Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  10. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  13. Wir machen da was mit Medien
  14. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Erstes antiochenisch-orthodoxes Kloster im deutschsprachigen Raum

11. Februar 2021 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kloster soll im deutschen Blankenheim entstehen - Auch in antiochenischer Gemeinde in Wien wird bereits für das neue Klosterprojekt geworben


Wien/Berlin (kath.net/KAP) Die griechisch-orthodoxe Kirche des Patriarchats von Antiochien errichtet in Deutschland ihr erstes Kloster. Wie die Kirchenleitung der Metropolie von Deutschland und Mitteleuropa mitteilte, ist dafür ein ehemaliges katholisches Kloster im kleinen Ort Blankenheim in der Eifel vorgesehen. Das Gebäude diente zuletzt als Pflegeheim, steht aktuell leer und soll in ein orthodoxes Kloster umgebaut werden. Zur Metropolie von Deutschland und Mitteleuropa gehört auch die antiochenische Gemeinde in Wien. Auf deren Facebook-Seite wird auch bereits für das Kloster bzw. um Spenden geworben.

Das erste Ziel ist jetzt nach Angaben der Kirchenleitung, "das Kloster wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu bringen und mit einem Aktivitätszentrum zu verbinden". Mit den vielen Zimmern, die zur Verfügung stünden, und den großen Tagungsräumen könnten dort auch die Gemeinden einkehren. Eine kleine Kapelle im Kloster warte darauf, "mit unseren orthodoxen Ikonen geschmückt zu werden". Noch befinde man sich allerdings erst am Anfang des Weges.


Das Patriarchat von Antiochien gehört zu den großen orthodoxen Patriarchaten (neben Konstantinopel, Alexandrien und Jerusalem). In Antiochien (heute Antakiya in der Südosttürkei) wurden die Bekenner Jesu erstmals als "Christen" bezeichnet. Die Gläubigen feiern die byzantinische Liturgie (meist) in arabischer Sprache. In Österreich (und Deutschland) mischen sich inzwischen auch einige deutsche Elemente hinzu.

Das Patriarchat von Antiochien und ist vor allem in Syrien und im Libanon präsent. Es gibt aber auch Diaspora-Diözesen in den USA, in Lateinamerika und in Westeuropa. Der Sitz des Patriarchen ist Damaskus. Zur antiochenisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland und Mitteleuropa gehören rund 30 Gemeinden. Die Mehrzahl in Deutschland, jeweils zwei gibt es in den Niederlanden und in Österreich. Zuständiger Bischof ist Metropolit Isaak (Barakat). Er hat seinen Sitz in Berlin. Die Angaben zu den Zahlen der Gläubigen weltweit, die dem Patriarchat zuzurechnen sind, reichen von 750.000 bis drei Millionen.

Auch für Österreich ist die Zahl der Gläubigen, die zur antiochenischen Kirche gehören, ist schwer zu benennen. Früher sprach man von 120 bis 150 Familien, durch den Krieg in Syrien sind aber auch viele orthodoxe Flüchtlinge nach Österreich gekommen. Die überwiegende Zahl der Gläubigen lebt jedenfalls in Wien, es gibt und gehört zur Kirchengemeinde zu den Heiligen Petrus und Paulus. Inzwischen gibt es auch eine kleine Gemeinde in Tirol.

Die Anfänge der antiochenisch-orthodoxen Gemeinde in Wien gehen auf das Jahr 1986 zurück. Pionierarbeit in der Seelsorge leistete Pater Georgios Tüten. Die ersten Gemeindemitglieder stammten zum Großteil aus der Türkei. Im Jahr 2002 wurde die Kirchengemeinde offiziell begründet, als Pfarrer fungierte ab diesem Jahr Michail Papas. Die Gottesdienste feierte die Gemeinde damals in der katholischen Kirche am Gaußplatz im zweiten Wiener Bezirk. Inzwischen ist die Gemeinde in der "Mutter der Barmherzigkeit"-Kirche in der Fünfhausgasse im 15. Bezirk beheimatet. Verantwortlicher Pfarrer ist aktuell Erzpriester Nikola Wahbeh.

In Tirol ist die orthodoxe Gemeinde St. Georgios in Hall beheimatet. Jeden ersten Sonntag im Monat wird Gottesdienst gefeiert. Die Gemeinde wird von einem Priester von Deutschland aus betreut.

(Infos: www.facebook.com/AntiochenischorthodoxeKircheinWien/ bzw. www.facebook.com/rumorthodoxde)

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 einsucher 11. Februar 2021 
 

Wunderbar

Ich bin sehr erfreut darüber, das dieses Kloster gegründet wird, da Klöster oftmals die Bewahrer des überlieferten Glaubens sind, der oftmals in der Welt in Vergessenheit zu geraten seint.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Norwegen: Daniel (18) hielt Gott für einen Mythos – heute geht er jeden Sonntag in die Kirche
  2. Papst Leo lädt zum Weltjugendtag ein: „Ich freue mich darauf, euch in Seoul zu sehen!“
  3. USA: Kontenschließungen von Banken bei Lebensschutz- und konservativen Gruppen
  4. Krakauer Regens: Johannes Paul II. war Hotspot für Verbindung mit Gott
  5. US-Erzbischof Cordileone: „Die Familie: Das Abbild Gottes“
  6. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  7. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  8. MISSIO Österreich - Nationaldirektor Johannes Laichner legt Amt aus gesundheitlichen Gründen zurück
  9. „Neun interessante Fakten über den heiligen Johannes Paul II., die Sie wohl noch nicht kannten“
  10. Wallner: „Richten sich kirchliche Stellen bei uns nicht klammheimlich als Palliativstationen ein?“
  11. Wortwahl dieses Berichts ist entmenschlichend und aggressiv!
  12. "Non abbiate paura - Habt keine Angst!"
  13. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  14. „Kirchliche Persilscheine für Rot-Grün-Rot“
  15. ‚Mission ist kein Gegensatz zu nachhaltiger Hilfe‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz