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Sie wurde von einer Kugel getroffen, die für Johannes Paul II. bestimmt war: Ann Odre

19. Mai 2021 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Papst empfing Ann Odre einige Wochen später und sagte zu ihr: „Es tut mir leid, dass Sie für mich leiden müssen.“


Vatikan (kath.net/pl) Am 13. Mai 1981 stand die US-Amerikanerin Ann Odre auf dem Petersplatz auf einem Stuhl. Sie reckte den Hals, um den Heiligen Vater Johannes Paul II. zu sehen. Sie wollte so sehr sein Gesicht sehen ... Doch dann hörte sie den Knall eines Schusses und fühlte einen Schmerz in ihrer Brust. Sie fiel zu Boden. Ein Blutfleck erschien auf ihrer Bluse. Ruhig bat sie die Leute um Hilfe. Niemand bemerkte, dass sie verletzt war. Die Kugel beschädigte einige innere Organe. Ordre musste sich in nur sechs Monaten vier Operationen unterziehen. Sie hatte Schwierigkeiten beim Atmen. So stellt das Nachrichtenportal „Aleteia“ in seiner polnischen Ausgabe die Vorgänge beim Attentat auf Papst Johannes Paul II. dar. Der Papst hatte das Attentat nur knapp überlebt.


Als der Papst aus dem Krankenhaus entlassen war, empfing er Odre in der Bibliothek des Apostolischen Palastes. Sie wurde im Rollstuhl zu ihm geschoben, begleitet von ihrer Tochter und einem Arzt. Auch der Papst war noch geschwächt. Er sagte: „Es tut mir leid, dass Sie für mich leiden müssen.“ Er fragte nach ihrer Gesundheit. Odre antwortete ihm mit Tränen in den Augen auf Polnisch. Johannes Paul II. reagierte überrascht darüber und wurde dann darüber informiert, dass Odres Mutter genau wie Karol Wojtyła in Wadowice geboren worden war. Ann Odre selbst war am selben Tag und Monat wie Papst Johannes Paul II. geboren worden, drei Jahre nach seiner Geburt.

Das Attentat verband Ann Odre bis zu ihrem eigenen Tod 1997 mit Papst Johannes Paul II. Ihr Enkel beschrieb später, dass seine Großmutter nicht ohne Gott und Gebet habe leben können.

Archivfoto: Papst Johannes Paul II. sinkt von Kugeln getroffen auf dem Papamobil zusammen (c) Osservatore Romano


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