Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  4. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  5. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  9. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  12. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  13. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  14. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Nigeria: „Boko Haram wird uns niemals unseren Glauben nehmen“

10. Jänner 2021 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof äußert sich nach Weihnachts-Attacken


München-Wien (kath.net/KIN) Trotz der jüngsten gewalttätigen Übergriffe auf christliche Gemeinden in Nigeria an Weihnachten sieht Bischof Oliver Dashe Doeme aus Maiduguri die islamistische Gewalt zum Scheitern verurteilt. „Boko Haram wird uns niemals unseren Glauben nehmen. Vergangenes Jahr hatten wir in meiner Diözese mehr Katholiken als vor Beginn der islamistischen Anschläge. Über 200 Kirchen wurden niedergebrannt, ebenso einige kirchliche Schulen. Aber wir werden nicht untergehen“, erklärte Dashe Doeme im Gespräch mit dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“.

Trotz Terror wachsen die christlichen Gemeinden

Wie internationale Medien berichteten, wurde das Dorf Pemi im Nordosten Nigerias, das zum Bundestaat Borno gehört, am Heiligabend von bewaffneten Angreifern überfallen. Dabei wurden mindestens elf Personen getötet und das Gotteshaus der evangelikalen „Church of Brethren“ niedergebrannt. Wenig später traf es dann die Gemeinde in Garkida im benachbarten Bundesstaat Adamawa. Auch dort wurden lokalen Sicherheitsbehörden zufolge acht Menschen getötet. Pemi liegt unweit des Ortes Chibok, wo 2014 über 270 mehrheitlich christliche Schülerinnen entführt worden waren.


Er lasse sich von den jüngsten Überfällen nicht entmutigen, erklärte Bischof Dashe Doeme gegenüber „Kirche in Not“. Er stelle vielmehr eine Gegenbewegung fest: „Unser Glaube wird immer stärker und stärker. In einer Gemeinde in meinem Bistum Maiduguri wurden an Heiligabend 100 Menschen getauft. So lange das Reich Gottes besteht, werden es keine bösen menschlichen Gewalten überwinden. Gott wird Boko Haram zu seiner Zeit zerschlagen.“

Rund 12 000 Christen seit 2015 getötet

Nach Angaben der nigerianischen Organisation „International Society for Civil Liberties an the Rule of Law“ wurden seit Juni 2015 an die 12 000 Christen in Nigeria getötet. Auch an Weihnachten wurden bereits in der Vergangenheit wiederholt Christen ermordet: 2019 enthaupteten Angehörige der Terrorgruppe ISWAP (Islamic State West African Province, Islamischer Staat von Westafrika) am ersten Weihnachtstag zehn Christen. Auf das Konto von Boko Haram ging ein Überfall auf ein überwiegend von Christen bewohntes Dorf mit sieben Todesopfern am selben Tag.

„Die Angriffe sollen die Gemeinden verängstigen“, erklärte Dashe Doeme. Die Schwierigkeiten der nigerianischen Regierung, die islamistischen Einheiten zu bekämpfen, führt der Bischof auch auf Indiskretionen in den Sicherheitsbehörden zurück: „Es gibt Saboteure, die Informationen an Boko Haram weitergeben.“ Dashe Doeme dankte für alle Unterstützung in dieser schweren Zeit: „Unsere größte Unterstützung kommt von ,Kirche in Not’. Ohne das Hilfswerk würde meine Diözese zusammenbrechen. Wir werden weiterhin für die Wohltäter beten und sie in Ehren halten.“

Foto: Bischof Oliver Dashe Doeme (Mitte) verteilt Hilfsgüter in einem Vertriebenenlager. © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Nigeria

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Informationen über Freud und Leid in Afrikas Kirche
  3. "Wenn die Demokraten die Macht haben, schauen sie bei der Ermordung der Christen in Nigeria weg"
  4. Nigeria. Mehr als 60 Christen in zwei Monaten im Bundesstaat Benue getötet
  5. Nigeria: Bischof bestürzt über die Ermordung von Priestern: „Niemand ist mehr sicher“
  6. Nigeria: Kirche beklagt „schleichenden Genozid“ an Christen
  7. Kirchen in Nigeria beklagen zunehmende Gewalt gegen Christen
  8. Nigeria: Sophia hat wieder eine Stimme
  9. Nigeria: Entführter 75-jähriger Priester ist wieder frei
  10. Nigeria: 17-Jährige seit drei Jahren verschleppt







Top-15

meist-gelesen

  1. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  2. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung
  3. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  4. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  5. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  8. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  9. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  10. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  11. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  12. Apostolisch und nix anderes
  13. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  14. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  15. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz