Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  7. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  11. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  12. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  13. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

„Was vom Deutsch-Synodalen Weg betrieben wird, ist das Gegenteil einer Reform“

27. Juli 2022 in Kommentar, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Spät, aber vielleicht nicht zu spät hat ‚Rom‘ auf die unkatholischen Umtriebe der Deutsch-Synodalen Häresie reagiert“ – Lob für Kirchenrechtler Graulich, Kritik an ZdK-Präsidentin - Von Gerhard Kardinal Müller


Rom (kath.net) Die Argumentation von Dr. Graulich (siehe unten) ist überzeugend und in den Konsequenzen unanfechtbar. Der Grundansatz des Deutsch-Syondalismus ist antikatholisch und darum kann der Dienstgeber (die entsprechende kirchliche Körperschaft) auch nicht mehr auf der Einheit von Leben und Lehre, d.h. der katholischen Glaubens- und Sittenlehre, bestehen.

Die Aussage des Forum IV, dass die gesamte sittliche Lebensführung, besonders was die Sexualität betrifft, nicht mehr vom Wort Gottes, sondern von der derzeit herrschenden LGBT-Ideologie bestimmt sein soll, ist der offene Abschied vom Christentum.

Schon im Dekalog weisen das 6. und 9. Gebot auf den Zusammenhang der Beziehung zu Gott und dem ausschließlich auf die Ehe bezogenen Sinn der Geschlechtlichkeit hin. Und Jesus verkündet mit göttlicher Autorität den Sinn der Erschaffung des Menschen als Mann und Frau. Deshalb ist jede sexuelle Begegnung von Mann und Frau außerhalb einer legitimen (natürlichen bzw. sakramentalen) Ehe als Ehebruch eine schwere Sünde zu verstehen, die vom Reich Gottes ausschließt. (vgl. Mk 10, 5-12).

Was vom Deutsch-Synodalen Weg betrieben wird, ist das Gegenteil einer Reform, d.h. der Erneuerung unserer Gesinnung und unseres Verhaltens im Geiste Christi (Röm 12, 1f). Es ist ein Rückfall in die alte Sittenlosigkeit der Heiden, die wegen ihrer Ablehnung Gottes "entehrenden Leidenschaften ausgeliefert sind" (Röm 1, 26), obwohl Gott ihnen das natürliche Sittengesetzt ins Herz und Gewissen geschrieben hat (Röm 2, 25).


Der Christ ist dagegen befreit zur "Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes" (Gal 5, 13; Röm 8, 21). Aber Paulus fügt hinzu: "Nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für das Fleisch... Die Werke des Fleisches sind Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung... Wer aber so etwas tut, wird das Reich Gottes nicht erben." (Gal 5, 13-21).

Spät, aber vielleicht nicht zu spät hat "Rom" auf die unkatholischen Umtriebe der Deutsch-Synodalen Häresie (DSH) reagiert, die im diametralen Widerspruch stehen zur katholischen Lehre von der Offenbarung und dem "Gehorsam des Glaubens" (II. Vatikanum II, Dei verbum 1-10), von der hierarchisch-sakramentalen Verfassung der Kirche (Lumen gentium 18-29) und von der "Würde von Ehe und Familie" (Gaudium et spes 46- 52).

Die Vorsitzende des ZdK und Co-Vorsitzende der DSH, Irme Stetter-Karp, hat vor kurzem sogar den allgemeinen Zugang zu dem "verabscheungswürdigen Verbrechen der Abtreibung und Tötung des Kindes" (Gaudium et spes 51; 27) gefordert. Der Mensch, geschaffen nach dem Bild und Gleichnis Gottes, wird hier dem Paradigma eines Pansexualismus ausliefert, der den Nihilismus derer offenbart, die den Glauben an den lebendigen Gott verloren haben. Sie leben nach dem Motto: "Wenn Tote nicht auferweckt werden" und es kein göttliches Gericht gibt, dann "lasst uns essen und trinken, den morgen sind wir tot."

Der Apostel sagt den Christen dagegen, damit sie nicht in Versuchung geführt werden gegen Gottes Wort und Weisung zu leben: "Lasst euch nicht irreführen! Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten. Werdet nüchtern, wie es sich gehört und sündigt nicht. Einige Leute wissen nichts von Gott. Ich sage das, damit ihr euch schämt." (1 Kor 15, 33f).

- - -

Anm. der Redaktion: Der deutsche Kirchenrechtler im Vatikan, Markus Graulich, hatte in der „Herder Korrespondenz“ gefragt: „Wie kirchlich ist kirchliches Arbeitsrecht, das sich von der Morallehre der Kirche verabschiedet?“ Es gehe um „die Sendung und die Glaubwürdigkeit kirchlichen Handelns“, dass für Mitarbeiter im kirchlichen Bereich die Loyalitätsobliegenheiten im Arbeitsrecht gelten. Derzeit würde dies in der katholischen Kirche in Deutschland, besonders durch den „Syndodalen Weg“, „massiv in Frage gestellt“. Die vorgeschlagenen Änderungen sind nach Einschätzung Graulichs „eng mit Bestrebungen verbunden, die Sittenlehre beziehungsweise die Moral der Kirche aufzugeben oder sie entsprechend zu verändern“. In einem ersten Entwurf der Deutschen Bischofskonferenz heißt es u.a., dass „private Lebensgestaltung, „insbesondere Beziehungsleben und Intimsphäre“ der Beschäftigten, in Zukunft keinen Anlass mehr für Kündigungen bieten sollen, auch falls diese nicht im Einklang mit der kirchlichen Lehre stehe.

Archivfoto Kard. Müller im Presseraum des Vatikans (c) Michael Hesemann


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  3. Fatima-Tag in Berlin
  4. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  5. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  6. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  7. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  8. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  9. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  10. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  11. Im Licht der Liebe
  12. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  13. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  14. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  15. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz