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4. Versammlung des ‚Synodalen Weges’: Abstimmungsverhalten der Bischöfe

20. September 2022 in Deutschland, 33 Lesermeinungen
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Über vier Texte gab es eine namentliche Abstimmung. Nur Bischof Voderholzer und Weihbischof Schwaderlapp haben alle Texte abgelehnt.


Frankfurt (kath.net/jg)

Bei der vierten Versammlung des „Synodalen Wegs“ am 9. und 10. September 2022 fanden mehrere namentliche Abstimmungen statt. Nur zwei Bischöfe, Rudolf Voderholzer, Diözesanbischof von Regensburg und Dominikus Schwaderlapp, Weihbischof von Köln, haben alle vier Texte abgelehnt. Eine Reihe von Bischöfen hat sich der Stimme enthalten und/oder teilweise mit „Nein“ gestimmt.

Der erste Text, „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ fordert den „Zugang von Frauen zum sakramentalen Amt in den Kontext einer grundlegenden Erneuerung der Ämtertheologie zu stellen“. Weiters wird verlangt, die Gültigkeit von „Ordinatio sacerdotalis“ zu überprüfen. Mit diesem Dokument hat Papst Johannes Paul II. endgültig festgestellt, dass die Kirche keine Macht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden.

Der Text wurde von Gregor Maria Hanke, Rudolf Voderholzer, Stefan Oster, Wolfgang Ipolt, Kardinal Woelki, Dominikus Schwaderlapp, Josef Graf, Matthias Heinrich, Florian Wörner und Rupert Stolberg abgelehnt. Stefan Burger, Ansgar Puff, Stefan Zekorn, Thomas Löhr und Herwig Gössl enthielten sich der Stimme.

Der Text „Lehramtliche Neubewertung von Homosexualität“ verlangt eine Überarbeitung der Passagen über Homosexualität und Keuschheit im Katechismus der Katholischen Kirche. Keiner homosexuellen Person dürfe „die Übernahme von kirchlichen Ämtern sowie der Empfang der Sakramente – insbesondere des Weihesakramentes – verwehrt“ werden, Personen in kirchlichem Dienst dürfen aus ihrer homosexuellen Orientierung keine Nachteile erwachsen.

Gregor Maria Hanke, Rudolf Voderholzer, Stefan Oster, Kardinal Rainer Maria Woelki, Dominikus Schwaderlapp, Matthias Heinrich, Florian Wörner und Rolf Steinhäuser lehnten den Text ab. Bertram Meier, Wolfgang Ipolt, Stephan Burger, Ansgar Puff, Josef Graf, Nikolaus Schwerdtfeger, Stefan Zekorn und Rupert Stolberg enthielten sich der Stimme.

Der dritte Text über die „Grundordnung des kirchlichen Dienstes“ fordert, dass eine der katholischen Lehre widersprechende Lebensführung nicht als Verstoß gegen die Loyalitätsverpflichtungen gegenüber dem Arbeitgeber Kirche zu sehen sein soll.

Den Vorschlag lehnten Rudolf Voderholzer, Dominikus Schwaderlapp und Florian Wörner ab. Zwölf Bischöfe - Bertram Meier, Gregor Maria Hanke, Stefan Oster, Wolfgang Ipolt, Kardinal Rainer Maria Woelki, Josef Graf, Matthias Heinrich, Nikolaus Schwerdtfeger, Stefan Zekorn, Herwig Gössl, Rolf Steinhäuser und Rupert Stolberg enthielten sich.

Der vierte Text, über den namentlich abgestimmt wurde, trägt den Titel „Synodalität nachhaltig stärken“ und schlägt die Einrichtung eines Synodalen Rates vor, was einer Verstetigung des „Synodalen Weges“ entsprechen würde. Der Synodale Rat soll als „Beratungs- und Beschlussorgan“ über „wesentliche Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft“ beraten und „Grundsatzentscheidungen von überdiözesaner Bedeutung zu pastoralen Planungen, Zukunftsfragen und Haushaltsangelegenheiten der Kirche, die nicht auf diözesaner Ebene entschieden werden“ treffen.

Diesen Text lehnten Gregor Maria Hanke, Rudolf Voderholzer, Dominikus Schwaderlapp, Stefan Zekorn und Rupert Stolberg ab. Bertram Meier, Stefan Oster, Kardinal Rainer Maria Woelki, Stephan Burger, Ansgar Puff, Josef Graf, Matthias Heinrich, Thomas Löhr, Florian Wörner und Thomas Maria Renz enthielten sich der Stimme.

 


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Lesermeinungen

 Tante Ottilie 22. September 2022 
 

Ich habe an "meine" Bischöfe geschrieben

und höflich im Ton aber klar in der Sache mein Missfallen über ihr Abstimmungsverhalten zum Ausdruck gebracht und auch meine daraus resultierenden Konsequenzen dargelegt.

Ob's was bringt?

Eine bzw. 2 Antworten erwarte ich nicht - aber meinen Standpunkt habe ich Ihnen dargelegt.

Ich kann das nur zur Nachahmung weiter empfehlen, dann braucht man sich als glaubenstreuer Katholik nicht eine Tages einmal nachsagen zu lassen, man habe alles geschluckt und zu allem geschwiegen.


1
 
 SalvatoreMio 21. September 2022 
 

Kommunionausteilung nur durch Laien

@Hope.F: selbst unser Pfarrer, gesund und munter, bringt das fertig in den Sonntagsmessen. Nur Laien teilen oftmals die hl. Kommunion aus. Ich habe ihn mehrfach auf das Fehlverhalten hingewiesen. Er hat mir bestätigt, dass das nicht in Ordnung ist, macht es aber trotzdem. Um nicht die Eucharistiefeier mittendrin verlassen zu müssen (andere Protestmöglichkeiten sehe ich für mich nicht), suche ich - obwohl man die eigene Gemeinde stützen sollte - andere Kirchen auf. Nicht alle Gläubigen aber haben eine solche Möglichkeit.


3
 
 Tante Ottilie 21. September 2022 
 

Email an Bischöfe

Ich werde "meinem" Bischof und Weihbischof wegen deren unmöglichen Abstimmungsverhaltens bei der letzten VV des syn. Weges schreiben, Ihnen mein Missfallen darüber und meine finanziellen Konsequenzen (keinerlei Geld mehr an die Kirche außerhalb der Kirchensteuer) kund tun.
Sie müssen auch mal Meldung aus dem konservativen Lager bekommen - nicht nur immer von den liberalen pressure groups.


4
 
 Zeitzeuge 21. September 2022 
 

Lieber Chris2,

unstrittig ist theologisch, daß die in
Math 18,15-17 begründete correctio fraterna
auch für "offen bekennende HS" gilt!

Mir ist kein Aufruf zur Metanoia an diese
Personen bekannt, weder vom Papst noch
von den Bischöfen, Priestern oder sonstigen
Katholiken!

Die "brüderliche Zurechtweisung" ist dabei
aber eigentlich auch eine Pflicht der Liebe,
denn es geht um das Ewige Seelenheil der
Abgeirrten.....!

Im Link der hl. Escriva über die cor.frat.!

opusdei.org/de-de/dailytext/die-bruderliche-zurechtweisung/


3
 
 Hope F. 20. September 2022 
 

Hut ab vor den standhaften Bischöfen

die die katholische Lehre unerschrocken verteidigen und sich nicht dem Zeitgeist beugen! Leider sind es nur wenige und unser Bischof verteidigt den synodalen Weg wehement. Das geht soweit, daß nicht der Priester sondern einzig Laien die Kommunion verteilen. Traurig! Die Kirche scheint sich selbst abzuschaffen. Sehr deprimierend.


4
 
 Chris2 20. September 2022 
 

Danke für die Übersicht

Ja, es wird eine kleine Herde sein...


3
 
 Chris2 20. September 2022 
 

@Zeitzeuge

Die Segnung von Menschen mit homosexuellen Neigungen ist selbstverständlich unstrittig, aber auch offen bekennende Homosexuelle darf man z.B. beim Blasiussegen nicht abweisen (macht wohl auch niemand). Davon zu unterscheiden ist jede Form der "Segnung" einer homosexuellen Beziehung. Dies darf selbstverständlich nicht ausdrücklich geschehen, aber auch nicht suggeriert werden, indem das Paar separat vor Publikum gesegnet wird, womöglich sogar noch vor einer Art "Hochzeitsgesellschaft". Letzteres wäre ein Missbrauch von Sakramentalien. Aber wen interessiert das noch...


3
 
 Heinz1 20. September 2022 
 

Jaja der synodale Irrweg und sogar der Versuch

einen ständigen synodalmarxistischen Revolutionsrat zu installieren. Allerhand.


1
 
 Zeitzeuge 20. September 2022 
 

Glaubenserosion - nicht nur in Deutschland;

im Link die belgischen Bischöfe im Gegensatz

zur von der Glaubenskongregation verteidigten

kath. Lehre!

Wer hs Verbindungen "segnen" will, begeht eine

objektive Blasphemie, da er das Wohlwollen GOTTES

versucht herabzurufen auf Menschen, die im

Widerspruch zur göttlichen Schöpfungsordnung

leben.......!

Aber: Täter werden n i e den Himmel zwingen... .

www.katholisch.de/artikel/41080-flaemische-bischoefe-wagen-vorstoss-fuer-homosexuellen-segnung


6
 
 SalvatoreMio 20. September 2022 
 

Glaubenserosion

@Ottkar: So ist es! Wir haben eine Glaubenserosion ohnegleichen! Das trostlose Verhalten unsrer Bischöfe spiegelt die Mehrheit der "Gläubigen" wider - das ist deutlich zu spüren.


7
 
 ottokar 20. September 2022 
 

Aber was denkt das Volk?

Über die Ungeheuerlichkeit der den Glauben zerstörenden synodalen Mehrheitsbeschlüsse sind wir uns alle einig. Ob sich die 8-10 Prozent der Nochkirchengänger unserer Meinung überzeugt anschließen, das hoffen wir. Allerdings müssen wir befürchten, dass die sogen. breite Öffentlichkeit den synodalen Mehrheitsbeschlüssen zustimmt , ob noch katholisch, andersgläubig oder glaubenslos. Das wissen die Synodalen natürlich und lassen sich von dieser „Mehrheit“im Volke feiern, besonders auch von Funk und Fernsehen, welche diese Stimmung anheizen. Statt sich um eine Stärkung unseres Glaubens zu kümmern, haben sie diesen arrodiert . Bleibt allein zu hoffen, dass der Papst verantwortungsvoll reagiert, sonst sieht es noch schlimmer mit unserer Kirche aus, sofern sie dann noch unsere Kirche ist.


7
 
 winthir 20. September 2022 

ja, Tante Ottilie.

Du bezeichnetest hier meinen Bischof, Reinhard Card. Marx, als (und ich zitiere wörtlich) als

"Ein brutaler, rücksichtsloser und verschlagener Machtmensch".

Dieser Deiner Einschätzung, Tante Ottilie, werde ich nicht widersprechen.

danke Dir, daß Du das mal so deutlich gesagt hast.


8
 
 Tante Ottilie 20. September 2022 
 

@jabberwocky

Von Kardinal Marx, den wir ja hauptsächlich über öffentlich-rechtliche Medien ab und an mal im Originalton erleben und ansonsten allenfalls durch eine in der Presse oder sozialen Medien abgedruckt oder zitierte Stellungnahme, habe ich einen denkbar schlechten Eindruck, und er ist uns als Eheleuten daher sehr unsympathisch.

Ein brutaler, rücksichtsloser und verschlagener Machtmensch, der insbesondere noch aus seiner Trierer Zeit bzgl. erheblicher Defizite bei Umgang mit sex. Missbrauch einiges zu verbergen hat.

Dass der amtierende Papst sein Rücktrittsgesuch nicht annahm, wirft auch auf Franziskus I. ein sehr schlechtes Licht!


8
 
 lesa 20. September 2022 

Unterscheidung der Geister

@vox coelestis: Zustimmung. Nun müssen wir froh sein, dass wenigstens zwei fest und treu geblieben sind.
Wie ist so etwas möglich? Gott weiß es. Die Lektüre von "der Herr der Welt" (Benson) kann einem helfen. Dort ist beschrieben, wie sich ein Schlaf der Betäubung und Vernebelung auch des Denkens an sich guter Hirten bemächtigen kann. Es braucht einen festen Entschluss, auch dann standhaft zu bleiben, wenn die Versuchung des Umkippens kommt. "Wie viele Priester werden heute Opfer so vieler Irrtümer. Diese werden unter dem Deckmantel von neuen kulturellen Auslegungen der Wahrheit gelehrt, verbreitet und propagiert. Und so finden sie leicht Gehör und bringen eine große Zahl meiner Kinder dazu, sich vom wahren Glauben zu entfernen." (Maria zu Don Gobbi, 8.9.1992)
@Dinah: Zustimmung (zu Ihrer Entgegn. @N.Schn.), danke! Solche Vermischung erzeugt mehr und mehr "die giftige Wolke", die das Denken (auch der Bischöfe)verfinstert. Empfehlung: Videos des Exorzisten Peter Glas.


7
 
 Vox coelestis 20. September 2022 
 

Ungehorsam

Dass besonders beim ersten Text "Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche", wo letztlich eine Zulassung des Frauenpriestertums gefordert wurde, fast 82% der anwesenden Bischöfe mit Ja gestimmt haben, ist ein unglaublicher Vorgang und erschüttert mich bis heute.
Wo doch Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus alle überdeutlich genau dieses kategorisch ausgeschlossen haben.
Ein Affront gegen die Päpste und Rom also.
Haben diese Bischöfe gar kein Gewissen mehr?
Auf welche Weise soll Gott denn noch kundtun, dass dies nicht seinem Willen entspricht, wenn alle seine Stellvertreter klar "Nein" gesagt haben?


10
 
 jabberwocky 20. September 2022 

Werter @hape, wieder Zustimmung

Nein, natürlich ist Kardinal Marx nicht der deutsche Minipapst. Jedenfalls nicht auf dem Papier.
Praktisch halte ich ihn für eine graue Eminenz, die manchen Faden in der Hand hat und im Grunde immer noch der eigentliche Vorsitzende der DBK ist; natürlich mißbraucht er sein Amt.
Da ein nahestehendes Familienmitglied in der Kirche tätig ist, weiß ich, mit welchen Bandagen im Hintergrund des Apparates gearbeitet wird. Das stellt fast alles in den Schatten, was ich im weltlichen Berufsleben seit 1980 erlebt habe.
Ich habe manches interne Schreiben gelesen, darum pflege ich zu sagen: Es ist in der Kirche nicht so schlimm, wie wir denken, es ist schlimmer.


10
 
 Smaragdos 20. September 2022 
 

Nachholkurs in Theologie für vom Glauben abgefallene Bischöfe

Dank diesen Listen weiss man nun, wer in Frankfurt mit nein gestimmt hat, aber auch wer mit ja gestimmt hat. Letztere sind schliesslich das Problem, nicht erstere. Deshalb schlage ich vor:

So wie es vorletzte Woche in Rom einen Kurs für "Anfänger-Bischöfe" gab, müsste es nun einen Kurs in Rom für "fortgeschrittene" Bischöfe geben, die vom rechten Glauben abgefallen sind, wie die Ja-Bischöfe von Frankfurt.

Vielleicht könnte man das ja mit dem Ad Limina Besuch im November verbinden: die vom Glauben abgefallenen deutschen Bischöf wieder in die theologische Schulbank schicken, um sie wieder auf Kurs zu bringen...

Schliesslich gibt es ja auch solche Überlegungen für den Führerschein: wer soviele Punkte in Flensburg hat, muss wieder den Schein machen. So ähnlich müsste man das mit den Bischöfen machen.


9
 
 J. Rückert 20. September 2022 
 

Die Mitren

da oben erinnern an Hörnchen.
Der Herr bewahre uns davor, dass ein Bock zum Bischof geweiht wird. Am Ende der Tage - und es ist jetzt noch nicht aller Tage Abend - soll es so kommen.


4
 
 hape 20. September 2022 

Werter @jabberwocky,

ich kann Ihnen gut folgen, was Kardinal Marx angeht. Allerdings war der damals genauso wenig Minipapst der DBK, wie es heute Bf. Bätzing ist. Der Vorsitzende der DBK hat nur einen Repräsentationsauftrag. Sein Auftrag ist es nicht, alle anderen Bischöfe zu kujonieren. Es gibt fast 70 Bischöfe und Weihbischöfe in Deutschland! Die sind nicht alle radikal!

Kardinal Marx hat sein Amt missbraucht, indem er seine Vision zur Vision aller gemacht hat! Dazu gehört nicht nur ein entschlossener Leader, sondern auch eine unentschlossene Mehrheit, die nie gelernt hat, das Widerstand etwas kostet!

Aber die Gemäßigten sind die Mehrheit! Dem einen oder anderen mag jetzt hoffentlich aufgehen, auf was er sich eingelassen hat! Die müssen jetzt endlich lernen, zu kämpfen! LEPANTO!

Kämpfen lernt ein Mann nicht beim Werfen mit Wattebuschen im Stuhlkreis, sondern indem er mannhaft kämpft! Im Herbst ist Bischofskonferenz! Das ist die Arena, wo es zur Sache gehen muss!


8
 
 wandersmann 20. September 2022 
 

Orientierung an den Humanwissenschaften - naturalistischer Fehlschluss

Der synodale Weg orientiert sich - so habe ich es gelesen - an sog. Humanwissenschaften z. B. bei der Beurteilung von Homosexualität.

Es stellt sich grundsätzlich die Frage, was Wissenschaften bzgl. religiöser Fragestellungen überhaupt beitragen können.

1. Human-Wissenschaften stellen fest, was ist. Aus dem was ist kann aber niemals folgen, was sein soll. Das ist der sog. naturalistische Fehlschluss.

2. Wahrscheinlich machen die Humanwissenschaften empirisch-statistische Untersuchungen. Aber wer wird untersucht? Es werden gewöhnliche Menschen untersucht, nicht aber speziell solche, die es mit der Religion ernst meinen. Und die Ergebnisse solcher Studien wendet man dann auf religiöse Fragestellungen an.

3. Religion ist nicht Psychologie. Wenn bestimmte Maßnahmen das Wohlfühlgefühl z. B. von Homosexuellen befördern, so bedeutet das nicht, dass dies damit auch deren Seelenheil befördert. Ein Heilige(r) hat mal gesagt: Das Absterben der Seele schmeckt süß.


9
 
 Norbert Sch?necker 20. September 2022 

@hape

Da gebe ich Ihnen recht. Das war auch mein Gedanke beim zweiten Text (Homosexualität). Ich finde nämlich tatsächlich, dass die sexuelle Orientierung kein Weihehindernis sein sollte, wenn der Kandidat ordentlich keusch lebt. Und es stimmt auch, dass sich manchmal die Moral ändern muss, wenn neue wissenschaftliche Erkenntnisse auftreten (Beispiel: Suizid ist subjektiv (!) nicht unbedingt eine Sünde, wenn eine echte klinische Depression vorliegt).
Aber es geht bei den Forderungen wahrscheinlich nicht darum, keusch lebende Homosexuelle zur Weihe zuzulassen oder Homosexualität als Veranlagung statt als Krankheit zu betrachten. Es geht darum, eine "Alles ist erlaubt, solange es allen Spaß macht"-Moral zu propagieren, mit Gott als milde lächelndem Opa (oder vielleicht auch Oma) als dekorativem Hintergrund.

Oder, ganz konkret: mit "Überarbeitung der Passagen über Keuschheit" ist wohl eher nicht gemeint, dass die Tugend der Keuschheit wieder verstärkt gepredigt werden soll.


7
 
 jabberwocky 20. September 2022 

Werter @hape

Wie immer Zustimmung, allerdings mit einer Einschränkung: ich glaube nicht, daß Kardinal Marx sich aus Naivität eng mit dem ZDK verbündet hat. Kardinal Marx ist nicht naiv, sondern ziemlich abgezockt. Ich denke, daß es sich um einen Machtmenschen handelt, der klare Ziele verfolgt. Das ZDK ist nicht eine Art trojanisches Pferd, das jetzt plötzlich die wahren, vorher verborgenen Absichten offenbart, und jetzt wird man es nicht mehr los. Nein. Kardinal Marx weiß genau, wer seiner Agenda nützlich ist und wer nicht, und so ist das ZDK m.E. nichts anderes als ein Werkzeug in seiner Hand. Fleisch von seinem Fleische. Ich kann das natürlich nicht beweisen, habe mir sein Auftreten allerdings mehrfach angeschaut und angehört. Die Vorstellung, man hätte diesen Herrn als Vorgesetzten über sich und müßte mit ihm zusammenarbeiten, ist der pure Alptraum.


12
 
 Norbert Sch?necker 20. September 2022 

@SpatzInDerHand

Meiner Meinung nach kann ein Arzt, der Abtreibungen vornimmt, nicht von einem katholischen Krankenhaus eingestellt werden. Was er in seiner Praxis macht, ist nämlich nicht Privatsache (auch dann nicht, wenn es seine "private" Praxis ist). Ich halte das für weitaus skandalöser als z.B. einen Kirchenaustritt, solange er den nicht publik macht.


6
 
 Dinah 20. September 2022 

@Norbert Sch?necker

Funktionalistisches in der Kirche?

Könnte es nicht auch sein, dass das Bild einer Reinigungskraft Gott näher beschreibt, als das Bild eines Sophistereien betreibenden Deutschlehrers?

Könnte es sein, dass ein katholischer Mensch, der sauber macht, es besser macht, aus seinem Glauben heraus? Ich denke gerade an Philippinen, die aus Glaubensüberzeugung im Internet übelsten Schmutz und Unrat löschen und dabei sich selbst seelischer Folter aussetzen.

Innere Motivation in Harmonie mit äußerer Motivation im Bild des Guten wird dem Menschen gerecht. Gut passt hier das Bild zur Verdeutlichung von Kardinal Meisner vom Missverhältnis von Karosserie zu Motor. Und dieses Missverhältnis lässt sich nun in allen ausgeübten Berufen finden und in jeder gemutmaßten Hierarchie.


2
 
 hape 20. September 2022 

@Norbert Sch?necker

Meistens ist es angemessen, gut zu unterscheiden. Das gilt v.a. wenn unter den Gesprächspartnern ein gegenseitiges Wohlwollen existiert. Das ist beim ZdK aber nicht der Fall. Hier haben es die Bischöfe mit einem zu allem entschlossenen antikatholischen Gegner zu tun! Reicht man dem den kleinen Finger, nimmt er die ganze Hand! Darüber sollte sich die DBK keine Illusionen mehr machen!

Wohin der Hase läuft, zeigt die jüngste Forderung des ZdK nach einer „unmissverständlichen Klarstellung“ der Bischöfe zum Thema „Diskriminierung“. Die Bischöfe sollen jetzt für ihre Abstimmung bei der Vollversammlung zu Kreuze kriechen. Das ist unfassbar!

Hier gibt es kein Taktieren mehr, sondern hier muss sofort die Reißleine gezogen werden! Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende! – Die Grundidee von Kard. Marx, sich eng an das ZdK zu binden, war falsch und naiv. Das ZdK verfolgte von Anfang an radikal eigene Interessen, die mit der Kirche nicht in Deckung zu bringen sind!

de.catholicnewsagency.com/story/zdk-fordert-unmissverstaendliche-klarstellung-von-bischoefen-zum-thema-diskriminierung-11731


11
 
 Wynfried 20. September 2022 

Warum haben nur Bischof Voderholzer und Weihbischof Schwaderlapp alle Texte abgelehnt?

Warum nicht auch die Bischöfe Hanke, Ipolt, Oster, Kardinal Woelki und Weihbischof Wörner?

Zum Stimmverhalten von Bischof Meier ist hier an anderer Stelle schon einiges gesagt worden.

Auch vom Rottenburger Weihbischof Renz hätte ich mir etwas mehr Rückgrat erwartet. Der gilt doch als eher marianisch-konservativ.


8
 
 ggk 20. September 2022 
 

Standort

Danke für die Aufstellung!
Jetzt kann jeder nachvollziehen wo sein eigener Bischof steht. Meinen Bischof habe ich nicht gefunden.
Habe ihm aber eine längere E-Mail geschrieben, mal sehen ob eine Antwort kommt.
Füllt die Briefkästen Eurer Bischöfe mit Eurem Protest! Das ist die Aufgabe der "einfachen" Kirchgänger.


7
 
 Eichendorff 20. September 2022 
 

Erzbischof Ludwig Schick

war nicht anwesend


1
 
 SpatzInDerHand 20. September 2022 

@Norbert Sch?necker: jein.

natürlich verstehe ich, was Sie meinen. Aber katholisches Moralverständnis ertreckt sich ja auch auf das Lebensrecht... reicht es mir, wenn ein "katholischer" Arzt gute Diagnosen stellt, aber abtreibt und aktive Sterbehilfe durchführt?


5
 
 Norbert Sch?necker 20. September 2022 

Dritter Text

Beim dritten Text kann man diskutieren.
In einem katholischen Krankenhaus erwarte ich von einem Arzt, dass er richtige Diagnosen stellt, und von einer Reinigungskraft, dass sie sauber macht. Ob die beiden ein katholisches Leben führen, ist drittrangig.
Bei einem Deutschehrer an einer katholischen Schule schaut das schon ein bisschen anders aus.
Bei einem Religionslehrer schaut es noch mehr anders aus, erst recht bei einem Priester.
Und immer ist es ein Unterschied, ob ein Angestellter der Kirche offen auf die Kirche schimpft, oder ob er z.B. ohne jedes Aufsehen geschieden und wiederverheiratet ist. Ich halte nämlich auch nichts davon, wenn Außenstehende einen Skandal produzieren, wo eigentlich gar keiner wäre. Aber das ist jetzt schon ein anderes Thema.


6
 
 Salvian 20. September 2022 

Hochachtung

Meine Hochachtung gehört den Bischöfen, die das Rückgrat haben, gegen den deutsch-synodalen Strom zu schwimmen. Sie handeln im Geist dieses Liedes von Lothar Zenetti:

"Was keiner wagt, das sollt ihr wagen.
Was keiner sagt, das sagt heraus.
Was keiner denkt, das wagt zu denken.
Was keiner anfängt, das führt aus.

Wenn keiner ja sagt, sollt ihr’s sagen.
Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein.
Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben.
Wenn alle mittun, steht allein.

Wo alle loben, habt Bedenken.
Wo alle spotten, spottet nicht.
Wo alle geizen, wagt zu schenken.
Wo alles dunkel ist, macht Licht."


7
 
 Zeitzeuge 20. September 2022 
 

Das erinnert an die "Königsteiner Erklärung", wo von 42 Anwesenden

41 mit "Ja" und nur einer mit "Nein" stimmten!

Ein trauriges Bild fast aller deutschen Bischöfe
beim synodalen Irrweg; kurz zu den "Beschlüssen":

Die kirchl. Ämter, die Weihegewalt/Hirtengewalt
beinhalten sind jure divino an Kleriker gebunden,
vgl. c. 274/1 CIC, eine Delegation an Nichtkleriker ist gültig nicht möglich.

Die kath. Sexual/Ehemoral ist irreversibel, wer
etwas anderes fordert ist Häretiker!

Wer im kirchl. Dienst tätig ist, ist zu einer
entsprechenden Lebensführung verpflichtet, was
eigentlich selbstverständlich ist!

Die Hirtengewalt der Bischöfe ist ebenfalls jure
divino (göttl. Rechts), "Räte" können, wenn
überhaupt, nur "beraten" ohne eig. Entscheidunngs-
gewalt!

Das alles ist doch auch den Bischöfen in D bekannt!

Um nicht mitschuldig zu werden, muß der Vatikan
jetzt korrigierend und bei hartnäckigem Widerstand
strafend eingreifen.........!

Wird er es tun? Es geht um das Seelenheil Vieler!

Im Link ein Art aus SP zum Thema!

www.summorum-pontificum.de/themen/glaubenskrise/2289-von-der-kirche-zum-sozialkonzern-gmbh-co-kg.html


6
 
 Stephaninus 20. September 2022 
 

Haben wir noch katholische Bischöfe? Was bedeutet das für die Freiheit der Gesellschaft?

Die erste Frage ist ernst gemeint. Ich habe immer mehr Zweifel. Ganz abgesehen einmal davon: Wenn nun die katholische Kirche auch auf den Mainstream einbiegt, dann bedeutet das nichts Gutes für die Freiheit der Menschen im Allgemeinen - auch für die Meinungsfreiheit jener, die überhaupt nicht gläubig sind. Ein softer Totalitarismus kann sich ungehemmt entfalten....


9
 

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