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Der synodale Endspurt beginnt

29. August 2022 in Kommentar, 34 Lesermeinungen
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Bereits mit der vorletzten Synodalversammlung könnte also das faktische Ende großer Teile der katholischen Kirche in Deutschland sehr konkret Gestalt annehmen - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)

Bald geht es wieder los. Die vorletzte Synodalversammlung des synodalen Weges von DBK und „ZdK“ trifft sich am 8. und 9. September in Frankfurt am Main. Diese Versammlung, die trotz ihres verwirrenden Namens natürlich keine Synode ist, sondern eine Veranstaltung „sui generis“ und damit keinerlei Verbindlichkeit hat, sollte man dennoch nicht unterschätzen. Man hat – schon jetzt – mit diesem Format Fakten geschaffen, die die Kirche in Deutschland nicht unberührt lassen. Die Bestrebungen aus Paderborn, Laien an der Bischofswahl zu beteiligen, zeigen das nur zu deutlich. Man wird auf der nächsten Versammlung – so denn die Pläne der Protagonisten zünden – das Bischofamt in weiten Teilen dekonstruieren. Wird der sogenannte „synodale Rat“ für Deutschland beschlossen, dann ist der Bischof nur noch ein netter Grüßaugust. Synodale Räte, das ist die Absicht, soll es auf allen Ebenen geben. Sie sollen auf allen Ebenen maßgeblich sein. Während allerdings auf Pfarr- und Diözesanebene für die Räte eine Wahl durch die Pfarr- oder Diözesanmitglieder, das bedeutet durch die im Taufregister ausgewiesenen Kirchenmitglieder, gelten soll, geht man beim bundesweiten „synodalen Rat“ kein Risiko ein. Dieser wird von der herrschenden Funktionärskaste ernannt werden, so steht es in der Beschlussvorlage. Damit wird das Regiment der Laienfunktionäre auf Dauer zementiert.

Der Vatikan hat bereits recht unterkühlt auf dieses Bestreben reagiert und erklärt, dass die Gläubigen nicht dazu verpflichtet werden können, neue Leistungsstrukturen oder neue Glaubenslehren anzunehmen. Dankbar hat man das zur Kenntnis genommen, denn in der Tat geht es exakt darum. Es sollen Fakten geschaffen werden, hinter die es kein Zurück mehr gibt. Ist der bundesweite „synodale Rat“ erst eingeführt, hat dieser gemäß dem Beschluss des „synodalen Weges“ Haushaltshoheit. Natürlich werden die Bistümer nach wie vor ihre eigenen Haushalte haben, doch es steht außer Frage, dass es Durch- und Übergriffigkeiten geben wird. Es gibt ein Modell dafür. In Europa liegt die Gesetzgebungshoheit für Fragen des Lebensrechts bei den Mitgliedsstaaten. Das jedoch hält das EU- Parlament nicht davon ab, regelmäßig Berichte zu verabschieden, die von einem frei erfundenen „Recht auf Abtreibung“ fabulieren und damit Druck auf Mitgliedsstaaten ausüben, die das Lebensrecht ungeborener Menschen zumindest partiell noch schützen.

Jeder Bischof, der auf der kommenden Versammlung des „synodalen Weges“ von DBK und „ZdK“ für den synodalen Rat stimmt, wird damit faktisch resigniert haben. Künftige Glaubensverkündigung steht dann unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Laienfunktionäre. Und wie diese aussehen soll, zeigt sich in anderen Texten, in denen zum Beispiel die Zusammenarbeit mit sogenannten staatlichen Antidiskriminierungsstellen vorgesehen wird. Solche Antidiskriminierungsstellen, die auch Deutsche gerne mal als Kartoffeln bezeichnen, stehen in der steten Gefahr zu zeitgeistigen Tugend- und Gedankenwächtern zu werden. Die Kirche als Abwehrinstanz gegen zeitgeistige Irrtümer wird damit ausgeschaltet. Steht also die katholische Morallehre, was im Grunde zu allen Zeiten der Normalfall ist, in Konkurrenz zu den Tugendwerten des Zeitgeistes, so ist die katholische Moral fortan diskriminierend und damit verboten. Predigt ein Pfarrer über katholische Ehelehre, so steht er damit schon bald mit einem Bein im Gefängnis. Denn ist klar, dass katholische Vorstellungen der Ehe als unauflöslicher Lebensbund zwischen einem Mann und einer Frau, der zudem für die Zeugung (nicht aber Erzeugung) von Kindern offen ist, dem woken Zeitgeist ein erheblicher Dorn im Auge ist. In die schöne neue diverse nichtbinäre Welt der sexuell bunten nicht heteronormativen Vielfalt passt das einfach nicht mehr.

