“ (TB 1182). Die himmlische Zusage muss uns in diesem dramatischen Augenblick der Geschichte mit Vertrauen erfüllen. Das ewige Heil so vieler Menschen hängt davon ab, wie es aus dem Tagebuch deutlich hervorgeht: „Wenn die Sünder meine Barmherzigkeit kennen würden, gingen sie nicht in so großer Zahl verloren“ (TB 1396).


Entgegen der massiven falschen Prophetie muss man die wahre Barmherzigkeit des Herrn verstehen. Diese steht niemals im Gegensatz zu seiner Gerechtigkeit. Seine Liebe ist untrennbar mit der Wahrheit verbunden. Deshalb kann seine Güte niemals gegen die göttlichen Gebote ausgespielt werden. Es gibt keine Vergebung ohne Reue und Umkehr. Nach dem hl. Kirchenlehrer Franz von Sales gilt: Wenn der Mensch sich freispricht, klagt Gott ihn an. Wenn der Mensch sich anklagt, spricht Gott ihn frei (vgl. Philothea, 1. Teil, 12.14).

Es ist dringend geboten, alles zu unternehmen, um die Beichte als die geschenkte Quelle der Göttlichen Barmherzigkeit zu verkünden. Dementsprechend hat der hl. Papst Johannes Paul II. formuliert: „Am Abend desselben Tages seiner Auferstehung, unmittelbar vor Beginn der apostolischen Sendung, schenkt Jesus den Aposteln, auf Grund der Kraft des Heiligen Geistes, die Macht, die reuigen Sünder mit Gott und mit der Kirche zu versöhnen: ‚Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert‘ (Joh 20, 22‒23)“ (Misericordia Dei, Einleitung). Wir müssen endlich verstehen, was für ein kostbarer Schatz uns hier gegeben ist! Mit diesem Sakrament dürfen wir immer wieder aus dem Tod unserer Sünden in das Leben der Gnade auferstehen, weil jene „ausgelöscht, weggefegt, getilgt und vernichtet“ sind (Franz von Sales, Theotimus XI, 12,5).

Wie kaum ein anderer war der hl. Pfarrer von Ars von diesem Gedanken ergriffen: „Meine Kinder, man kann die Güte nicht begreifen, die Gott uns erwiesen hat, als er dieses große Sakrament der Buße einsetzte. Wenn man zu den armen Verdammten […] sagen würde: ‚Wir werden am Eingang der Hölle einen Priester stellen. Jeder, der beichten will, braucht nur hinauszugehen.‘ […] Oh wie schnell würde die Hölle sich leeren und der Himmel sich bevölkern. Wir jedoch haben die Zeit und die Möglichkeiten, die diese armen Verdammten nicht haben“ (J. Frossard, S. 52). Den Gedanken der Ewigkeit sollte man wachsam bewahren. Der Mensch muss die Gnade annehmen, so lange noch Zeit dafür ist. Wie eindringlich ist der Vergleich der hl. Katharina von Genua: „Wer in diesem Leben seine Sünden abbüßt, bezahlt mit wenigen Pfennigen 1.000 Dukaten. Wer aber die Abbüßung ins andere Leben verschiebt, bezahlt mit 1.000 Dukaten wenige Pfennige“.

Wenn wir das alles betrachten, dann strahlt uns der Reichtum der Göttlichen Barmherzigkeit im Bußsakrament noch mehr auf. Welch einen unerschöpflichen Goldschatz bergen folgende Zeilen: „Wenn du zur heiligen Beichte kommst, zur Quelle meiner Barmherzigkeit, fließt stets auf deine Seele mein aus dem Herzen quellendes Blut und Wasser und veredelt deine Seele. […] Tauche mit großem Vertrauen ganz in meiner Barmherzigkeit unter, damit ich über deine Seele die Fülle meiner Gnaden ergießen kann. […] Ich verhülle mich nur mit dem Priester, aber in der Seele wirke ich selbst. Hier begegnet das Elend der Seele dem Gott der Barmherzigkeit“ (TB 1602).

Mensch des 21. Jahrhunderts, worauf wartest Du? Auf, zur Quelle der Göttlichen Barmherzigkeit!

Pastor Frank Unterhalt arbeitet im Pastoralverbund Brilon/Erzbistum Paderborn. Er ist Sprecher des Paderborner Priesterkreises „Communio veritatis“.

♫ Lied - Der australische Priester Rob Galea und Freunde singen den Barmherzigkeitsrosenkranz (englisch)




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Barmherzigkeit

  1. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  2. Die Philippinen sind das erste Land, das sich der göttlichen Barmherzigkeit geweiht hat
  3. "Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben...?"
  4. Gottes Barmherzigkeit
  5. "Held der Nächstenliebe": Bub starb nach Corona-Pflege der Mutter
  6. Barmherzigkeitssonntag
  7. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt
  8. Gottes Erbarmen kennt keine Grenzen
  9. Die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes
  10. Papst veröffentlicht am Montag neues Apostolisches Schreiben






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  6. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  7. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  8. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  9. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  10. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  11. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  14. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  15. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz