Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  8. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  9. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  12. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  13. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete

"Sie töten Neapel!"

17. Oktober 2021 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Italienischer Erzbischof schlägt Alarm gegen Camorra.


Rom (kath.net/ KAP)

Angesichts eines eskalierenden Bandenkriegs in Neapel hat der Erzbischof der süditalienischen Stadt eine Alarmbotschaft veröffentlicht. "Sie töten Neapel!", schrieb Domenico Battaglia am Dienstag auf der Diözesanwebsite. Die "Blutspur", die in den vergangenen Tagen durch mehrere Straßen und Viertel gezogen worden sei, könne niemanden gleichgültig lassen. Alle gesellschaftlichen Kräfte, gleich welcher Religion, müssten dringend etwas gegen die ausufernde Gewalt unternehmen. Keinesfalls dürfe man resigniert abwarten und "Neapel beim Sterben zusehen".


Die Camorra und die Unterwelt seien dabei, die Stadt mit unmenschlicher Grausamkeit zu vernichten, so der Erzbischof in seinem emotionalen Appell. Wer weiter so tue, als sei nichts geschehen, der trage zum Untergang bei. Stattdessen sei es an der Zeit, vom "kalten Individualismus" zu einem neuen Gemeinschaftssinn überzugehen. Nur so könne die Region wiederaufleben.

Battaglia wandte sich direkt "an die Männer der Camorra, an die Korrupten und Komplizen des organisierten Verbrechens". Er forderte sie auf: "Verhaltet Euch wieder wie Menschen! Kehrt um!" Als Erzbischof Neapels sei er bereit, die "Schritte der Umkehr" all jener zu begleiten, die auf ihr Gewissen hören wollten. Es sei nicht zu spät, die Waffen niederzulegen und sich auf den Weg der Gerechtigkeit zu begeben. Er werde in den kommenden Tagen mehrere Initiativen ins Leben rufen, um mit den verschiedenen Vertretern der Zivilgesellschaft ins Gespräch zu kommen, kündigte Battaglia an.

In den vergangenen Wochen war es in Neapel zu blutigen Auseinandersetzungen rivalisierender Camorra-Clans gekommen. Die Polizei verzeichnete rund ein Dutzend Überfälle und Sprengstoffattentate, vor allem im Stadtteil Ponticelli. Mehrere Menschen kamen ums Leben. Zuletzt traf es einen 23-Jährigen, der mit sieben Pistolenschüssen aus nächster Nähe getötet wurde.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober
  4. Muslimische Organisation: ‚In 45 Jahren wird Frankreich wieder katholisch‘
  5. Frankreichs neue „Generation Leo“: Warum die Jugend plötzlich wieder zum Papst strömt
  6. „Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ (Psalm 91)
  7. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  8. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  9. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  10. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  11. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  12. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  13. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  14. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  15. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz