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"Sie töten Neapel!"

17. Oktober 2021 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Italienischer Erzbischof schlägt Alarm gegen Camorra.


Rom (kath.net/ KAP)

Angesichts eines eskalierenden Bandenkriegs in Neapel hat der Erzbischof der süditalienischen Stadt eine Alarmbotschaft veröffentlicht. "Sie töten Neapel!", schrieb Domenico Battaglia am Dienstag auf der Diözesanwebsite. Die "Blutspur", die in den vergangenen Tagen durch mehrere Straßen und Viertel gezogen worden sei, könne niemanden gleichgültig lassen. Alle gesellschaftlichen Kräfte, gleich welcher Religion, müssten dringend etwas gegen die ausufernde Gewalt unternehmen. Keinesfalls dürfe man resigniert abwarten und "Neapel beim Sterben zusehen".


Die Camorra und die Unterwelt seien dabei, die Stadt mit unmenschlicher Grausamkeit zu vernichten, so der Erzbischof in seinem emotionalen Appell. Wer weiter so tue, als sei nichts geschehen, der trage zum Untergang bei. Stattdessen sei es an der Zeit, vom "kalten Individualismus" zu einem neuen Gemeinschaftssinn überzugehen. Nur so könne die Region wiederaufleben.

Battaglia wandte sich direkt "an die Männer der Camorra, an die Korrupten und Komplizen des organisierten Verbrechens". Er forderte sie auf: "Verhaltet Euch wieder wie Menschen! Kehrt um!" Als Erzbischof Neapels sei er bereit, die "Schritte der Umkehr" all jener zu begleiten, die auf ihr Gewissen hören wollten. Es sei nicht zu spät, die Waffen niederzulegen und sich auf den Weg der Gerechtigkeit zu begeben. Er werde in den kommenden Tagen mehrere Initiativen ins Leben rufen, um mit den verschiedenen Vertretern der Zivilgesellschaft ins Gespräch zu kommen, kündigte Battaglia an.

In den vergangenen Wochen war es in Neapel zu blutigen Auseinandersetzungen rivalisierender Camorra-Clans gekommen. Die Polizei verzeichnete rund ein Dutzend Überfälle und Sprengstoffattentate, vor allem im Stadtteil Ponticelli. Mehrere Menschen kamen ums Leben. Zuletzt traf es einen 23-Jährigen, der mit sieben Pistolenschüssen aus nächster Nähe getötet wurde.

 

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Lesermeinungen

 Chris2 18. Oktober 2021 
 

Ist das tatsächlich nur ein Krieg innerhalb der Camorra,

oder spielt auch die "besonders brutale" nigerianische Mafia eine Rolle, die in Italien stark vertreten ist und vor der angeblich sogar die "echte" Mafia zittert? Und die lt. BKA bzw. WELT ihr Geschäftsmodell auch schon nach Deutschland ausgedehnt hat. Aber warum auch nicht: ÜF, sehr großzügiges Taschengeld, Passfreiheit, straffreie falsche Namen, eine stets wohlwollende Lobby in Medien und Politik, eine Polizei, die meist gar keine sinnvollen Personenbeschreibungen veröffentlichen darf, kaum Abschiebungen, selbst bei Schwerstkriminellen, Luxusknast mit TV und Freigang etc. pp. Kurz: Ein risikoloses Paradies für Kriminelle, polizeilich Gesuchte und Dschihadisten...


0
 
 helianthus.a 17. Oktober 2021 
 

Mutiger Mann dieser EB Battaglia. Hoffentlich hält er diese Linie konsequent durch.


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