Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  2. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  6. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  7. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  8. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  13. Der Realismus der Barmherzigkeit
  14. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung
  15. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan

Erstes Treffen von Schönborn und Kurz nach Regierungsbildung

29. Jänner 2020 in Österreich, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal und Bundeskanzler erörterten bei Gespräch im Wiener Erzbischöflichen Palais Vorhaben der Regierung sowie internationale Fragen


Wien (kath.net/KAP) Kardinal Christoph Schönborn hat Bundeskanzler Sebastian Kurz Dienstagvormittag zu einem Gespräch im Erzbischöflichen Palais empfangen. Es war die erste Begegnung zwischen Schönborn und Kurz nach dem Amtsantritt der neuen türkis-grünen Regierung. Bundeskanzler Kurz sagte nach der Begegnung gegenüber Kathpress, dass er dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz einen Überblick über die Vorhaben der neuen Bundesregierung gegeben habe und auch europäische und internationale Fragen erörtert wurden. Kardinal Schönborn würdigte nach der Begegnung das Bemühen der ÖVP-Grüne-Koalition um die ökosoziale Marktwirtschaft.

Der Wiener Erzbischof betonte im Interview mit Kathpress, er sehe es als ein gutes Zeichen, dass sich mit der ÖVP und den Grünen zwei Parteien mit sehr unterschiedlichem Profil hätten verständigen können, mit jeweils ihren Schwerpunkten einen gemeinsamen Weg zu gehen. "Das ist auch ein gutes Zeichen für Europa, dass man für einen gemeinsamen Weg nicht bis zum kleinsten gemeinsamen Nenner gehen muss, sondern dass man Verschiedenheiten positiv integrieren kann in ein gemeinsames politisches Bemühen", so Schönborn wörtlich.


Die heimische Regierungsbildung zeige auch, dass politische Parteien nach wie vor sehr wichtig seien, "dass es nicht nur um Bewegungen oder spontane Gruppierungsbildungen geht, wie wir es in anderen Ländern erleben". Die parlamentarische Demokratie in ihrer Funktionsfähigkeit sei in Österreich sehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt worden.

Als zentrale Zukunftsfrage erachtete Schönborn vor allem die Umweltfrage. Um diese erfolgreich anzugehen brauche es freilich eine tragfähige gesellschaftliche und wirtschaftliche Basis im Land. Er sehe deshalb auch das Bemühen der Regierung um die ökosoziale Marktwirtschaft als gutes Signal, weit über Österreich hinaus.

Das türkis-grüne Regierungsprogramm sei der Versuch, "das Beste aus beiden Welten zu vereinen", so Kurz gegenüber Kathpress. Er hob eine "gute und starke Standort- und Wirtschaftspolitik" hervor, "damit die Menschen Arbeit haben, von der sie auch leben können". Nur so habe man auch die notwendigen Steuereinnahmen, um den Sozialstaat zu finanzieren. Weiters sprach Kurz von einer "konsequenten Migrationspolitik, damit wir die Sicherheit und den sozialen Zusammenhalt in Österreich aufrecht erhalten können". Ebenso notwendig sei der Umwelt- und Klimaschutz, um diese Welt lebenswert an die kommenden Generationen weiterzugeben.

Die katholische Kirche spielt für den Bundeskanzler eine wichtige Rolle im Land, sie gebe vielen Menschen Halt und Heimat, so Kurz. Viele geplante Maßnahmen der Regierung, etwa auch im Bereich der Familienpolitik mit dem Familienbonus, seien auch der katholischen Kirche wichtig, zeigte sich Kurz überzeugt.

Bundeskanzler Sebastian Kurz und Kardinal Christoph Schönborn


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto(c) Paul Wuthe / Kathpress


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Österreich

  1. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  2. Über 12.000 junge Menschen bei Loretto-Pfingstfest
  3. Ministerin Plakolm betont christliche Prägung Österreichs
  4. Erzbischof Lackner bei Loretto-Fest an Jugend: Pflegt eure Sehnsucht
  5. Katholische Kirche: Heuer österreichweit 29 Priesterweihen
  6. «Barbarische Zeiten»
  7. Regens: Steigendes Interesse am katholischen Priesterberuf
  8. Ratzinger-Preis 2021 für zwei in Österreich lehrende Theologen
  9. Wien: 40 Tage Gebet gegen Abtreibung und für das Leben
  10. Österreich: Singen bei den Messen wieder erlaubt - Erleichterungen für Taufen und Trauungen






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  5. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  6. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  9. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  10. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  11. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  12. Warnung vor Unterwanderung des Westens: ‚Hört auf, Feigheit mit Toleranz zu verwechseln‘
  13. Polen: Bei Ford-Werbung fehlt ein markantes Gipfelkreuz – Absicht oder Versehen?
  14. Warum die Erzdiözese Seoul so viele Priesterberufungen hat
  15. Erzbischof von Sydney kritisiert TV-Sender wegen einseitiger Berichterstattung zu Sterbehilfe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz