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Ungehorsam und Unglaube gehen Hand in Hand

22. März 2021 in Kommentar, 45 Lesermeinungen
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Folgt am Ende auf die Sakramentenspendung an Ungläubige wenige Jahrzehnte später die Sakramentenspendung durch Ungläubige? - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)

In den vergangenen Tagen haben sich zweitausend Priester und hauptamtlich bei der Kirche beschäftigte Laien gegen eine Entscheidung aus Rom ausgesprochen und zu pastoralem Ungehorsam aufgerufen. Es ging um die römische Antwort auf ein Dubium zur Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Die Zahl mag auf den ersten Blick erschrecken, doch es ist im Kern eher populistisch, wenn nicht einmal die Initiatoren nach eigener Aussage in ihrer Berufszeit jemals eine solche Segnung vorgenommen haben. Natürlich gibt es diese Segnungsfeiern, denn gäbe es sie nicht, wäre die Frage anlasslos und sinnlos. Trotzdem stellt sich die Evidenzfrage. Wieviele solcher Fälle gibt es, in denen eine Segnung vorgenommen wurde? Wie viele abgelehnte oder nicht entschiedene Anfragen gibt es? Dazu gilt es zu betrachten, wie groß der Anteil homosexueller Menschen ist, wie groß darunter der Anteil der Katholiken, wie groß darunter der Anteil derer, die ein Interesse an einer solchen Segnungsfeier haben. Das wäre – auch in Rom – vor einer Entscheidung mit Blick auf die Folgen zu klären und zu belegen. Der Verdacht drängt sich auf, dass wir gerade gegen selbstgebaute Windmühlen kämpfen.

Während in der Praxis vor Ort jeder einzelne Mensch zählt und jeder einzelne Priester im Einzelfall nach seinem Gewissen entscheiden muss, ist eine Grundsatzentscheidung durchaus an die Frage der Evidenz gebunden. Selbstverständlich hat sich auch das Gewissen des Seelsorgers vor Ort an der Lehre der Kirche in Fragen des Glaubens und der Sitten zu orientieren. Was jedoch hinter verschlossenen Türen im Forum internum geschieht, wird im Zweifelsfall erst vor dem Richterstuhl Christi zu verhandeln sein. Darüber steht weder dem Kolumnisten noch dem kirchlichen Oberen ein Urteil zu. Unnötig zu erwähnen, dass natürlich kein öffentliches Ärgernis erregt werden darf.


Das Problem an sich geht allerdings viel tiefer. Wer in den vergangenen 40 Jahren mit Firmbewerbern zu tun hatte, weiß um ein Problem, dass in der Einzelfallbetrachtung vielleicht kein Drama sein mag, in der Summe jedoch den Schlüssel zu einem Grundproblem der Kirche in unserem Land in unserer Zeit aufzeigen kann: Es handelt sich bei den erdrückend meisten Firmspendungen um Sakramentenspendung an Ungläubige. Bei der Firmung fällt es so richtig auf, auch wenn niemand öffentlich darüber redet. Die Wurzel des Problems liegt noch tiefer. Schon die allermeisten Taufen, die ja in der Regel Kindern im Säuglingsalter gespendet wird, wird Kindern ungläubiger Eltern gespendet. Das bei der Taufe abgegebene Versprechen, das Kind im Glauben der Kirche zu erziehen, beabsichtigen die Eltern in der Mehrheit aller Fälle nicht einzuhalten. So kommen Grundschulkinder zur Erstkommunion, die in der Regel nicht nur bar jeder Kenntnis des Glaubens sind, vielmehr auch persönlich ungläubig.

Da die Erstkommunion nach Erlangung des Vernunftgebrauches gespendet werden soll, wenn die Kinder in der Lage sind die Kommunion von gewöhnlicher Speise zu unterscheiden, sollte man im Umkehrschluss den Selbstaussagen der Kinder bezüglich ihres Glaubens oder Unglaubens hinreichend viel Bedeutung beimessen. Also schon bei Taufe und Erstkommunion kann Sakramentenspendung an Ungläubige nur in einem sehr geringen einstelligen Prozentbereich ausgeschlossen werden. Dass oft genug schon die Ehen der Eltern der Täuflinge leichtfertig geschlossen sind, belegen dramatisch hohe Scheidungszahlen.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich diese Problemlage progressiv fortgesetzt, so dass wir heute in der Generation, die jünger als 30 Jahre ist, kaum noch Menschen finden, die den Glauben der Kirche teilen. Unter den wenigen Gläubigen ist nur eine Minderheit bereit und in Lage apologetisch zu argumentieren, wenn die erdrückende Mehrheit sie mit ihrem Unglauben und den zuweilen dramatisch antikirchlichen bis glaubensfeindlichen Einstellungen konfrontiert.

Die Volkskirche in Deutschland, so kann man es wohl sagen, hat in den letzten Jahrzehnten ihrer Existenz den Glauben getötet, der sie stark gemacht hat. Das Drama ist damit hinreichend umschrieben, lebt doch die gegenwärtig vor sich hin sterbende Restvolkskirche nur noch von ihrem guten Ruf auf Grund ihrer Werke (Caritas) und von ihrem irrsinnigen Reichtum. Damit beides erhalten bleibt, braucht die Kirche eine Mindestzahl zahlender Mitglieder, deren Glauben allerdings, da ohnehin längst abhanden gekommen, für die Oberen irrelevant geworden ist. Hauptsache sie zahlen. Um diese bei der Stange zu halten und in der rein politisch- populistischen Hoffnung, vielleicht neue Kreise für die Kirche zu begeistern, wird der Glaube in synodalen Foren verschiedenster Art dekonstruiert. Anders lässt sich nicht erklären, wieso schon vor Jahren der Bischof von Osnabrück die Lebenswirklichkeit der säkularisierten Menschen zur Gewinnung neuer Erkenntnisse über den Glauben nutzen wollte. Praktische Anwendung findet diese Idee in der aktuellen Anregung des Bischofs von Essen, Homosexualität neu zu bewerten. Und am Ende ist dies und nichts anderes der Kern des pastoralen Ungehorsams, zu dem nun im Falle der Segnungen homosexueller Partnerschaften aufgerufen wird. Wird also der Glaube der Kirche von den zur Lehre und Leitung berufenen und den zu Katechese und Unterweisung angestellten zum Zweck des reinen Selbsterhaltes vollends aufgegeben?

Schon vor über zwanzig Jahren regte sich ein Verdacht, der langsam zu einer schrecklichen Gewissheit werden könnte: Folgt am Ende auf die Sakramentenspendung an Ungläubige wenige Jahrzehnte später die Sakramentenspendung durch Ungläubige?

Cafe zu den 7 Posaunen 04 Lügen, die wir glauben? - Mit Karin Grill und P. Clemens Pilar


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Lesermeinungen

 lesa 23. März 2021 

Präzilion

[email protected] Hildegardis: Danke für die prima Präzision. Den KKK hat man korrigiert: Man spricht im Roten KKK von "Tendenzen". Von Veranlagung, wie Sie das beschreiben im Sinne des Vorhandenseins begünstigender Faktoren, kann man durchaus sprechen.
[email protected]: Am Ende ist es dem Herrn vielleicht lieber, dass Sie uns hier Ihre fundierten Kommentare einbringen. Auch das ist "Teilnahme". Sein Wort ist Licht, und es muss in die Dunkelheit hineinstrahlen. Sie kennen ja den Timotheus! Wenn einige dann den Weg finden ...
Jedenfalls Danke!


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 ChristophRheinDT 23. März 2021 
 

Epikie, Häresie und Apostasie

@Franzfreund
Es ist klar, daß jeder, der eine formelle Häresie begeht, das Amt verliert. Und, trotz "Ecclesia Dei", existiert kein Nachweis einer formellen Häresie innerhalb der FSSPX, daher haben diese ihre Ämter GÜLTIG aber unerlaubt, während die Häretiker ihr Amt dann ungültig ausüben, samt und sonders der Sakramentenspendung. Das besagt c. 1346 iVM c. 834 und c. 750°1 CIC/1983. Und dafür gibt es den Präzedenzfall von 1995, als Millingo unerlaubt und ungültig Bischöfe weihte, die nach acerdotalis Ordinatio ungültig gewesen ist. Das Schreiben der Glaubenskongregation hat lehrmäßig den selben Rang wie die Konstitution von JPII. Also, wer Homosexuelle "segnet" befindet sich ipso facto außerhalb der Kirche. Und dann bleibt eben nur noch die Sukzessionslinie von Marcel Lefebrve.


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 Franzfreund 23. März 2021 
 

@Hape

Werter Hape, meine Kritik wendet sich gegen die Aussage "Angesichts dieser Situation IST nur noch die Kirche in der FSSPX vorhanden", ich habe dazu lediglich die offizielle Lehrmeinung der Kirche zitiert, wie sie in dem Schreiben von Kardinal Müller in Sachen Eheschließung klar genannt ist. siehe untenstehenden Link. Der Status der Illegimität ist dort klar ausgedrückt. Die FSSP ist ja gerade deshalb gegründet worden, weil ehemalige Mitglieder der FSSPX den Bruch mit Rom nicht wollten. Es geht mir dabei zunächst auch gar nicht um inhaltliche Positionen, sondern um die Einheit der Kirche. Inhaltliche Diskussionen, unterschiedliche Ansichten müssen wir in Einheit in der Kirche klären. Die Diskussion mit anderen Gruppen können wir dann in die "beliebten" ökumenischen Arbeitskreise verlegen. :)

web.archive.org/web/20170408085406/http://de.radiovaticana.va/news/2017/04/04/papst_franziskus_erlaubt_trauungen_bei_piusbruderschaft/1303365


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 St. Hildegard 23. März 2021 
 

Werte @lesa und @hape

Kleine Korrektur: Ordensschwester bin ich nicht, aber mein Nickname leitet sich unter anderem her von der Abtei St. Hildegard bei Rüdesheim (deren Pressesprecherin, Sr Philippa Rath, allerdings bedauerlicherweise den Synodalen Weg unterstützt - das nur nebenbei).

Es gibt wohl eine gewisse Veranlagung für HS, die möglicherweise vorgeburtlich angelegt ist. Das Entscheidende jedoch: Es ist wohl nur die Veranlagung, unter gewissen Umständen HS zu entwickeln. Die eigentliche Ursache sind psychosoziale Faktoren.
Ein hs Bekannter von mir verliebte sich als Jugendlicher in ein Mädchen - und wurde enttäuscht. Zudem stand die Ehe seiner Eltern auf der Kippe. Es kann mir keiner erzählen, dass sich das nicht auch auf das eigene Empfinden auswirkt. (Das deckt sich auch mit G. van den Aardweg).
Natürlich gibt es auch hs Menschen, die sagen: Auf mich trifft das alles nicht zu, bei mir ist alles wunderbar - bis auf die Akzeptanz durch die Gesellschaft. Die Mehrheit dürfte das aber nicht sein.


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 hape 23. März 2021 

Werter @Franzfreund,

bei allem Respekt, aber Ihre Fundamentalkritik an der FSSPX teile ich nicht. Ich bin der FSSPX dankbar dafür, dass sie das katholische Glaubensgut sicher bewahren. Was den Status der Illegitimität angeht, den Sie der FSSPX zuschreiben, so möchte ich das doch relativieren. In meinen Augen ist dort mehr katholische Legitimität vorhanden, als etwa bei Herrn Bätzing oder Herrn Sternberg oder wie sie alle heißen. Ich möchte klarstellen, dass ich mit meinem Kommentar unten lediglich darauf hinweisen wollte, dass das Glaubensgut der Kirche nicht allein voni der FSSPX bewahrt wird, sondern auch von anderen Gruppen. Ich selbst folge übrigens der FSSP.


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 Thomasus 23. März 2021 
 

Protest

Über 200 Theologen u Theologinnen aus dem deutschen Sprachraum gegen das vom Vatikan erlassene Segnungsverbot für homosexuelle Paare protestiert .
Sie können nicht mehr den Segen über ein Sakrament gegenüber eine Segnung von homosexuellen Paaren unter-
scheiden .
Wenn sie sich doch mit dem gleichen Engagement gegen Abtreibung einsetzen würden.


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 Franzfreund 23. März 2021 
 

Vorsicht vor den falschen Propheten...

@hape volle Zustimmung zu der Kritik an dem Versuch von @ChristophRheinDT nun die FSSPX als eigentliche Kirche zu positionieren. Die Bruderschaft befindet sich objektiv im andauernden kirchenrechtlichen Zustand der Illegitimität. Damit schadet sie bewußt der Kirche und ihren eigenen Positionen. Jeder ist frei sich für oder gegen die FSSPX zu entscheiden, aber eine solch offene Werbung kann hier nicht unwidersprochen bleiben.


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 hape 23. März 2021 

Liebe @lesa, werte @Sr. Hildegardis,

die Ereignisse überschlagen sich in diesen Tagen und ich bedaure, dass ich mich immer noch auf kath.net herumtreibe, statt mich still in die Passion unseres Herrn zu vertiefen.

Da aber auch in diesem Thread das Thema "Homosexualität und Missbrauch" aufgekommen ist, in aller Kürze hier der Hinweis auf einen Kommentar von Martin D. Wind zu Kardinal Wölki (vgl. Link):

"Inzwischen wurde geforscht: z.B. von Father Paul Sullins am Ruth Institute der Catholic University of America, Washington D.C.:

„Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche hat sehr viel mit der Homosexualität von katholischen Priestern zu tun. Die Korrelation beträgt 0,98, was in der Sprache der Statistik eine nahezu vollständige Übereinstimmung bedeutet. (…) Demnach sei der Anteil homosexueller Männer unter den Priestern seit den fünfziger Jahren bis in die achtziger Jahre stark gestiegen. (…) Dieser Trend war stark gekoppelt mit zunehmendem Kindesmissbrauch. (…)“

the-germanz.de/die-geschichte-von-dem-mann-der-den-unschuldigen-koelner-kardinal-woelki-unbedingt-zur-strecke-bringen-will/


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 lesa 23. März 2021 

Bischöfe sind dazu da, die Wahrheit zu beschützen, und damit die Anvertrauten

@Sr. Hildegardis: Vielen Dank!
Dass Hs angeboren ist, konnte bis jetzt noch nie nachgewiesen werden. Dass sie aber immer Meer durch die Lebensumstände und durch eine teuflische modische Propaganda Jenge Menschen und andere verführt, das ist eine fast täglich zu machende Beobachtung. Die Folgen sind verheerend. Zumeist bedeutet es seelische Zerrüttung. Und es geht damit eine imme stärker werdende Verdunkelung einher, die nun vielen Bischöfen und Priestern die Sicht auf die Glaubenswahrheit geraubt hat. @hape: Danke!
Das aber ist ein absolutes NO GO. B. Huonder im Interv. m. O. Maksan:
"Der Bischof muss sich unbedingt an die Wahrheit halten. Deshalb würde ich menem Nachfolger sagen: Bleibe unbedingt bei der Wahrheit des Glaubens. Alles andere kann daraus erwachsen." Der Grund: Liebe ohne Wahrheit ist ein Wolf im Schafspelz. Sie ist Lug und Trug. Nur die Wahreit ist Liebe. Der Lügenwahn aber, der selber bestimmen will, was Liebe ist, ruiniert den Einzelnen und die Gemeinschaft. (vgl KKK)


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 hape 23. März 2021 

@chorbisch 2/2

Was die Philosophie angeht, so meine ich damit nicht, dass jeder Katholik erst Philosophie oder Theologie studieren muss, um Gott und die Kirche zu verstehen. Die, die den Glauben aber lehren, die sollen das, was sie lehren, vor sich selbst rational begründen können. Sonst ist die Gefahr groß, in der Irrationalität zu versumpfen.

Zentrale Glaubensaussagen, wie etwa zur Dreifaltigkeit, stehen nicht wörtlich in der Hl. Schrift, sondern lassen sich nur mit Vernunft, auf Basis von Tradition und Schrift, rational begründen. Insofern ist nüchterne Vernunft das beste Medikament gegen jede Form von Irrationalität und Schwarmgeisterei.

Die Kirche sollte von ihren Lehrern mehr Loyalität verlangen und entschiedener gegen jene vorgehen, die das verweigern. Wer nicht hinter der Kirche steht, sollte nicht lehren dürfen, was er sich selbst zusammen geschustert hat. Es ist absurd, dass Lehrer gegen den dogmatischen Kern der Kirche intrigieren, von der sie sich zugleich bezahlen lassen.


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 hape 23. März 2021 

@chorbisch 1/2

Wenn ich von „jungen Katholiken“ spreche, dann meine ich „gläubige Katholiken“. Das kann man nicht auseinander halten. Katholisch sein kann ich nur, wenn ich an das glaube, was die Kirche lehrt. Sonst bin ich irgendetwas anderes.

Das ist nur bedingt altersabhängig. Der Täufling bei der Kindtaufe hat natürlich noch nicht verstanden, was es bedeutet, katholisch zu sein. Insofern impliziert das „katholisch sein“ ein „katholisch werden“ als ein lebenslanges Wachstum im Glauben.

Wenn ich aber daran denke, dass die Gottesmutter es liebt, gerade Kindern zu erscheinen (Guadeloupe, Fatima, Lourdes), so meine ich, dass Kinder sehr wohl fähig sind, sehr genau zwischen katholisch und nicht katholisch zu unterscheiden.

Mir selbst wurde übrigens früh von protestantischen Mitschülern polemisch und schmerzhaft klar gemacht, was es heißt, katholisch zu sein. Und glauben Sie mir, das war nicht nett von denen gemeint. In seiner theologischen Aussage allerdings, war das glasklar.


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 hape 23. März 2021 

@ChristophRheinDT

"Angesichts dieser Situation IST nur noch die Kirche in der FSSPX vorhanden." – Das wage ich zu bestreiten. Es gibt auch noch die FSSP, die CE und die Passionisten, bei denen die authentische Lehre der Kirche bestens gepflegt und bewahrt wird. Es gibt sicher noch mehr Gruppen, die ich gerade nicht auf dem Monitor habe. Licht und Schatten gibt es überall. Aber ganz so dunkel ist die Lage nicht. Sicher wird die Kirche vom Synodalen Weg gerade vor die Wand gefahren. Ihr Ende ist das aber natürlich nicht. Dafür gibt es schon jetzt viel zu viele junge Triebe des Glaubens, gerade bei jungen Menschen.


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 Diadochus 22. März 2021 
 

Aggiornamento

Herr Winnemöller hat sehr schön das Aggiornamento von Papst Johannes XXIII. skizziert. Die Kirche hat sich geöffnet, ein wenig zu viel des Guten. Erschreckend ist, dass sehr viele Priester und Theologen die Segnung Homosexueller Paare befürworten. Wer sich dem öffnet, bei dem mag ich mir nicht vorstellen, wie das sonstige Glaubensleben aussieht. Das dürfte dem eines Heiden gleichen. Die Sakramente dürften jetzt schon durch Ungläubige gespendet werden.


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 gebsy 22. März 2021 

Gültigkeit

"Wer in den vergangenen 40 Jahren mit Firmbewerbern zu tun hatte, weiß um ein Problem, das in der Einzelfallbetrachtung vielleicht kein Drama sein mag, in der Summe jedoch den Schlüssel zu einem Grundproblem der Kirche in unserem Land in unserer Zeit aufzeigen kann: Es handelt sich bei den erdrückend meisten Firmspendungen um Sakramentenspendung an Ungläubige."
Die Heilige Beichte ist ohne Reue und Vorsatz UNGÜLTIG - warum soll es bei der Firmung anders sein?

www.pfarre-siebenhirten.at/Sakramente/Beichte/


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 ChristophRheinDT 22. März 2021 
 

Das ist schon lange so

Ich möchte nur einmal an das Buch von Msgr. Prof. Dr. Georg may erinnern: "300 Jahre Gläubige & Ungläubige Theologie", S. E. Marcel Lefebrve: "Sie haben IHN entthront!"
Angesichts dieser Situation IST nur noch die Kirche in der FSSPX vorhanden. Die Massenkommunionspendungen beim NOM zu entsprechenden Veranstaltungen mit entsprechenden liturgischen Greueln gibt es schon seit 40 Jahren, ich möchte nur an den Papstbesuch von Johannes Paul II in Deutschland erinnern. Und es ging immer weiter so. An der Liturgie kann man die Intention erkennen und zwar zweifelsfrei. Der Ordo Traditus entlarvt jeden sofort, der NOM ist in sich schon kritisch, da gibt es die Ringbuchmessen etc... Und dann beschwert man sich: "Legem Credendi lex statuat Supplicandi" (Hl. Cyprianus v. Rom)


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 stephanus2 22. März 2021 
 

In einer Kirche in Münster..

..hörte ich leider neulich etwas zur Homosex.-Segnung ! Das TagesEvangelium wurde so ausgelegt, dass die lieblose 100-pro-Gesetzestreue der damaligen Pharisäer, die Jesus kritisiert habe, dass diese lieblose Gesetzestreue heute von der Glaubenskongegration an den Tag gelegt würde und nicht im Sinne Jesu wäre.Und dass man von einer Glaubenskongegration nichts anderes erwarten könne.


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 St. Hildegard 22. März 2021 
 

@Franz Beckmann

Ich werde nicht aufhören, hier Leseempfehlungen abzugeben: Gerard van den Aardweg, "Die Wissenschaft sagt nein - der Betrug der Homo-Ehe".
Vielleicht täte es Ihnen gut, auch mal eine kritische Sicht zu diesem Thema zu betrachten - jenseits des üblichen Geschwurbels von der Schöpfungsvariante, andere Art zu lieben etc.
Und doch, das berührt sehr wohl einen Kern des Glaubens: Hier geht es nämlich um nichts weniger als die vollständige Loslösung von Liebe und Sexualität von der Elternschaft.
In einem anderen Beitrag behaupten Sie zudem, das alles sei längst "gesellschaftlich gesetzt". Auch wenn man diesen Eindruck angesichts zahlreicher Äußerungen haben kann: Hier wäre tatsächlich einmal eine große anonyme Umfrage in der Bevölkerung interessant.
(Anmerkung: Kann sein, dass der Beitrag doppelt erscheint, ich wurde gerade ausgeloggt und habe es nochmals versucht.)


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 si enim fallor, sum 22. März 2021 
 

Verhältnisse im römischen Reich

Die Kirche sollte das Glaube eindeutig verteidigen und nicht der intellektuellen/gesellschaftlichen Moden hinterherlaufen.
Hätte sich die Kirche damals in den ersten Jahrhundert a.D. so verhalten wie sich einige heute Wünschen, hätte sie wahrscheinlich nicht überlebt (gut, das ist zum Teil eine Metapher, weil die Hand Gottes dahinter Stand ).
Aber Tatsache ist, dass die ersten Christen keine Angst vor der geltenden moralischen und vor zeitgeistigen Vorstellungen und Strömungen hatten (denken wir an die Sexualmoral der Römer). Sie haben sie ohne Wenn und Aber nicht akzeptiert.
Und ein Augustinus hat sich damals bei seiner Bekehrung vom sehr stark gewordenen philosophischen Skeptizismus losgelöst, das Züge der heutigen philosophischen Postmoderne hatte).


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 chorbisch 22. März 2021 
 

@ jabberwocky: Zustimmung

Auch ich verliere oft zu schnell die Beherrschung und muss manchmal täglich damit ringen.

Daher verstehe ich auch nicht, warum viele hier so verbissen darauf bestehen, daß Homosexualität nicht in manchen Menschen angelegt sein kann, sondern eine irgendwie aus mehr oder weniger freiem Willen getroffene Entscheidung.

Wenn man sich an der Lehre der Kirche orientiert, ist es "objektiv ungeordnet" und Menschen mit solchen Bedürfnissen sollen keusch leben.
Ist es da nicht egal, woher die Neigung rührt?

Sicher, wenn ein Mensch damit geboren ist, mag es schwerer sein, sich zu beherrschen, aber sonst?


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 si enim fallor, sum 22. März 2021 
 

Das mit dem Reichtum der Kirche und dem moralischen Abfall ist nicht neu.

Das Verhalten manche, wie zum Beispiel die Borgia, ist denke ich zum größten Teil von diesem Hintergrund zu erklären.

Es ist gut wenn die Kirche Vermögen hat und es gut verwaltet, sodass Menschen in Not besser und mehr helfen kann und auch mehr für die Verbreitung des Glaubens machen kann (Schulen, Unis, Missionen, usw.).
Aber das Geld bringt auch viele Versuchungen mit sich und erweckt viele Begehrlichkeiten der verschiedensten Sorten.


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 chorbisch 22. März 2021 
 

@ hape

Zu Ihre Antwort an FranzBeckmann: Ich fürchte, heutzutage sind "junge Katholiken" nicht automatisch "gläubige Katholiken".

Daher mag Herr Beckmann auch recht haben. Da nur noch ein kleiner Teil der offiziell katholischen Menschen wirklich gläubig ist, dürfte das auch für die Jugendlichen gelten,

Was Ihre Aussage, in der Antike seien die Menschen "philosophisch gut drauf" gewesen, denke ich, daß das nur für eine kleine Minderheit zutraf. Und eine Verkündigung, die nur Menschen mit fundierten Kenntnissen in der Philosophie erreicht, ist meiner Meinung nach fehlerhaft, selbst, wenn sie die Lehre unverfälscht verkündet. Denn sie ist dann für die Mehrheit der Menschen unverständlich.


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 lesa 22. März 2021 

Was ist der Mensch?

@FranzBeckmann: Übrigens berührt das Thema sehr wohl den "Kern des Glaubens". Das ist nachzulesen in Eph 5.
"Nur im Geheimnis des fleischgewordenen Wortes klärt sich das Geheimnis des Menschen wahrhaft auf. (Benedikt XVI.)


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 si enim fallor, sum 22. März 2021 
 

Glaube ist entscheidend, nicht Reichtum

Warum sollte ein Problem sein, Kinder von nicht praktizierenden Katholiken zu taufen?
Damit sie eine noch kleinere Möglichkeit haben praktizierende und treue Katholiken zu werden?
Ein Paulus zu sein ist nicht so einfach, sondern unheimlich schwierig. Fast alle Menschen soll geholfen werden dem Weg Gottes zu finden, z.B. indem sie als Kind getauft werden, sonst werden sie noch schwieriger haben, den Weg nach Gott zu finden.

Die Kirche sollte aber das Glaube eindeutig verteidigen und nicht der intellektuellen/gesellschaftlichen Moden hinterherlaufen.

Hätte sich die Kirche damals in den ersten Jahrhundert a.D. so verhalten wie sich einige heute Wünschen, hätte sie wahrscheinlich nicht überlebt (gut, das ist zum Teil eine Metapher, weil die Hand Gottes dahinter Stand ).
Aber Fakt ist, dass die erste Christen keine Angst vor der geltenden moralischen (Sexualverhalten der Römer) und vor zeitgeistigen Vorstellungen und Strömungen hatten (Augustinus hat sich damals bei der Bekehrung vom sehr


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 J. Rückert 22. März 2021 
 

Klimawandel

Es gibt Großwetterlagen, die wie Jet-Streams über uns hinwegbrausen. Möglicherweise beginnt die Erdachse zu kreiseln und das Klima schlägt um. Was ist menschengemacht (sprich menschliche Schuld) und was nicht? Jedenfalls ändert sich unsere Welt jetzt dramatisch und schnell.

Die Säuglingstaufe schützt(e) vor dem „bösen Blick“ und versprach ein Anrecht auf den Himmel.
Die Erstkommunion nährt sich gutteils aus einer Gruppendynamik.
Ein Sakrament wirke einfach. Dem könne man sich nicht entziehen, weshalb der Opa den Enkel mit einem Moped bestach, damit der sich firmen ließe. Die Firmung bezeugte Opas Glauben aus einer vergangenen Zeit.
Die Sakramente sind für viele da, aber nicht für alle; so wenig wie Sakramente vom Flugzeug aus versprüht Segen bringen.
Bewerber müssen sich drängen und dürfen nicht bedrängt werden.


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 dalet 22. März 2021 

Durchgreifen

War es nicht Papst Franziskus, der vor einigen Jahren von allen Priestern eines Landes (welches ist mir leider entfallen) verlangte, eine Loyalitäts-Erklärung zu unterzeichnen?


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 jabberwocky 22. März 2021 

Doch, Herr @Franz Beckmann, es geht „um die Preisgabe jeglicher Anforderungen an ein Leben aus dem G

Der Glaube hat tatsächlich Anforderungen an uns zu stellen, man könnte diese Anforderungen Umkehr nennen, oder Streben nach Heiligkeit. Natürlich ist klar, daß wir alle dies mehr oder weniger schlecht erfüllen. Aber will jemand, der Jesus liebt, es nicht wenigstens versuchen, jeden Tag wieder neu aus der Sünde aufzustehen? Und warum sollen Homosexuelle hier eine Extrawurst bekommen? Weil sie nun mal die Neigung haben und eben so sind? Wissen Sie, ich habe z.B. die schlechte Neigung zum Zorn, ich kann richtig wütend werden. Heißt das jetzt auch, ich bin eben so, und kann mich gehen lassen? In meinem Verständnis von Christentum finde ich genau hier, in meiner ungeordneten Neigung, meine Aufgabe, die ich mit Gottes Hilfe erfüllen kann. Und ja, es ist möglich zu fallen. Dann geht man beichten und versucht es neu. Vielleicht nicht heute und morgen, aber mit der Zeit beginnt sich etwas von innen her zu verändern. Denn fallen ist keine Schande, aber liegenbleiben.


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 hape 22. März 2021 

@FranzBeckmann: extra für Sie recherchiert.

Oliver Maksan: Viele Seelsorger sagen, dass die kirchliche Morallehre jungen Leuten kaum vermittelbar ist, junge Katholiken inbegriffen.

Bernhard Meuser: Wie bitte? Ich mache die gegenteilige Erfahrung. Unter gläubigen jungen Leuten gibt es kein faszinierenderes Thema als die "Theologie des Leibes". … Nun werden sie, [die jungen Leute] die keine Katechese zu Liebe, Ehe und Sexualität erfuhren, die auch nur entfernt den Namen verdient, dafür instrumentalisiert, das abzuschaffen, was sie nicht kennen und das herbeizuführen, was sie schon haben: einen gebrochenen Zustand.

Aus: Moral ist Flankenschutz für die Liebe, einem Interview von Oliver Maksan mit Bernhard Meuser und dessem Buch Freie Liebe. Über neue Sexualmoral und über den Synodalen Weg, Tagespost online 14. Oktober 2020.

www.kath-info.de/freieliebe.html


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 hape 22. März 2021 

[email protected]


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 lesa 22. März 2021 

Toller Vorschlag!

@FranzBeckmann: Ihr Vorschlag ist kaum zu toppen!
"ENtsetzliches und Abscheuliches ist im Land geschehen. Die Propheten weissagen falsch, und die Priester handeln auf eigene Faust, und mein Volk liebt es so: Was aber werdet ihr am Ende von all dem tun?" (Jer 5, 30f)


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 hape 22. März 2021 

Stichwort Apologetik 2/2 - nachgereicht.

„Nehmt, trinkt und esst – das ist mein Fleisch und Blut.“ Ein Heide konnte damals durchaus auf dumme Gedanken kommen, wenn er das hörte. Die Kirche musste also erst lernen, sich zu erklären. So stieß der Verfolgungsdruck die Entwicklung vom Offenbarungs- zum Vernunftglauben an. Allerdings waren die antiken Menschen philosophisch gut drauf. Trotz ihres Götterhimmels kannten sie sich mit Vernunft und Logik bestens aus. Hier konnten die Christen ansetzen.

Ob das heute wiederholbar wäre, weiß ich nicht. Vor den Hintergrund des Erfolges staatlich inszenierter Corona-Panik und eines wild herum twitternden US-Präsidenten bin ich mir nicht sicher, ob der moderne Mensch mit Vernunft überhaupt noch ansprechbar wäre. Von daher erwarte ich eher eine Art von neuer babylonischer Gefangenschaft. Was mich allerdings ungemein tröstet, ist die Gewissheit, dass Gott sein Volk auch in der babyl. Gefangenschaft nicht im Stich ließ. „Gott, der euch beruft, ist treu; er wird es tun.“ (1 Thess 5,24).


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 Henning 22. März 2021 
 

Ich las vor einiger Zeit das Buch "Zur Lage des Glaubens"

Kardinal Ratzinger im Gespräch mit Vittorio Messsori.Schon damals erkannte der Kardinal Ratzinger die Gefahren für die katholische Kirche. Sehr zu empfehlen. Bei Ratzinger las ich auch, dass er als Kind oft gefoppt wurde in der Schule in Glaubensfragen und sich sagte, "Ich muss mehr Glaubenwissen haben, um argumentieren zu können." Das sagte ich auch meinem großen Enkel Noah. Du musst Glaubenswissen haben. Er ist wirklich in einer Gruppe Jugendlicher, wo man sich kontrovers über den Glauben unterhält. Wir kommen nicht umhin, Religion zu Hause zu lehren und gute Messen zu suchen mit guten Predigten. Wir fahren jetzt weit zu den Pius-Brüdern. Welch ein Labsal, diese fundierten Predigten.


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 Mariat 22. März 2021 

Was mir in Anbetracht der Segnung für Homosexuelle standesamtlich verheiratete Paare durch den Kopf

1.) sind diejenigen die diese Segnung eines Priesters wünschen - getauft - oder Ateisten?
Wer fragt danach?
2.) Gibt es Anfragen an die Priester, mit der Bitte um eine Segnung - nach einer standesamtlichen Trauung von Frau und Mann?


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 FranzBeckmann 22. März 2021 
 

Was ist wirklich wichtig?

Peter Winnemöller fragt zu Recht: „Wie viele solcher Fälle gibt es“? Lasst diese eher wenigen Anfragen doch vor Ort von den Priestern entscheiden. In wenigen Jahren wird sich die Lehre unserer Kirche an dieser Stelle geändert haben. Worin liegt der Nutzen, das Thema jetzt nochmal so „hoch zu hängen“ und so viele Priester und Gläubige, die sehen, welche Veränderungen unvermeidbar kommen werden, jetzt noch in den ausdrücklichen Ungehorsam zu treiben?
Hier geht es weder um den Kern des Katholisch-Seins, noch um die Preisgabe jeglicher Anforderungen an ein Leben aus dem Glauben. Wir haben so viel Gutes und durchaus Forderndes zu verkünden.


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 JP2B16 22. März 2021 
 

Sehr geehrtee Herr Winnemöller,

präziser: es wäre SIMULIERTE "Sakramentenspendung durch Ungläubige". Der zwar geweihte Priester aber verliert seine ihm durch die ausgeübte Stellvertretung überantwortete priesterliche Vollmacht, wenn er sich im Stande des Ungehorsams gegenüber dem durch den Hl. Geist verbürgten Lehramt befindet. Man könnte weiter gehen und diesen Ungehorsam als eine Sünde wider den Hl. Geiste erachten, die bekanntlich nicht vergeben wird (Mt 12,31). Zugegeben, er wird auch zu diesem Schritt von einer selbstgerechten Gesellschaft provoziert. Bei der Trauung/Segnung eines homosexuellen Paares passiert genauso nichts "Dauerhaftes" wie bei den Einsetzungsworten beim Abendmahl in den aus der Reformation hervorgegangenen Glaubensgemeinschaften. Die Verbindung wird nicht mal im Augenblick der "Segnung" "gewandelt", d.h. in diesen Bund tritt Gott zu keinem Zeitpunkt hinzu. Eine Segnung homosexueller Paare ist und bleibt deshalb nur großes Tamtam. Homosexuelle Paare sollten sich da nichts selber vormachen.


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 Stephaninus 22. März 2021 
 

Mehr als 2000 Priester gegen Rom

Gemäss Radio Vatikan hätten mehr als 2000 Priester in D und Ö sich gegen Rom gestellt und würden (weiterhin) hs. Partnerschaften segnen. Sollte das stimmen, haben wir eigentlich weitenteils ein Schisma.


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 hape 22. März 2021 

Stichwort Apologetik 1/2

„Unter den wenigen Gläubigen ist nur eine Minderheit bereit und in Lage apologetisch zu argumentieren, wenn die erdrückende Mehrheit sie mit ihrem Unglauben und den zuweilen dramatisch antikirchlichen bis glaubensfeindlichen Einstellungen konfrontiert.“ –

An diesem Gedanken von Winnemöller bin ich hängen geblieben. In der Tat meine ich, dass die westliche Kultur gerade eine flächendeckende Regression ins Heidentum erlebt. Der Synodale Weg in Deutschland mag da die Rolle eines lokalen Brandbeschleunigers haben. Unterm Strich aber ist er wohl nur eine weitere schismatische Kuriosität, wie die Kirche schon so viele erlebt hat. Wo allerdings der christliche Glaube zur Vordertür rausgeht, kommt das Heidentum zur Hintertür rein. Es gibt kein Vakuum. Die Angriffe der Kirchenfeinde tragen vielfach groteske und irrationale Züge. Man könnte versuchen, dem mit Vernunft zu begegnen. So wie es die antiken Christen getan haben, unter den Druck der heidnischen Verfolgungen.


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 Zeitzeuge 22. März 2021 
 

Danke für den Artikel!

Guido Horst vergleicht die neue "Los-von-Rom-
Bewegung", angeführt von kath. Bischöfen und
"Theologen" mit der Reformation = De-Formation
der kath. Glaubens- und Moraldoktrin, s. Link!

Dazu ist anzumerken, daß damals die meisten
deutschen Bischöfe versagten und Papst Leo X.
viel zu schwach und zu spät reagierte, vgl. das
umfangreiche Buch von

Georg May: Die deutschen Bischöfe angesichts
der Glaubensspaltung des 16. Jahr-
hunderts

Auch jetzt befürchte ich wieder eine viel zu
schwache Reaktion aus ROM - wiederholt sich
die Geschichte?

GOTT sei uns gnädig!

www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/aufstand-gegen-rom;art4874,216888


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 golden 22. März 2021 
 

Viel durch wenige

Aber nun gilt auch:
Die Vollmacht des Hl. Geistes, die Gaben des Wortes Gottes und der Sakramente wollen durch die wenigen jedoch echten Gläubigen in die großteils ungläubige Welt hineinwirken, bzw. gebracht werden !!!


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 lesa 22. März 2021 

Das Postulat der Empörung besagt LEERE und Nichtigkeit

Die Überschrift beschreibt die doppete Wurzel der Misere. Der Mensch, das Abbild Gotes begreift sich nicht mehr als aus der Hand Gottes kommend, von ihm erhalten und geführt - UNGLAUBE. Er will sich selbst und die ganze Welt nach seinem Gusto konstruieren. Das "Ihr werdet wie Gott sein, ist ihm zur Lebenshaltung geworden. Er hört gewohnheitsmäßig nur noch auf die Stimme der Schlange "Du wirst wie Gott sein" - Ungehorsam.
Aber: Die sich selbst genügende Welt des neuzeitlichen Autonomismus gibt es nicht; sie ist ein Postulat der Empörung. Was es gibt, ist die durch den Menschen auf Gott bezogene Welt. (Romano Guardini)


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 Chris2 22. März 2021 
 

Wenn Blinde Blinde führen

und selbst die Bergführer der Südpolexpedition höchstens Badelatschen-Erfahrung mit dem Schuttberg am Rande ihrer Stadt haben, muss man sich über Verwerfungen nicht wundern. Wenn Probleme so gravierend sind, dass sie selbst bei Aufbietung aller Kraft irreversibel sind, nennt man das "point of no return". Zum Glück haben wir die Konstante Gott in der Gleichung...


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 Thomasus 22. März 2021 
 

Hl. Schrift

Danke für Ihren Kommentar Herr Winnemöller. Wenn man die meisten Katholiken in seinem Umfeld reden hört, entrüsten sie sich über das Nein von Rom zur Homosexuellensegnung. Von der Lehre der Kirche haben sie keine Ahnung sondern stimmen in den Chor der linken Presse ein. Sie lassen für sich denken.
In den Kirchen hört man in den Predigten wenig bis gar nichts. Man könnte ja anecken. Wo sind die Verteidiger der Katholischen Glaubenslehre?


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 Beda46 22. März 2021 

Herr, wohin sollen wir gehen?

Du hast Worte des ewigen Lebens. (Johannes 6, 68)


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 Totus Tuus 22. März 2021 
 

Sind wir doch ehrlich

Ca. 70% der Hirten im Vatikan und Weltweit sind vom reinen katholischen Glauben abgefallen. Der Pachamama Kult im Vatikan hat das doch offenbart. Die Muttergottes in Akita hat genau das vorher gesagt. Und sie hat uns auch ein Mittel gegeben; den ROSENKRANZ


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 bmw65 22. März 2021 
 

Sakramentenspendung an "Ungläubige"

und überhaupt an "jeden/e*" der kommt -- das ist der
"pastorale - Irr-Weg", der seit Jahrzehnten von "oben" = Bischöfe abgesegnet wird. Wer als Priester bzw. Hauptamtlicher sich meldet - ist schnell abgemeldet !! Rechte Ecke - Der ist zu konservativ...
Ich wundere mich seit Jahrzehnten, daß ich mich nicht mehr wundere - über die Zustände unserer r.k. Kirche in Deutschland --- ich unterzeichne jedes Wort von Peter Winnemöller mit meinem Blut- Bravo !! Das muß in die Vollversammlung und jeder dort muß "winnemöller" auswendig lernen - Gruß und Segen -


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 Frank12 22. März 2021 
 

Zitat :"Praktische Anwendung findet diese Idee in der aktuellen Anregung des Bischofs von Essen, Homosexualität neu zu bewerten..." Neu bewerten ? : Hier zwei sehr ernüchternde Wahrheiten :
1. Homosexuelle Begierde entspricht nicht der ursprünglichen Intension Gottes 2. Unsere verkehrten Begierden bezeugen, dass wir uns von Gott abgewandt haben. Deswege allen zu Erinnerung die meinen, sich über Gottes Wort erheben zu wollen :

Paulus schreibt:

„Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben“ (1Kor 6,9.10).


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