Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan: Keine Corona-Zwangsimpfung für Angestellte
  2. Der Rücktritt von Kardinal Sarah wurde angenommen
  3. ProtesTanten-Aktion gegen die Kirche
  4. Beate Gilles wird neue Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz
  5. "Damit wird die grüne Ersatzreligion der Klimarettung kirchlich geadelt"
  6. Woelki-Rücktritt wäre Präzedenzfall, folgen dann Rücktritte von Bode, Overbeck, Marx und Bätzing?
  7. Zum „Maria 2.0“-Thesenanschlag: Luther ante portas
  8. Erzbistum Freiburg: „Priesterinnen“ spenden Aschenkreuz
  9. Papst: Ein eigensinniger Fußballspieler, der "den Ball auffrisst", gereicht Team nicht zum Vorteil
  10. VERLOGEN!
  11. Kardinal Ruini lehnt Priesterweihe für Frauen und für verheiratete Männer ab
  12. Narrengottesdienst: „Das Erzbistum Köln sieht keinen Anlass für Konsequenzen“
  13. Kardinal Duka: Coronavirus ist ‚Biowaffe’ aus chinesischem Labor
  14. Klassiker wie Homer oder Platon sollen aus US-Lehrplänen verschwinden
  15. Der notwendige Kampf gegen den bösen Feind

Erzbischof: Syrienkrieg die grausamste Tragödie seit Zweitem Weltkrieg

15. Februar 2021 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Maronitischer Erzbischof von Damaskus, Samir Nassar, spricht in Fastenbotschaft von 950.000 Toten, 200.000 Vermissten, 95.000 schwer Kriegsversehrten und 13 Millionen Flüchtlingen - In katholischer maronitischer Kirche beginnt bereits am Montag die F


Damaskus/Rom (kath.net/KAP) Als "grausamste Tragödie, die die Welt seit dem Zweiten Weltkrieg je gesehen hat", bezeichnet Samir Nassar, maronitischer Erzbischof von Damaskus, den Syrienkrieg. "Und nach dem Ende der Gewalt ist nun ein harter Wirtschaftskrieg im Gange, der alle Hoffnung erstickt und das Leiden der einfachen Menschen verdoppelt", schreibt der Erzbischof laut dem vatikanischen Nachrichtendienst Fides in seiner aktuellen Botschaft zur Fastenzeit, die im liturgischen Kalender der maronitischen Kirche am Montag, 15. Februar, beginnt.

Der maronitische Erzbischof nennt in seinem Fastenbrief Zahlen zum Syrienkrieg, die höher liegen als alles, was bisher dazu veröffentlicht wurde. Er spricht von "950.000 Toten, die unsere Familien in Schmerz stürzten und sie destabilisierten" und erinnert an mehr als "200.000 Vermisste, darunter zwei Bischöfe und vier Priester, ein Albtraum für Angehörigie und Freunde, die das Schicksal ihrer Lieben nicht kennen". Außerdem "gibt es 13 Millionen Flüchtlinge, 95.000 schwer Kriegsversehrte, die unter physischen und psychologischen Folgen leiden; zweieinhalb Millionen Häuser wurden zerstört oder dem Erdboden gleichgemacht, und die Trümmer geben den Städten das Aussehen toter Städte".


Scharf ins Gericht geht Nasser mit den internationalen Wirtschaftssanktionen, die "besonders die schwächsten Menschen ersticken, die auch der Unterstützung von Freunden und Verwandten im Ausland entbehren müssen". Der Zusammenbruch der lokalen Währung, die grassierende Inflation und Covid-19 erledigten den Rest, fügt der Erzbischof hinzu. In dieser Trostlosigkeit setze die Kirche in Syrien aber ihren Weg und ihre Arbeit in den Bereichen Gesundheit und Bildung fort, sie begleite Familien und unterstütze die Schwächsten, schreibt der Bischof. Und er betont: "Auch wenn die Welt Syrien vergisst, schaut der Herr auf uns und lässt das Boot nicht sinken".

Die Maronitische Kirche ist mit bis zu 3,3 Millionen Gläubigen die größte katholische Orient-Kirche. Sie ist auch insofern eine Ausnahme, als dass es sie nur in ihrer katholischen Form gibt. Es gibt keine orthodoxe, von Rom getrennte, maronitische Schwesterkirche. Zwischen 1,2 und 1,4 Millionen Maroniten leben im Libanon, wo die Kirche ein bedeutender gesellschaftlicher und politischer Faktor ist. Im Libanon befindet sich auch der Sitz der maronitischen Patriarchen Kardinal Bechara Boutros Rai. Die maronitische Erzdiözese Damaskus zählt nach offiziellen Angaben 15.000 Gläubige.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 KatzeLisa 17. Februar 2021 
 

Erschütternd

Wie wenig der Westen Anteil am Leid der syrischen Bevölkerung nimmt, zeigt sich auch hier an den fehlenden Kommentaren. Woche für Woche bitten die Bischöfe und Geistlichen um Hilfe für Syrien. Ihr Ruf verhallt ohne jede Reaktion.
Der Westen trägt eine große Verantwortung für die Destabilisierung und Zerstörung Syriens. Immer noch werden Rebellen unterstützt und wird das Leid der Bevölkerung durch Sanktionen verstärkt. Stur wie ein Panzer hält die deutsche Bundeskanzlerin an dieser Politik fest.
Die Aufnahme der vielen syrischen Flüchtlinge ist weder sinnvoll noch wirklich human. Zigtausende von Menschen werden entwurzelt, während ihre Heimat sich mehr und mehr entvölkert.


1

0
 
 Sputnik 16. Februar 2021 
 

Leid in Syrien

Und wo bleibt ein Aufruf der katholischen Bischöfe Deutschlands, der syrischen Zivilbevölkerung endlich zu helfen und die unseligen Sanktionen der westlichen Staaten, auch der Bundesrepublik Deutschland endlich abzustellen? Der Verweis auf Assad als Hinderungsgrund ist zunehmend unglaubwürdig.


3

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu









Top-15

meist-gelesen

  1. Der Rücktritt von Kardinal Sarah wurde angenommen
  2. Erzbistum Freiburg: „Priesterinnen“ spenden Aschenkreuz
  3. kath.net-Gewinnspiel 2021: Gewinnen Sie jetzt eine REISE nach ROM!
  4. Beate Gilles wird neue Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz
  5. Woelki-Rücktritt wäre Präzedenzfall, folgen dann Rücktritte von Bode, Overbeck, Marx und Bätzing?
  6. ProtesTanten-Aktion gegen die Kirche
  7. Causa Woelki – „Es ist höchste Zeit für Mut zur Fairness!“
  8. Narrengottesdienst: „Das Erzbistum Köln sieht keinen Anlass für Konsequenzen“
  9. Zum „Maria 2.0“-Thesenanschlag: Luther ante portas
  10. „Es geht mir um konsequente Aufarbeitung und dass das Leid der Betroffenen das Handeln bestimmt“
  11. Vatikan: Keine Corona-Zwangsimpfung für Angestellte
  12. VERLOGEN!
  13. "Damit wird die grüne Ersatzreligion der Klimarettung kirchlich geadelt"
  14. Erzbistum Köln: Ruhestandsgeistlicher begeht Suizid
  15. Kardinal Duka: Coronavirus ist ‚Biowaffe’ aus chinesischem Labor

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz