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Männerberater: Josef von Nazareth ist "Role Model" für Väter

9. Jänner 2021 in Familie, 14 Lesermeinungen
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Theologe Ehrenreich beschreibt Heiligen Josef in Kirchenzeitungen als "unaufgeregten Typ Mann, der aus der Stille kommt und präsent ist" - "Mann-Sein" Jesu auch von Ziehvater geprägt


Salzburg (kath.net/KAP) Männer von heute stehen einem seit den 1960-er Jahren massiv veränderten Rollenbild gegenüber, Unsicherheit und Überforderung sind oft die Folge. Der Heilige Josef von Nazareth, Ziehvater Jesu und Ehemann Marias, könne Männern in dieser Herausforderung als eine Art "Role Model" dienen, meint dazu der Tiroler Männerberater und Theologe Ernst Josef Ehrenreich in einem Gastkommentar für die Kooperationsredaktion österreichischer Kirchenzeitungen. Der Pädagoge beschreibt Josef als "unaufgeregten Typ Mann, der aus der Stille kommt und präsent ist". Ein Bild, das auch Papst Franziskus 150 Jahre nach der Kür Josefs zum kirchlichen Universalpatron in seinem Apostolischen Schreiben "Patris corde" zeichnet. Franziskus rief zudem ein "Jahr des heiligen Josefs" aus.


"Die Welt braucht Väter, Despoten aber lehnt sie ab, also diejenigen, die besitzergreifend sind, um ihre eigene Leere zu füllen", zitiert Ehrenreich den Papst in seinem Kommentar. Josef verbinde Zärtlichkeit und Kraft, so der Autor des Buches "Wähle das Leben!", in dem es unter anderem um den Umgang mit Gewalt im Alten Testament geht.

Die Gestalt des biblischen Josef zeige Männern, aber auch Familien, einen neuen Weg, sein Mann-Sein zu leben. Nicht als "passiv resignierter Mann, sondern als mutiger Protagonist", meinte Ehrenreich, der u.a. als Männerberater (mannsbilder.at) tätig ist. Auch in Beratungsgesprächen gehe es oft um persönliche Träume und neue Wege, die einen Anstoß für den kreativen Umgang mit den Herausforderungen des Lebens geben könnten.

Von seinem Ziehvater Josef habe Jesus nicht nur den Beruf mitbekommen, sondern auch, was Mann- und Vater-Sein heißt, stellte Ehrenreich klar. Die Bedeutung von Rollen-Vorbildern und konkret von Vater-Gestalten für heranwachsende Burschen sei groß, so der Theologe. Das gelte letztlich auch für Jesus, dessen "Mann-Sein, Haltung zur Gewalt, Option für die Menschen am Rand und letztlich seine Beziehung zum Vater im Himmel" von Josef von Nazareth mitgeprägt worden sei.

Das vom Papst ausgerufene Josefsjahr begann am Marienfest der Unbefleckten Empfängnis, 8. Dezember 2020, und dauert ein Jahr lang. Nächste Anlässe, sich in Gebeten, Einkehrtagen und Meditationen eingehender mit Josef zu befassen, sind der Josefitag am 19. März oder der 1. Mai als Tag Josefs des Arbeiters.


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