Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  14. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  15. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah

DBK-Vorsitzender Bätzing fordert Katechismusänderungen!

28. Dezember 2020 in Aktuelles, 136 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bätzing ist für „Segnungen“ von wiederverheirateten Geschiedenen und homosexuellen Paaren, möglicherweise auch ohne vatikanische Anerkennung – Er spricht sich für Diakonen- und Priesterweihe für Frauen aus


Bonn-Freiburg (kath.net) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, stuft es als immer schwieriger ein, das Verbot der Diakonen- und Priesterweihe für Frauen in der katholischen Kirche zu begründen. Der Bischof von Limburg äußerte sich im Interview mit der „Herder Korrespondenz“. Über die Möglichkeit einer Bischofsweihe für Frauen sprach er in diesem Zusammenhang überraschenderweise nicht. Die Argumenten zur Öffnung des sakramentalen Amtes für Frauen würden immer mehr überzeugen, behauptete er. Er sehe für das Diakonenamt Spielraum und wolle dies als ersten Schritt nennen.

Bätzing setzt sich außerdem für Katechismusänderungen in der Lehre über die Homosexualität aus: „Wir brauchen hierfür Lösungen, die nicht nur im Privaten greifen, sondern auch eine öffentliche Sichtbarkeit haben – aber deutlich machen, dass keine Ehe gestiftet wird.“ Dies könne dann auch zivilrechtlich wiederverheirateten Geschiedenen zugute kommen. Möglicherweise seien solche Segnungen auch ohne vatikanische Anerkennung möglich.


Außerdem verteidigte der DBK-Vorsitzende das umstrittene „Gemeinsam am Tisch des Herrn – Ökumenische Perspektiven bei der Feier von Abendmahl und Eucharistie“ des Ökumenischen Arbeitskreises (ÖAK). Gleichzeitig äußerte er Kritik an den Einwänden der Glaubenskongregation. Es sei irritierend gewesen, dass diese Kritik erst wenige Tage vor Beginn der DBK-Herbstvollversammlung gekommen sei.


Bezüglich Synodalem Weg sowie Grenzen der Pfarreireformen und binnenkirchlichen Umstrukturierungen behauptete Bätzing, es gebe im Vatikan Vorbehalte „gegenüber uns Deutschen und der Art und Weise, wie wir Dinge angehen“. Er versuche, dies zu verstehen, so Bätzing, und vermute, dass man in Rom „unter großem Druck“ sei, „wie man die Weltkirche so unterschiedlicher kultureller Prägungen zusammenhalten“ könne. Hier hoffe er auf dezentralere Lösungen und mehr Freiräume, damit Antworten gegeben werden könnten, die für den jeweiligen „kulturellen Kontext zutreffend sind und dazu führen, dass der Graben zwischen dem Evangelium und der jeweiligen Kultur nicht immer größer wird“. Zwar sei der Papst letzte Instanz in klar definierten Glaubensfragen, doch auch das Bischofskollegium sei Teil der Weltkirchenleitung, was auch auf Spielräume beim Synodalen Weg abfärben sollte.

Archivfoto Bischof Bätzing (c) Bistum Limburg

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  3. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  4. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  5. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  6. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  7. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  8. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  9. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  10. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  11. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  12. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  13. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  14. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  15. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz