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Mein Weg als Freimaurer - Leseprobe 4

6. Juni 2020 in Buchtipp, 2 Lesermeinungen
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Die Freimaurerei zielt darauf ab, die Gesellschaften weltweit zu transformieren. Ein Buch von Serge Abad-Gallardo. Leseprobe 4


Linz (kath.net)
Der Anfang und das Ende des freimaurerischen Jahres werden mit Festen zu Ehren des scheidenden und des wiederkehrenden »Lichts« begangen. Eine dieser Zeremonien endet mit einem Ritual, das auf einen Christen beruhigend wirken könnte, sich aber bei näherem Hinsehen als ein Zerrbild der Eucharistie erweist: Der jüngste Lehrling und der älteste Meister der Loge stellen sich zu beiden Seiten des Altars der Gelöbnisse auf und brechen das Brot. Jeder zerteilt auf seiner Seite einen Brotlaib, der von den anwesenden Freimaurern weitergereicht wird, damit alle Logenmitglieder sich ein Stück davon nehmen und »kommunizieren«.

Ich war mehr als irritiert, als der Meister vom Stuhl bei dieser Gelegenheit, wie im Ritual wortwörtlich vorgesehen, »Luzifer, dem Morgenstern« dafür dankte, dass er der Freimaurerei »das Licht« bringe, damit diese es ihrerseits an die Menschheit weitergebe. Ich wunderte mich, dass mir dieser satanische Bezug bislang nie aufgefallen war. Es beunruhigte mich, dass dem Fürsten dieser Welt solche Ehre zuteilwurde. Also wandte ich mich beim Brudermahl an den Meister vom Stuhl:

‒ »Diese Anrufung Luzifers hat mich sehr überrascht! Sich auf einen Dämon zu berufen, ist doch recht ungewöhnlich, oder nicht? Ich finde das sehr verwirrend!«

‒ »Ich verstehe, dass du dich aufregst«, antwortete er, »aber in Wirklichkeit ist Luzifer nicht der Dämon, für den du ihn hältst. Ganz im Gegenteil! Die Kirche hat die Wahrheit verfälscht (sic). Luzifer heißt "Lichtbringer". Und wenn man weiß, wie obskurantistisch die katholische Kirche sein kann, dann muss man sich nicht wundern, dass sie diesen gütigen Engel zum Dämon erklärt hat! Luzifer ist ein wohltätiger Engel, den wir Freimaurer uns zum Vorbild nehmen müssen. Wie die Freimaurer bringt er der Welt das Wissen. Später, wenn du den Hochgraden angehörst, wirst du das besser verstehen.«

Ich war beruhigt. Wenn der Papst, wie mir ein Freimaurer aus den Hochgraden versichert hatte, einer der »bösen Gesellen« war, die Hiram getötet hatten, und wenn die Kirche den Menschen das ersehnte Licht verweigerte, dann war es schließlich auch nicht weiter erstaunlich, dass sie Luzifer verteufelte und ihn zu Unrecht als Dämon abstempelte.
Überdies war meine theologische Bildung damals praktisch nicht vorhanden. Ich dachte, Satan sei der Teufel und Luzifer jemand anders, vermutlich ein Engel, auf keinen Fall aber der Fürst der Dämonen. Später jedoch, als mir erste Zweifel kamen, ob mein freimaurerischer Weg mit meinem wiederaufkeimenden Glauben vereinbar sei, beschloss ich, mir Klarheit zu verschaffen. Und stellte Recherchen an.

Ich wollte den Glauben verstehen und kennenlernen. Zudem wurde in den Hochgraden alles immer doppeldeutiger. Und paradoxerweise gleichzeitig immer klarer. Ich verlor jegliches Vertrauen in das, was ich in der Loge zu hören bekam, und so machte ich mich auf die Suche und stieß auf einen - allerdings antifreimaurerischen - Text, der die Freimaurerei als satanische Religion bezeichnete: »In der Zeitschrift Adelphi Quarterly (einer New-Age-Zeitschrift) Nr. 3, Jg. 1992, Seite 7, steht geschrieben, dass die Freimaurerei als eine Schule der Luzifer-Bruderschaft gegründet worden ist.« Außerdem beschloss ich, die Schriften gelehrter Freimaurer einer näheren Überprüfung zu unterziehen.

Oswald Wirth listet in einem seiner Bücher die Namen der Personen auf, auf die er sich bezieht. Er schreibt: »Ragon, Éliphas Lévi, Albert Pike und vor allem Goethe sind durch ihre Schriften meine Lehrer gewesen.« Okkultisten! Albert Pike, Freimaurer des XXXIII. Grades, hatte meines Wissens mehrere Jahrzehnte lang im Süden der Vereinigten Staaten als Souveräner General-Inspekteur des AASR gedient und enge Beziehungen zum Ku-Klux-Klan unterhalten. Und auch dieser freimaurerische Würdenträger -  einer der bedeutendsten Vertreter der Freimaurerei - war Satanist gewesen!
Ich erfuhr, dass dieser Erlauchte Bruder der Freimaurerei den Einfluss Luzifers auf die Freimaurerei näher beschrieben und bestätigt hatte: »Die freimaurerische Religion muss für uns alle, die Eingeweihten der Hochgrade, in der Reinheit der luziferischen Lehre bewahrt werden.

kath.net Buchtipp
Mein Weg als Freimaurer - ich diente Luzifer, ohne es zu wissen
Von Serge Abad-Gallardo
Media Maria Verlag 2020
ISBN: 9783947931156
Broschur, 224 Seiten
Preis: Euro 19,50

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Lesermeinungen

 Diadochus 6. Juni 2020 
 

Empfehlung

Das Buch lese ich gerade auf Empfehlung von kath.net. Ich bin begeistert, falls ich hier von Begeisterung überhaupt reden darf. Es findet ein Geisterkampf zwischen Gut und Böse statt. Auf der einen Seite die katholische Kirche und auf der anderen Seite die satanisch/luziferische Freimaurerei. Das ist kein Spass. Das Buch öffnet die Augen. Diese Zeit ist einmalig in der Weltgeschichte. Den Rosenkranz werde ich jetzt noch viel bewusster beten. Ich kämpfe den guten Kampf.


3
 
 Psalm121 6. Juni 2020 
 

"Frei"maurer

Kath.net hat das Buch schon letztens empfohlen,
ich habe es daraufhin gekauft und in einem Atemzug gelesen.
Und gestern zwei weitere Exemplare zum Verschenken bestellt. Ein sehr wichtiges Buch - gerade in der weltweiten Krise ...


5
 

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