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Impfung: Weihbischof Turnovszky warnt vor Spaltung der Gesellschaft

9. Oktober 2021 in Österreich, keine Lesermeinung
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Wiener Weihbischof meint in NÖN-Kommentar: Sorgen ablehnender Menschen ernst nehmen, aber kein Grund, in Impf-Frage Medizinern und politisch Verantwortlichen nicht zu vertrauen


Wien  (kath.net/KAP) Der Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky hat eindringlich vor einer weiteren Polarisierung der Gesellschaft durch die Debatte über die Corona-Schutzimpfung gewarnt. "Wir sollen alles unternehmen, um eine tiefere Spaltung der Gesellschaft zu verhindern, und daher unermüdlich Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Einstellung bauen", mahnte Turnovszky in seinem Kommentar in der aktuellen Ausgabe der Niederösterreichischen Nachrichten. Als Kirchenvertreter biete er an, "wenn gewünscht, dafür eine Gesprächsbasis zur Verfügung zu stellen". Er selbst sei geimpft, so der Bischof. Nachsatz: "Und ich bin dankbar dafür." Er empfehle jedem Priester, Diakon und Pastoralassistenten oder jeder Pastoralassistentin die Impfung ausdrücklich, weil diese Personengruppen mit vielen Menschen in Kontakt stünden. Als Theologe könne er jedoch die Wirksamkeit der Impfung im Kampf gegen die Pandemie nicht beurteilen.


Er habe sich daher entschlossen, "sowohl Medizinern zu vertrauen als auch den politisch Verantwortlichen. Weil sie alle sich in der Materie besser auskennen als ich. Ich sehe keinen Grund, warum ich nicht vertrauen sollte. Mein ganzes Leben basiert auf Vertrauen gegenüber anderen Menschen." Kritiker hätten hingegen kein Vertrauen gegenüber der Impfung. Er halte aber Druck für keine geeignete Methode, Vertrauen zu stärken, "eher wird man damit Misstrauen festigen sowie Spannungen, Aggressionen und Widerstand hervorrufen", so der Bischof.

Er plädiere deshalb dafür, "die Sorgen ablehnender Menschen ernst zu nehmen, sie anzuhören und sich mit ihren Befürchtungen auseinanderzusetzen". Verständnis, Vertrauen und Zusammenhalt seien in einer Gesellschaft kostbare Güter. "Ihr Fehlen ist mindestens so gefährlich wie das Coronavirus selbst, weil damit Solidarität schwindet, ohne die wir nicht leben können", so der Wiener Weihbischof.

 

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