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Ein 'völlig verunglückter Antrag' beim Synodalen Weg

27. Juni 2022 in Deutschland, 14 Lesermeinungen
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Jetzt geht sogar schon der Münchner Kardinal Marx auf Distanz zum synodalen Weg. Bei einer Messe in München übte er Kritik an einen Antrag "Es gibt keine katholische Kirche ohne Priester"


Freising (kath.net/pm) Kardinal Reinhard Marx hat am Samstag die Bedeutung des Priesters für das Wesen der katholischen Kirche hervorgehoben. Es gelte jedoch hinzuschauen, „was die eigentliche Berufung ist“, sagte der Erzbischof von München und Freising in seiner Predigt zum Tag der Priester der Erzdiözese am Samstag im Freisinger Mariendom. Dies berichtet das Erzbistum München. Es dürfe nicht überraschen, dass der Priester „immer auch ein Stein des Anstoßes ist“, so Marx. „Ein Anstoß kann natürlich auch etwas Positives bewirken, kann aber auch skandalisieren und den Glauben anderer erschüttern“, führte er aus. Sowohl „Überhöhung“ als auch „Profillosigkeit“ machte Marx als Gefahren des Priestertums aus.
 
„Es gibt keine katholische Kirche ohne Priester“, hob Marx hervor. Das Priestertum sei „ein klarer Baustein des Hauses Gottes, des Leibes Christi“. Ein „völlig verunglückter Antrag“ beim Synodalen Weg habe bei manchen den Eindruck erweckt, „eine große Mehrheit im Synodalen Weg sei überhaupt gegen Priester“, berichtete Marx und stellte klar: „Das habe ich so nicht empfunden.“ Es gebe aber eine „Verwirrung“. Diese komme aus dem besonderen Anspruch an das Priestertum: „Dass wir etwas darstellen sollen, was immer größer ist als wir, das ist eine Herausforderung, das ist sogar eine Überforderung, die wir nur in der Gnade Gottes erfahren dürfen.“ Die Gestalt des Priesters jedoch entwickle sich, es gelte, die „die Zeit aufzunehmen“; nicht anachronistisch neben ihr her zu gehen. „Aber im Kern braucht es den Repräsentant Christi“, hob Marx hervor. „Inmitten des Volkes Gottes braucht es die Gestalt des Priesters, der das Volk Gottes versammelt und das Volk Gottes selbstlos liebt. Wenn ich das sage, spüren alle, das ist eine Aufgabe, da brauche ich die Kraft Gottes selbst dafür.“
 
Auch Priester könnten in die Gefahr kommen, „den Herrn und den Ruf“ zu verraten. „Aber wir werden nicht weggehen, wir werden bei ihm bleiben und er wird uns in seiner Vergebung aufrichten“, ermutigte der Erzbischof von München und Freising die zahlreichen Priester, die zum Gottesdienst in den Mariendom gekommen waren und denen Marx für ihren Dienst dankte. Katholische Priester mit ihrer „für die Menschen zum Teil befremdlichen Lebensweise“ könnten ein „Zeichen der anderen Welt sein“, sagte Kardinal Marx, „damit wir hinausdenken über das Berechenbare, Anfassbare, Bilanzierbare, Konsumierbare. Dass unsere Augen offen bleiben für den Himmel und das volle Leben, für das Leben, das unzerstörbar ist. Das ist eine große Berufung.“


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Lesermeinungen

 KatzeLisa 27. Juni 2022 
 

Kardinal Marx - quo vadis?

Ist diese Predigt als der Beginn einer späten Einsicht zu verstehen? Oder ist sie nur dem besonderen Anlaß, dem "Tag des Priesters", zu verdanken?
Leider kommen die Worte des Kardinals ziemlich spät und beziehen sich nur auf die Rolle des Priesters. Wie steht Marx zur Rolle der Frauen in der kath. Kirche? Lässt er sich immer noch von den Maria 2.0 - Frauen feiern? Oder nimmt er sich die Kritik der Kollegen Schönborn und Kasper zu Herzen?
Erstaunlicherweise schlägt das Mißbrauchsgutachten in München im Vergleich zu Köln erheblich weniger Wellen. Warum ist das so? Weil der Kardinal es gut mit der Presse kann und Woelki zum Buhmann für den Synodalen Weg gemacht wurde?


1
 
 lakota 27. Juni 2022 
 

Mir kommt das so vor,

als würden jetzt einige, inkl. K.Marx, langsam zurückrudern, weil der Gegenwind in Richtung synodaler Weg stärker wird.
Wenn ich nur an das Schreiben der USA-Bischöfe denke, dann noch Kardinal Schönborn und Kardinal Kasper, so wie einige andere.


2
 
 SalvatoreMio 27. Juni 2022 
 

Glaube, HOFFNUNG, Liebe

@Genau, liebe lesa! Wer mag sich noch freuen über Kardinal Marx. Doch was er hier sagt, ist goldrichtig! Und wenn er diese Weisung seinen Priester mitgibt, kann sie nicht gänzlich versickern; ein paar Wahrheits-Körnchen werden aufgehen - hoffe ich!


1
 
 lesa 27. Juni 2022 

Bei Gott ist kein Ding unmöglich (vgl Lk 1)

[email protected]: Wie Sie habe ich mich spontan über diese Äußerungen von Kardinal Marx gefreut. Vielleicht hat er sich inzwischen Zeit genommen für gute theologische Lektüre? Wenn der Heilige Geist über alle (vom Zeitgeist verwirrten) Bischöfe käme und sie anfingen, richtig zu reden! Was nicht ist, kann noch werden, nicht wahr?


1
 
 ThomasR 27. Juni 2022 
 

leider von Hompage des Erzbistums München ist nicht erkennbar

ob neue Priester für EB vom Ausland /neue Männerorden für EB München überhaupt gesucht werden

Es ist davon auszugehen, daß inzwischen über 50% der Pfarren (mir egeht nicht um künstlich geschaffene Pfarrverbunde) auf dem Lande in EB München weder mit einem Pfarrer noch wenisgtens mit einem Kooperator besetzt sind.

Priesterseminar in München sollte so überfüllt sein (=keine Priesterweihen in diesem Jahr!= , daß man weiterhin kein Bedarf sieht die Priesterausbildung in München für beide liturgischen Ordnungen des RR (entsprechend Motu Proptrio Summorum Pontificium , durch Traditionis custodes nicht aufgehoben) zu öffnen.

Ohne Priester gibt es keine Sakramente (keine Heilige Messe und keine Beichte) und ohne Sakramente gibt es keine Kirche , die selbst Sakrament ist

Bedauerlich ist es scheinbar Kard . Marx bis dato nicht gelungen die döpfnereische Abneigung gegenüner dem Amtspriestertum in München zu überwinden.


0
 
 Mr. Incredible 27. Juni 2022 
 

Die Geister, die ich rief …

traurig und schade um Marx. Als er nach München kam, hatte er gute Ansätze. Jetzt befindet er sich wohl in einer tiefen Glaubenskrise.


1
 
 physicus 27. Juni 2022 
 

Ich bin orientierungslos, aber lass mich mal machen

Ich sehe dies auch als kleinen Versuch der Schadensbegrenzung nach der wichtigen Kritik des Wiener Kardinals Schönborn, der u.a. diesen Antrag und das (Nicht-)Verhalten des Präsidiums der deutschsyn. Weges dezidiert kritisiert hat.

Bei Kardinal Marx habe ich den Eindruck der Orientierungslosigkeit. Gleichzeitig gibt er sich und agiert als "Macher". In Kombination ist das ein Problem und führt zum desaströsen deutschsyn. Weg sowie zum ebenfalls desaströsen Münchner Gutachten.


1
 
 hape 27. Juni 2022 

Das habe ich nicht so empfunden.

Marx tut so, als sei er überrascht. Oder besser: als handle es sich um eine hochnotpeinliche Panne. Als sei nur etwas schief gelaufen, bei der ansonsten perfekt choreografierten Antragstellung. Dabei wird hier in grundehrlicher Weise genau das formuliert, worauf der Synodale Weg von Anfang an hingearbeitet hat. Unter der Führung der Kapitäne Marx und Bätzing. -

Da haben sich die Synodalen aber jetzt bitter verzockt, mit ihrer Ehrlichkeit. Denn die Zeit ist immer noch nicht reif für Ehrlichkeit. Besser schnell die alten und verlogenen Masken wieder aufsetzen. Jetzt, da sogar der alte Kapitän das sinkende Schiff verlässt.


4
 
 golden 27. Juni 2022 
 

Sein Fähnchen nach dem Winde hängen

könnte man vermeiden, wenn man sich an Bibel und Kirchenlehre treu halten würde... Das gilt für jeden Christen ! Die Tagesmeinung von menschlichen Mehrheiten zählt nicht vor dem EINEN HERRN.


2
 
 JP2B16 27. Juni 2022 
 

"Kartenhaus"

Das beruhigende an Ideologie und ihr untrügliches Merkmal ist, dass sich ihr wahres Motiv früher oder später selbst verrät und sie dann wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt. Leider verlangt sie bis dahin viele Opfer, die sogar dann einen Sinn haben, wenn sie dem Herrn, im Wissen darum, dass es einen größeren Kontext gibt, dargebracht werden.


2
 
 Chris2 27. Juni 2022 
 

Bemerkenswert.

Immer mehr der zahlreichen Busfahrer nehmen ihren Bleifuß vom Gaspedal und so manche springen bereits aus dem bremsversagenden Synodalbus, der auf die Serpentinen zurast. Aber wer rettet die Fahrgäste, die dank buchstäblich fort-schrittlicher Theologen längst glauben, nur noch das Sakrament der Gemeinschaft ("Heilig Brötle") und die netten Feiern mit den weißen Kleidern zu benötigen bzw. Anspruch darauf zu haben?


4
 
 Seeker2000 27. Juni 2022 
 

Erkenntnis oder ....?

Bei KM wäre ich mir nicht so sicher, dass das eine Kritik am Synodalen Weg bzw. dem Antrag aus der Sache heraus war oder sein sollte.
Vielleicht hatte er nur den Geistesblitz, dass er dann - wenn Priester nicht notwendig sind - ja auch nicht mehr notwendig wäre????
Erkenntnis oder Selbsterhaltungstrieb? Wer weiß?


1
 
 SalvatoreMio 27. Juni 2022 
 

"Priester - Zeichen der anderen Welt!"

Ich bin überaus beeindruckt von den Ausführungen! "Der Priester soll etwas darstellen, was immer größer ist als er selbst. Das ist eine Herausforderung und Überforderung, die nur in der Gnade Gottes erfahrbar ist!" -


3
 
 ottokar 27. Juni 2022 
 

Läutet man so einen Rückzug ein?

Ich glaube allerdings nicht, dass Eminenz die Geister, die er einmal rief, auf dem Rückzug mitnehmen wird.


2
 

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