Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Kirchen in Nigeria beklagen zunehmende Gewalt gegen Christen

21. August 2021 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Christian Association of Nigeria beklagt anhaltende Angriffe auf Dörfer, Häuser und Kirchen sowie Viehdiebstähle und Entführungen im Bundesstaat Kaduna.


Abuja/Rom (kath.net/ KAP)

Mehr Aufmerksamkeit angesichts der anhaltenden Gewalt gegen Christen fordern die Kirchen im nigerianischen Bundesstaat Kaduna. Internationale kirchliche Organisationen sollten Missionen durchführen, um die Vorgänge vor Ort zu untersuchen, appelliert John Joseph Hayab, nationaler Direktor der Global Peace Foundation und Präsident des Kaduna-Zentrums der Christian Association of Nigeria, laut "Vatican News" (Donnerstag) in einem auf dem Online-Portal des Ökumenischen Rates der Kirchen veröffentlichten Aufruf. Es gehe darum, der Gewalt gegen Christen in Kaduna ein Ende zu setzen und für Gerechtigkeit zu sorgen.

"Die christliche Welt muss ihre Augen auf Kaduna richten, um uns zu helfen, denn was hier geschieht, ist ein Völkermord, eine Verfolgung des Glaubens", so Hayab, der das geringe Eingreifen des Staates beklagt. Seit 2015 habe die Gewalt gegen Christen überhandgenommen, Angriffe auf Dörfer, Häuser und Kirchen hätten zugenommen, ebenso wie Viehdiebstähle und Entführungen. Seit vergangenem Jahr wurden etwa 1.000 Menschen getötet und 500 Christen entführt, darunter 18 evangelische Pastoren. Vier Pastoren seien getötet worden, und nach einem Bericht der Christian Association of Nigeria wurden mehr als 300 Millionen Naira (etwa 625.000 Euro) an Lösegeld gezahlt.


Laut Hayab stünden religiöse Verfolgung, territoriale Ambitionen und ethnische Säuberungen im Mittelpunkt der Gewalt in den Gemeinden. Immer wieder würden Pastoren, ihre Familien und Studenten entführt, vergewaltigt und nur gegen hohe Lösegelder freigelassen, und manchmal auch getötet. Das Christentum sei eine der beiden Hauptreligionen im Bundesstaat Kaduna, doch in der Hauptstadt Kaduna-Stadt gebe es eine demografische Kluft, da die Christen im Süden und die Muslime im Norden lebten. In den ländlichen Gebieten des Südens lebe die Bevölkerung hauptsächlich von der Landwirtschaft, aber die Unsicherheit habe viele von ihren Höfen vertrieben.

In einer Zeit, in der das Land mit verschiedenen wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sei, bringe die Zunahme der Armut weitere Probleme mit sich. Hayab sagt, dass diese Situation die Existenz aller bedrohe, denn wenn Armut und Hunger zunehmen würde, sei die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch die Kriminalität zunehme. Er fordert daher ein ernsthaftes Engagement der Regierung und der Sicherheitsbehörden und schlägt vor, dass die Kirchen Sicherheitsstrategien, Unterstützungssysteme und Netzwerke auf lokaler, staatlicher und nationaler Ebene entwickeln, um mit den Behörden zusammenzuarbeiten.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Nigeria

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Informationen über Freud und Leid in Afrikas Kirche
  3. "Wenn die Demokraten die Macht haben, schauen sie bei der Ermordung der Christen in Nigeria weg"
  4. Nigeria. Mehr als 60 Christen in zwei Monaten im Bundesstaat Benue getötet
  5. Nigeria: Bischof bestürzt über die Ermordung von Priestern: „Niemand ist mehr sicher“
  6. Nigeria: Kirche beklagt „schleichenden Genozid“ an Christen
  7. Nigeria: Sophia hat wieder eine Stimme

Gewalt

  1. Wurden jugendliche Vergewaltiger in Berliner Jugendzentrum bewusst nicht angezeigt?
  2. "Für Glauben gestorben": In Spanien getöteter Mesner beigesetzt
  3. USA: Lektorin wurde in Kathedrale nach der Lesung zweimal ins Gesicht geschlagen
  4. Bereitet die Antifa Anschläge auf Polizisten vor?
  5. Nigeria: Erzbischof Kaigama prangert sexuelle Gewalt gegen Frauen an
  6. „Überwiegend migrantische Jugendliche, Heranwachsende, Erwachsene“
  7. Ismail Tipi: „Ich schäme mich für das, was in Stuttgart passiert ist“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  3. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  4. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  5. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  6. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  7. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  8. Warum der Todestag des Franz von Assisi nicht sein Gedenktag ist
  9. Wo der Mensch nicht berechenbar ist
  10. Wenn das Nein nicht mehr zählt
  11. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  12. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  13. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober
  14. Muslimische Organisation: ‚In 45 Jahren wird Frankreich wieder katholisch‘
  15. Frankreichs neue „Generation Leo“: Warum die Jugend plötzlich wieder zum Papst strömt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz