Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  2. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  5. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  6. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  7. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  8. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  9. Die Stunde der Heuchler
  10. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  11. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  12. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  13. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  14. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  15. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"

"Corona hat uns missionarischer gemacht"

7. Juni 2021 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Dies meint Missio-Nationaldirektor, Pater Karl Wallner, bei einer dreitägigen Online-Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke


Wien (kath.net/KAP) "Die Corona-Pandemie hat uns ärmer, aber missionarischer gemacht": Dieses Fazit hat der österreichische Missio-Nationaldirektor P. Karl Wallner nach der jährlichen Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke gezogen. An der Veranstaltung, die coronabedingt von 1. bis 3. Juni digital stattfand, nahmen Missio-Nationaldirektoren aus allen Kontinenten gemeinsam mit dem Präsidenten, Erzbischof Giampietro Dal Toso, den Generalsekretären der vier Päpstlichen Missionswerke und dem Verwaltungsbeauftragen teil.

Die Spenden seien zwar weltweit um bis zu 40 Prozent zurückgegangen, trotzdem habe es missionarische Aufbrüche gegeben, meinte P. Wallner, etwa die verstärkte Nutzung Sozialer Medien sowie die Etablierung neue Missions-Formate. Die Päpstlichen Missionswerke die 2022 u.a. das 200-jährige Jubiläum der Gründung des ersten Missionswerkes feiern, seien der Grund, warum die Kirche heute mehr sei, als eine "kleine europäische Sekte". "Die Missionswerke haben Weltkirche wieder möglich gemacht", so P. Wallner, der im Rahmen der Generalversammlung als einer von sechs Nationaldirektoren - als einziger europäischer Vertreter - referierte. Seit der Gründung und Erhebung der Werke in den Rang eines Päpstlichen Werkes unterstütze Misso mit der Verteilung von Geldern und Förderung von Laien wie Priestern in Ländern des Globalen Südens.


"Das Geld wird dorthin gegeben, wo Kirche es am dringendsten braucht", erläuterte P. Wallner, der Missio Österreich seit 2016 leitet. "In einer globalen Welt braucht ein 'global player', wie die Kirche, auch eine zentrale Umverteilung." Missio übe aber auch einen Dienst an den Ortskirchen aus, betonte Wallner: Es sorge dafür, dass die regionalen Kirchen nicht zu selbstreferenziell werden. "Wir glauben noch immer, dass Europa der Nabel der Welt ist. Zwar haben wir noch immer höhere finanzielle Ressourcen, die Dynamik in der Kirche geht aber von der Kirche im Süden aus, etwa in Südamerika, Papa Neuguinea oder Afrika."

So sei die Kirche im Wachsen, jedoch nicht in Europa, gab P. Wallner zu bedenken. "Die Dynamik der Kirche hat sich eindeutig in den Süden verlagert." Dal Toso: Sinn der Mission neu entdecken Die weltweite Pandemie habe die internationalen Sekretariate dazu gezwungen, neue Arbeitsweisen zu entwickeln sowie mehr Präsenz in Radio, Fernsehen und in den sozialen Medien zu zeigen: Das betonte der Präsident der Päpstlichen Missionswerke, Erzbischof Giampietro Dal Toso, in seinen Grußworten zu Beginn der Generalversammlung. Er ermutigte alle Misso-Stellen "diesen Weg mit Überzeugung fortzusetzen, und die Menschen dort abzuholen, wo sie sind". Auch der Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Kardinal Luis Antonio G. Tagle, sandte ein Grußwort zu Versammlung, wie der römische Nachrichtendienst "Fides" am Freitag berichtete.

Von großem Nutzen für die internationale Missionsarbeit sei auch der Corona-Hilfsfonds gewesen, der letztes Jahr von Papst Franziskus bei den Päpstlichen Missionswerken eingerichtet wurde, betonte Dal Toso. Damit hätte man "mit großer Flexibilität auf eine ernsthafte Notlage des Augenblicks reagieren können". Anlässlich des Wechsels des Generalsekretärs der Päpstlichen Missionsunion (PUM), die Papst Paul VI. als die "Seele" der Päpstlichen Missionswerke bezeichnete, nannte der Erzbischof zwei wichtige Aspekte zur Stärkung der Missionsunion auf lokaler Ebene: die Förderung der theologischen Grundlagen, "ohne die unsere Arbeit Gefahr läuft, ihre Spezifizität zu verlieren", und die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, denn "die Vermittlung des Wissens über die Missionen und die Bildungsarbeit zur Förderung eines missionarischen Bewusstseins ist heute genauso wichtig wie gestern".

Drei Jubiläen 2022 Im kommenden Jahr 2022 feiern die Päpstlichen Missionswerk drei große Jubiläen, zu denen ein viertes hinzukommt: das 400-jährige Jubiläum der Gründung der "Propaganda fide"; das 200-jährige Jubiläum der Gründung des ersten Missionswerkes; das 100-jährige Jubiläum der Erhebung der Werke in den Rang eines Päpstlichen Werkes. Gefeiert wird zudem der 150. Geburtstag des seligen Pater Paolo Manna, Gründer der Päpstlichen Missionsunion. Erwartete werde 2022 auch die Seligsprechung von Pauline Jaricot (1799-1862), der Gründerin des Werkes der Verbreitung des Glaubens und des lebendigen Rosenkranzes, meinte P. Wallner. Als Frau und Laienchristin sei Jaricot eine moderne kirchliche Persönlichkeit, die ihr Engagement ganz praktisch lebte.

Eine Eigenschaft, die sich der österreichische Misso-Leiter auch von anderen Laien erwarten würde: "Die päpstlichen Missionswerke betonen immer wieder, dass Mission nicht von oben, also von Bischöfen oder Priester gelebt werden sollte, sondern dass alle dazu aufgerufen sind, sich missionarisch zu bestätigen - egal ob mit Spenden oder praktischer Hilfe." Und ohne "ein starkes missionarisches Laientum" werde es keinen missionarischen Aufbruch in Europa geben. Die Kirche solle diese Jubiläen darum nutzen, um "über den Sinn der Mission in der heutigen Zeit" nachzudenken, meinte P. Wallner. Die nächste Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke findet im Frühjahr 2022 in Lyon statt, wo Pauline Jaricot geboren wurde und wirkte.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  5. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  6. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  7. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  8. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  9. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  10. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  11. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  12. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  13. Die Stunde der Heuchler
  14. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder
  15. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz