Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  2. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  7. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  8. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  9. Die Stunde der Heuchler
  10. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  11. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  12. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  13. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition
  14. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  15. Einzugstermin für Papst Leo XIV. im Vatikan weiter offen

5. Oktober in Rom: Beten wir für die Kirche!

9. September 2019 in Aktuelles, 17 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gebetsinitiative katholischer Laien, Priester und Ordensleute im Vorfeld einer problematischen Situation. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Am 5. Oktober wird in Rom ein öffentliches Gebet für die Kirche abgehalten. Der Text des Manifests, der die Initiative vorstellt, steht in verschiedenen Sprachen zu Verfügung. kath.net veröffentlicht die deutsche Version und lädt dazu ein, sich gerade im Vorfeld der Amazonassynode diesem öffentlichen Gebet in den für den einzelnen möglichen Weisen anzuschließen. Der Termin ist für 14.30 Uhr am 5. Oktober 2019 in Rom, Largo Giovanni XXIII, nur wenige Schritte von der Via della Conciliazione entfernt.

***
Am Karfreitag 2005 klagte Kardinal Joseph Ratzinger mit bewegten Worten: „Wie viel Schmutz gibt es in der Kirche und gerade auch unter denen, die im Priestertum ganz dem Herrn zugehören sollten?“

Mit Blick auf die Botschaft der Gottesmutter Maria sagte Papst Benedikt XVI. am 11. Mai 2010 während der Reise nach Fatima: „Die Leiden der Kirche kommen gerade aus dem Inneren der Kirche, von der Sünde, die in der Kirche existiert“. Auch das war immer bekannt, aber heute sehen wir es auf wahrhaft erschreckende Weise: „Die größte Verfolgung der Kirche kommt nicht von den äußeren Feinden, sondern erwächst aus der Sünde in der Kirche“.


Benedikt XVI. hat daran erinnert, dass es im Inneren der Kirche Verräter gibt. Mehr als die äußeren Feinde arbeiten sie an der Zerstörung der Kirche – und „die Bösen und die Heuchler, die sich in der Kirche befinden“, so Augustinus in „De Civitate Dei“, „werden eines Tages die Mehrheit sein“.

Wir, eine Gruppe katholischer Laien und Priester und Ordensleute, wollen zusammen mit möglichst vielen so nah wie möglich am Grab des heiligen Petrus gemeinsam Gott um die Gnade bitten:

1) dass die sexuellen und finanziellen Skandale, die das Antlitz der Kirche entstellen, aufhören und die Priester, die darin verwickelt sind, nicht mit hohen Ämtern betraut, sondern entfernt und zur Umkehr aufgefordert werden;

2) dass das geoffenbarte Glaubensgut, über das niemand in der Kirche Christi, auch kein Papst, verfügen darf, nicht verfälscht wird;

3) dass Ordensfamilien, Bischöfe und Priester, die Christus und der Kirche treu sind, nicht durch Behörden der Kurie verfolgt und ohne nachgewiesene Schuld aufgelöst oder abgesetzt werden, nur weil sie dem „Glauben aller Zeiten“ verpflichtet sind;

4) dass Kardinäle und Bischöfe mutig und beherzt das Evangelium verkünden – wie schwer auch immer es sein mag – anstatt den Applaus der Welt zu suchen, und die Gläubigen ermahnen, nicht auf jene zu hören, die die Kirche gespalten haben (wie der Mönch Martin Luther in der Vergangenheit) oder jene, die heute jeden Tag gegen das Leben kämpfen und für Abtreibung, kostenlose Drogen, Sterbehilfe eintreten;

5) dass der oberste Hirte der Kirche seine erste Pflicht darin erkennt, den Glauben an Jesus Christus, den Erlöser, zu verkünden und dem Kaiser zu geben, „was des Kaisers ist“, anstatt das Geschäft der Soziologen, Politikwissenschaftler, Klimatologen und anderer zu betreiben;

6) dass die Männer der Kirche nicht aufhören, für die „nicht verhandelbaren Prinzipien“, insbesondere die Verteidigung des Lebens und der Familie, einzutreten, anstatt sich in Worten oder gar in Taten mit der Kultur des Todes und der Genderideologie gemein zu machen;

7) dass die Liebe zur Schöpfung nicht länger mit heidnischem und pantheistischem Ökologismus, und Gottes „Barmherzigkeit“ nicht mit moralischem Relativismus oder religiöser Gleichgültigkeit verwechselt wird;

8) dass die Kirche den Ruf der afrikanischen Brüder höre (Kard. John O. Onaiyekan, Kard. Robert Sarah, Kard. Francis Arinze ...: „Der Westen täusche unsere jungen Leute nicht mit falschen Mythen!“) und mit der Kirche Osteuropas – so Johannes Paul II. in seinem „Gedächtnis und Identität“ –, dass „die Heimat für alle eine wahre Mutter ist“ und dass die „Verteidigung der eigenen Identität“ nicht Nationalismus sei;

9) dass chinesische Katholiken, wie von Kardinal Zen Ze-kiun beklagt, nicht durch unmögliche und unfaire Vereinbarungen dem kommunistischen diktatorischen Regime geopfert werden;

10) dass die Christen in der Welt, die im Namen Christi Folter und Tod ausgesetzt sind, von ihren Hirten nicht mehr hören müssen, dass Allah und Jesus Christus der „gleiche Gott“ sind.


INFO


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaube

  1. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom
  2. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete
  3. "Der Wind dreht sich. Es gibt immer mehr Menschen, die sich die Frage nach Gott stellen"
  4. US-Studie zeigt: Republikaner sind religiöser als Demokraten
  5. „Satt, aber nicht erfüllt – Kirche im Land der religiösen Indifferenz“
  6. "Wenn ihr dies lest, bin ich endlich in die Arme Jesu geschlüpft"
  7. Glaube ohne Feuer: Wie die Kirche Angst vor der eigenen Botschaft bekommt
  8. Hartl: „Heute ist der Mainstream atheistisch. Also schwimmt man als Christ gegen den Strom“
  9. „Nein – es geht darum, dass wir aufwärts gewandt unterwegs sind“
  10. Nicht reden, sondern machen!






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  7. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  8. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  9. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  10. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  11. Die Stunde der Heuchler
  12. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder
  13. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  14. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  15. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz