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Erneute starke Papstkritik an Sterbehilfe und Abtreibung („Auftragsmord“) findet wenig Medienecho

3. September 2021 in Prolife, 17 Lesermeinungen
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Mehrere Medien, die von Kirchensteuergeldern profitieren, unterschlagen wertvolle Papst-Worte – Papst: „Drama der europäischen Kultur...Es ist Winter der Demographie bezüglich der Geburten, denn es kommt häufiger zu Abtreibungen“. Von Petra Lorleberg


Vatikan (kath.net/pl) In seinem jüngsten Video hat Papst Franziskus mahnende Worte zur „Wegwerfkultur“ gegenüber dem menschlichen Leben geäußert. Gegenüber dem spanischen Radio „Cope“ warnte er sogar, dass diese Wegwerfkultur, die sich in Abtreibung und Sterbehilfe äußere, „einen starken Einfluss auf eines der Dramen der heutigen europäischen Kultur“ habe. Er erläuterte: „Es ist der Winter der Demographie bezüglich der Geburten, denn es kommt häufiger zu Abtreibungen.“

Nur „Vatican News“ (deutsch) greift dankenswerterweise das Thema in einer Zusammenfassung auf, verzichtet aber leider darauf, das Papstinterview in voller Länge zu übersetzen, während es bsp. „Vatican News“ englisch und italienisch im Wortlaut dokumentieren und die polnische Ausgabe eine sehr ausführliche Zusammenfassung dieser Stelle bringt. Deutschsprachige kirchliche – d.h. konkret: von Kirchensteuergeldern profitierende – Medien reagieren auffallend zurückhaltend auf das Thema. Nicht erwähnt wird es bei den Berichten der deutschen „Katholischen Presseagentur“ (KNA), der österreichischen „kathpress“ (KAP). Ebensowenig finden sich die Worte beim (offiziell nicht offiziellen) Internetauftritt der Deutschen Bischofskonferenz „katholisch.de“. Nicht einmal das Kölner „Domradio“ stuft die Papstworte als berichtenswert ein. Alle aktuell hier genannten Medien profitieren vom deutschen bzw. österreichischen Kirchensteuersystem. In den säkularen Medien findet sich noch weniger Erwähnung dieser Papstgedanken, was u.a. natürlich auch ihrem Fehlen in den kirchlichen Agenturmeldungen zu verdanken ist.


kath.net dokumentiert deshalb diesen Teil des Interviews in voller Länge in eigener Übersetzung – © für die Übersetzung: kath.net

Radio Cope: Eure Heiligkeit, in Spanien wurde Sterbehilfe legalisiert, auf der Grundlage dessen, was man das „Recht auf einen würdigen Tod“ nennt. Aber das ist ein falscher Syllogismus, denn die Kirche verteidigt nicht das fleischgewordene Leiden, sondern die Würde bis zum Ende. Wie weit hat der Mensch wirkliche Macht über sein Leben? Was glaubt der Papst?

Papst Franziskus: Positionieren wir uns. Wir leben in einer Wegwerfkultur. Was nutzlos ist, wird verworfen. Alte Menschen sind Wegwerfmaterial: Sie stören. Nicht alle, aber im kollektiven Unbewussten der Wegwerfkultur die Alten... auch die todkranken; ebenso die ungewollten Kinder, und man schickt sie vor ihrer Geburt an den Absender zurück... Mit anderen Worten, es gibt diese Art von Kultur.

Dann schauen wir uns die Peripherien an, denken wir zum Beispiel an die großen asiatischen Peripherien, um weit weg zu gehen und nicht zu denken, dass wir nur über Dinge von hier reden. Ganze Völker werden weggeworfen. Denken Sie an die ausrangierten Rohingyas, Nomaden auf der ganzen Welt. Diese Ärmsten! Mit anderen Worten, sie werden weggeworfen. Sie funktionieren nicht, sie passen nicht, sie sind nicht gut.

Diese Wegwerfkultur hat uns geprägt. Und sie kennzeichnet Jung und Alt. Sie hat einen starken Einfluss auf eines der Dramen der heutigen europäischen Kultur. In Italien liegt das Durchschnittsalter bei 47 Jahren. In Spanien, meine ich, sogar noch höher. Das heißt, die Pyramide wurde umgedreht. Es ist der Winter der Demographie bezüglich der Geburten, denn es kommt häufiger zu Abtreibungen. Die demografische Kultur leidet, weil wir auf den Gewinn schauen. Man schaut nach vorne ... und verwendet manchmal den Gedanken des Mitgefühls: „Dieser Mensch möge nicht leiden im Falle von...“ Die Kirche bittet [aber] darum, den Menschen zu helfen, in Würde zu sterben. Dies hat sie immer getan.

Und was den Fall der Abtreibung betrifft, möchte ich nicht diskutieren, ob es bis hierher möglich ist oder ob es bis dahin nicht möglich ist, aber ich sage Folgendes: Jedes Embryologiehandbuch, das einem Medizinstudenten in der medizinischen Fakultät in die Hand gegeben wird, stellt fest, dass in der dritten Woche der Empfängnis, manchmal bevor die Mutter bemerkt [dass sie schwanger ist], alle Organe im Embryo bereits angelegt sind, sogar die DNA. Es ist ein Leben. Ein Menschenleben. Manche sagen: „Es ist keine Person.“ Es ist ein Menschenleben! Angesichts eines Menschenlebens stelle ich mir also zwei Fragen: Ist es erlaubt, ein Menschenleben zu eliminieren, um ein Problem zu lösen, ist es fair, ein Menschenleben zu eliminieren, um ein Problem zu lösen? Zweite Frage: Ist es fair, einen angeheuerten Killer einzustellen, um ein Problem zu lösen? Und mit diesen beiden Fragen [im Hinterkopf, was sagen wir zu] den Fällen der Eliminierung von Menschen – auf der einen oder anderen Seite – weil sie eine Belastung für die Gesellschaft darstellen?

Ich möchte an etwas erinnern, das man uns zu Hause erzählt hat. Von einer sehr guten Familie mit mehreren Kindern und dem Großvater, der bei ihnen lebte, aber der Großvater wurde alt und begann am Tisch zu sabbern. Dann konnte der Vater keine Leute einladen, weil er sich für seinen Vater schämte. Also überlegte er, einen schönen Tisch in der Küche zu decken und erklärte der Familie, dass Opa ab dem nächsten Tag in der Küche essen würde, damit sie Leute einladen könnten. Und so geschah es. Eine Woche später kommt er nach Hause und findet seinen kleinen Sohn, 8 oder 9 Jahre alt, eines der Kinder, der mit Holz, Nägeln, Hämmern spielt und sagt: „Was machst du da?“ „Ich baue einen kleinen Tisch, Papa.“ „Wofür?“ „Für dich, wenn du alt bist.“ Mit anderen Worten, was beim Wegwerfen gesät wird, wird später geerntet.

Papst Franziskus bestätigt mit diesen Worten erneut, dass er als großer ProLife-Papst einzustufen ist. Unermüdlich thematisiert er das Thema "Lebensschutz" und spart dabei nicht mit deutlichen Mahnungen und Wertungen.

Vatikan-Video/Amoris Laetitiae: Papst ermutigt zu Elternschaft und Adoption - Love brightens the world´s darkness (italien. mit engl. Untertiteln)

 

 

Mehr dazu auf kathtube:


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Lesermeinungen

 cooperatorveritatis 5. September 2021 
 

Auch beim Lebensschutz nicht durchgängig kohärent!

Durchgängig klar sind die Aussagen und Entscheidungen von PF zum Thema Lebensschutz aber auch nicht. So kann ich mich erinnern, dass es ziemlich zu Beginn seines Pontifikates ein Interview gab (es könnte sogar das erste mit Scalfari gewesen sein), wo er bei dem Thema "kurzen Prozess" gemacht hat und nur sagte, dass man die hinlänglich bekannten kirchlichen Positionen nun auch nicht jedesmal wieder breit ausführen muss, was auf ein gewisses Des-interesse an der Thematik schließen ließ.

Dann die strukturellen Veränderungen bei der päpstliche Akademie für das Leben und beim Institut Johannes Paul II für Studien zu Ehe und Familie - beide verbunden mit einer jeweils grundlegenden inhaltlichen Neuausrichtung. Weiterhin die Begrüßung und lobende Erwähnung von übelsten Abtreibungsaktivisten. Also vollständig kohärent sind seine Aussagen hier leider auch nicht.


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 cooperatorveritatis 5. September 2021 
 

Auch beim Lebensschutz nicht durchgängig kohärent

Durchgängig klar sind die Aussagen und Entscheidungen von PF zum Thema Lebensschutz aber auch nicht. So kann ich mich erinnern, dass es ziemlich zu Beginn seines Pontifikates ein Interview gab (es könnte sogar das erste mit Scalfari gewesen sein), wo er bei dem Thema "kurzen Prozess" gemacht hat und nur sagte, dass man die hinlänglich bekannten kirchlichen Positionen nun auch nicht jedesmal wieder breit ausführen muss, was auf ein gewisses Des-interesse an der Thematik schließen ließ.

Dann die strukturellen Veränderungen bei der päpstliche Akademie für das Leben und beim Institut Johannes Paul II für Studien zu Ehe und Familie - beide verbunden mit einer jeweils grundlegenden inhaltlichen Neuausrichtung. Weiterhin die Begrüßung und lobende Erwähnung von übelsten Abtreibungsaktivisten. Also vollständig kohärent sind seine Aussagen hier leider auch nicht.


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 Benno Faessler-Good 5. September 2021 
 

Für mich persönlich gehören "Impfung und Co." auch zum Schutz des Lebens

Als meine Mutter im Alters- und Pflegeheim eines katholischen Ordens eine neue Heimat fand, war die regelmässige Grippe-Impfung für mich Selbstverständlich!

Der Besuch am Sonntag, der gemeinsame Besuch der Heiligen Messe und danach das Mittagessen im schönen Restaurant des Heims, mit schönem Ausblick auf die Heimat-Pfarrekirche, war keine Pflicht, sondern eine Freude.

Fast 10 Jahre lebte meine Mutter in diesem Heim, ihrere neuen Heimat, sehr, sehr lange war sie sehr selbständig. Das Zimmer befand sich fast über der Kapelle im Untergeschoss.

Als sie die Heilige Messe nicht mehr besuchen konnte, erfolgt die Reichung der Kommunion im Zimmer. Ich bin den Brüdern dieses Ordens zu Dank verpflichtet.

Ich bin jetzt zweimal geimpft. Ich weiss, eine Impfung ist keine 100 % Sicherheit gegen eine Erkrankung.

Gegen Starrkrampf und gegen Zecken bin ich auch geimpft.


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 Chris2 5. September 2021 
 

Katholische Lückenpresse gibt es eben auch

Lügen sind leicht zu entlarven. Eime verschwiegene Meldung kann man dagegen kaum einklagen, ebensowenig wie einen bewusst weggelassenen Aspekt, der die Realität für den Leser womöglich um 180 Grad verbiegt. Klassiker sind Formulierungen à la "am Rande einer Kundgebung von Coronakritikern kam es zu Angriffen und Festnahmen". Dass die Angreifer meistens Linksextremisten waren, ließ man einfach weg. Etwa, als sich im Frühjahr die Antifa am Abend nach einer Kundgebung in Berlin Straßenschlachten mit der Polizei lieferte. In den meisten Medien kamen nur Formulierungen wie "nach einer Kundgebung von Coronakritikern" vor. Das ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten...


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 girsberg74 4. September 2021 
 

Ein eventueller Hinweis auf den Film „Shadowlands“

@physicus „Lewis“

Dieser Film (1993) mit Anthony Hopkins und Debra Winger– ein Film halt, für die Bedürfnisse des Publikums etwas eingerichtet – war mir Anlass, mich ausführlicher mit der Biographie von C. S. Lewis und Joy Gresham zu befassen.


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 physicus 4. September 2021 
 

Lewis

@girsberg74: Ich nehme Ihren Hinweis zum Anlass, das Buch „Dienstanweisung für einen Unterteufel“ zu bestellen. Das kenne ich noch nicht, sein Buch "Pardon ich bin Christ" fand ich großartig. Nun freue ich mich auf die Lektüre.

Einen gesegneten Sonntag!


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 girsberg74 4. September 2021 
 

@physicus „@girsberg74 – Guten Morgen!“

Danke!

Den Bösen habe ich auch im Programm, das nehme ich bei PF gerne wahr, meist spreche ich vom „Verwirrer“, stelle bei Ihrem Post aber fest, dass ich diesen in Bezug auf Sünde und Buße bisher nicht so scharf im Blick hatte; ich nehme diesen aber als Person, nicht wie viele moderne Theologen als ein namenloses Böses, das sich unpersönlich ereignet.

(Seit fast sechzig Jahren in meiner Hand und als Taschenbuch inzwischen ohne Ohren: „Dienstanweisung für einen Unterteufel“ von C. S. Lewis.)


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 physicus 4. September 2021 
 

@girsberg74 – Guten Morgen!

Inhaltlich stimmen wir da überein, das ist wesentlich. Und genau, manche „kirchliche“ Medien und Offiziöse benutzen Unklarheiten für ihre Zwecke und blenden Klarheiten aus, wenn sie ihnen ungelegen sind.

Meine Anmerkung war in gewisser Weise „kommunikationstaktischer“ Natur. Die Wucht guter Worte des Papstes soll man m.E. eher verstärken. Ich fürchte, wenn wir sie stattdessen mit Verweis auf die existierenden Unklarheiten abschwächen, spielt das jenen Medien und Leuten eher in die Hände, und sie fahren unbeirrt fort mit einseitiger Instrumentalisierung und Beanspruchung einer „Deutungshoheit“.

Ein Beispiel war kürzlich die Papst-Äußerung zum syn. Weg, die (mal wieder) in ziemlichem Kontrast zur offiziösen DBK-Darstellung steht.

Ein anderes Beispiel betrifft Äußerungen des Papstes zum Thema Teufel und dem Bösen. Das passt den Arrivierten nicht so ins Konzept (könnte z.B. ja mit Versuchung, Sünde, Buße zu tun haben) und wird eher peinlich verschwiegen.

@lakota: Danke und Gruss!


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 Hadrianus Antonius 4. September 2021 
 

@Cistercium Inkohärenzen und Misericordina

Sie sind unredlich und tun mir unrecht.
Frau Lorleberg hat in diesem Artikel eine Frage gestellt (Warum berichten...) und ich habe, an Hand meines Archivs und des offensichtlich total vergessenen Büchleins von JB, dieses Interview in seinem hermeneutischen Kontext und- PF lobte scon mehrmals sehr laut die Kohärenz- die Kontradiktionen und das Auseinanderklaffen von Worten und Taten angezeigt.
"Die Scheinheiligkeit der Pharisäer" ein altbekannter Topos bei und durch PF.
Und was ichUnserem Herrn sagen werde? nun, das was der centurio mit seinem kranken Sklave sagte; und hoffen auf die Fürsprache der BMV, die ich bei schlimmster blasphemischer Beleidigung durch einen Ungehobelten sofort verteidigt habe...


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 girsberg74 3. September 2021 
 

@physicus an @girsberg74 wegen Lebensschutz

Danke, dass Sie meine Aussagen bezüglich Unklarheiten von PF nachvollziehen können. Bezüglich Lebensschutz sollten Sie sich bei mir keine Sorgen machen, überhaupt keine. Meine Haltung und mein Engagement sind so, wie sie von PF vertreten werden – und von allen Päpsten gelehrt worden sind.

Mein Problem ist schon zu hundert Prozent beschrieben, wenn ich nur an seine Haltung bezüglich der „Dubia“ erinnere; andere wichtige Dinge schon gar nicht mehr erwähnt.

Fazit: Ich kann mit einem Menschen (einer „Autorität“) nicht „wirtschaften“, der mir durch seine Unklarheit / Unschärfe jede Argumentation zugrunde richten kann.

Möglicherweise ist ein Solches die Angel, dass auch „kirchliche“ (kirchliche unterhaltene) Medien nur das weitertragen, was in das je eigene Konzept passt, in die eigene Karte für den Synodalen Weg.

NB: In Fragen des Lebensschutzes berufe ich mich nie auf PF.


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 Chris2 3. September 2021 
 

Hervorragend. Vergelt's Gott dafür

Aber offenbar sind diese glasklaren Papstworte selbst für manche katholisch finanzierten Medien wie das Domradio nur "von regionaler Bedeutung" (die ARD und ihre Volontäre lassen grüßen)...


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 lakota 3. September 2021 
 

@physicus

Danke, genau so sehe ich das auch.
Ich habe große Probleme mit P.Franziskus und mein Vertrauen in ihn ist sehr klein.

Aber was das Thema Abtreibung angeht, spricht er immer sehr deutlich und dafür bin ich ihm dankbar!


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 physicus 3. September 2021 
 

@girsberg74

Ich kann nachvollziehen, wenn Sie sagen, dass Äußerungen von PF "unklar" bzw. "heute so und morgen so" sein können. Beim Thema Abtreibung (bzw. Lebensschutz) sind seine Äußerungen aber m.E. sehr klar und beständig. (Teils überraschend klar: Man stelle sich vor, Bischof Bätzing würde den Begriff des "Auftragskillers" benutzen.)

Da würde ich also differenzieren. Die guten, klaren Aussagen sollte man dankend annehmen und verstärken. Die unklaren ggf. im katholischen Lichte und mit einer Haltung des Respekts betrachten.

Wenn wir die guten Aussagen mit Verweis auf die teils unklaren "wegwischen", ist niemandem gedient, fürchte ich.


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 girsberg74 3. September 2021 
 

Wer nimmt ihn wirklich ernst?

@Cistercium „Hadrianus Antonius“

Gegen Ihre Ermahnungen ist nichts zu sagen, überhaupt nicht. Das Problem liegt in der Person, sehe ich jedenfalls so.

Während unter JP II. hier in O. bei höheren Kleriker man sich gerne einen Spass erlaubte und von den „Drei El“ (3 L) sprach, - Lesen , Lachen, Lochen -, wenn JP II etwas für die Weltkirche geschrieben hatte, was in Deutschland nicht so gängig war, so konnte man (ich) JP II immer verteidigen; und ich habe ihn verteidigt, auch gegen „Freunde“!

Bei PF ist es so, dass er in vielen Äußerungen nicht klar ist beziehungsweise heute so und morgen wieder etwas anders, wenn nicht gleich die Lehre dagegen war / ist. Oder er hat sich gar nicht geäußert wie bei den „Dubia“.

Wenn ich vor Tagen lese, dass ein Poster auf kath.net PF Führungsstärke bescheinigt, so fallen mir nur die „Dubia“ ein.

Führungsstark, so meine Wahrnehmung, zeigt er sich gegenüber denen, die von ihm abhängig sind.

Wen werde ich aus Überzeugung verteidigen?


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 physicus 3. September 2021 
 

Dank an kath.net

Zum einen für die Wiedergabe der klaren und guten Worte des Papstes. Zum anderen für den Hinweis auf das klare Defizit bei offiziösen katholischen Medien. Wenn bei diesen Medien "katholische Journalisten" arbeiten, die nicht auf dem Boden der katholischen Kirche stehen und/oder ihre journalistischen Pflicht verletzen und Papstaussagen filtern, sind sie fehl am Platz.

Wichtig ist auch die Positionierung der Bischöfe. Da gibt es eine gute Chance beim Marsch für das Leben, eine Woche vor der Bundestagswahl.


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 Cistercium 3. September 2021 
 

Hadrianus Antonius

Im Evangelium mahnt Jesus: Mit dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden. Für viele ist Papst Franziskus einfach schlecht und basta. Er kann noch so viel Gutes sagen oder anstoßen, das zählt alles nicht. Was würden Sie sagen, wenn Sie dem HERRN einmal gegenüberstehen und Er sieht nur Ihre schlechten Seiten? Meinen Sie, dass Sie so vor Gott bestehen könnten?


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 Hadrianus Antonius 3. September 2021 
 

Typisch ;-)

In seinem einzigen Buch "Sobre le cielo y la terra" (Ed. Laffont, 2013, S.100-104) sagt Abraham Skorka viel und Bergoglio wenig, und auch nichts weniger dann in diesem Interview.
Was die Abtreibung betrifft, fällt direkt auf daß PF nie ein Wort über die Abtreibungskatastrophe in den USA gesagt hat, wo sehr gut dokumentiert und hervorragend medial präsent die ungeborene schwarze Babies faktisch einem Ethnozid zum Opfer fallen. LifeSiteNews berichtet ausführlich und PF's Schützling Cupich spielt da eine sehr unrühmliche Rolle.
Daß die moderne "kichliche" Medien hier nichts publizieren, ist ut verständlich .
"Sabbernde Alte" ("Krankenkassenkosten" cfr. 2013) und Stammtischparolen (die Fertilitätsrate und die Jugend spielte im Peronismus eine sehr große Rolle) vom jetzigen Pontifex M. muß man nicht unbedingt publizieren ;-)


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