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Informationen über Freud und Leid in Afrikas Kirche

8. September 2024 in Schweiz, 1 Lesermeinung
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Die Kirche mit den zwei Gesichtern - Bericht von Stefan Treier.


Geroldswil (kath.net/ pm)
Die Lage der Kirche in Afrika zeichnet sich durch Extremitäten aus. Der nigerianische Priester Dr. Augustine Asogwa weilte kürzlich in Pfarreien um über die Lage in seiner Heimat zu berichten. so auch in Geroldswil ZH, wo wir ihn an einem Seniorennachmittag der Kirchgemeinde getroffen haben. Der im Wallis als Pfarrer tätige Afrikaner weilte auf Einladung des Hilfswerks «Kirche in Not (ACN)» in der Nord- und Ostschweiz.
Es freute Claudia Trunz als Vertreterin des Seniorenrates, doch eine stattliche Gemeinschaft von Seniorinnen und Senioren im Geroldswiler Kirchenzentrum St. Johannes begrüssen zu können, ebenso den einheimischen Pfarrer Henryk Walczak. Für das Seniorentreffen wurde ein besonde-res Thema gewählt, welches äusserst aktuell ist. Schon seit einigen Jahren wirkt der 46 jährige Seelsorger in der Schweiz, seit 2017 im Bistum Sitten, wo er einer Pfarrei im Oberwallis vorsteht. Den Vortrag über die Lage von Kirche und Menschen in Nigeria mit Bilderpräsentation stellte er unter das Motto “Die Kirche mit den zwei Gesichtern”.

Freude und Leid im gleichen Volk vereint
Nigeria ist mit über 206 Millionen Einwohnern und 60 Bistümern das grösste Land auf dem afrikanischen Kontinent, je rund die Hälfte davon sind Muslime und Christen. Pfarrer Augustine schilderte die Kirche in seinem Heimatland als fröhlich und dennoch sehr traurig. Viele Menschen leben ihren Glauben fröhlich, mit grosser Hingabe und Offenheit, gibt es doch an Sonntagen stets gute und aktive Kirchenbesuche. In Nigeria wollen derzeit jährlich 800 junge Männer zu Priestern geweiht werden, um “damit den Menschen das Licht des Glaubens zu bringen” so Pfarrer Asogwa. In seinem Heimatbistum Nsukka gab es dieses Jahr alleine 26 Prie-sterweihen. Viele afrikanische Priester zieht es in europäische Länder. um dort als Seelsorger tätig zu sein. Früher war es umgekehrt, europäische Priester kamen zu uns nach Afrika, um das christliche Glaubensgut zu verkünden.


Christen erleiden einen starken Kampf
Trotz positiven Seiten gibt es leider auch Sorgenvolles zu berichten. Im Laufe der letzten Jahre sind viele Ordensleute und Priester von Terrorbanden gekidnappt und entführt worden. Nur dank entrichteter hoher Lösegeldsummen konnten sie die Freiheit wieder erlangen. Die Terrorgruppen sind “Boko Haram”, Strassenräuber und islamische Extremisten, welche vor Morden an Christen nicht zurückschrecken. Ueber kirchliche Feiertage wurde vor kurzem eine katholische Kirche durch einen Anschlag weitgehend zerstört, wobei 40 anwesende Gläubige ihr Leben verloren. – Bekannt ist weltweit auch die Verschleppung von 300 Schulmädchen. Vor allem in Norden Nigerias haben viele Menschen gar Angst um zu schlafen. Viele Kinder besuchen aus Angst vor Entführungen den Schulbetrieb gar nicht mehr. Demonstrationen gegen die sich leider zu passiv verhaltende Regierung haben bislang nichts gefruchtet.

Kirche ist grosser Hoffnungsträger
“Trotz all der geschilderten Widerwärtigkeiten, zeigt sich die Kirche in Nigeria stark” so Pfarrer Asogwa. Die Bischöfe besuchen die Menschen in Spitälern und beweisen so ihre Anteilnahme am Schicksal unzähliger Leidender. Die wirtschaftliche Situation ist betrüblich. Mancherorts fehlt Wichtigstes zum Leben. Zahlreiche Häuser sind baufällig. Nigeria könnte ein reiches Land sein, verfügt es doch über Bodenschätze und Oel, doch müssen Rohstoffe und Benzin gar importiert werden. Auch das Gesundheitswesen liegt im Argen, weil die Behörden untätig sind. Trotz hoher Armut ist Nigeria zu einer “Hauptstadt des christlichen Glaubens” geworden – ein klares Bekenntnis des afrikanischen Gastes.
Viele Menschen suchen Halt und Hilfe bei der Kirche, gar oft die einzige Stelle, welche ihnen dies zu vermitteln vermag. Die Kirche erkennt die Nöte und Bedürfnisse der Menschen. Dabei ist sie glücklich, auf die Unterstützung des Hilfswerks “Kirche in Not (ACN)” zählen zu können. Dieser kommen durch die gezielten Hilfeleistungen grosse Verdienste zu.

“Kirche in Not (ACN)” hat grosse Verdienste
Wie Tobias Höppel, Informationsbeauftragter des Hilfswerks zu berichten wusste, fliessen pro Jahr durchschnittlich 31.4 % der Projektausgaben in den afrikanischen Kontinent, was 2.2 Millio-nen Euro ausmacht. Die Beiträge werden eingesetzt für Hilfsgüter, Nahrungsmittel, Einrichtun-gen des Gesundheitswesens. “Kirche in Not (ACN)” unterstützte den Bau eines Traumazentrums und hilft Terror-Geschädigten mit seelsorgerischer und psychologischer Unterstützung. Schliesslich dürfen die Stipendien und die Unterstützung der Priesterausbildungen nicht verges-sen werden, fehlt doch oft hierzu das Geld. Ohne Mittel des Hilfswerks wäre gar Vieles nicht denkbar, was für die leidende Bevölkerung von grosser Bedeutung ist, so auch die unzähligen Existenzhilfen, wie auch die Unterstützung für Wiederaufbauprojekte beschädigter, gar zerstörter Kirchen oder Erschliessungen von Trinkwasserquellen.
Pfarrer Augustine Asogwa nutzte die Gelegenheit dieses Kontaktes mit Gläubigen um Anerken-nung und Dank auszusprechen für die Hilfeleistungen, welche regelmässig für Projekte in Afrika, insbesondere natürlich in Nigeria, gespendet werden. Er verwies darauf, dass Priester im Ruhe-stand nur dank von “Kirche in Not (ACN)” erhaltener Mess-Stipendien überleben können. “Für zehn Franken können sie in Nigeria Einiges mehr an Lebensmitteln kaufen als hier in Europa” meinte er abschliessend.
Nach reger Diskussion verstanden es die gastfreundlichen Mitglieder des Seniorenteams, den Nachmittag mit Kaffee und süssen Köstlichkeiten zu umrahmen und Anlass zur Pflege von sympathischer Geselligkeit zu geben.

Foto: Pfarrer Augustine Asogwa als kompetenter Afrika-Kenner © Kirche in Not Schweiz

 


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