Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  7. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  8. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  12. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  13. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  14. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  15. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf

Kardinal Koch: Es gibt keinen Kurienkomplott gegen den Papst

11. Dezember 2018 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch rechnet nicht mit seiner Wahl zum nächsten Papst - Reformation brachte Positives, aber auch Spaltung


Zürich (kath.net/KAP) Der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch rechnet nicht mit seiner Wahl zum nächsten Papst. "Ich bin überzeugt, dass der Heilige Geist eine viel bessere Fantasie hat", sagte der ehemalige Bischof von Basel im Interview der "Neuen Zürcher Zeitung" (NZZ am Sonntag). Er hoffe, dass die Wahl wieder auf einen Kirchenvertreter außerhalb Europas falle. Er sei froh gewesen, dass mit Papst Franziskus die Wahl von Europa weg nach Lateinamerika geführt habe, so der 68-jährige vatikanische "Ökumene-Minister". "Danach sollte man nicht wieder nach Europa zurück - und schon gar nicht in die Schweiz."

Das Konklave, das den Papst wählt, sei "eher eine Gebetsversammlung", so Koch. Nachdem alle Kardinäle betend in die Sixtinische Kapelle eingezogen seien, gehe jeder vor jedem Wahlgang nach vorne zum Altar, wo das Jüngste Gericht dargestellt ist. Dort verspreche jeder, jenen zum Papst zu wählen, den er aus eigenem Gewissen für den besten Kandidaten halte.


Der Kardinal betonte im NZZ-Interview auch, dass es kein Komplott in der Kurie gegen Papst Franziskus gebe. "Gewiss gibt es bei einzelnen Fragen verschiedene Meinungen. Doch ich denke, dass die meisten in der Kurie ihre Verantwortung loyal und im Dienst der Kirche und des Papstes wahrnehmen", sagte Koch.

"Es gibt nicht zwei Päpste, es gibt nur einen Papst", äußerte sich der Kurienkardinal auch deutlich zu einer weiteren Frage mit Blick auf das Verhältnis von Franziskus und Benedikt XVI. Dass Benedikt XVI. weiter im Vatikan lebe, sei für Papst Franziskus kein Problem. "Er pflegt eine gute Beziehung mit dem emeritierten Papst, er schätzt ihn und besucht ihn hin und wieder."

Reformation brachte Positives, aber auch Spaltung

Unmittelbarer Anlass für das Interview mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen war nach NZZ-Angaben das bevorstehende Zwingli-Jahr 2019. Vor 500 Jahren, am 1. Jänner 1519, hatte Ulrich Zwingli mit der Übernahme des Pfarramts am Zürcher Großmünster symbolisch die Reformation in der Schweiz eingeläutet.

"Einerseits hat die Reformation viel Positives gebracht, vor allem die Wiederentdeckung der grundlegenden Bedeutung des Wortes Gottes in der Kirche. Aber sie hat auch zur Spaltung geführt, unter der wir bis heute leiden", sagte Kardinal Koch. Beide Seiten müssten zusammen gesehen werden: "Deshalb reden wir eher von einem Gedenken als von einem Jubiläum."

Einheit, nicht Einförmigkeit

Die erhoffte Einheit der Christen sei kein Selbstzweck, "sondern dient der Glaubwürdigkeit der Verkündigung des Evangeliums", führte der Präsident des Einheitsrates aus. Es geht nicht um ein Zurück vor die Zeit der Reformation, sondern darum, wieder zusammenzufügen, was auseinandergebrochen sei. "Wir leben heute in verschiedenen, noch immer getrennten Kirchen. Jesus aber hat eine Kirche gewollt und gegründet", sagte Koch.

Einheit bedeute dabei nicht Einförmigkeit, hob der Kurienkardinal hervor. Jede Kirche solle ihre eigenen Charismen und Gaben in das größere Ganze einbringen, so Koch: "Ökumene heißt: neu entdecken, was uns gemeinsam ist, und überwinden, was uns noch trennt. Vieles, was in den protestantischen Kirchen entwickelt worden ist, bleibt positiv und soll auch weiterhin existieren. Es geht bei unserer Arbeit um die Wiedergewinnung der einen Kirche Jesu Christi und nicht um eine einheitliche Kirche."

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto Kardinal Koch


Foto (c) Petra Lorleberg/kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Koch Kardinal

  1. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  2. „Diese Einheit ist zutiefst begründet im gemeinsamen Glauben und in der einen Taufe“
  3. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  4. Was macht die Menschenwürde unantastbar?
  5. Es ist keineswegs das Ende des Zölibats gekommen
  6. Kardinal Koch sieht keine Polarisierung Papst versus Kurie
  7. Kurienkardinal verteidigt Einsatz von Christen für Migranten
  8. Kardinal Koch: Es gibt keinen Kurienkomplott gegen den Papst
  9. Kurienkardinal Koch in Eisenstadt: Martin zeigt Gott im Leidenden
  10. Koch: Christen-Spaltung "größtes Hindernis für Evangelisierung"







Top-15

meist-gelesen

  1. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  2. 'Ich habe mich geirrt'
  3. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  4. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  5. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  6. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  7. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben
  8. Britische Regierung will ein Verbot für katholische Premierminister aufheben
  9. Tantum ergo Sacramentum
  10. Stift Heiligenkreuz unter neuer Leitung
  11. '40 Tage für das Leben' in Wien
  12. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes
  13. Fünf Jahre seit der Seligsprechung von Kardinal Wyszyński: „Wer hasst, hat schon verloren“
  14. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  15. Papst feiert Namenstag: Feiertag im Vatikan

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz