Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  12. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

Spanischer Kardinal: Neue geistliche Bewegungen sind Hoffnungsträger

3. August 2022 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof von Barcelona, Omella, beim Jugendfestival in Medjugorje: Jugendliche sind nicht die Zukunft, sondern die Gegenwart der Gesellschaft und Kirche


Medjugorje (kath.net/KAP) Als große Hoffnung für die katholische Kirche in Europa hat der spanische Kardinal Juan Jose Omella die neuen geistlichen Bewegungen bezeichnet. In seiner Erzdiözese Barcelona sehe er inmitten der schon weit fortgeschrittenen Säkularisierung auch eine "neue Generation von Menschen, die auf neue Weise das Evangelium lesen und umsetzen". Sie bildeten eine Vielzahl von "grünen Zweigen von Gemeinschaften, die in der Glaubensweitergabe und im Einsatz für andere aktiv sind und somit Zeugnis geben", sagte der Vorsitzende der spanischen Bischofskonferenz am Dienstag am Rande des Internationalen Jugendfestivals "Mladifest" in Medjugorje im Interview mit der Nachrichtenagentur Kathpress.

Konkret bezog sich Kardinal Omella dabei auf Gemeinschaften wie "Comunione e Liberazione", Emmaus, Ephata, die Gruppen der Katholische Aktion und auch die Medjugorje-Gebetsgruppen, die allesamt in den jüngsten Jahren und Jahrzehnten Fuß gefasst hätten und der Kirche ein neues Gesicht gäben. Kennzeichen dieser Bewegungen seien ein aktives Gebetsleben in Gemeinschaft und zugleich die Übernahme von Diensten an anderen wie etwa an Armutsbetroffenen, Obdachlosen oder Menschen in den Gefängnissen. Für ihn gelte: "Die Jugendlichen sind nicht die Zukunft der Gesellschaft und Kirche, sondern die Gegenwart, indem sie auf neue Weise wie die Apostel handeln", betonte der Kardinal.


Das "alte Europa", in dem der apostolische Enthusiasmus manchmal ausgegangen und die christlichen Wurzeln verschwunden schienen, erlebe auf diese Weise nach den Worten von Erzbischof Omella einen "Hauch des Heiligen Geistes, der über die Asche weht und Glutnester freilegt, um ein neues Feuer zu entzünden". Gott bringe Menschen in Bewegung und sende dem Kontinent gleich viele solcher "Glutnester", wobei es für die Kirche wichtig sei, sich davon überraschen zu lassen. Das bedeute auch die Bereitschaft, bereits gefasste Pläne wieder zerplatzen zu lassen, um sich für Gottes Pläne zu öffnen.

Eine besondere Bedeutung wies der Kardinal bei diesem Geschehen den Glaubens- und Pilgerorten zu, wobei er konkret Medjugorje, Lourdes und Fatima nannte. Sie unterstützten dieses Geschehen, da dort viele Menschen "von Gott und der Jungfrau Maria berührt werden, ihrem Leben eine Wende geben und ein neues Leben im Glauben und Apostolat beginnen". Oft würden ihnen dabei die Augen neu geöffnet für das, was sonst übersehen werde und wieder zurückgewonnen werden müsse - wie vor allem der Blick für "das große Wunder, dass es der Herr ist, der da gegenwärtig wird in einem kleinen Stück Brot, in dem Wort, das wir verkünden und in der Gemeinschaft".

Für Jugendliche wichtig geworden seien dabei auch große religiöse Glaubensereignisse wie etwa das "Mladifest" oder auch die von Papst Johannes Paul II. initiierten Weltjugendtage. "Jugendlichen hilft es sehr, andere zu treffen, die denselben Glauben und dieselbe Hoffnung teilen, und ermöglicht ihnen eine Begegnung mit Jesus Christus. Es zeigt ihnen, dass sie nicht alleine sind und nimmt ihnen die Angst zu glauben und ihr Leben Gott zu übergeben", sagte Omella. Dabei komme es nicht auf die Anzahl der sich versammelnden Personen an, denn "Gott kennt keine Mathematik, bei ihm zählt jeder Einzelne. Für einen lässt er Tausend andere zurück".

Als unabkömmlich bezeichnete der Kardinal den Beitrag religiös motivierter Jugendlicher für den Frieden. "Beim Frieden geht es nicht darum, Spannungen auszugleichen, sondern darum, gemeinsam Geschwisterlichkeit zu leben. Trotz der Vielzahl von Kulturen, Rassen, Sprachen und Glaubensbekenntnissen haben wir etwas, das uns alle eint - dass wir Kinder Gottes und somit Geschwister sind", betonte Omella. Das Bauen am Frieden erfordere die Fähigkeit zu vergeben, den anderen zu verstehen und "nicht als Feind zu sehen, sondern als Bruder und Schwester".

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto (c) Gebetsaktion Medjugorje


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  15. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz