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Limburg: Das Kirchengericht verurteilt ehemaligen Priester

7. Juni 2022 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Geistlicher missbrauchte Minderjährigen über einen Zeitraum von sechs Jahren - Im Urteil wird die Schwere der Schuld ausdrücklich festgehalten.


Limburg/Rom (kath.net/pbl) Nach mehr als drei Jahren ist nun das kirchenrechtliche Strafverfahren gegen einen ehemaligen Priester des Bistums Limburg beendet. Für das kirchliche Gericht steht fest, dass der Mann von 1986 bis 1993 einen minderjährigen Jungen mehrfach sexuell missbraucht hat. Im Urteil wird die Schwere der Schuld ausdrücklich festgehalten. Da der Täter während des Verfahrens aus dem Klerikerstand ausgeschieden ist, konnte die Strafe der Entlassung aus dem Klerikerstand, die vom Kirchenrecht vorgesehen ist, nicht mehr verhängt werden. Dem Täter wurde zudem eine Geldstrafe auferlegt und er gilt kirchlicherseits als verurteilter Sexualtäter. Das Urteil ist rechtskräftig.

Nach der Veröffentlichung der sogenannten MHG-Studie im September 2018 meldete sich das Opfer bei der beauftragen Ansprechperson für Fälle von sexuellem Missbrauch im Erzbistum Bamberg und zeigte den sexuellen Missbrauch an. Die zuständige Staatsanwaltschaft hatte die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgelehnt, weil die vorgeworfenen Taten verjährt waren.

Aufgrund der Zugehörigkeit des ehemaligen Priesters zum Bistum Limburg beauftragte Bischof Georg Bätzing nach Erhalt der Meldung eine sogenannte kirchenrechtliche Voruntersuchung und gab die Ergebnisse samt Stellungnahme an die Glaubenskongregation in Rom. Die zuständigen Stellen im Vatikan beauftragten dann Bischof Bätzing ein ordentliches kirchenrechtliches Strafverfahren zu eröffnen.


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Lesermeinungen

 Chris2 7. Juni 2022 
 

Und auch dieses Opfer war wieder ein Bub,

so wie etwa 80% der Opfer in kirchlkichem Kontext weltweit. Die extreme Häufung männlicher Opfer in den Tagesmeldungen damals muss jedem aufgefallen sein, vor allem, wenn man weiß, dass meist etwa 75% der Opfer sexuellen Missbrauchs weiblich sind. Aber wer will sich schon mit der Homo-Lobby anlegen (die eigentlich jedes Interesse daran hätte haben müssen, sich von diesen Verbrechern zu distanzieren, anstatt jene zu verteufeln, die auf unbequeme Fakten hinweisen)
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Missbrauchs-Täterstrukturen* endlich zerschlagen werden müssen
* vgl. S. 424f des verlinkten Münchener Missbrauchsgutachtens

westpfahl-spilker.de/wp-content/uploads/2022/01/WSW-Gutachten-Erzdioezese-Muenchen-und-Freising-vom-20.-Januar-2022.pdf


0
 
 AngelView 7. Juni 2022 
 

Frage:

Was passiert denn, wenn er die Geldstrafe nicht bezahlt?
Wenn der Mann nicht mehr im kirchlichen Dienst ist, was anzunehmen ist, dürfte das mit der Durchsetzung schwierig werden ...


2
 

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