Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  4. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  5. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  6. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  7. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  8. Hostienmangel in Kuba: Kirche in Panama und Puerto Rico senden Hilfe
  9. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  10. Leo XIV: „Die Autorität des Primats liegt bei demjenigen, der zuhört und nur deshalb führt“
  11. Vatikan veröffentlicht Programm der Kardinalsversammlung
  12. WM-Public-Viewing in katholischer KIRCHE - (K)eine gute Idee?
  13. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  14. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  15. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"

"Er hat es begriffen!"

14. April 2021 in Jugend, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Ich staune immer wieder über den Evangelisten Johannes, der von sich selbst sagt, er sei der Jünger, den Jesus liebte. Was ihn ausmacht, ist die Liebe Jesu zu ihm. Er hat es begriffen." Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Kirchgasser


Salzburg (kath.net)

Nach einem sehr segensreichen Osterfest brüte ich immer noch über der Bibelstelle mit der Fußwaschung, die mich dieses Jahr besonders angesprochen hat.  Ich stelle mir die Situation vor, wie Jesus vor mir in die Knie geht und mir die Füße waschen will.

Die Reaktion von Petrus kann ich so gut nachvollziehen. Wie kann ER, der König der Könige, mich waschen, mir dienen? Ich muss doch ihm dienen!

„Jesus sagte zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen.“ (Joh 13,7)

Jesus, was willst du mir sagen? Bitte lass mich begreifen! 


Beim Lesen des Kapitels ist mir aufgefallen, dass ich mich mit Jesus Auftrag, anderen die Füße zu waschen, viel schneller anfreunden kann, als mit dem Gedanken, die Füße gewaschen zu bekommen. Es fällt mir leichter, die Dienende zu sein als die Bediente. Ich fühle mich schuldig, wenn ich nichts gebe, nichts leiste, sondern nur empfange.

Ich habe gelesen, dass zu der damaligen Zeit vor allem Sklaven ihren Herrn die Füße gewaschen haben, Frauen ihren Ehemännern, Kinder ihren Vätern, Schüler ihrem Rabbi. Nie ein König einem Diener.

Jesus stellt das alles auf den Kopf.

Jesus kniet vor mir und gibt mir eine Würde, die ich mir nicht verdienen kann.

Er sagt mir: „Du bist es wert. Ich liebe dich. Lass mich dir dienen.“

Bevor ich Jesu Beispiel folgen und selbst dienen kann, muss ich erst seinen Dienst an mir annehmen. Seine Liebe annehmen. Unverdiente Gnade zulassen.

Ich staune immer wieder über den Evangelisten Johannes, der von sich selbst sagt, er sei der Jünger, den Jesus liebte. Von Jesus geliebt zu sein, ist so sehr zu seiner Identität geworden, dass er keinen anderen Namen mehr braucht. Seine Identität schöpft er nicht aus Leistung, Äußerlichkeiten, seiner Herkunft oder seinen Fähigkeiten. Was ihn ausmacht, ist die Liebe Jesu zu ihm. Er hat es begriffen.

Ich will das auch.

Heute entscheide ich mich, dem Beispiel des Petrus zu folgen und werde still. Ich lasse zu, dass Jesus mich berührt. Ich lasse zu, dass er mir Gutes tut, dass er mich liebt, auch wenn ich es nicht auf dieselbe Weise zurückgeben kann.

Ich folge dem Bespiel des Johannes und weiß, dass ich geliebt bin.

Voll Freude und Dankbarkeit erhebe ich mein Haupt, weil ich die Frau bin, die Jesus liebt.

Ich folge dem Beispiel Jesu und diene, weil es mir nicht um Macht geht, sondern mein Gegenüber  es wert ist.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - HEUTE ANMELDESCHLUSS!
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  4. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  5. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  6. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  7. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  8. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  9. Johannes Laichner neuer "Missio"-Nationaldirektor in Österreich
  10. Ehemalige Hamas-Geisel deckt die Lügen der UN-Sonderberichterstatterin auf!
  11. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  12. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"
  13. Das zweite Konsistorium Leos XIV.
  14. Französische Sportmoderatorin: „Es gibt hunderte Spieler, die dafür töten würden“
  15. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz