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Ein wichtiger Antrag mit drastischen Folgen

11. Juli 2022 in Kommentar, 28 Lesermeinungen
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Erklärt Euch, Eminenzen, Exzellenzen, meine Damen und Herren auf dem synodalen Weg, erklärt Euch und macht Euch endlich ehrlich - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz-Rom (kath.net)

Es war so ein Moment, da hielt man schon kurz die Luft an. Auf der Versammlung des synodalen Weges von DBK und „ZdK“ stand ein Antrag zur Abstimmung, der den Auftrag enthielt, zu prüfen, ob wir in der Kirche Priester brauchen oder nicht. Lachen? Weinen? Empört Aufschreien? Es sind wohl viele Reaktionen denkbar. Der Antrag wurde vom Sitzungspräsidium mit geschäftsmäßiger Routine durchs Plenum gereicht und erhielt mit 95 zu 94 Stimmen eine knappe Mehrheit, aber eine Mehrheit. Was man demokratisiert, muss man fähig machen, mit unangenehmen Entscheidungen zu leben. Deal with it, Klerus und Episkopat!

In diesem Moment war es sehr schade, dass bei der Abstimmung dieses Antrags die Bischofsstimmen nicht separat ausgewiesen wurden. Eine Wette, dass dem Antrag kein Bischof zugestimmt hat, sollte man nicht eingehen. Der Antrag wurde abgehakt und ins synodale Mahlwerk eingespeist. Mal sehen, was dabei rauskommt. In den Kommentarspalten bescheinigte man den Synodalisten auf Grund dieses Antrags wahlweise mangelnde Katholizität oder Lächerlichkeit. Danach war es lange Zeit still um die Frage.

Seit kurzer Zeit ist gerade dieser Antrag wieder aufgetaucht und tatsächlich bahnt sich etwas wie eine Debatte an. Reinhard Marx nannte den Antrag einen verunglückten Antrag und vertrat die Ansicht, ohne Priester keine Kirche. Stefan Oster hielt einen langen Vortrag, der auch auf YouTube zu sehen ist, über das Priestertum. Bertram Meier predigte über das Priestertum und nannte es das Rückgrat der Kirche. Und ein Meinungsbeitrag auf dem Portal der Fa. APG aus Bonn stellte sich ernsthaft die Frage, ob man angesichts des herrschenden Priestermangels das Problem nicht längst geklärt in der Praxis hätte. Indirekt beschäftigt sich auch ein Beitrag von Kardinal Kasper zur Frage des sogenannten synodalen Rates mit der Frage, denn – nimmt man den synodalen Rat ernst – kann man sogar auf Bischöfe verzichten. Abgabe der Leitung an synodale Gremien macht den Bischof ja in der Tat zum dekorativen Grüßaugust.

Nun ist der synodale Weg am Zug. Die Frage ist gestellt: Brauchen wir(?) Priester? Das Wir musste an dieser Stelle mit einem Fragezeichen versehen werden, weil auch die Identität dieses „Wir“ unklar und zu diskutieren ist. Für die Kirche kann die Frage der Notwendigkeit der Priester eindeutig und ohne Zweifel mit Ja beantwortet werden. Dazu braucht es keinen synodalen Weg und keine lustigen Anträge. Für den synodalen Weg und der sich vielleicht daraus ergebenden synodalen Gemeinschaft(en) scheint die Frage mehrheitlich virulent zu sein. Also muss sie diskutiert und beantwortet werden.

Die Kirche wird zuweilen als das Ursakrament bezeichnet. Das ist damit begründet, dass die gesamte Struktur der Kirche sakramental ist. Sowohl in der Leitung als auch in der Seelsorge ist die Kirche sakramental. Sowohl die Leitung als auch die Seelsorge beinhalten Elemente, die nicht sakramentaler Natur sind. Die Buchhaltung in der Kirche ist definitiv nicht sakramental und gleicht idealerweise der in einer weltlichen Körperschaft. Nicht jede seelsorgliche Handlung ist gleich eine sakramentale Handlung, zumal vor allem der Aspekt der sachgerechten Lebensberatung heute in gut ausgebildeter Laienhand bestens aufgehoben ist. Dennoch ist die Seelsorge im Kern wie im Ziel sakramental. Am Ende sollte jedes seelsorgliche Handeln der Kirche auf die Sakramente hin ausgerichtet sein. Gleiches gilt für die Leitung. Auch wenn die Buchhaltung denkbar weltlich ist, ist die Entscheidung über die Verwendung der Gelder unbedingt am Kernauftrag der Kirche auszurichten. Verkündigung, Dienst am Nächsten und Liturgie stehen im Zentrum kirchlichen Handelns, also auch im Zentrum kirchlicher Mittelverwendung. Der wenig kreative Buchhalter steht ganz klar unter dem kreativen (= am Heilshandeln Gottes) ausgerichteten Geistlichen. Leitung in der Kirche ist nur von der Sakramentalität her sinnvoll zu denken, ansonsten verkommt die Kirche zu einem schlechten Wohlfahrtskonzern.

