Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  14. „Das Ende von Maria 2.0“
  15. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘

Kardinal Marx verzichtet auf das Bundesverdienstkreuz – Reaktion auf Kritik von Missbrauchsopfern

28. April 2021 in Deutschland, 21 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Brief von Kardinal Marx an Bundespräsident Steinmeier zu Verleihung des Bundesverdienstkreuzes: „Meine große Bitte an Sie ist, die Auszeichnung nicht vorzunehmen“


München (kath.net/pem) In einem Brief an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Kardinal Reinhard Marx darum gebeten, die für diesen Freitag, 30. April, angesetzte Auszeichnung mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland nicht vorzunehmen. Zugleich dankte er für die „hohe Ehre der Verleihung“, an der das Staatsoberhaupt „auch in Reaktion auf die öffentliche Kritik wertschätzend und wohlwollend“ festgehalten habe.

„Meine große Bitte an Sie ist, die Auszeichnung nicht vorzunehmen“, heißt es wörtlich in dem Schreiben vom 27. April. „Ich bin überzeugt, dass das mit Rücksicht auf diejenigen, die offensichtlich an der Auszeichnung Anstoß nehmen, und insbesondere mit Rücksicht auf die Betroffenen, der richtige Schritt ist.“ Kardinal Marx erklärte, er wolle damit auch negative Interpretationen verhindern im Blick auf andere Menschen, denen die Auszeichnung zuteil geworden sei. „Selbstverständlich möchte ich auch dem Amt des Bundespräsidenten keinen Schaden zufügen.“


Ihm sei bewusst gewesen, dass die Auszeichnung auch Anlass zur selbstkritischen Betrachtung seines Wirkens und der Arbeit der katholischen Kirche insgesamt sei. „Die Kritik, die nun von Menschen geäußert wird, die von sexuellem Missbrauch im Raum der Kirche betroffen sind, nehme ich sehr ernst, unabhängig von der Richtigkeit der einzelnen Aussagen in Offenen Briefen und in der medialen Öffentlichkeit.“ Im Sinne der Aufarbeitung, der er sich persönlich und als Amtsträger der Kirche verpflichtet habe, „blende ich diese Kritik selbstverständlich nicht aus“.

Der Kardinal äußerte die Hoffnung, dass er mit diesem Schritt vielleicht auch ein Zeichen setzen könne, „dass mir die weitere Aufarbeitung und nach Möglichkeit Heilung im Bereich von sexuellem Missbrauch in Kirche und Gesellschaft ein wichtiges Anliegen bleibt“.

Archivfoto Kardinal Marx (c) Erzbistum München und Freising

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  3. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  4. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  5. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  6. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  7. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  8. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  9. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  10. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  11. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  12. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  13. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  14. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  15. Rom: "Krippe von Bethlehem" zu sehen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz