Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. „Warum bin ich Christ“
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Was auch immer Synodalität sein soll
  12. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  13. Was eine Messe wiegt
  14. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  15. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'

Erzbischof: Syrienkrieg die grausamste Tragödie seit Zweitem Weltkrieg

15. Februar 2021 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Maronitischer Erzbischof von Damaskus, Samir Nassar, spricht in Fastenbotschaft von 950.000 Toten, 200.000 Vermissten, 95.000 schwer Kriegsversehrten und 13 Millionen Flüchtlingen - In katholischer maronitischer Kirche beginnt bereits am Montag die F


Damaskus/Rom (kath.net/KAP) Als "grausamste Tragödie, die die Welt seit dem Zweiten Weltkrieg je gesehen hat", bezeichnet Samir Nassar, maronitischer Erzbischof von Damaskus, den Syrienkrieg. "Und nach dem Ende der Gewalt ist nun ein harter Wirtschaftskrieg im Gange, der alle Hoffnung erstickt und das Leiden der einfachen Menschen verdoppelt", schreibt der Erzbischof laut dem vatikanischen Nachrichtendienst Fides in seiner aktuellen Botschaft zur Fastenzeit, die im liturgischen Kalender der maronitischen Kirche am Montag, 15. Februar, beginnt.

Der maronitische Erzbischof nennt in seinem Fastenbrief Zahlen zum Syrienkrieg, die höher liegen als alles, was bisher dazu veröffentlicht wurde. Er spricht von "950.000 Toten, die unsere Familien in Schmerz stürzten und sie destabilisierten" und erinnert an mehr als "200.000 Vermisste, darunter zwei Bischöfe und vier Priester, ein Albtraum für Angehörigie und Freunde, die das Schicksal ihrer Lieben nicht kennen". Außerdem "gibt es 13 Millionen Flüchtlinge, 95.000 schwer Kriegsversehrte, die unter physischen und psychologischen Folgen leiden; zweieinhalb Millionen Häuser wurden zerstört oder dem Erdboden gleichgemacht, und die Trümmer geben den Städten das Aussehen toter Städte".


Scharf ins Gericht geht Nasser mit den internationalen Wirtschaftssanktionen, die "besonders die schwächsten Menschen ersticken, die auch der Unterstützung von Freunden und Verwandten im Ausland entbehren müssen". Der Zusammenbruch der lokalen Währung, die grassierende Inflation und Covid-19 erledigten den Rest, fügt der Erzbischof hinzu. In dieser Trostlosigkeit setze die Kirche in Syrien aber ihren Weg und ihre Arbeit in den Bereichen Gesundheit und Bildung fort, sie begleite Familien und unterstütze die Schwächsten, schreibt der Bischof. Und er betont: "Auch wenn die Welt Syrien vergisst, schaut der Herr auf uns und lässt das Boot nicht sinken".

Die Maronitische Kirche ist mit bis zu 3,3 Millionen Gläubigen die größte katholische Orient-Kirche. Sie ist auch insofern eine Ausnahme, als dass es sie nur in ihrer katholischen Form gibt. Es gibt keine orthodoxe, von Rom getrennte, maronitische Schwesterkirche. Zwischen 1,2 und 1,4 Millionen Maroniten leben im Libanon, wo die Kirche ein bedeutender gesellschaftlicher und politischer Faktor ist. Im Libanon befindet sich auch der Sitz der maronitischen Patriarchen Kardinal Bechara Boutros Rai. Die maronitische Erzdiözese Damaskus zählt nach offiziellen Angaben 15.000 Gläubige.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  3. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  4. Papst mahnt Studierende: Glaubenslehre nicht einseitig auslegen
  5. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen
  6. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  7. Das Hochzeitsmahl und die Einladung Christi: das Verhältnis zwischen Gott, Christus und der Kirche
  8. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  9. Die Wintersonne der Vernunft
  10. Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.
  11. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  12. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  13. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  14. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  15. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz