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Synodaler Weg - Stimmt die Zielrichtung?

21. November 2019 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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„Haben die Themen des Synodalen Weges mit Glaubensvertiefung und Neuevangelisierung zu tun, wie es Papst Franziskus im Brief an das ‚Pilgernde Volk Gottes in Deutschland‘ angemahnt hat?“ Gastbeitrag von Hubert Gindert/Forum Deutscher Katholiken


Bonn (kath.net/Forum Deutscher Katholiken) Im „Synodalen Prozess“, der im Dezember 2019 beginnt, beschäftigen sich die Arbeitskreise mit Sexualmoral, priesterliche Lebensform (Zölibat), Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche, Gewalt, Partizipation und Gewaltenteilung. Sind das Themen der Kirche Jesu? Haben sie mit Glaubensvertiefung und Neuevangelisierung zu tun, die Papst Franziskus in seinem Brief an das „Pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ angemahnt hat? Sind es Themen, welche die Kirche aus ihrer tiefen Krise herausführen?

Konzentrieren wir uns auf die Themen „Macht, Partizipation und Gewaltenteilung“. Diese spielen in der Politik und in der Gesellschaft eine herausragende Rolle. Aber in der Kirche? In der Kirche geht es um Dienst! „Machtausübung“ ist ihr wesensfremd. Das Wort und Beispiel Jesu sagt es überdeutlich. So heißt es bei Matthäus: „Ihr wisst, dass die Herrscher die Völker knechten und dass die Großen sie ihre Macht fühlen lassen. Nicht so soll es unter euch sein. Viel mehr, wer unter euch der Erste sein will, sei euer Diener“ (Mt. 20, 26-28).


Lukas schreibt im 22. Kapitel: „Die Könige der Völker herrschen über sie und ihre Gewalthaber lassen sich Wohltäter nennen. Ihr aber nicht so! Sondern der Größte unter euch soll wie der Jüngste sein, der Gebieter wie der Dienende“ (Lk. 22, 25-26).

Im Johannesevangelium leuchtet das Beispiel Jesu auf: „Jesus erhob sich vom Mahl, legte sein Obergewand ab und umgürtete sich damit. Dann goss er Wasser in ein Becken und schickte sich an, seinen Jüngern die Füße zu waschen.“ (Joh. 13, 4-5).

Um einem Missverständnis vorzubeugen: Jesus wählt aus der Jüngerschar die 12 Apostel aus und gibt ihnen Vollmacht. Das wird deutlich als er nach der Auferstehung den Aposteln im Abendmahlsaal erscheint und ihnen die Vollmacht zur Sündenvergebung gibt.

Schon in der Jerusalemer Urgemeinde und in den von Paulus gegründeten Gemeinden war es notwendig, Verhältnisse zu regeln und zu korrigieren.

Wir haben in der Kirchengeschichte auch Machtmissbrauch, aber auch die Erinnerungen an den Dienstcharakter der übertragenen Macht. Das geschieht manchmal mit drastischen Worten, wie z.B. bei Katharina von Siena. Sie mahnte Bischöfe und den Papst ihren Dienstaufgaben nachzukommen. Was ihr aber nicht über die Lippen kam, waren Worte wie Machtumverteilung, Gewaltenteilung oder Partizipation an der Macht.

Wo Machtmissbrauch bei Bischöfen, Pfarrern oder auch bei Laien im kirchlichen Dienst vorkommt, ist der Dienstcharakter der „Machtausübung“ einzufordern. Das ist nicht nur möglich, sondern sogar gefordert!

Das Vorhaben des „Synodalen Weges“ mit „Macht- und Gewaltenteilung“ den Dienstcharakter der Kirche zu ändern, evtl. auch, um dem Ziel des Frauenpriestertums näher zu kommen, widerspricht dem Wesen einer dienenden Kirche.

Prof. Dr. Hubert Gindert ist der Spre­cher des Forums Deut­scher Ka­tho­li­ken


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Lesermeinungen

 petrafel 23. November 2019 
 

@girsberg74

Ja, ich hätte gerne eine Menge Dinge geändert und verbessert (s.u.). Leider finde ich nichts davon in den genannten Schwerpunkten des Synodalen Weges. Denn die viel beschworene "Lebenswirklichkeit" der Menschen besteht für die meisten eben nicht aus Sorgen um den Zölibat, Machtfragen und Frauenpriestertum.
Das sind alles nur Strukturfragen, die für den Einzelnen in seinem Leben ziemlich nebensächlich sein dürften, wenn die Härten des Lebens und des Alltags zuschlagen. Dann sollte ein Pfarrer da sein, der von Gott spricht, der Hoffnung geben kann. Der braucht keine Macht, der braucht die richtigen Worte. Die fehlen mir so oft.


0
 
 girsberg74 22. November 2019 
 

Ein bisschen viel auf einmal.

@petrafel „Lebenswirklichkeit“

Sehr geehrte(r) @petrafel,
ich bin von Ihrer Aufzählung beeindruckt, aber nicht sicher, dass ich alles voll verstanden habe. Ich denke, dass Sie vieles geändert / gebessert wissen wollen und daher für den „Synodalen Weg“ eintreten, der Ihnen Hoffnung macht.

Mir stellt sich dabei die Frage, ob das alles auf einmal zu schaffen ist. - Wie sehen Sie das? Was wäre am Dringlichsten, um voranzukommen?


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 petrafel 21. November 2019 
 

Lebenswirklichkeit

Der Kirche fehlt tatsächlich jeglicher Bezug zur Lebenswirklichkeit der meisten Menschen.
Wieviel Prozent der Katholiken leiden eigentlich unter der Sexualmoral der Kirche, unter dem Zölibat, dem nicht vorhandenen Frauenpriestertum und zu wenig eigener Macht in der Kirche? 1%?
Und wie vielen fehlt echte Seelsorge, im Alltag, in der Sonntagspredigt, beim Gespräch mit dem Pfarrer auf der Straße?
Ich unterstelle mal, es ist die große Mehrheit. Der Durchschnittsbürger kämpft mit dem Leben, dem Alltag, den Sorgen um Kinder und Eltern, den Verwirrungen der Pubertät, den Ängsten des kindlichen Verstandes oder den Einschränkungen Alters. Und bei jedem kommen früher oder später die Fragen zum Thema Tod. Wo ist da der Synodale Weg? Wird er Antworten für die Lebenswirklichkeit der Menschen geben?


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