Der Dienst des Priesters aus Lehren, Leiten und Heiligen wächst geradezu aus dem sakramentalen Kern des Amtes hervor und ist von diesem nicht zu trennen. Das von Gott gewollte Heil der Menschen legt Gott in Gestalt von Zeichen des Heils (Sakramenten) in die Hände derer, die er selber sakramental in seinen Dienst genommen hat. Der Unterschied zwischen einem Priester und einem Laien ist nicht etwa der zwischen Macht und Ohnmacht. Auch innerhalb eines gesunden Leitungshandelns kann in einem kirchlichen Zusammenhang ein Laie ohne weiteres viel mehr Macht haben als ein Priester. Der Priester hat nicht Macht zu haben, ihm ist von Gott Vollmacht verliehen, diese allerdings ist im Gegensatz zur Macht nicht delegierbar. Ferner kann der Dreiklang priesterlichen Handelns nicht getrennt werden. Bricht man eines von Dreien heraus, kippt das sakramentale Priestertum und wird krank. Zwar kann ein Verwaltungsangestellter einen Priester im Leitungshandeln entlasten, aber Rechenschaft vor Gott für die ihm anvertrauten Seelen leistet der Priester. Zwar kann eine Gemeinde- oder Pastoralreferentin den Priester in der Lehre und in der Katechese entlasten, doch für die Rechtgläubigkeit der ihm anvertrauten wird der Priester Rechenschaft ablegen müssen, ob er alles getan hat, die seinen angemessen zu unterweisen.

Durchaus kann ein pastoraler Mitarbeiter Gebete und Andachten leiten, doch im Kern ist es der Priester, dem es obliegt, den ihm anvertrauten Menschen – vor allem durch Gottesdienst und Sakramente - den Weg zum Himmel zu zeigen. Das hingegen selbst Kinder einen Priester unterweisen können, ohne dass dieser seine Verantwortung für die Heiligung verlöre, zeigt eine Anekdote, die vom Heiligen Pfarrer von Ars überliefert wird. Der Pfarrer suchte vergeblich den Weg zu seiner Kirche und er fragte einen Jungen am Wegesrand. Dieser führte ihn zur Kirche und zum Pfarrhaus. Der Heilige Pfarrer bedankte sich mit den Worten: „Du hast mir den Weg zur Kirche gezeigt. Jetzt zeige ich Dir den Weg zum Himmel.“ Ohne den kleinen Jungen hätte der Heilige vielleicht den Weg zur Kirche verfehlt oder unnötig lange suchen müssen. Vielleicht brauchen auch heute und zu allen Zeiten die Priester unsere (der kleinen und großen Lausbuben) Hilfe, um den Weg zur Kirche zu finden. Doch eines ist gewiss: Ohne die Priester, die uns den Weg zum Himmel zeigen, sind wir verloren.

So mag nun die Gruppe der Synodalisten auf ihrem synodalen Weg klären, ob sie Priester brauchen oder nicht. Für die Kirche ist die Frage längst entschieden. Unterm Strich braucht es aber wirklich die Ehrlichkeit zu entscheiden, wohin der Weg geht. Und dem Erzbischof von München sei zumindest in einem Punkt widersprochen, der Antrag ist keineswegs ein verunglückter Antrag. Dieser Antrag könnte tatsächlich einer der Kernanträge auf dem synodalen Weg sein, vor dem sich kein Bischof, kein Erzbischof und auch kein Kardinal wegducken kann. Erklärt Euch, Eminenzen, Exzellenzen, meine Damen und Herren auf dem synodalen Weg, erklärt Euch und macht Euch endlich ehrlich.


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Lesermeinungen

 lesa 12. Juli 2022 

Quelle

[email protected]zeuge: Vielen Dank für Ihre Replik und für den Literaturhinweis! Das Thema ist zentral. Wenn die sonderbare Fragestellung seitens des "Synodalen Weges" dahinführte, dass wenigstens einige sich tiefer mit der Quelle des Christentums befassen, hat sie doch noch einen Sinn gehabt. Danke für alle Links hier!


2
 
 Zeitzeuge 12. Juli 2022 
 

Liebe lesa,

danke für Ihre klaren Worte bzgl. der Theologie

des sakramentalen kath. Priesteramtes!

Im Link ein Hinweis auf ein kleines Buch zum

Thema vom wohl bedeutendsten US-Theologen,

Prof. Dr. Avery Dulles SJ (1918-2008), Sohn

des früheren US-Aussenministers John Foster

Dulles; dieser Konvertit wurde von Papst

Johannes-Paul II. ehrenhalber zum Kardinal

ernannt und hielt bis zuletzt Vorlesungen

an der Fordham University.

Leider gibt es kaum deutsche Übersetzungen

seiner Bücher, außer eben z.B.

Priester Christi

jetzt zum Sonderpreis erhältlich, vgl. Link.

www.fe-medien.de/epages/fe-medien.sf/de_DE/?ObjectID=15725&ViewAction=FacetedSearchProducts&SearchString=dulles


1
 
 lesa 12. Juli 2022 

Der Dienst, das Amt des geweihten Priesters: im Sakrament vermitteln, was nur Gott tun kann.

Der wesenhafte Unterschied zwischen Amtspriestertum und gemeinsamem Priestertum beinhaltet die Repräsentation des Hauptes Christi als Gegenüber seiner Braut, der Kirche. Keineswegs geht es um "soziale Höherstellung", sondern um die spezifische sakramentale Identifizierung mit dem "ewigen Hohepriester Jesus". Ohne das Priesteramt wäre Christus, ihr Haupt und ihr Hirte, nicht in der Kirche gegenwärtig. Mit dem Priester vollzieht Christus seine drei priesterlichen Aufgaben: "Lehren, Heiligen, leiten“
„Der Priester erhält in der Weihe, die ihm der Bischof durch die Handauflegung (vgl Apg 6,6; 1 Tim 4,14; 5, 22; 2 Tim 1, 6) spendet, von Christus selbst Anteil an seinem priesterlichen Hirtenamt. Ihm wird ein unverlierbares Siegel (character indelebilis) eingeprägt, das das Abbild Christi, des priesterlichen Hauptes und guten Hirten trägt.
So vergegenwärtigt der Priester als „Gegenüber“ der Gemeinde sakramental den guten Hirten Jesus Christus.


2
 
 lesa 12. Juli 2022 

Ohne Eucharistie keine Kirche, ohne Priester keine Eucharistie, kein Erlösungshandeln

Danke für diesen hervorragenden Artikel, der viel Information und eine gute Portion Katechese vermittelt, von der die Synodalen nichts mehr zu wissen scheinen. Die Fragestellung an sich ist AB SURD. Denn: Ohne Eucharistie keine Kirche.
Ohne Priester keine Eucharistie, keine Vergegenwärtgung und keine Fortführung des Erlösungswerkes Jesu Christi.


2
 
 elli_orang 12. Juli 2022 
 

hape, Zeitzeuge

Das habe ich gar nicht geschrieben.

Ich habe ja geschrieben, dass es zwei Formen gibt oder?

Und auch vom Gleichgewicht bringen kann man nur reden wenn es 2 Gewichte gibt auf einer Waage oder? Und wenn man auf einer Seite Gold hat und auf der andern Silber dann braucht man für das Gleichgewicht weniger Gold und mehr Silber oder?

Aber sicherlich herrscht im Leib Christi Gleichgewicht durch die Liebe ansonsten würde es ja zu einer Unwucht kommen.

Wenn der Hirte einen Goldmund hätte und wahre gute Worte sprechen würde aber das Volk würde nicht zuhören was hätte man davon. Nicht liegt dann die Schuld am Hirten sondern das nicht hörende Volk macht sich mit seinen Ungehorsam selbst Hirtenlos.


Wobei unser geliebter Papst eine Goldmund hat!


0
 
 hape 12. Juli 2022 

@elli_orang

Es geht im 2VK doch nicht um die Machtbegrenzung des Weihepriestertums durch das allg. Priestertum. Das würde ein protestantisches Amtsverständnis voraussetzen, nachdem jeder Getaufte priesterliche Vollmacht hat. Entspr. gibt es bei den Protestanten auch gar keine Priester, sondern lediglich von der Gemeinde eingesetzte Pfarrer mit verwaltungstechnischen Aufgaben. Und tatsächlich haben damals protestantische Theologen nicht unerheblichen Einfluss auf das 2VK nehmen dürfen. Die kath. Seite wollte sie aber nicht verprellen und hat einige Aussagen im Diffusen gelassen. Aber im Kern hat sich durch das 2VK am kath. Weihepriestertum nichts geändert. Das ist danach dasselbe, wie davor. Der kath. Priester hat nach wie vor göttliche Vollmacht. Das ist etwas ganz anderes als die Verwaltungsmacht eines protestantischen Pfarrers. Kein Mensch und kein Konzil aber kann jemals die Vollmacht des kath. Priesters beschränken, weil diese nunmal göttlichen Ursprungs ist.


2
 
 Zeitzeuge 12. Juli 2022 
 

Das II. Vaticnum lehrt (LG 10): Dem Wesen, nicht bloß dem Grade nach

ist das sakramentale priesterliche Amt vom

gemeinsamen Priestertum aller Gläubigen

verschieden, eine lehramtliche Erklärung

dazu im Link von Papst Johannes-Paul II.!

www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/letters/1996/documents/hf_jp-ii_let_17031996_priests.html


1
 
 elli_orang 12. Juli 2022 
 

"Reinhard Marx nannte den Antrag einen verunglückten Antrag und vertrat die Ansicht, ohne Priester keine Kirche"

Da hat der Kardinal wohl recht.

Wir sollten wohl eher daran denken:

Das das Konzil ein Gleichgewicht zwischen dem allgemeinen Priestertum der Getauften und dem Amtspriestertum wiederhergestellt hat.

Das sollte in der Wirklichkeit ankommen.
Über diese 2 Formen des Priestertums sollten wir nachdenken oder?


0
 
 Zeitzeuge 12. Juli 2022 
 

Lieber hape, werter Thomas R, Berichtigung: Natürlich muß es heissen

"danke für Ihre Replika"!

Dafür gibt es noch eine Anektode aus meiner
Heimat aus früherer Zeit:

Der Bischof war auf Firmreise auf dem Land.
Lt. der Anektode hätte er einen Hirten mit
seiner Schafherde gesehen und bat seinen Fahrer,
anzuhalten, weil er mit dem Hirten sprechen
wolle, was er auch tat unter Hinweis auf
die Tätigkeit des Schafhirten.
Dieser soll zum Bischof gesagt haben:
"Ich habe es aber besser als Ihr, Herr Bischof! Wieso?
Ich hüte die Schafe, Ihr, Herr Bischof aber die
Säue." - Die Reaktion des Bischofs ist nicht
überliefert... .


0
 
 Zeitzeuge 12. Juli 2022 
 

Eine Anektode zur Bildbetrachtung, beruhend auf einen meiner Lehrer:

Der heute als ökumenischer Bahnbrecher anerkannte
Priester Dr. L. sollte die Universitätslaufbahn
beschreiten, was aber vom damaligen Bischof ver-
hindert wurde wegen zu liberaler Ansichten,
stattdessen wurde er Dorfpfarrer (der sich aber
weiter publizistisch betätigte).

Es kam der Tag der Firmung; Pfarrer L. spannte
ein Transparent über die Dorfstraße mit der
Aufschrift "Den Seinen gibt's der HERR im Schlafe,
es kommt der Hirt, hier stehen die Schafe"..... .

Der Bischof kam, blickte auf das Transparent,
schüttelte den Kopf und schritt weiter..... .

Sicher konnte der Pfr. seine klammheimliche
Freude nicht verbergen.

Ich wünsche einen gesegneten und besinnlichen Tag!


0
 
 Zeitzeuge 12. Juli 2022 
 

Lieber hape, werter Thomas R., dankr für Ihre Repkika, dazu kurz folgendes:

Der Papst ist vor GOTT und den Gläubigen verpflichtet unter Einsatz seines Jurisdiktionsprimates die
verpflichtende, überlieferte, kath. Glaubens- und
Sittenlehre, an die er selber gebunden ist (DH 3116,
3117-NR 458/59), vor jeder Verfälschung und Verkürzung unter Anwendung des kirchl. Strafrechts zu verteidigen gegen Häresie u. Schimsa!

Der vom Papst angestoßene weltweite "synodale
Prozess" trennt nicht nur in Deutschland "die
Spreu vom Weizen", vgl. Link, weltweit ist
der Abfall von der genuinen kath. Glaubens/Moral-
lehre zu beobachten!

Das die synodal Bewegten sich gerne auf den Hl. Geist berufen erinnert an die Joachimiten des
MA, welche i. Anlehnung an Joachim v. Fiore lehrten, daß die "Papstkirche" von der "Geistkirche"
abglöst würde, diese Irrlehre wurde damals natürlich verurteilt. Wir sehen, daß die "Synodalisten"
theol. noch nicht einmal originär sind......!

Katholiken, die ein Dogma (auch bzgl. der Moral)
hartnäckig anzweifeln oder leugnen exkommunizieren
sich selber...!

www.katholisch.de/thema/711-weltweiter-synodaler-prozess


1
 
 naiverkatholik 11. Juli 2022 
 

Wer Veto einlegt, wird zerrissen, Bischof Genn!

Genn steht mit aller Kraft zum Synodalen Weg, schreibt die örtliche Bistumszeitung.Psychologisch ist es nachvollziehbar, dass der wegen der Missbrauchsgutachten unter Druck Stehende hier Modernität demonstriert. Professorale Geier kreisen deutlich tiefer über Weg-kritischen Bischöfen. Andere lassen sie etwas mehr in Ruhe. -- Der Weg hat gute Ansätze, richtig, Bischof Genn! Nur sind die theolgischen Einseitigkeiten so gravierend, dass in Vielem zu Entscheidenden bischöfliches Veto erforderlich ist. Auch wenn ein spätes Veto peinlich ist. Wer das Veto einlegt, er wird zerrissen werden. Aber dafür sind Sie doch Bischöfe, Mitarbeiter der Wahrheit, um den Kopf hinzuhalten.


1
 
 ThomasR 11. Juli 2022 
 

@Zeitzeuge

Ideengeber für die laufende Synode sind große sekulären Beratungsfirmen, bei den sich viele Entscheidungsträger der Kirche oft für mehrere hundert Mio EUR im Jahr beraten lassen

Wir erleben in Süddeutschland wenigstens ein großes Bistum , das gerade vom Innen vollständig platt u.A, infolge der Beratunegen durch große sekulären Beratungsfimern gemacht wird.

Reduzierung der Anzahl der gelesenen Hlg Messen über die letzten 10 Jahre >50% (Werktag + Sonntagsmesse insgesamt), Reduzierung der Anzahl der Semmianristen >50%, Anzahl der Pfarren ohne eines Priesters auf dem Lande >50%

aber dafür gibt es z.B. SAP im Ordinariat


0
 
 physicus 11. Juli 2022 
 

Fundamentales Defizit

Unabhängig vom inhaltlichen Ausgang dieser Frage zeigt sich an diesem Antrag vortrefflich ein fundamentales Defizit des deutschsynodalen Weges: Es gibt keine wirkliche Grenze im "Mach-Wahn", die einen solchen Antrag und die Abstimmung darüber verhindern würde. Das Votum des "Rates" ist entscheidend. Damit kann letztlich jeder Quatsch zur Abstimmung gestellt werden - und wenn er heute noch nicht angenommen wird ("Zeit noch nicht reif"), dann vielleicht beim nächsten mal.

Ein Ansatz mit einem solchen fundamentalen Defizit wird in der katholischen Kirche nicht langlebig sein.


2
 
 Zeitzeuge 11. Juli 2022 
 

Werter Uwe Lay,

im Link mehr über Luther und das Priestertum,

erschreckend, welche Ideengeber die syndoal

Bewegten haben!

Die Website werwarluther.de ist sehr informativ!

werwarluther.de/die-heilige-messe-und-das-priestertum/


1
 
 ThomasR 11. Juli 2022 
 

@hape

Bischof Meier ist auch für mich ein Hoffnungsträger ...

(auch da er mit der protestantischen Lüge eher sehr gut vetraut ist)

@Zeitzeuge

Einführung des Frauenpriestertums bzw Frauendiakonats würde die Anzahl der Kirchenaustritte über Verlust der Heimat durch die Gläubigen nochmals verdoppeln oder sogar verdreifachen


1
 
 winthir 11. Juli 2022 

ja, girsberg74 - für die "Bild-Betrachtung" danke.

Nun müssen Schafe allerdings regelmäßig geschoren werden - was in der deutschen Kirche ja regelmäßig geschieht ...

nix für ungut,
winthir :-)


0
 
 hape 11. Juli 2022 

Lieber @Zeitzeuge,

ich glaube, da müssen wir uns um unseren Papst keine Sorgen machen. Als "Diktator-Papst" wird er sich wohl kaum einen Synodalen Rat vor die Nase setzen lassen, wie er vom Synodalen Weg angeregt wird. Egal, wie demokratisch oder synodal dessen Entscheidungen zustande gekommen sind.


2
 
 hape 11. Juli 2022 

@ThomasR

Ich meine mich zu erinnern, dass so etwas ähnliches von Bf. Meier angeregt, von der Mehrheit der Synodalen aber abgelehnt wurde. Das Argument war, so in etwa, dass der Synodale Weg als ganzes Gebet und vom Hl. Geist geführt sei. Deswegen seien klassische Gebete pure Zeitverschwendung. Es gebe wichtigeres zu tun.


2
 
 Einfach 11. Juli 2022 
 

Kirchliche Krise

Ich empfehle das Buch „Katechismus zur kirchlichen Krise“ 225 Seiten, 7,60€ , erhältlich im Sarto Verlag. Hier steht alles, was richtig und was falsch ist, für jeden Katholiken eine große Hilfe.


1
 
 winthir 11. Juli 2022 

Zwei Anmerkungen - und eine Frage.

1. Zum Artikel: Jesus Christus ist das UR-Sakrament. Die Kirche ist das GRUND-Sakrament.

2. Zu Uwe Lay: "Der Not gehorchend, nicht dem innern Triebe". Da in D damals kein Bischof konvertieren wollte (verständlich - er hätte sonst sein Fürstentum verloren), konnten keine lutherischen Priester geweiht werden, und die Landesfürsten wurden zu "Ersatzbischöfen" ernannt.

3. Kennt jemand den genauen Titel des genannten Dokuments? Dann könnte ich nämlich selber nachlesen, was genau da drinsteht.


0
 
 Zeitzeuge 11. Juli 2022 
 

Synodal Bewegte weltweit - z.B. auch in Belgien und Australien,

vgl. im Link Belgien; in Australien beschloß die

Synode zu fordern: "breitere Praktizierung der

Generalabsolution", "Diakoninnenweihe" und schon

wieder ein neues Meßbuch.

Die synodal Bewegten sind also bei weitem nicht

auf Deutschland beschränkt mit ihren zum Teil

doktrinär nicht nachvollziehbaren Beschlüssen.

Leider ist der gegenwärtige Papst ebenfalls

"synodenbegeistert", die "kollegialen Synoden"

sind übrigens eine Erfindung Calvins......!

Jetzt ist Rom aber wirklich gefragt, sämtliche

Beschlüsse kritisch zu hinterfragen; Maßstab

kann und darf nur die verbindliche, überlieferte

kath. Glaubens- und Morallehre sein, der Papst

ist nicht etwa deren Herr, sondern ihr erster

Diener!

www.katholisch.de/artikel/40068-weltsynode-auch-belgiens-katholiken-fuer-frauenpriestertum


4
 
 ThomasR 11. Juli 2022 
 

man wünscht der Kirche in Deutschland

wenigstens einmal eine Synodalsitzung an ein Gebetsort der Kirche (z.B. Medjugorje oder Sieviernich oder Altötting oder Kevelaer) zu verlegen, sich dem Gebet zu widmen und auf das Wirken des Gottes und der Gottesmutter intensiver als bisher zu öffnen

Kirche ohne Priester, Kirche ohne Pfarren , Kirche ohne Sakramente sind Ergebnis einer falschen Rezeption des letzten Konzils und Ergebnis der Beratung der Amtskirche durch externe große sekulären Beratungsfirmen . Ehrlich gedacht mir wäre die Beratung der einezelnen Bischofe z.B. bei der Seheri von Medjugrje Mirjana als bei großen sekulären Beratungsfirmen lieber
Kirche ist kein TAnzverein kein Konzern, selbst wenn eher sehr bürokratisch , es ist weiterhin Leib Christi- Kirche lebt in den Sakramenten und von den Sakramenten, Kirche selbst ist ein Sakrament und keine selbst gutgemeinte Diskussionsrunde


4
 
 ThomasR 11. Juli 2022 
 

auch ohne eines Antrages bei der Synode

(in meinen Augen geht es beid er ganzen Synode um die Bestätigung/das Abstempeln des status quo=eines selbstgemachten Untergangs der Kirche)

Es gibt Bistümer in Süddeutschland, wo inzwischen über 50% der Priesterstellen bzw der Pfarren auf dem Lande mit Preister nicht besetzt ist. Insbesondere dann ist Exodus der Landbevölkerung aus der Kirche wie vorprogrammiert.
Auch mit der Glaubwürdigkeit der Kirche und dabei insbesondere der Amtskriche ist wie vom Winde verweht
Den Entscheidungsträgern ist es sogar lieber Pfarren aufzulösen als diese mit den ausländischen Priestern,mit katholischen Ostprietesren oder selbst mit altrituellen Priestern zu besetzen

Seit Jahren wird in manchen Bistümern statt Aufbau eines katholischen Berufungsapostolates (bei hochbezalten Stellen im Ordinariat) Priestermangel gefordert und z.B. zu fromme ("mit der rückwärtsaugerichteten Frömmigkeit") Bewerber in den Priesterseminaren abgewiesen (nach der Abweisung von mhrerern Bewerbern kommen einfach keine mehr)

www.kath-zdw.ch/maria/texte/Georg.May.Selbstgemachter.Priestermangel.html


2
 
 Chris2 11. Juli 2022 
 

Allein mit der Fragestellung

hat sich dieses selbstermächtigte Stelldichein des seit Jahrzehnten rettungslos verfilzten Gremienkatholizismus als akatholisch geoutet. Ohne Priestertum würden zentrale Aufträge Christi verraten, gäbe es keine Nachfölger der Apostel, keine reale Gottesgegenwart in der Eucharistie und auch keine Sündenvergebung. Letztlich wären wir zwar vom Herrn am Kreuz losgekauft worden, würden aber seiner Gegenwart und der wichtigsten Mittel beraubt, ihm auf dem Weg der Heiligkeit so gut es eben geht nachzufolgen. Das wäre Hochverrat am Herrn und an den anvertrauten Gläubigen...


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 girsberg74 11. Juli 2022 
 

Zum Bild:

Schön, wie die Schafe miteinander sprechen.


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 Mensch#17 11. Juli 2022 
 

Antrag: Braucht die Kirche den deutschen synodalen Weg?

Es sollte doch mal irgendjemand bei diesem kirchensteuerfinanzierten Frankfurter Debatierclub einen Antrag einbringen, ob wir diesen "Synodalen Weg" brauchen. Das Gegackere, dass dann käme, wäre interesannt. Vermutlich würde dann bei einigen der Teilnehmer offenbar werden, wie "wichtig und unverzichtbar" sie sich selbst halten ...

Und ansonsten möchte ich dem Frankfurter Debatierclub nur zurufen: produziert bitte möglichst viel Papier (mehrere tausend Seiten am besten), das wäre dann die beste Garantie dafür, dass möglichst schnell Gras über die Sache wächst.

Wer soll das Ganze eigentlich noch Ernst nehmen?


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 Uwe Lay 11. Juli 2022 
 

Seit Luther gibt es "Kirchen" ohne Priester!

Seit im ökomenischen Dialog die protestantischen "Kirchen" als Kirchen anerkannt werden, obzwar in ihnen es keine Priester gibt, Luther hatte ja das Priestertum abgeschafft, weil es ob des Sühnopfers Christi willen, ob seiner Alleingenügsamkeit keine Priester mehr geben darf, liegt es doch nahe, auch für die Katholische Kirche die Priester abzuschaffen, denn Kirche geht auch ohne sie- so zumindest die katholischen Ökumeniker!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


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