Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst übt schwere Kritik am deutsch-synodalen Weg und spricht von 'schädlicher Ideologie!
  2. Weitere Einschränkungen für die Alte Messe geplant?
  3. Rom sagt Nein zum "Synodalen Rat" in Deutschland
  4. Kritik von Kardinal Müller
  5. Papst Franziskus: „Homosexuell zu sein ist kein Verbrechen. Aber ja, es ist eine Sünde“
  6. 'Welt' an Bischof Bätzing: Warum haben Sie die Gläubigen in Deutschland so lange getäuscht?
  7. Papst über sein Amt: "Diese Arbeit ist nicht leicht"
  8. Sin is no love – Sünde ist keine Liebe!
  9. Trotzige Reaktion aus Magdeburg - Feige möchte einen "Synodalen Rat" einsetzen
  10. Die neue Limburger Sexualmoral
  11. Zeitung: Kardinaldekan gegen Deutschen Wilmer als Glaubenspräfekt
  12. Keine Geschwindigkeitsbeschränkung auf und neben dem Synodalen Weg
  13. Sendungsfeier im Bistum Chur und der Unterschied zwischen gemeinsamem und Weihepriestertum
  14. Hauptursache für den Rücktritt Benedikts war seine Schlaflosigkeit gewesen
  15. Eine kaum noch "nachvollziehbare Methode" von Bätzing

Irak: Erzbischof befürchtet „schwerwiegende Folgen“

25. September 2021 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach dem Taliban-Sieg in Afghanistan ist die Bedrohung für Christen auch im Irak stark angestiegen.


Kabul (kath.net/ KiN)

Nachdem die Taliban in Afghanistan die Macht übernommen haben, sei auch im Irak die Bedrohung durch Anhänger des „Islamischen Staates“ (IS) und andere Terroreinheiten erneut gestiegen. Diese Auffassung vertrat der chaldäisch-katholische Erzbischof von Erbil im Nordirak, Bashar Warda, im Gespräch mit dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“. Der Sieg der Taliban könne „äußerst schwerwiegende Auswirkungen auf den Irak haben“, befürchtete der Erzbischof.

Warda ist ein langjähriger Projektpartner des Hilfswerks. In seiner Diözese im kurdischen Teil des Irak hat er nach der Eroberung der Ninive-Ebene durch den IS im Jahr 2014 über Hunderttausend Christen aufgenommen und versorgt. Die Extremisten seien nach wie vor im Land aktiv, warnte Warda: „Sie leben im Untergrund und sind immer noch in der Lage, Unheil anzurichten.“ Noch besorgniserregender sei, „dass die Geisteshaltung des IS im Irak und in Syrien in Teilen der Bevölkerung immer noch vorhanden ist. Das ist eine ständige Sorge.“


 

„Instabilität kann zu neuer Verfolgung führen“

Zur Ankündigung von US-Präsident Joe Biden, den Kampfeinsatz der Vereinigten Staaten im Irak bis Ende 2021 zu beenden, erklärte Warda, dass sich eine mögliche Verschlechterung der Sicherheitslage negativ auf religiöse Minderheiten wie die Christen auswirken werde. „Unsere Geschichte hat uns gelehrt, dass in Zeiten der Instabilität die Minderheiten zuerst leiden.“ Es bestehe die Sorge, dass die Veränderung des US-Militäreinsatzes eine „weitere Verfolgung der religiösen Minderheiten“ nach sich ziehen könne, betonte der Erzbischof.

Trotz aller Sorge angesichts der aktuellen Entwicklungen gebe es aber auch Grund zur Hoffnung. Dies sei vor allem dem Besuch von Papst Franziskus im März zu verdanken, erklärte Warda: „Wir Christen sind nur noch eine kleine Gruppe, aber wir tun standhaft unser Bestes, um zu zeigen, dass wir ein wichtiger Teil dieses Landes sind. Der Besuch des Heiligen Vaters hat unseren Mitbürgern gezeigt, welchen positiven Einfluss die christliche Gemeinschaft im Irak hat. Ich hoffe, dass unsere Gemeinschaft hier mit der Zeit nicht nur überleben, sondern auch gedeihen und wieder wachsen kann.“

 

Unterstützen Sie das Überleben und den Wiederaufbau der christlichen Gemeinden im Irak mit Ihrer Spende – entweder online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München
IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Irak

 

Foto: Ein Mann sitzt in Karakosch (Baghdeda) in seinem nach wie vor zerstörten Haus. © Kirche in Not/F. Essa


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Afghanistan

  1. Papst trifft christliche Flüchtlingsfamilien aus Afghanistan
  2. Afghanistan: Gezielte Suche nach Christen
  3. Afghanistan: „Großer Rückschlag für die Menschenrechte“
  4. Letzter katholischer Priester in Afghanistan ist ein Italiener
  5. Einzige katholische Kirche in Afghanistan geschlossen

Christenverfolgung

  1. Indien: Kritik an Behörden wegen anhaltender Gewalt gegen Christen
  2. "Wenn die Demokraten die Macht haben, schauen sie bei der Ermordung der Christen in Nigeria weg"
  3. Iran: Für eine Verhaftung reicht es ein Christ zu sein
  4. "Kirche in Not": Mord an Priestern auch in "katholischen Ländern"
  5. 100 Tote bei Islamisten-Angriff auf katholische Kirche im Süden Nigerias

Irak

  1. Irakischer Erzbischof: Leben in Mosul normalisiert sich
  2. Irak: Kirche würdigt muslimische Rettungsaktion von Christinnen
  3. Kardinal: Wiederaufbau des Irak braucht "Kultur des Respekts"
  4. „Kirche in Not“ startet neues Großprojekt im Irak
  5. Bagdad von Sicherheitskräften abgeriegelt






Top-15

meist-gelesen

  1. Kritik von Kardinal Müller
  2. Rom sagt Nein zum "Synodalen Rat" in Deutschland
  3. Papst übt schwere Kritik am deutsch-synodalen Weg und spricht von 'schädlicher Ideologie!
  4. 'Welt' an Bischof Bätzing: Warum haben Sie die Gläubigen in Deutschland so lange getäuscht?
  5. Zeitung: Kardinaldekan gegen Deutschen Wilmer als Glaubenspräfekt
  6. Sin is no love – Sünde ist keine Liebe!
  7. Klarstellung von Kard. Müller: „Papst Franziskus hat das genannte Buch mit großem Interesse gelesen“
  8. Hauptursache für den Rücktritt Benedikts war seine Schlaflosigkeit gewesen
  9. Die neue Limburger Sexualmoral
  10. Papst über sein Amt: "Diese Arbeit ist nicht leicht"
  11. Weitere Einschränkungen für die Alte Messe geplant?
  12. Kardinal Zen: „Bei Traditionis Custodes stimme ich Erzbischof Gänswein zu“
  13. Kardinal Woelki gewinnt erneut gegen BILD vor Gericht
  14. Keine Geschwindigkeitsbeschränkung auf und neben dem Synodalen Weg
  15. Trotzige Reaktion aus Magdeburg - Feige möchte einen "Synodalen Rat" einsetzen

© 2023 kath.net | Impressum | Datenschutz