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Marx möchte Zölibat für Priester aufweichen

9. September 2019 in Deutschland, 99 Lesermeinungen
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Münchner Erzbischof sieht die Weihe von verheirateten Männern zu Priestern als eine Frage, die man besprechen kann


München (kath.net)
"Ich kann mir allerdings durchaus vorstellen, dass man zu dem Ergebnis kommen kann, dass es sinnvoll ist, unter bestimmten Voraussetzungen in bestimmten Regionen verheiratete Priester zuzulassen." Dies meint der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx in einem Interview mit der FAS. Marx sieht die die Weihe von verheirateten Männern zu Priestern als eine Frage, die man besprechen kann und deren Vor- und Nachteile es abzuwägen gelte. Für Marx eine Zulassung verheirateter Priester aber ein gewaltiger Einschnitt in der Kirchengeschichte, die Kirche in Deutschland könne das aber nicht allein entscheiden. Der Münchner Erzbischof erhofft sich von der bevorstehenden Amazonas-Synode im Vatikan mögliche Antworten.


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Lesermeinungen

 bernhard_k 11. September 2019 
 

@sinefine

Natürlich wird er aufgeweicht. Wenn nämlich die Ausnahme zur Regel wird. Zunächst gibt es dann nämlich ein zunehmendes Zweiklassenpriestertum (Ganzhingabe vs Halbhingabe) bis dann irgendwann der Pflichtzölibat komplett fällt.


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 sinefine 11. September 2019 
 

framing

Der Zölibat wird nicht aufgeweicht indem verheiratete Männer zur Weihe zugelassen werden.

Bitte auf das Framing achten.


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 jadwiga 11. September 2019 

Ich möchte hier nicht lästern, aber...

@winthir, ich kannte auch einen Pfarrer, der mit einer Haushalterin unter einem Dach lebte. Es war für mich eigentlich immer klar, dass die Haushalterin dazu da ist, um den HAUSHALT ZU MACHEN. Doch das Gemunkel in der Gemeinde wurde unerträglich, als dieser Pfarrer die ältere Dame herausgeworfen hat.
Ich habe diesen Pfarrer zur Rede gestellt und er erzählte mir unverfroren, dass er mit ihr eine sexuelle Beziehung gehabt, und sich nun frisch verliebt habe. Dann fügte er hinzu, er könne ohne Sex nicht leben.
Die Hostie hält er bis heute in der Hand, als ob dies ganz selbstverständlich wäre!

jadwipkarpaten2


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 winthir 11. September 2019 

ich muß mir hier nichts vorstellen, bernhard_k

ich berichte hier vor Allem davon, was ich persönlich erlebt und erfahren habe.

und: das reale Leben ist viel "bunter", als ich mir das in meinen "kühnsten Träumen" hätte vorstellen können.

winthir.


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 bernhard_k 11. September 2019 
 

@bücherwurm

Ja, :-) ... so cool!


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 bücherwurm 11. September 2019 

@bernhard_k: da gebe ich Ihnen recht. Die Frage ist wohl klassisch katholisch zu sehen:

"et - et", sowohl als auch. Wir Laienchristen haben dieselbe wertvolle Berufung zur radikalen Jesusnachfolge - und die Zölibatären haben trotzdem den besseren Teil gewählt. Leben wir also unsere jeweiligen Berufungen gut und möglichst vollständig :)


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 bücherwurm 11. September 2019 

P.S: als ich ein junger Mensch war, habe ich unseren Heiland nicht gefragt,

welches die ehrenvollere Berufung im geistlichen Sinne ist. Sondern wo er mich haben und brauchen will - und dann kann die demütig gelebte Ehe die wertvollere Berufung sein vor einem religiösen Hochleistungssport, der nicht von unserem Glauben gedeckt ist.


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 bücherwurm 11. September 2019 

@bernhard_k: ich glaube, dass das kein gutes Argument ist.

Auch die gläubigen Laienchristen sind nämlich zur GANZEN Christusnachfolge gerufen. Nur integrieren sie dies anders in ihr Leben, wenn sie Familienmutter, - vater sind und Kinder haben.

JESUS muss aber immer an erster Stelle stehen. Darf ein Ehepartner neidisch darauf sein? Ich meine: nein. Christliche Ehe wird von vornherein immer zu Dritt gelebt.

Verstehen Sie mich recht, ich bin ein Verfechter des Priesterzölibats. Aber trotzdem sehe ich nicht die Zölibatärlebenden als die Einzigen, die die volle Christusnachfolge leben.

In diesem Zusammenhang möchte ich an den hl. Thomas Morus erinnern: verheiratet, Familienvater... er hat sein christliches Zeugnis nicht auf Priester abgewälzt, sondern es selbst gelebt bis zum blutigen Ende.

Wir Laien würden es uns sonst wirklich zu leicht machen, glaube ich...


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 bernhard_k 11. September 2019 
 

@winthir

Ja, was man sich alles vorstellen kann - fast grenzenlos. Manche können sich sogar verheiratete Mönche oder Nonnen vorstellen.

Fakt ist: wer Jesus GANZ und GAR liebt und IHM GANZ nachfolgt, kann dies nur zölibatär, eben so, wie Jesus Christus auch. Eine Frau würde da nur eifersüchtig ...


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 winthir 11. September 2019 

Zölibat heißt nicht "allein leben", jadwiga -

ich kenne/kannte persönlich gut zwei Priester, die mit ihrer langjährigen Pfarrhausfrau (früher "Haushälterin" genannt) gemeinsam alt wurden. Das hat auf mich gewirkt wie ein "altes Ehepaar" - da muß ich übrigens nicht an "Sex" denken.

und, warum ich mir verheiratete Priester gut vorstellen kann: Ein sehr guter Priesterfreund von mir, der mich in meiner Konversion entscheidend begleitet hatte , hatte eine Ehefrau und vier Kinder. Die Pfarrei (Dorf) wurde vom Bischof gefragt, ob sie sich einen verheirateten Priester vorstellen könnten - es gab keine Bedenken. Vorher nicht und nacher auch nicht.


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 Stefan Fleischer 11. September 2019 

@ Zeitzeuge

Soviel ich weiss verfolgt Msgr Schlegel kath.net weiterhin, insbesondere auch die Diskussion hier.


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 Zeitzeuge 11. September 2019 
 

Lieber Herr Fleischer,

herzlichen Dank für die Information!

Für die Vertraulichkeit des Wortes
habe ich natürlich volles Verständnis.

Vielleicht könnten Sie ihm ausrichten,
daß auch bei kath.net etliche Menschen
ihn in ihr tägliches Gebet mit einschliessen, danke!


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 Zeitzeuge 11. September 2019 
 

Werter Winthir!

Ich teile Ihre Sorge um Msgr. Schlegl
und habe eben eine Email an seine
Pfarrei St. Barbara in Wien gesandt
in der ich mich nach seinem Befinden
erkundigt habe.

Wenn Sie möchten, können Sie auch versuchen, telefonischen Kontakt aufzunehmen.

Daher habe ich als Link die Startseite
von St. Barabara angehangen.

Sollten Sie bzw. sonst jemand hier von kath.net Näheres über Msgr.
Schlegl erfahren, bitte hier mitteilen,
ich werde ggfls. natürlich das Gleiche tun.

So, in gemeinsamer Sorge verbunden
grüßt

der Zeitzeuge

st-barbara-austria.org/de/pfarre


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 winthir 11. September 2019 

Leute. Zölibat hin oder her - ich mach mitr Sorgen.

hat biite mal jemand ein Lebenszeichen gekriegt von Mgr. Franz Schlegl?

Telefon-Nummer habe ich nicht herausgefunden. sonst hãtte ich angerufen.

Gandalf?k


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 Fischlein 10. September 2019 
 

Zölibat - Keuschheit

Lieber Herr Fleischer
Ich kann bis jetzt nicht glauben, was Sie geschrieben haben: "Der Zölibat ist nicht einfach nur Ehelosigkeit (wie das in verschiedenen Ordensgelübden heute gesagt wird) sondern wesentlich - m.E. zuerst - Keuschheit."
Für mich ist das genau umgekehrt!
Zölibat ist eben Ehelosigkeit. Im Licht der Hl. Schrift bedeutet sie aber automatisch auch Keuschheit.
Die Ordensregel dagegen spricht von: Armut, Gehorsam und ... Keuschheit, die im Orden automatisch Ehelosigkeit (Zölibat) bedeutet.
Es ist vielleicht eine Haarspalterei, weil es praktisch dasselbe bedeutet, jedoch hat mich diese Verwechslung nicht gefallen.


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 Psalm1 10. September 2019 
 

@bernhard_k

Volle Zustimmung.


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 bernhard_k 10. September 2019 
 

Keuschheit gilt für alle ...

... auch Eheleute müssen keusch sein, ebenso Priester und Ordensleute. Von daher reicht es durchaus, (nur) von Ehelosigkeit zu sprechen ... der Zölibatäre lebt ehelos, d.h. enthaltsam.


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 richrose 10. September 2019 
 

@winthir zu: "Der Bischof soll nur eine Frau haben..."

Diese Stelle aus dem Timotheusbrief (Tim 1,2) spricht nicht gegen den Priesterzölibat - sondern sie unterstreicht ihn sogar noch: Wie der Kirchenhistoriker Stefan Heid ausführt, war es bereits in der frühen Kirche Praxis, dass auch die verheirateten Priester ab ihrer Weihe vollkommen enthaltsam lebten. (Es gab und gibt also auch eine Zölibatsverpflichtung für verheiratete Priester! Aus diesem Grund beruht der Zölibat auf göttlichem Recht. Kirchliches Recht dagegen ist, dass die Weihe allein ehelos lebenden Männern vorbehalten ist).

Einem Priester, der sich nach dem Tod seiner ersten Frau wieder verheiratet hat, traute man nicht zu, enthaltsam leben zu können. Folglich schied er als Bischofskandidat von vornherein aus, da der Zölibat der Bischöfe von Anfang an (apostolische Tradition) verpflichtend war. An dieser Regelung wagte nicht einmal die Ostkirche zu rütteln.


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 jadwiga 10. September 2019 

@Stefan Fleischer, die Keuschheit? Wenn ein Priester nicht mal so viel geistige Kraft besitzt, um allein zu leben, wird er dann so stark sein um "Nein" zu sagen, wenn neben ihm eine Frau liegt?
Die Gnade der Keuschheit kann man sicherlich erbeten mit den Worten:"...und führe uns nicht in die Versuchung..." Wenn man das Bett schon mit jemandem teilt, dann ist die Versuchung schon da!
jadwipkarpaten2


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 Stefan Fleischer 10. September 2019 

Ganz grundsätzlich

Viele Diskussionen würden sich erübrigen, wenn wir im Zölibat nicht immer zuerst eine Frage der Ehelosigkeit sehen würden, sondern eine Frage der Keuschheit. Dann könne der Zölibt auch als die Weiterführung, bezw. der Weiterentwicklung der kultischen Reinheit der Priestser des alten Bundes gesehen werden, welche sich für die Zeit ihren Dienstes im Tempel ihrer Frauen zu enthalten hatte. Da nun der Priester im christlichen Sinn immer im Dienst steht, ist es klar, dass er keinen Geschlechsverkehr haben darf.


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 lesa 10. September 2019 

Bibelstellen im historischen Kontext

@[email protected]: Verständlich, dass einige Bibelstellen immer wieder als Argument gegen den Pflichtzölibat herangezogen werden. Jüngere detaillierte Studien über den Zölibat führen allerdings schriftliche Zeugnisse an, die es nahe legen, die vielzitierten Worte „ein Bischof dürfe nur einmal verheiratet sein“ (vgl 1 Tim 3, 2) und dasjenige aus dem Titusbrief, Bischöfe und Priester müssen „einer Frau Mann sein“ (Tit 1,6) nicht als Vielfrauenverbot auszulegen. Es scheint sich hier vielmehr um eine Vorschrift im Zulassungskatalog für Geweihte zu handeln. Demgemäß würde die Wendung „Einer Frau Mann sein“ auf einen Umstand verweisen, der als Beweis gefordert war, dass der Geweihte fähig ist, enthaltsam zu leben. (siehe z.B Stefan Heid, Zölibat in der frühen Kirche, Verlag Ferdinand Schöningh) Er zeigt auf, dass im ersten Jahrtausend der Kirche viele Bischöfe und Priester tatsächlich verheiratet waren, aber sie mussten vom Zeitpunkt der Weihe an enthaltsam leben.


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 jadwiga 10. September 2019 

Marx hätte nichts dagegen, wenn die Kirche fremdginge?

Mein Herz blutet, wenn ein Kardinal der katholischen Kirche solche Aussagen trifft!
Ich würde ihn gerne fragen, ob er seiner Gattin auch ab und zu einen Seitensprung gestattet?!
Unter keinen Voraussetzungen und in keinen Regionen kann man die Sünde erlauben, man muss sie lediglich schwer dulden!
Selbst wenn der Kardinal nichts dagegen hätte, dass seine eigene Gattin fremdgeht, soll die katholische Kirche, Jesus Christus die Treue halten und die eigenen Schwächen bekämpfen.
jadwipkarpaten2


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 CALIFAX 10. September 2019 

Dalai Lama hat ganz andere Probleme, @hape

https://www.youtube.com/watch?v=IK28BRuo1xE


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 Diadochus 10. September 2019 
 

Prüfstein

Die erneute Diskussion um den Zölibat zeigt, inwieweit sich viele in der katholischen Kirche von der spirituellen Dimension des Glaubens entfernt haben. Sie verstehen nicht mehr, was Jesus vermitteln wollte. Sie verstehen Sein Priestertum nicht mehr. Sie verstehen Sein Wesen nicht mehr. In der Kirche geht es nur mehr um Macht- und Strukturfragen. Das zielt am Wesen vorbei. Das führt niemanden ins Paradies zurück. Ich möchte damit jetzt nicht sagen, dass ich Jesus verstanden hätte. Aber ich kann darauf gläubig verweisen und annehmen, was die katholische Kirche vorgibt und vorgegeben hat. Ich möchte diesbezüglich keine Änderungen. Sie sind unnötig. Der Zölibat ist notwendig. Er ist der Prüfstein einer jeden echten Berufung.


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 Zeitzeuge 10. September 2019 
 

Werte Lesa!

Dank auch Ihnen für Ihren Beitrag!

Angefügt habe ich den Text der Enzyklika
Papst Paul VI. "Sacerdotalis coelibatus"
vom 24.06.1967!

Alle Katholiken/innen guten Willens
werden erkennen, daß in dieser Enzyklika eigentlich alles zum Thema
gesagt ist, rein historische Reminiszenzen a.d. Kirchengeschichte
betr. Nichteinhaltung des Pflichtzölibats bei den Lateinern
sind natürlich kein Argument, das
die theologischen Begründungen, auch
des Lehramtes, aufzuheben vermag, erst
Recht kein Rückgriff die "Würzburger Synode",
bei der Gott sei Dank, noch konservative Bischöfe Schlimmeres verhinderten wie z.B. Kardinal Höffner i.V. mit dem Kanonisten Heinrich Flatten über den nach seinem Tod der Osservatore Romano am 10.07.1987 u.a. folg. schrieb:

"Sein von Lauterkeit und Hilfsbereitschaft geprägtes Wirken wurde der Öffentlichkeit besonders im Verlauf der gemeinsamen Synode der Bistümer der Bundesrepublik bekannt, wo er keine Abweichung von der Lehre der Kirche duldete."

Allen Gottes Segen!

www.kathpedia.com/index.php?title=Sacerdotalis_coelibatus


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 winthir 10. September 2019 

hallo Zeitzeuge,

ich hab länger nichts hier gelesen von unserem "Biritualisten" (bitte nicht schimpfen, das ist ein kirchenrechtlicher Begriff) Franz Schlegl.

Vielleicht kann Gandalf uns helfen? das fände ich nett, und hilfreich.

danke im Voraus,

winthir.


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 lakota1 10. September 2019 
 

@Winthir

"Er soll der Mann EINER Frau sein"...soweit ich es verstanden habe,
soll er dieser Frau treu sein und er darf kein zweites mal verheiratet sein.
...und es heißt nicht: er MUSS eine Frau haben.


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 lesa 10. September 2019 

Fakten statt ideologischer Träumereien

@winthir: Der Pflichtzölibat ist nicht mit einem Dogma begründbar, aber diese Lebensform ist biblischen Ursprungs. Sie entspricht dem Wesen des Priestertums. Und wie gerade jüngste Studien (unwiderlegbare historische Beweise finden Sie im Buch von Stefan Heid)wurde der Priesterzölibat von Anfang an praktiziert. Es ist normal, dass eine Praxis der Kirche - in diesem Fall das Band zwischen Priestertum und Zölibat - erst im Lauf der Zeit juristisch festgelegt wird. Zur Lage der Kirche empfiehlt sich auch zu diesem Punkt das aktuelle Interview von EZB. G. Gänswein. @hape: Sie haben recht, denn gegen Faktenresistenz ist kein Kraut gewachsen.


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 Zeitzeuge 10. September 2019 
 

Lieber Hape!

Danke für Ihren Beitrag!

Ihrem P.S. schliesse ich mich bzgl. der
Zölibatsdiskussion hier gerne an!

Exkurs:

Das erneute Aufflammen der Zölibatsdiskussion hier erinnert mich
an unseren Msgr. Schlegl aus Wien.

Ich mach mir ehrliche Sorgen um seine
Gesundheit, weiss hier jemand etwas
Näheres?

Im Gebet, auch für Msgr. Schlegl, verbunden verbleibe ich

mit treukatholischem Gruß

Ihr

Zeitzeuge!


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 winthir 10. September 2019 

Der Bischof soll nur eine(!) Frau haben,

steht im 1. Timotheusbrief.

Wie gehen wir heute mit dieser apostolischen Weisung um?

Interessant finde ich die nachfolgende Argumentation: Er soll seine Kinder gut erziehen, weil, wenn er seinen eigenen Hausstand nicht im Griff hat - wie kann er dann für die Kirche Gottes Sorgen?


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 winthir 10. September 2019 

und so überraschend neu ist die Forderung auch wieder nicht.

Die Würzburger Synode hat vor über vierzig Jahren um die Weihe verheirateter Männer zu Priestern gebeten. Rom hat diese Bitte nicht abgelehnt, sondern bis heute dazu geschwiegen.


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 winthir 10. September 2019 

so


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 winthir 10. September 2019 

kleine Anmerkungen.

1. Der Zölibat ist schlicht eine kirchenrechtliche Vorschrift, wonach Kleriker keine kirchenrechtlich gültige Ehe eingehen können. Bis zum II. Vaticanum war das Zölibatsversprechen auch nicht Bestandteil des Weiheritus; der zu Weihende hat vor der Weihe in der Sakristei einfach ein Papier unterschrieben.

2. Die Evangelischen Räte gehören zum Mönchtum und nicht zum Weltklerus.

3. Der Zölbat hatte zur Folge, dass ein Priester nicht die Pfarrei seinem Sohn vererben konnte (s. mittelalterliches Lehensrecht). Im Protestantismus gab und gibt es demgegenüber "Pfarrerdynastien" - bist Du Sohn eines Landesbischofs, ist deine Kirchliche Karriere gesichert.

4. Durchgesetzt hat den Zölibat erst das Tridentinum. Aus den Visitationsakten des Hochstifts Freising (1560) z. B. ergibt sich, dass es dort 146 Priester mit Frau und Kindern gab.


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 Psalm1 10. September 2019 
 

@hape

Wenn der Dalai Lama den Wert der sexuellen Enthaltsamkeit im Mönchstum würdigen will, dann ist das in Ordnung. Das ist ihm allerdings mit seiner völlig absurden Bemerkung ("... den Tieren gleich") misslungen.


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 lesa 10. September 2019 

Der Feind legt Hand an Gottes Erbe (Psalm)

@Uwe Lay: Genau! Der Kolosserbrief sagt heute: "Ihr habt Christus Jesus als Herrn angenommen. Darum lebt auch in ihm! Bleibt in ihm verwurzelt und auf ihn gegründet, und haltet an dem Glauben fest, in dem ihr unterrichtet wurdet. Hört nicht auf zu danken!
Gebt acht, dass euch niemand mit seiner Philosophie und falschen Lehre verführt, die sich nur auf menschliche Überlieferung stützen und sich auf die Elementarmächte der Welt, nicht auf Christus berufen.Denn in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes."
(Kol 2, 6-15)
Ein Gemisch weltlicher Vorstellungen Selbermachen, fehlgesteuerter Feminismus, Gender etc. droht die Kirche zu schwächen und sogar zu zerreißen. Dieses Gedankengut (z.B. Genderverdrehung des Wortes Gottes ist nicht harmlos …)verehrt nicht das Geheimnis des menschgewordenen und in der Eucharistie, in Seinem Wort auch in der Überlieferung gegenwärtigen Christus, sondern legt Hand an dieses.
Aber der Wolf im Schafspelz wird von Führenden nicht erkannt.


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 Psalm1 10. September 2019 
 

Stefan Fleischer

Danke für die Antwort.

Der evangelische Rat der Ehelosigkeit wird im positiven Sinn gewählt, d.h. es wird das darin für die zugeordnete Berufung (Priester, Orden) angemessene angestrebt. Das vermeiden des Bösen (z.b. Sexorgien) ist davon unabhängig, da dies selbstverständlich für alle Gläubigen verpflichtend ist.
Der Zölibatäre/Ehelose ist in dieser Hinsicht (vermeiden des Bösen) nicht anders als jeder andere Christ. Sollte er dies aber meinen, dann hat er ein Problem mit seinem Ego.


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 hape 10. September 2019 

@The Academist 2

Der Zölibat ist historisch eben keine Spezialität oder Fehlentwicklung der lateinischen Kirche, sondern ganz im Gegenteil. Er gehört zur Tradition der apostolischen Kirche insgesamt und von Anbeginn an. Er wurde in der Westkirche allerdings gewissenhafter bewahrt als in der Ostkirche. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.

Das ist keine Abwertung verheirateter Priester, sondern schlicht eine historische Tatsache. Wenn das nun eine „anmaßende Behauptung“ sein sollte, müßten Sie das nicht mir sagen, sondern Walter Kardinal Brandmüller, Prof. Georg May, Prof. Stefan Heid und Gerhard Kardinal Müller unter die Nase reiben. Auf die berufe ich mich nämlich.

––
Ende

PS: Bitte erwarten Sie keine weitere Antwort von mir. Das Thema wurde in den Medien und auch hier auf kath.net schon bis zum Erbrechen diskutiert. Mehr habe auch ich dazu nicht zu sagen.


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 hape 10. September 2019 

@The Academist 1

die Diskussion um den Zölibat hat einen elend langen Bart, der vom Rhein bis in den Amazonas reicht. Dort wird der Zölibat demnächst mit bewährten Guerilla-Methoden der kirchenpolitischen Kriegsführung auf Grund gesetzt.

Scheitern an der Enthaltsamkeit ist menschlich, aber kein Grund, von der Imitatio Christi abzurücken. Scheitern ist ja auch im Sport kein Grund aufzugeben, sondern Motivation, die Anstrengungen zu erhöhen. Gott überfordert niemanden. Auch der erste Papst war verheiratet. Das war für Petrus aber kein Grund, zu sagen: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.“ (Mk 10,28) Alles verlassen meint eben auch, die Ehe zu verlassen, bzw. erst garnicht erst zu heiraten. Glaubt jemand im ernst, Petrus hätte sich dazu vom Herrn nicht berufen gewusst? Man denke z.B. auch an die Hl. Paulus oder Nikolaus von der Flühe.

–––
Fortsetzung


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 richrose 10. September 2019 
 

Der Herr möchte den Priester ganz für sich haben und seine Liebe mit niemanden teilen

Ist das denn so schwer zu verstehen?
ER, der die Reinheit und Keuschheit in Person ist, bevorzugt in Seiner Nähe auch Seelen, die IHM ebenbürtig sind.

Ex 20,5: Denn Ich der Herr bin ein eifersüchtiger Gott...


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 hape 10. September 2019 

@Psalm1

Was der Dalai Lama da sagt, ist ein Lob auf die sexuelle Enthaltsamkeit, damit sich der Mönch besser seinem Glaube widmen kann. Der Widerspruch liegt ganz bei denen, die einerseits sexuelle Enthaltsamkeit im Bhuddismus toll finden, die aber andererseits meinen, der Zölibat in der katholischen Kirche sei Privatsache. Sexuelle Enthaltsamkeit bei Klerikern findet sich in jeder Religion.

Der katholische Zölibat ist aber viel mehr als sexuelle Enthaltsamkeit. Er ist auch Keuschheit, Reinheit, Treue, Verbindlichkeit, Demut, Gottesfurcht. Diese Dinge sind auch in der Ehe von großer Bedeutung und verbinden das Weihesakrament mit dem Ehesakrament.

Die Reduzierung des Zölibates auf sexuelle Enthaltsamkeit ist eine pathologische Propagandalüge der Aufklärung und speziell der feministischen Ideologie, die das ganze Leben nur noch durch die Brille des Geschlechterkampfes betrachten kann. Das ist eine Verweltlichung und Verarmung der katholischen Spiritualität sondergleichen!


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 Zeitzeuge 10. September 2019 
 

Hier der wichtige Text der besagten Enzyklika

"Sacra virginitas" Papst Pius XII:
vom 25.03.1954.

Ich wünsche ggfls. reiche Lesefrüchte!

www.kathpedia.com/index.php/Sacra_virginitas_(Wortlaut)


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 Stefan Fleischer 10. September 2019 

@ Psalm1

um ein krasses Beispiel zu nennen. Ein Kardinal, der Sexorgien feiert, lebt ehelos, aber leider nicht keusch.


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 Zeitzeuge 10. September 2019 
 

Armut-Keuschheit-Gehorsam, über die

Evangelischen Räte informiert der
gleichlautende Art. i. d. kathpedia.

Über den gesamten Komplex der Jungfräulichkeit inkl. Zölibat
etc. können sich wirklich Interessierte
informieren i.d. Enzyklika "Sacra virginitas" Papst Pius XII. v. 25.03.1954.

Es gibt natürlich auch die Keuschheit
in der Ehe, dazu studiere man die Enzyklika "Humane Vitae", welche die
für eine kath. Ehe verbindlichen Weisungen enthält!

Allen empfehle ich, Psalm 1 der hl. Schrift, der natürlich für Brüder und Schwestern gleichermaßen gilt, aufmerksam zu verinnerlichen.

Diesen Pslam als Nicknamen zu verwenden
erfordert ein besonders ausgeprägtes, katholisches Ethos!

Ich wünsche allen hier einen gesegneten, besinnlichen Tag!

www.kathpedia.com/index.php/Evangelische_R%C3%A4te


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 Klostermann 9. September 2019 

Kräftemessen

Marx will einfach nur die Kirche neu erfinden, der er dann selbstverständlich vorstehen will.
Benedikt XVI. hat recht wenn er sagt, die Wölfe von innen sind die gefährlichen. Mit Franziskus und Marx und ein paar anderen Kumpanen, wird die Kirche schön langsam an die Wand gefahren. Einziger Trost, auch das wird die Kirche überstehen.


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 Psalm1 9. September 2019 
 

@Stefan Fleischer

"Der Zölibat ist nicht einfach nur Ehelosigkeit (wie das in verschiedenen Ordensgelübden heute gesagt wird) sondern wesentlich - m.E. zuerst - Keuschheit."

Wo ist denn da Ihrer Meinung nach der Unterschied?


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 winthir 9. September 2019 

warum so wütend?

fragt sich, Euch, und Alle,

der winthir,

der jetzt gemütlich im Bett liegt,
und auf einen neuen Morgen wartet.

bis denn!


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 winthir 9. September 2019 

nun, ich habe hier gelsen


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 lesa 9. September 2019 

Ausmahmen bestätigen die Regel

@myschkin: Die Worte sind Zitat aus einem Interview Pater Douteil (84)zitiert, der viele Jahre mit Indios lebte und ihre Situation kennt.
Wie Sie sagen, "muss" es nicht so sein, (Funktionalisierung) Ausnahmen bestätigen ja auch die Regel. Aber es hat sich deutlich genug gezeigt, womit zu rechnen ist.


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 Einsiedlerin 9. September 2019 
 

@Diadochus

"Für Priester, die Jesus Christus über alles lieben und jene Priester, die ein Leben im Gebet (z. B. Brevier, Rosenkranz, Ruhegebet, eucharistische Anbetung) führen, für diese Priester stellt sich die Frage nicht. Sie lieben Jesus Christus. Herr Kardinal, die Frage kann man eben nicht besprechen. Wenn Sie nicht nur ein Kardinal, sondern auch ein Priester nach dem Herzen Jesu wären, würden Sie es verstehen."
-------------------------------
Christus lieben! Aus ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit aller Kraft und allen Gedanken - das ist es. Mehr ist da nicht hinzuzufügen.
Petrus sagte zu Jesus auch: "Wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt..."


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 Diadochus 9. September 2019 
 

@lakota1

Ja, da kommt eine Seite zu kurz. Deshalb stellt Jesus für Seine Nachfolge Bedingungen: "Die Füchse haben Höhlen und die Vögel haben Nester; der Menschensohn aber hat nicht, wohin er sein Haupt legen kann." (Lk. 9,58) "Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber gehe hin und verkünde das Reich Gottes." (Lk. 9,60) "Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes." (Lk. 9,62) Wer dazu nicht bereit ist, der taugt nichts, der sollte bei seiner Frau bleiben, der hat keine Berufung. Ein katholischer Priester Jesu Christie kann man nur ganz sein, nicht geteilt.


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 JuM+ 9. September 2019 
 

Kirchenbeitrag verweigern...

dann wird Marx sich nach neuen Ufern umsehen, einfach pragmatisch.


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 JuM+ 9. September 2019 
 

@Montfort

Kardinal Schönborn hat einen geplanten Event am 6.10. mit dem Hinweis Synode abgesagt.
So läuft der Hase...


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 richrose 9. September 2019 
 

Man fragt sich wirklich, wie Kardinal Marx in dieses hohe Amt gerutscht ist?

Den Zölibat nicht halten kann jeder. - Die Gnade ihn zu leben, schenkt Gott nur einigen wenigen. Hätten wir mehr eifrige, von der eigenen Lebensweise überzeugte Hirten, würde die Kirche wieder blühen.


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 Chris2 9. September 2019 
 

Politikerstaments interessieren mich nicht

in Glaubensfragen. Und Herr Marx hat schon so oft buchstäblich unbegründete (Nicht-) Wahlempfehlungen abgegeben, dass man fast vergisst, dass er einen Ornat trägt. Meistens - aber nicht immer - sogar mit Kreuz.


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 lakota1 9. September 2019 
 

@Diadochus

Was ich mich als zölibatärer Single noch frage:
"Für Priester, die Jesus Christus über alles lieben und jene Priester, die ein Leben im Gebet (z. B. Brevier, Rosenkranz, Ruhegebet, eucharistische Anbetung) führen...zusätzlich zur Feier der Hl. Messe, den Taufen und Beerdigungen, Krankensalbung und Sterbenden beistehen...
Wo nimmt ein solcher Priester dann noch Zeit für eine Frau, eine Familie her?
Ich denke, da kommt dann irgendeine Seite zu kurz oder nicht?


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 Sebi1983 9. September 2019 
 

@ The academist + @hape

Das verbindliche kirchliche Lehramt spricht mit großer Hochachtung von verheirateten Priestern in den Ostkirchen und betont auch die Rechtmäßigkeit dieser Ordnung:
"Zwar ist sie [gemeint ist die vollkommene zölibatäre Enthaltsamkeit]nicht vom Wesen des Priestertums selbst gefordert, wie die Praxis der frühesten Kirche (vgl. 1 Tim 3,2-5; Tit 1,6.) und die Tradition der Ostkirchen zeigt, wo es neben solchen, die aus gnadenhafter Berufung zusammen mit allen Bischöfen das ehelose Leben erwählen, auch hochverdiente Priester im Ehestand gibt. Wenn diese Heilige Synode dennoch den kirchlichen Zölibat empfiehlt, will sie in keiner Weise jene andere Ordnung ändern, die in den Ostkirchen rechtmäßig Geltung hat; vielmehr ermahnt sie voll Liebe diejenigen, die als Verheiratete das Priestertum empfingen, sie möchten in ihrer heiligen Berufung ausharren und weiterhin mit ganzer Hingabe ihr Leben für die ihnen anvertraute Herde einsetzen" (II. Vatikanum, Presbyterorum ordinis, Nr. 16)


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 Stefan Fleischer 9. September 2019 

@ hape

Entschuldigung. Da habe ich nicht genau genug gelesen. Aber der Satz: "Der Zölibat geht auf das Trienter Konzil (1545-1563) zurück" ist mir schon oft um die Ohren geschlgen worden. Da reagiere ich allergisch.


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 The Academist 9. September 2019 
 

@hape

Vielen Dank für Ihre Mühe und die ausführlichen Antwort!
Einige Anmerkungen seien mir jedoch wiederum gestattet:

1. "Die sakramentale Repraesentatio Christi aber erfordert die gelebte Imitatio Christi, also das zölibatäre Leben des Priesters". Der Wiederspruch zur gelebten katholischen Realität dürfte offensichtlich sein, allenfalls dürfte es ja keine verheirateten Priester geben, die es nun aber gibt.

2. "Das heute in der Kirche auch verheiratete Priester wirken, sind historisch bedingte und barmherzige Ausnahmen". Das ist, verzeihe Sie mir, eine anmassende Behauptung, welches das bereits erwähnte Zeugnis der Ostkirchen negiert welche GENAUSO in "der Tradition" stehen, aber andere "Traditionen" haben können. ostkirchliches Leben und Spiritualität ist keine "barmherzige Ausnahme"!
Der Zölibat ist eben bes. eine der westkirchlichen "Traditionen", was ich ja nicht ablehne. Ich möchte nur aufzeigen und davor warnen etwas zum Glaubensgut zu stilisieren, welches es nicht ist.


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 Stefan Fleischer 9. September 2019 

Was man auch nie vergessen sollte:

Der Zölibat ist nicht einfach nur Ehelosigkeit (wie das in verschiedenen Ordensgelübden heute gesagt wird) sondern wesentlich - m.E. zuerst - Keuschheit.


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 hape 9. September 2019 

@Stefan Fleischer

Ich beziehe mich auf einen Artikel von Stefan Heid in "Die Tagespost" vom 17.4.19. Lesen Sie bitte dort selbst nach. Heid sagt, dass der Zölibat auf die apostolische Zeit zurück geht. Das Konzil von Trient bestätigt später also nur eine durchgehende Praxis, die im Kern auf Jesus selbst zurück geht. – Mehr habe ich dazu nicht mehr zu sagen.


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 Montfort 9. September 2019 

Weshalb ist denn Kardinal Marx...

"Mitglied der Amazonien-Synode"?

Fehlt dann nur noch der Wiener Kardinal Schönborn als päpstlicher "Haus-und Hoftheologe" auf der Synode - und dann ist der "Club" sicher vollständig bei der "Amazonien-Synode" vertreten.

Allerdings: Seit wann liegen denn Deutschland und Österreich am Amazonas oder inmitten des Regenwaldes? Oder gelten Kardinäle jeglicher Herkunft schon als Indigenen-Häuptlinge?
;-)


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 hape 9. September 2019 

Was sagt eigentlich der Dalai Lama zum Zölibat?

„Als Mönch kann man sich besser seinem Glauben widmen», betonte der Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der Tibeter am Dienstag in einem «Bild»-Interview zu seinem 75. Geburtstag. «Sex macht den Menschen gemein mit allen anderen Tieren. Ich bin ein Mensch, der für gewisse moralische Prinzipien steht. Das Zölibat ist etwas, was mich vom gewöhnlichen Tier unterscheidet.“ – Mal abgesehen davon, dass man dazu natürlich überhaupt erst mal einen Glauben haben muss und mal abgesehen von der eigenwilligen Begründung des Dalai Lama, – wenn der Dalai Lama zölibatär lebt und sich mit Leib und Seele seinem Glauben hingibt, finden das alle toll. Wenn aber ein katholischer Priester dasselbe tut, schreien alle „weltfremd“, „verhaltensgestört“, „geht garnicht“. Aber wieso kommt man dann auf die Idee, ausgerechnet mehr oder weniger glücklich verheiratete, aber dem Alter entspr. müde und verbrauchte Männer, sog. Viri probati, könnten retten, was zu retten ist?


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 Montfort 9. September 2019 

Und je nachdem...

in welcher Region er sich gerade aufhält, soll ein verheirateter Mann zum Priester geweiht werden dürfen oder auch nicht?!

Es lebe die regional-reformierte-universale Pseudokirche! :-(

Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampf...!


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 Diadochus 9. September 2019 
 

Frage

Für Priester, die Jesus Christus über alles lieben und jene Priester, die ein Leben im Gebet (z. B. Brevier, Rosenkranz, Ruhegebet, eucharistische Anbetung) führen, für diese Priester stellt sich die Frage nicht. Sie lieben Jesus Christus. Herr Kardinal, die Frage kann man eben nicht besprechen. Wenn Sie nicht nur ein Kardinal, sondern auch ein Priester nach dem Herzen Jesu wären, würden Sie es verstehen.


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 hape 9. September 2019 

The Academist 3

… Als sich hingegen im lateinischen Westen ein ähnlicher Verfall der Disziplin ankündigte, gelang es den Päpsten mehr oder minder, die Tradition aufrechtzuerhalten. (Vgl. Stefan Heid; in Die Tagespost; 17.4.19) – Die lateinische Kirche bewahrt also in ihrer Tradition die ursprüngliche Lebensweise Jesu Christi. Deshalb, aus Liebe zu Jesus, lebt der Klerus zölibatär. Das heute in der Kirche auch verheiratete Priester wirken, sind historisch bedingte und barmherzige Ausnahmen. Nicht mehr und nicht weniger. Diese Ausnahmen bestätigen die Regel und den besonderen Wert des Zölibates. Sie sind aber kein ausreichender Grund, selbst Regel zu sein. Der Zölibat entspricht historisch nun mal der Lebensweise Jesu. Daran führt kein Weg vorbei.

–––
Ende


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 hape 9. September 2019 

The Academist 2

… Seit etwa 200 gibt es in Ost und West Hinweise auf eine klerikale Enthaltsamkeitspraxis. Man kann mit historischer Gewissheit sagen, dass die Enthaltsamkeit der verheirateten Diakone, Priester und Bischöfe immer deutlicher zur Pflicht wird. So geht bereits seit dem dritten Jahrhundert der allgemeine Trend in Richtung eines ehelosen Klerus. … Die umfassende Klerikerenthaltsamkeit ist im Osten sogar früher und besser bezeugt als im Westen. Aber weil das byzantinische Reich im fünften Jahrhundert in eine schwere Krise geriet und sich vielfach kirchlich wie politisch spaltete, zerfiel die ursprüngliche Disziplin.

–––
Fortsetzung


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 myschkin 9. September 2019 
 

@lesa

Das kann so sein, wie Sie es sagen, dass die zölibatäre Lebensführung so wirkt, wie Sie das beschreiben. Das muss aber nicht so sein. Die Priester der unierten Kirchen sind verheiratet und dennoch keine Priester zweiter Kategorie..


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 lesa 9. September 2019 

Funktionalismus

„Viri probati“ sind sicher keine wirkliche Lösung – es wäre lediglich eine „praktische“ Lösung, die das Funktionieren des Betriebes garantieren könnte, also reiner Funktionalismus. Und das würde ja auch bedeuten, dass man nicht nur für den Amazonasraum, der nur der ersehnte Präzedenzfall wäre, sondern auch für alle anderen Länder, wo es einen ähnlich bedrückenden Priestermangel gibt, diese Tür öffnete und wir so etwas wie protestantische Pfarrhäuser bekämen – und alle damit verbundenen Problemen eingeschlossen. Diese „viri probati“ können und sollen vielmehr als Laienkatecheten ausgebildet werden und wirken – sie könnten von den Priestern auch die hl. Eucharistie zur Austeilung erhalten: Das könnte selbst bei unseren riesigen Entfernungen kein Problem sein, denn auch die Handelswaren werden dorthin gebracht, und das Bier ist das Letzte, das fehlt! Warum sollte man sich bei der hl. Eucharistie weniger anstrengen?" (aus d. Interview mit P. Douteil, der lange Missionar bei Indios war)


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 Psalm121 9. September 2019 
 

Herr Marx

Unfassbar der Mann !


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 Sebi1983 9. September 2019 
 

Nichts Neues!

Es ist legitim über dieses Thema zu sprechen, denn Lehre der Kirche ist es, dass der Zölibat "nicht vom Wesen des Priestertums selbst gefordert" ist (II. Vatikanum, Presbyterorum ordinis, 16). Darum gibt es auch in der katholischen Kirche verheiratete Priester (z.B. in den mit Rom unierte Ostkirche oder Dispens bei ehemaligen ev. Pastoren, die konvertiert sind - und das schon seit Pius XII.!).

Gleichzeitig betont die Kirche im II. Vatikanum: "Der Zölibat ist jedoch in vielfacher Hinsicht dem Priestertum angemessen" (ebd.). Denn der Zölibat ist die Nachahmung der Lebensweise Jesu und schenkt in einer ungeteilten Hingabe die größere Freiheit für den Dienst an Gott und den Menschen.

Das alles muss man bei der Debatte gut bedenken.

Vor allem aber nicht vergessen, dass die Kirche den Zölibat "immer hoch eingeschätzt" hat (II. Vatikanum, Presbyterorium ordinis, 16). Von dieser hohen Wertschätzung ist in vielen Wortmeldungen unserer Zeit nicht mehr viel zu spüren.


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 mirjamvonabelin 9. September 2019 
 

Geehrter Kardinal Marx!

Bekehren sie sich!
Wir, das Fussvolk, beten und opfern für ihre und ihresgleichen, um Bekehrung!
Kehren sie zu Christus Jesus zurück oder legen ihr Amt nieder!


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 Stefan Fleischer 9. September 2019 

Bevor wir

über verheiratete Priester sprechen sollten wir uns zuerst der Frage zuwenden, was denn das Wesen des Priestertums ist. Hier gehen die Meinungen wohl noch weiter auseinander als beim Zölibat. Sie gehen vom Diener des Allerhöchsten, der in der Person Christi handelt, bis zum multifunktionellen Angestellten in leitender Funktion der Kirche, speziell der Kirchgemeinde. So gesehen ist heute die Zölibatsfrage in den Händen der Gegner zum Rammbock gegen die Heiligkeit der Kirche geworden. Wie auf dieser Basis eine zielführende Diskussion geführt werden kann, ist mir schleierhaft. Das passt bestenfalls in die sog. Dialogkultur, wo es nur darum geht, die eigene Agenda durchzusetzen.


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 wedlerg 9. September 2019 
 

@katholik: wer sind denn die Bischöfe aus Amazonien?

Eine österreichischer Bischof und gleichgesinnte haben im Amazonas ein Bild für die Bewältigung all ihrer ewig gestrigen Struktur-Probleme mit der Kirche gesucht und den "Ureinwohner" Amazoniens als den Kirchenproletarier auserkoren, dem sie ihre neue schöne sozial-liberale Kirche weihen wollen.

Dabei ist dieser Gruppe der Ureinwohner ebenso egal, wie die Kirche Christi.

Das beginnt schon damit, dass es den "edlen Wilden", der in den Synoden-Vorbereitungsdokumenten beschrieben wird, in der Realität gar nicht gibt. Er ist eine Fiktion, eine Projektion von Träumen und Wünschen, Ökophantasien und Post-Romantik. Das Problem der Indigenen ist mit Sicherheit nicht der Zölibat und auch nicht die Klimapolitik. Der Indigene muss für Politikprojekte liberaler, reicher Europäer und gescheiterter Befreiungstheologen herhalten. Letztere sollten sich um Venezuela, Kuba, Nicaragua oder El Salvador kümmern und den Schaden an den Menschen, den ihre Protagonisten dort anrichten, kritisieren.


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 Federico R. 9. September 2019 
 

Die Zulassung verheirateter Männer zum Priesteramt ...

... in Gebieten mit indigener Bevölkerung wäre nichts anderes als ein Versuchsballon, den manche potentiellen Kirchenveränderer in den eigenen, röm.-kath. Reihen steigen lassen möchten. Eines ihrer simplen Argumente: der Zölibat sei anachronistisch.

Persönlich bin ich der Meinung, dass Reinhard Marx als bekennender Kreuzableger in den Untiefen seines Herzens auch zu diesen Veränderern gehört.

Gestern Abend wurde der Kardinal vom BR-Fernsehen beim Aufstieg zum höchst gelegenen Gotteshaus Deutschlands, der Kapelle Maria Heimsuchung auf der Zugspitze, gezeigt, wo er die traditionelle Gatterl-Messe zu zelebrieren hatte. Im bischöflichen Ornat sah man ihn durchs Schneegestöber stapfen. Und seltsamerweise wirkte das auf mich mit einem Mal auch schon anachronistisch - irgendwie. Nicht nur für Bayern hat sich Marx in vielerlei Hinsicht mittlerweile als eklatante Fehlbesetzung erwiesen.


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 wedlerg 9. September 2019 
 

@Katholik: Sie schreiben weltlich, aber nicht christlich:

"Entscheidend ist für mich, ob und wie der Zölibat so gelebt werden kann, dass er ein positives Zeichen ist und auch die Priester in ihrem Leben nicht beschädigt."

Das sind sehr seltsame Kriterien. Der Zölibat ist keine symbolische Frage und das zweite Kriterium steht diametral zum Evangelium.

1.1 Das Zolibat ist kein Zeichen, es ist reale, gelebte Nachfolge und steht unmittelbar für das Priestersakrament. Es ist die Lebensform Jesu und der ersten Generation der durch die Apostel geweihten Priester. Was damit signalisiert wird, ist die Realität an Christus. Es geht nicht um an Zeichen an die Welt.
1.2. Die Welt hat das zölibatäre Leben kath. Priester immer abgelehnt. Man kann aber eben nur einem Herren dienen.
2. Wie kann der Zölibat einen Priester beschädigen? War Jesus geschädigt? Das Evangelium fordert immer alles: die Aufgabe von Eltern und Besitz (gestern). Die AW Jesu ist klar: Wer dazu nicht bereit ist, taugt nichts für das Reich Gottes bzw. hier: als Priester.


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 lesa 9. September 2019 

Unverzichtbares Zeugnis für die Existenz und Gegenwart Gottes

@myschkin: Es soll nur den Klerus betreffen? Ein Riesenirrtum! Zölibatäre sind Zeichen für die lebendige Wirklichkeit Gottes, Salz und Licht in einer auf innerweltliche Ziele fixierten, teils im Materialismus für Geistliches erblindeten Welt.


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 petrafel 9. September 2019 
 

Einen "Vorteil" hätte das Ganze:

Mit der Aufhebung des Zölibats würden nicht nur heterosexuelle Priester heiraten wollen, sondern wahrscheinlich auch eine Menge homosexueller Priester. Und dann würde das ganze Ausmaß der Misere (überdurchschnittlicher Anteil Homosexueller im Klerus) endlich unvertuschbar zu Tage treten.

Ach, und schön, dass Kardinal Marx weiß, dass solche Entscheidungen nicht allein in Deutschland getroffen werden können. Er sollte wissen, dass auch die Amazonas-Synode nicht dazu befugt ist. Oder sonst irgendjemand. Die Frage war nämlich längst geklärt.


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 myschkin 9. September 2019 
 

Die Kirche steht in erster Linie

in der Verantwortung, dass würdige Priester den Gläubigen die Sakramente spenden. Wie sie dieser Pflicht den Gläubigen gegenüber mit wem auch immer nachkommt, ist eine interne Angelegenheit des Klerus. Ich verstehe nicht, warum wir Laien mit diesen Diskussionen seit vielen Jahren behelligt werden. Den Zölibat soll leben, wer will. Ich habe höchste Achtung vor der zölibatären Lebensführung unserer katholischen Priester des lateinischen Ritus. Dennoch handelt es sich um eine lediglich die Geistlichkeit betreffende Sache, wenn die Kirche hier Änderungen und Abweichungen von der Tradition vornehmen würde.


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 Katholik 9. September 2019 

Im Originaltext (2)

Frage: Eine regional begrenzte Zulassung verheirateter Priester wurde vom Vatikan auf die Tagesordnung der Bischofssynode über Amazonien gesetzt, die im Oktober in Rom tagt. Und Ihr Stellvertreter in der Bischofskonferenz, Bischof Franz-Josef Bode, hat schon angekündigt, dass auch deutsche Bischöfe eine solche Regelung für ihre Bistümer erbitten würden, wenn Rom eine Ausnahme für Amazonien macht.

Warten wir doch ab. Ich bin ja selbst Mitglied der Amazonien-Synode. Wir sollten erst einmal in Deutschland unsere konkrete Situation diskutieren und nicht meinen, wir könnten über Amazonien unsere Probleme lösen. Ich kann mir allerdings durchaus vorstellen, dass man zu dem Ergebnis kommen kann, dass es sinnvoll ist, unter bestimmten Voraussetzungen in bestimmten Regionen verheiratete Priester zuzulassen. Das sagen jedenfalls auch Bischöfe aus Amazonien.


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 Katholik 9. September 2019 

Im Or


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 Katholik 9. September 2019 

Im Originaltext (1)

Frage: Hat der Zölibat in unserer Gesellschaft noch eine Funktion...
Das kann man so nicht verallgemeinern. Wir haben eine klare Verpflichtung zur Ehelosigkeit, aber es gibt auch jetzt schon verheiratete Priester. In diesen Fällen handelt es sich um evangelische Pfarrer, die katholisch geworden sind, oder um Priester einer Ostkirche, die mit Rom uniert ist. Die Weihe von verheirateten Männern zu Priestern ist eine Frage, die man besprechen kann und deren Vor- und Nachteile es abzuwägen gilt. Es kann aber nicht darum gehen, einfach nur dem zu folgen, was die Meinung des Mainstreams ist. Entscheidend ist für mich, ob und wie der Zölibat so gelebt werden kann, dass er ein positives Zeichen ist und auch die Priester in ihrem Leben nicht beschädigt. Eine Zulassung verheirateter Priester wäre ein gewaltiger Einschnitt in die Kirchengeschichte. Aber wir werden das in Deutschland nicht entscheiden. Wir können keinen deutschen Sonderweg gehen, aber die Diskussion voranbringen können wir schon.


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 lesa 9. September 2019 

Kein Allheilmittel sondern Gegenteil

Der ekklatante Rückgang des Gottesdienstbesuchs (EKD Studie)veranlasste zur Idee, die Sonntagsgottesdienste zur Disposition stellen. "In „begründeter Freiheit“ solle jede Gemeinde selbst entscheiden, wieviel „Kapazität“ sie noch für regelmäßige Sonntagsgottesdienste aufwenden wolle. Was zeigt die EKD-Studie zum Gottesdienst? Dass auf evangelisch-synodalen Wegen beschlossenen Gottesdienstreformen, die Einführung der Frauen-Ordination ... die Propagierung der Ehe für alle, die Anpassung an Zeitgeist und „gesellschaftliche Wirklichkeit“ nicht den erhofften positiven Effekt erzielt haben.
Die reformierte evangelische Kirchlichkeit zeigt, dass die den Reformkatholiken so verheißungsvoll erscheinenden Ideen den weiteren Abwärtstrend des evangelisch-kirchlichen Lebens soweit beschleunigt haben, dass die Glocken in vielen Kirchen der Protestanten am Sonntag nun gar nicht mehr läuten werden." (TP., 14.8.2019)
"Der GEIST ist es, der lebendig macht." (Joh 6) Er ist Frucht von Gebet u.Hingabe.


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 chriseeb74 9. September 2019 
 

Verheiratete Priester...

machen m.E. nur einen Sinn:
Wenn endlich dadurch die Lobby der homosexuellen Priester durchbrochen wird und es zu deutlich weniger Mißbrauch kommt.
Nur dann macht eine Auflockerung des Zölibats Sinn...


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 bernhard_k 9. September 2019 
 

@TheAcademist

Das wissen wir. Und dennoch sind Bergsteiger, die den Mt Everest ohne künstl. Sauerstoff besteigen, besser als diejenigen, die aus der Flasche atmen.

Fazit: die röm. Kirche ist Vorbild für die anderen Kirchen ...


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 Riccardo 9. September 2019 
 

Priesterweihe von verheirateten Männern

Es ist doch klar, dass der erte Schritt ein Bruch mit einer jahrhunderten alten Tradition ist. Der nächste Tabubruch geht dann einfacher und schneller.
V.A. er löst kein einziges Problem in Deutschland .
Das Verdunsten des Glaubens, das fehlende Verständnis für die Eucharistie, die Gemeinde als NGO, wo der Priester praktisch nicht mehr vorkommt.
Die Glaubensessentialia, die in diesen Jahrzehnten verloren gehen, werden in hunderten von Jahren nicht wieder begründet werden können. Es bleibt das immense materielle und immaterielle Vermögen der deutschen Kirche, dass noch für Jahrhunderte reicht und um deren Fleischtöpfe der eigentliche Streit geht.
Verheiratete Priester gehen genauso fremd wie unverheiratete. Scheidung müsste als nächstes kommen, denn jede 3. Ehe geht in die Brüche. Was passiert dann, wenn der Priester eine neue hat.?
Heimlichtuerei, Heuchelei oder 3 er Beziehung. Scheidung??
Der nächste Schritte wäre dann die Aufweichung der Ehe als reine Zivilangelegenheit.


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 Herbstlicht 9. September 2019 
 

Nicht drumherum reden!

"dass es sinnvoll sein kann"
"unter bestimmten Voraussetzungen"
"in bestimmten Regionen"

Kardinal Marx möge bitte so ehrlich sein zu sagen, dass er es sich nicht nur vorstellen könnte, sondern dass er verheiratete Priester auch möchte.
Soviel Aufrichtigkeit sollte von einem Kirchenoberen schon erwartet werden dürfen.

Ihm und auch uns allen ist doch klar, dass es "Viri probati" nicht nur "unter bestimmten Voraussetzungen" und in "bestimmten Regionen" gäbe, sondern nach einiger Zeit auch überall.

Die katholische Kirche geht unsicheren Zeiten entgegen, weil einige es so wollen.


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 The Academist 9. September 2019 
 

Katholisch ist:

Fast alle der 23 von 24 Rituskirchen der katholischen Kirche kennen die Weihe von verheirateten Männern. Unsere verheiraten ostkirchlich-unierten! Priester sind genauso sakramental legitimiert wird ihre "lateinischen" Kollegen.
Ergebnis: Das Zölibat das zwar sittlich und traditionell in der lateinischen Rituskirche eine wichtige Rolle spielt ist keine dogmatische Notwendigkeit.
Einfachmal zur Kenntnis nehmen, bevor man sich wieder verrennt...


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 Uwe Lay 9. September 2019 
 

Verweltlichung der Kirche

Gehört nicht die Abschaffung des Zölibates zum Konzept der Verweltlichung der Kirche, das nun der "synodale Weg" vorantreiben soll? Wozu bräuchte eine verweltlichte Kirche denn noch Priester, wenn es Gemeindeleiter wie bei den Evangelischen auch tuen? Das Konzept der Verweltlichung verdankt sich wohl der resignativen Einschätzung, daß es mit Gott, Jesus Christus und der Religion überhaupt vorbei ist, das interessiere keinen mehr, sodaß die Kirche nun in eine links-humanitaristische NGO umgewandelt werden soll.
Uwe C. Lay Pro Theolblogspot


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 Stefan Fleischer 9. September 2019 

@ Smaragdos

Mir hat in der Frage der Apostolizität des priesterlichen Zölibats das kleine Büchlein von Alfons Maria Kardinal Stickler "Der Klerikerzölibat, seinen Entwicklungsgeschichte und seine theologischen Grundlagen" sehr zum besseren Verständnis geholfen.


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 Federico R. 9. September 2019 
 

Verheiratete Priester inklusive Priesterinnen – Teil 2

Schwache Männer scheinen sie jedenfalls nicht gewesen zu sein. Ist eigentlich irgendwo bekannt, dass diese frühen Völker-Missionare sich im Rahmen ihrer Verkündigung für einen verheirateten Klerus stark gemacht hätten? Und wieso braucht man ihn nun ausgerechnet im Amazonasdschungel? Vielleicht weil’s bestimmte Kreise auch hierzulande gerne so hätten – hier in der deutschen Glaubenswildnis? Aber man sagt’s bereits offen: Man will die Kirche total verändern, revolutionieren, protestantisieren – koste es was es wolle, und sei‘s den unverfälschten, wahren und vollständigen Glauben.

Aber was ist, wenn beispielsweise verheiratete und zu Priestern geweihte „schwache Männer“ an dominante, womöglich gar nicht so christlich gesinnte „starke Frauen“ geraten sind (was ja durchaus passieren kann)? Wer wird dann wohl der eigentliche „Priester“ sein? Eine Frage, über die man gelegentlich auch mal nachdenken kann. Und schon haben wir’s inklusive: das Frauenpriestertum.


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 Federico R. 9. September 2019 
 

Verheiratete Priester inklusive Priesterinnen – Teil 1

Von keinem Apostel, auch nicht von Petrus und Paulus, wird berichtet, dass er sich mit Frau und Kind und Schwiegermutter auf die beschwerliche und oftmals lebensgefährliche Reise gemacht hatte, um den Menschen das Evangelium zu verkünden. Einige sind ja bekanntlich dabei zu Blutzeugen für Jesus Christus geworden, zu Märtyrern.

Die Germanien-Missionare der christlichen Frühzeit waren, anders als noch einige von den Zwölfen, allem Anschein nach unverheiratet gewesen, so der als „Apostel der Deutschen“ in die Geschichte eingegangene hl. Bonifatius, so die aus Irland aufs Festland gekommenen Frankenmissionare St. Kilian, St. Kolonat und St. Totnan oder der im Herzogtum Baiern, also etwa in jener Region, der heute Kardinal Marx als Erzbischof vorsteht, mit nachhaltigem Erfolg wirkende Gallier St. Korbinian.


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 Smaragdos 9. September 2019 
 

"Für Marx wäre eine Zulassung verheirateter Priester aber ein gewaltiger Einschnitt in der Kirchengeschichte."

Es wäre vor allem ein gewaltiger Einschnitt in das sakramentale Verständnis des Priesteramts, und das wäre noch viel schwerwiegender.

Ich frage nochmals: Wann beruft endlich ein vernünftiger Papst eine Kommission ein, die eine echte Frage untersucht, nämlich die nach der Apostolizität des priesterlichen Zölibats (die Kardinal Brandmüller schon überzeugend dargelegt hat)? Denn wenn diese bewiesen ist, wird man kaum mehr am Zölibat der Priester rütteln können.


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 wedlerg 9. September 2019 
 

Ich kann mir vorstellen

darüber zu reden, dass kardinal Marx sein Weiheamt zurückgibt. Es wäre zum Segen für die dt. und die Welt-Kirche.


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 hape 9. September 2019 

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!

Es ist naiv zu meinen, die Amazonien-Synode gelte nur den Anliegen der indigenen Völker. In Wirklichkeit werden hier, wie bei allen anderen Synoden unter Papst Franziskus, Weichen für die weitere Verweltlichung des Lehramtes gestellt. Kard. Marx macht zwei wesentliche Aussagen, (1) der Zölibat wird bald aufgeweicht und (2) es wird keinen deutschen Sonderweg geben. Die erste Aussage erfüllt Bedingungen des ZdK und vergleichbarer Gruppen, die aber letztlich nur den innerkirchlichen Graben vertiefen. Zugleich setzt Kard. Marx damit ein falsches Signal für die Glaubwürdigkeit der Kirche in einer sexualisierten Welt. Mit der zweiten Aussage versucht Kard. Marx der weltweit aufkommenden Angst vor einem Schisma vorzubeugen, das, nach dem Protestantismus, erneut von Deutschland ausgehen könnte. Das entspricht in etwa dem Wahrheitsgehalt der Aussage von Walter Ulbricht, der 1961 sagte: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“ Zwei Monate später war die Berliner Mauer da.


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 hortensius 9. September 2019 
 

Den Priestermangel bewusst verschärfen

Manche Bischöfe wollen den Priestermangel verschärfen, um ein wirksames Argument für die Abschaffung des Zölibats zu haben. Darauf hat vor wenigen Tagen der Journalist Kissler vor wenigen Tagen schon hingewiesen. Da müsste zunächst manches Priester-Seminar eine neue Leitung bekommen.


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 Diadochus 9. September 2019 
 

Traum

Ich wünsche mir eine Phalanx, die den katholischen Glauben ohne Wenn und Aber verteidigt, insbesondere den Zölibat. Ein Traum? Die Schlachtreihe ist längst nicht mehr geschlossen. Der Feind hat es leicht. Reinhard Kardinal Marx ist, wie so viele andere, davon gelaufen. Er hat die Waffen fallen lassen. Bleiben wir standhaft. Bleiben wir in der Phalanx.


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 Eliah 9. September 2019 
 

Kardinal Marx...

...hat die Frage des Herrn "Wollt auch ihr gehen?" mit einem klaren "Ja!" beantwortet.


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 bernhard_k 9. September 2019 
 

Er sollte lieber leidenschaftlich Werbung machen für den Zölibatspriester ...

Verheiratete Priester werden immer - da kann der Kardinal noch so viel meinen - nur zweitklassige Priester sein, wie es Kardinal Sarah erst kürzlich völlig logisch erklärt hat!

Ist das denn wirklich so schwer zu verstehen?


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 dulcedo 9. September 2019 
 

Das Ziel: Die Ausnahme zur Regel werden lassen

Völlig durchschaubare Salamitaktik!

Er will ALLES KATHOLISCHE aufweichen
bis nichts mehr echte KATHOLISCHE KRAFT hat.

Ein (sehr beleibter) WOLF, dessen Schafspelz viel zu klein ist um
die zerstörerischen Absichten zu verdecken, die er verfolgt.


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