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Missionsbischof: Missbrauchskrise betrifft die ganze Kirche

22. Februar 2019 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Der Eintritt Homosexueller ins Priestertum in den 1970er Jahren ist eine Ursache für die Missbrauchskrise, sagt der aus Spanien stammende Bischof von Bangassou (Zentralafrikanische Republik)


Rom (kath.net/LSN/jg)
Die Missbrauchskrise betrifft die ganze Kirche, sagte der spanische Missionsbischof Juan-José Aguirre (Foto) in einem Interview mit Crux. Er sieht im Eintritt Homosexueller in die Priesterseminare in den 1970er Jahren einen Grund für die gegenwärtige Krise.

Diese hätten ihre Homosexualität in den 1970er bis 1990er Jahren innerhalb der Kirche ausgelebt.


Eine weitere Ursache sei das Aufkommen des Internet, das die „negativen Impulse“ vieler Priester geweckt habe. Der dritte Grund sei, dass viele Priester ihre Zeit nicht richtig nutzen würden. Sie hätten zu viel Zeit und würden sich vom Teufel in Versuchung führen lassen, sagte Aguirre, Bischof von Bangassou (Zentralafrikanische Republik).

Die gleichen Gründe würden auch auf viele Lehrer zutreffen, die Schüler in Schulen sexuell missbraucht hätten. Darüber würde allerdings in den Medien weniger berichtet als über Priester und Bischöfe, sagte Aguirre.

Der Papst habe um Vergebung gebeten, weil sexueller Missbrauch durch Priester sehr ernst sei. Dies sei jedoch nicht auf die Kirche beschränkt. Kinder würden in allen Bereichen der Gesellschaft verletzt. Jeder Missbrauch sei schwerwiegend, weil er das Leben eines Kindes zerstören könne, betonte der Bischof.


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Lesermeinungen

 Ulrich Motte 22. Februar 2019 
 

Thomas R- Einzelne Fälle?

Was ich bisher las, spricht von vielen Fällen vor 1970.


0
 
 ThomasR 22. Februar 2019 
 

vor 1970 gab es auch einzelne Fälle vom Mißbrauch in der Kirche

die Massenwelle vom Mißbrauch in Jahren 1960-1980 kam v.A. augfrund der Veränderungen in der Priesterausbildung . (die über mehehrere Jahrhunderte erarbeitete Modelle der Formung der Spiritualität und Persönlichkeit der angehenden Priester u.A. Streben nach der sexuellen Enthaltsamkeit über Formung des Gefühllebens der angehenden Priester über Mariafrömmigkeit und HerzJesu&HerzMariae Frömmigkeit werden seit dieser Zeit oft außer Acht gelassen- Versuch die Psychologie und Instrumente der Psychotehrapie in die Priesteraubildung zu implementieren hat bis dato eher zu keinen zufriedenstellendne Ergebnissen geführt)

Zuwendung von allen Sinnen (auch vom Blick) eines Priester dem Gekreuzigten durch Zelebration cum crucifisso wird auch in der Priesterausbildung nicht mehr angestrebt.

Priesterausbildung nach dem Muster von Pfarrer von Ars (und Priesterbild nach dem Pfarrer von Ars) wird ca seit 1960 ebenfalls nicht mehr angestrebt.


15
 
 Gerardi 22. Februar 2019 
 

gab es keinen Missbrauch vor 1970?

0


3
 
 Ulrich Motte 22. Februar 2019 
 

Den reichlich dokumentierten Mißbrauch

lange vor 1970, etwa in den USA (siehe Pennsylvania), können nicht Homosexuelle verursacht haben, die erst ab 1970 ins Seminar kamen. Und wen kann es wundern, wer darf beklagen, daß Religionsgemeinschaften, die konservative Sexualmoral zumindest in ihren Katechismen verkünden, also auch orthodoxe Juden und konservative Evangelikale, bei Mißbrauch und sonstigen Verstößen gegen ihre eigene Lehre durch das eigene Führungspersonal besonders betrachtet werden? Im übrigen wurde über Mißbrauch in der deswegen inzwischen geschlossenen, wahrlich nicht religiös-konservativen Odenwaldschule sehr extensiv berichtet, wie jetzt auch im Fall Lügde.


5
 
 doda 22. Februar 2019 

Richtige Sichtweise und wahrhaftige Aussage des Bischofs von Bangassou

"Er sieht im Eintritt Homosexueller in die Priesterseminare in den 1970er Jahren einen Grund für die gegenwärtige Krise."


16
 

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