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Österreiche Kirchenstatistik 2019: Weniger Messbesucher, weniger Katholiken, mehr Geld

13. Jänner 2021 in Österreich, 3 Lesermeinungen
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2020 gab 58.535 Personen Kirchenaustritte - Gesamtzahl der formal Katholiken in Österreich sinkt auf 4,91 Millionen


Wien (kath.net/KAP-ÖBK/red) Die Austritte aus der Katholischen Kirche sind im vergangenen Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Die formale Katholikenzahl in Österreich  sinkt auf  4,91 Millionen Katholiken. 2019 waren es laut amtlicher Statistik der Österreichischen Bischofskonferenz 4,98 Millionen Katholiken. Das entspricht einem Rückgang von rund 1,5 Prozent.

Die katholische Kirche in Österreich hat am Mittwoch die pastoralen Kennzahlen für das Jahr 2019 veröffentlicht. Aus diesen geht hervor, dass die sonntäglichen Messbesucher oder die Zahl der Taufen zurückgehen. Die Gesamtzahl der Erstkommunionen ist gegenüber 2018 zugleich etwas gestiegen, bei Trauungen und Firmungen verzeichnet die amtliche Statistik für 2019 Rückgänge gegenüber dem Jahr davor.

Die amtliche Kirchenstatistik 2019 enthält neben den Katholikenzahlen u.a. auch Angaben über den Klerus, die Ordensleute und die Pfarren sowie Daten zum seelsorglichen Leben der Kirche. Demnach ist die Zahl der in Österreich wirkenden Priester laut der aktuellen Kirchenstatistik 2019 leicht gesunken: von 3.783 (2018) auf 3.689 (2019). Insgesamt zeigt sich in den vergangenen Jahren bei den Priestern aber eine relativ stabile Situation. (2017: 3.857, 2016: 3.920, 2015: 3.944, 2014: 3.898, 2013: 3.933, 2012: 3.998, 2011: 4.035).

Die aktuelle Gesamtzahl für 2019 setzt sich aus 1.847 Diözesanpriestern, 475 ausländischen Priestern und 1.367 Ordenspriestern zusammen. Die Zahl der Diözesanpriester ist damit etwas zurückgegangen (2018: 1.897), ebenso die Zahl der Ordenspriester (2018: 1.411). Die Zahl der ausländischen Priester blieb unverändert (2018: 475)Die Zahl der Taufen lag 2019 bei 44.977. Die Taufen sind damit gegenüber2018 (47.312) doch deutlich zurückgegangen. Über mehrere Jahre betrachtet ergab sich jedenfalls bisher in Anbetracht der demografischen Entwicklung eine sehr stabile Situation bei der Gesamtzahl an Taufen: 2017: 48.990, 2016: 49.018, 2015: 48.587, 2014: 48.582, 2013: 48.098, 2012: 48.645, 2011: 49.275, 2010: 48.781. 2020 wird hier sicherlich eine Ausnahme darstellen, da viele Taufen coronabedingt verschoben werden mussten. Es bleibt abzuwarten, auf welchem Niveau sich die Taufen nach dem Ende der Pandemie wieder einpendeln werden.


Rückläufig ist laut Statistik die Zahl der sonntäglichen Gottesdienstbesucher. Wurden an den sogenannten "Zählsonntagen" 2019 zwischen 497.000 und 533.000 Messbesucher gezählt, so waren es 2018 noch zwischen 502.000 und 554.000. (2017 545.000 bis 571.000, 2016: 545.000 bis 595.000, 2015: 568.000 bis 606.000, 2014: 577.000 bis 623.000.)

Die katholischen Diözesen in Österreich können für 2019 leichte Steigerungen beim Kirchenbeitragsaufkommen und insgesamt fast ausgeglichene Bilanzen verzeichnen. Das geht aus der österreichweiten kirchlichen Gebarungsübersicht hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Der Großteil der Einnahmen der Diözesen stammt aus dem Kirchenbeitrag. 2019 waren es knapp 481 Millionen Euro (75 Prozent der Gesamteinnahmen), 2018 lagen die Kirchenbeiträge bei rund 474 Millionen Euro. Zwei Drittel der Budgets sichern die kirchliche Basisstruktur und die Seelsorge. So wurden laut Rechenschaftsbericht für die Pfarren und die pastoralen Aufgaben insgesamt über 412 Millionen Euro aufgewendet, was einem Anteil von rund 64 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht.


Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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