Bereits mit der vorletzten Synodalversammlung könnte also das faktische Ende großer Teile der katholischen Kirche in Deutschland sehr konkret Gestalt annehmen. Es sollte natürlich niemand damit rechnen, dass am 11. September der Papst beim Angelus das Schisma für Teile der Kirche in Deutschland feststellt. So schnell schießen die Vatikanier nicht. Doch sollte tatsächlich der synodale Rat auf Bundesebene beschlossen werden, muss man die Augen aufhalten. Rom hat sehr klar gesagt, dass man die Bischöfe und die Gläubigen nicht zur Annahme neuer Formen der Leitung und neuer Ausrichtungen der Lehre und der Moral verpflichten kann. Insofern ist zwar eine möglicherweise Einführung eines sogenannten „synodalen Rates“ sowie dessen eventuelle Beschlüsse für Katholiken vollkommen irrelevant. Das große Aber in Deutschland ist die Verknüpfung der Mitgliedschaft in der Kirche mit der Entrichtung der Kirchensteuer. Mit Einführung einer illegitimen Leitungsebene geht einher, dass Katholiken diese dennoch mit ihren Kirchensteuern mitfinanzieren, auch wenn sie diese – dem Lehramt der Kirche folgend – ablehnen.

Es ist insofern nicht vorstellbar, dass es für gläubige Katholiken eine moralische Verpflichtung geben kann, mit der in Deutschland verpflichtend zu zahlenden Steuer illegitime Formen der Leitung der Kirche mitzufinanzieren. Somit ist aus heutiger Sicht nicht auszuschließen, dass in der Folgezeit der jetzt kommenden Vollversammlung des synodalen Weges von DBK und „ZdK“ durch die Umsetzung der Beschlüsse dieser Versammlung für gläubige Katholiken eine moralische Pflicht zur Verweigerung der Kirchensteuerzahlung entsteht. Hierzu wäre dann mal endlich ein Wort aus Rom fällig, dass es Katholiken ermöglicht, ihrer kanonischen Pflicht zur Kirchenfinanzierung anders nachzukommen. Denn auch dieser Gedanke ist zu berücksichtigen: Geld, das für die Neuevangelisierung und den Dienst an den Armen dringend gebraucht würde, darf einfach nicht in Kanäle gelangen, die systematisch zeitgeistige Irrtümer und das Schisma vorantreiben. Hier sind neben den Seelsorgern vor allem die Vordenker der Kritik am synodalen Weg von DBK und „ZdK“ gefordert. Es gilt, sich Gedanken über Auswege zu machen. Die Gläubigen in ihrer Gewissensnot allein zu lassen und rechtspositivistisch einfach auf geltendes Recht zu verweisen, ist kein Ausweg.


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Lesermeinungen

 UnivProf 5. September 2022 
 

Schafsfelle

Auf dem "synodalen Weg" werden jetzt Schafsfelle verkauft - um die Wölfe besser zu integrieren


0
 
 Rolando 2. September 2022 
 

Das ganze Rätesystem gehört abgeschafft

Bei den sog. Räten geht es nicht um die Wahrheit sondern um Meinungen und Ansichten, welche Leute äußern, die sich nicht im Bereich der Lehre der Kirche aufhalten, ja sie gar nicht kennen.


2
 
 UnivProf 2. September 2022 
 

Leberkäs?

Wer noch glaubt, der "synodale Weg" sei synodal oder ein Weg, der glaubt auch, dass Leberkäs aus Käse gemacht wird oder dass Zitronenfalter Zitronen falten!


2
 
 winthir 30. August 2022 

carolus magnus meint,

der "synodale Irrsinn" [sic] hätte über 14 Millionen € gekostet.

Die "Tagespost" meint, der "Synodale Weg" hätte den deutschen Kirchensteuerzahler bislang mehr als 5,7 Millionen € gekostet.

siehe link.

www.die-tagespost.de/kirche/synodaler-weg/soviel-kostet-der-synodale-weg-art-228470


1
 
 winthir 30. August 2022 

nun, modernchrist,,

das "Haue3n und Stechen" um "Pöstchen" gibt es doch schon länger. und das nicht nicht nur in unserer Kirche, doch bei uns auch.

ein Beispiel, aus meinem Leben.

1) ich hatte mich beworben als Mesner für die Kapellen der Münchner Innenstadt-Kliniken. Die zwei zuständigen Priester (beide mir sehr persönlich bekannt) waren zunächst begeistert, von dieser Idee. Und dann das Übliche: Absage, vom Ordinariat (ich schreibe das immer noch mit einem "r"). ein anderer Mansch hatte wohl "das Rennen gemacht". nuja -

dann halt nicht :-)

winthir :-)


1
 
 modernchrist 30. August 2022 
 

modernchrist

Um die Posten in solchen Räten und Dauereinrichtungen wird es ein Hauen und Stechen geben! Intrigen, Falschaussage und Heimtücke wird die Tagesordnung sein, denn wer dort einmal drin ist, fühlt sich an der Macht. Und um die geht es diesen Leuten. Es ist eine Machtergreifung im Gange zur Transformnation unserer Kirche. Kardinal Marx hat es unverblümt heuer im Fastenhirtenbrief gesagt: Die TRANSFORMATION der Kirche geht doch langsamer voran als gedacht, schrieb er wörtlich! Wir sehen es an den perversen Aussagen wie Stetter-Karps: Du kriegst die Leute nicht mehr weg!


2
 
 winthir 30. August 2022 

Die Austrittszahlen sprach ThomasR hier an.

Das ist nur ein Teil der Problematik.

Den 240.000 Bestattungen standen 2021 141.000 Taufen gegenüber.

(zum "weltlichen" Vergleich für 2021: 796.000 Geburten, 1.024.000 Sterbefälle)

Also: Der Nachwuchs fehlt.


0
 
 Chris2 30. August 2022 
 

Tanz um das goldene Kalb

Dake @Leopold Trzil für diese überaus treffende Analogie. Wie das damals ausging, ist bekannt. Leider werden wir auf eine Notbremsung durch Rom vermutlich bis nach dem nächsten Konklave warten müssen...


4
 
 winthir 30. August 2022 

Der päpstliche Rat für Gesetzestexte, der Kirchenaustritt und der Abfall vom Glauben.

Als Reaktion auf den päpstlichen Rat für die Gesetzestexte fanden die deutschen Bischöfe flugs einen Ausweg aus dem "Dilemma", der wie folgt funktioniert:

1. Du erklärst Deinen Austritt beim Standesamt.
2. Das Standesamt informiert Deine Pfarrei.
3. Du erhältst von Deinem Pfarrer einen von der DBK formulierten "Drohbrief", in der Dir die Konsequenzen (nix kirchliches Begräbnis ...) geschildert werden.
4. Falls Du dann keine Reue zeigst (Wiedereintritt), bist Du vom Glauben abgefallen und damit exkommuniziert.

Lachnummer. Es geht halt um's Geld, und um nichts sonst.


3
 
 winthir 30. August 2022 

Das ZdK und die Finanzen.

carolus romanus meinte, das ZdK würde mit seiner üppigen Personalausstattung sehr viele Millionen pro Jahr verschlingen.

Fakt ist: Es sind nicht sehr viele, sondern ca. 2 Mio. € pro Jahr (s.link).

Ohne über die Sinnhaftigkeit des ZdK zu sinnieren: Das hält sich wohl "im Rahmen".

www.zdk.de/ueber-uns/finanzen/


0
 
 Leopold Trzil 29. August 2022 

Am Sinai

hatte der Hoheprister Aaron auch schon einen synodalen Prozeß moderiert. Die Beiträge flossen direkt in das Goldene Kalb.


7
 
 ThomasR 29. August 2022 
 

die Synode wird eigentlich keine positive Änderung mit sich bringen

Zugang zur Heiligen Messe und zu den Sakramenten auf der Ebene der Pfarren wird sich weiterhin verschlechtern =

Verdreifachung der Austrittzahlen wie vorprogrammiert


1
 
 Smaragdos 29. August 2022 
 

Fortsetzung

Die entweltlichte Kirche hingegen wird sich weitgehend vom Staat abkoppeln, von der Kirchensteuer allemal, ähnlich wie die evangelischen Freikirchen, und schlimmstenfalls in den Untergrund abtauchen müssen, wie die romtreuen Katholiken in China, aber weiterhin stolz den Namen "römisch-katholisch“ tragen und sich als Devise „Non praevalebunt“ auf die Fahnen schreiben. Sie wird treu an der Schrift, der Tradition und dem Lehramt der Bischöfe festhalten, besonders dem Weltkatechismus, sowie am Papstamt.


3
 
 Smaragdos 29. August 2022 
 

Verweltlichte Kirche vs. entweltlichte Kirche

Für den neu zu gründenden "Synodalen Rat" habe ich einen biblischen Begriff gefunden: Sanhedrin... aus dem Griechischen "Synhedrion". Klingt doch besser, wenn der Begriff in der Tradition verwurzelt ist und dort ein historisches Vorbild hat ;)

Möglicherweise wird der Synodale Weg in Deutschland darauf hinauslaufen, dass sich die Katholiken entscheiden werden müssen: entweder für eine verweltlichte katholische Kirche oder für eine entweltlichte katholische Kirche, wie sie Papst Benedikt 2011 in Freiburg prophetisch anmahnte.

Die verweltlichte Kirche wird sich dem Staat anbiedern bzw. unterwerfen und von ihm gesteuert werden, ähnlich der patriotischen Kirche in China, und sich an den reichen Geldtöpfen des Staates laben. Vom Synodalen Rat geführt, wird man sie getrost "sowjet-katholische Kirche" nennen dürfen, heisst doch "Rat" auf Russisch "sowjet". Als Devise würde sie "Carpe diem!" wählen, "Geniesse den Tag!".


3
 
 lesa 29. August 2022 

Der Wurzelstock (Jes 11)

si enim fallor: Hoffnung. Die Wahrheit wird doch stärker sein, auch wenn es zunächst ein kleiner Rest sein wird, der sich ausdrücklich an diesen Katechismus hält. Er kann wachsen, denn die Kirche erleidet nie umsonst derartige Geburtswehen.


3
 
 kant3 29. August 2022 
 

Rote Linien und die Reaktionen des Vatikan

Man kann einem Bischof nicht verbieten, sich bei seinen Lehren u. Entscheidungen von einem Rat beraten zu lassen oder sich sogar an seine Beschlüsse zu binden. Das wäre natürlich sehr unklug und – besonders letzteres – grenzwertig, liegt aber letztlich in seinem Ermessen.

Die rote Linie wäre erst überschritten, wenn ...
- der Bischof den Rat "verfassungsmäßig" für die Diözese festlegen würde, sodaß auch sein Nachfolger daran gebunden wäre, oder ...
- er einem solchen Rat folgend Lehren verkünden und Entscheidungen treffen würde, die der Lehre der Kirche widersprechen, oder ...
- wenn der Rat sich einem neuen Bischof widersetzen würde.

Da wir davon noch weit entfernt sind, handelt der Vatikan zu Recht zurückhaltend. Mit dem Brief des Papstes und der letzten Note hat der Vatikan schon klar Position bezogen. Eine weitere, massive Einmischung wäre in der derzeitigen Situation m.Er. eher kontraproduktiv.


1
 
 Chris2 29. August 2022 
 

"Mit einem Bein im Gefängnis"

@si enim fallor, sum: In Finnland z.B. läuft ein Prozeß gegen die ehemalige Innenministerin wegen einer alten Broschüre, die die natürliche Familie verteidigt hatte. Und auch bei uns wird immer mehr verboten. Es wird so kommen und ist schon so, dass man die Bibel nicht mehr ohne Weiteres zitieren darf. Wurde nicht erst kürzlich ein Christ genau deswegen auf dem CSD sogar festgenommen und wegen "Hassrede" angezeigt? Die Frage ist nur, ob die GedaPo die Priester schon bei der Predigt verhaften oder erst später anklagen wird...


3
 
 si enim fallor, sum 29. August 2022 
 

Natürlich, Lesa, sind wir der gleichen Meinung.

Ich fand nur die Worte "mit einem Bein im Gefängnis" zu pessimistisch (sogar extrem pessimistisch).

Aber wie sie sagen und ich so ausgedrückt habe: "Denkbar (wenn auch schrecklich) ist, dass die katholische Kirche in Deutschland akzeptiert, dass häretische Lehren in ihrer Mitte verbreitet werden"

Aber ich denke auch, dass sich der Katechismus kurz- und mittelfristig nur wenig oder gar nicht ändern wird.

Für viele Gläubige und Priester wird es dann wegen der Dichotomie jedoch schwieriger sein, die Wahrheit von der Häresie zu unterscheiden, wenn sich die Häresie innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland ausbreitet, aber doch nicht im Katechismus und der Worten und Lehren des Papstes, des Vatikans als Ausdruck der Weltkirche und der Enzykliken, Dokumente der Glaubenskongregation, usw. usw. Platz findet.


2
 
 lesa 29. August 2022 

Jeder wird den Lohn empfangen, je nach der Mühe, die er aufgewendet hat. (Hl .Paulus)

Eine hervorragende Hilfe zur Orientierung angesichts der Verirrungen des synodalen Weges sind die Beilagen zur Tagespost "Mit der Tagespost auf dem synodalen Weg" (z.B. gleich Nr. 1, Nr. 16, aber auch die anderen.) Hier kann jeder zu den aktuellen Themen auf einigen Seiten die Wegmarken theologisch genau begründet nachlesen. Eine hervorragende Hilfe wäre das für viele, die in der Verkündigung stehen, aber mit zu viel praktischer Arbeit (mehrere Pfarreien etc.) überhauft sind und nicht die Ziet haben, ganze theologische Bände zu studieren. Ganz ohne theologische Begründungen parat zu haben, geht es aber wirklich nicht. Ein Gutteil der Misere rührt ja auch daher, dass sich viele für die Verkündigung Verantwortliche beim Mainstrema informieren anstatt bei den Schriften über die Glaubengrundlagen.
Gott sei gelobt, gepriesen und gedankt für den Katechismus und für alle jene Hirten und Theologen, die sich abmühen, um in dieser Situation die Lehre darzulegen und neu zugänglich zu machen!


3
 
 Vox coelestis 29. August 2022 
 

@Chris

Ja Chris, die katholische Kirche in Deutschland braucht dringend eine große Operation, eine Not-OP.
Denn sie ist schwer erkrankt und zutiefst verletzt.
Und diese muss der Chefarzt persönlich vornehmen, also der Papst, mit den Kardinälen als Assistenten.
Aber traut er sich eine so schwere OP zu?
Wenn nicht wird der Stolz, der Modernismus, der Egoismus und der Glaubensabfall weiter um sich greifen und sich rasant ausbreiten wie ein Krebsgeschwür, für dass es alsbald keine Heilung mehr geben wird.


5
 
 lesa 29. August 2022 

Gott schütze die Menschen vor der Legitimation des Abfalls durch Irrlehrer

si enim fallor: "Steht also die katholische Morallehre, was im Grunde zu allen Zeiten der Normalfall ist, in Konkurrenz zu den Tugendwerten des Zeitgeistes, so ist die katholische Moral fortan diskriminierend und damit verboten. Predigt ein Pfarrer über katholische Ehelehre, so steht er damit schon bald mit einem Bein im Gefängnis."
Der letzte Satz ist vielleicht nicht wortwörtlich gemeint. Aber viele, die der katholischen Moral "entwöhnt sind" und in der Annahme aufgewachsen sind, dass die Gebote, z.B. das 6. (aber auch die anderen) heutzutage nicht mehr partout zu halten sind, lieber in Pfarren (sofern sie überhaupt noch in die Kirche gehen, was ja begrüßenswert ist), wo der Priester um den Brei herumredet, jegliche Sünde bagatellisiert oder leugnet "im Namen des Erbarmens" und jenen wesentlichen Teil der Barmherzigkeit verschweigt, der heißt: "Sündige nicht mehr, damit die nicht Schlimmeres zustößt" (vgl Joh) Wird das Ergebnis des synod. Irrwegs die Legitimation des Abfalls sein?


4
 
 menke 29. August 2022 
 

@Einfach

Ich möchte Ihnen zustimmen. Wenn jemand wirklich Antworten auf die Fragen zur Kirchlichen Krise sucht, ist der "Katechismus zur Kirchlichen Krise" von Matthias Gaudron ein wunderbare Hilfe. Ebenso lohnt sich das Buch von Erzbischof Marcel Lefebvre mit dem Titel: "Offener Brief an die ratlosen Katholiken" zu lesen. Bei Bücher sind für mich Trost und Hoffnung in diesen verrückten Zeiten.


8
 
 Joachim Heimerl 29. August 2022 
 

Der päpstliche Rat für die Gesetztestexte hat im März 2006 sehr klar festgestellt,

dass es eines Abfalls vom Glauben bedarf und dass dieser formal richtig (also nicht vor dem Standesamt, sondern gegenüber dem Bischof oder Pfarrer!) erklärt und seitens des Ordinarius angenommen werden muss. Mit anderen Worten: Der übliche Kirchenaustritt dürfte unwirksam sein; man behauptet diese Wirksamkeit in Deutschland aber seitens der Bischöfe - sonst wäre ja das Geld weg...


4
 
 Chris2 29. August 2022 
 

Habe mich zu dezent ausgedrückt,

denn was ich beschrieben habe, würde bei den "Anderekirchlern" kaum noch Eindruck machen. Die ZdK-Vorsitzende ist auf jeden Fall unhaltbar, da sie ja sogar gefordert hatte, "eine Diskussion über die Sicherung des Angebots müsse auch die medizinische Ausbildung umfassen" (so der BR, was offenbar bedeutet, dass die aktive Teilnahme an Kindstötungen eine Voraussetzung für ein Medizinstudium werden soll). Auch eine Absetzung von zumindest Marx und Bätzing sollte Rom dringend erwägen.

www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/zdk-praesidentin-abtreibungen-flaechendeckend-ermoeglichen,TBTdwQZ


3
 
 Chris2 29. August 2022 
 

Die Spaltung ist längst Fakt,

es traut sich nur niemand, dies offiziell einzugestehen. Was also tun? Ich fürchte, der einzig verbliebene sinnvolle Weg ist ein glasklares und inhaltlich wie im Ton sehr deutliches Wort aus Rom in deutscher Sprache (das wäre erst das zweite solche Dokument nach "Mit brennender Sorge"), verbunden mit Schüssen vor den Bug häretischer Bischöfe. Als Zeichen, dass man es ernst meint, wäre die Abberufung der Chefin des Zd"K" durch Rom angebracht, die allen Ernstes ein flächendeckendes Angebot vorgeburtlicher Kindstötungen gefordert hatte. Und das im Namen der Kirche und ausgerechnet in Deutschland!
Das Schlimmste wäre, weiterzuwursteln und z.B. wieder bestenfalls sybillinische Kritik durch ein unverfängliches Zitat Latein aus einem Werk über Häresien zu üben, denn das würde nur noch mehr Katholiken verwirren und mit in den Abgrund reißen. Nur dezente Andeutungen helfen jedenfalls nicht mehr, wenn die Hütte lichterloh brennt (und sowieso kaum noch jemand Latein beherrscht)...


5
 
 carolus romanus 29. August 2022 

Der springende Punkt

Herr Winnemöller hat es im letzten Absatz auf den Punkt gebracht. Die entscheidende Frage ist das Geld. Das ganze System speist sich aus der Kirchensteuer. Viele Funktionäre des „ZDK“ leben ebenfalls beruflich von der Kirchensteuer. Würde der Geldhahn zugedreht oder versiegt der Nachschub wäre sehr schnell Schluss mit dem Funtionätswesen, „ZDK“, das mit seiner üppigen Personalausstattung sehr viele Millionen pro Jahr verschlingt, der synodale Irrsinn hat allein über 14 Millionen € gekostet. Effekt für die Evangelisation, substantielle Hilfe für Arme und Schwangere in schwerer Gewissensnot? Null.
Man wird dann offiziell in Rom anfragen müssen, ob man gezwungen werden kann Geld zu bezahlen für eine beschlossene Lehre, die nicht nur gegen den Glauben steht sondern im Kirchenrecht explizit zur Strafe führt. Beispiel: die jetzige Präsidentin fordert die Ausbildung zur Abtreibung für Mediziner. Wer eine Abtreibung durchführt, ist automatisch exkommuniziert.


7
 
 Chris2 29. August 2022 
 

Kommen einem diese Begriffe bekannt vor?

- Zentralkommittee
- Generalsekretär (Vorsitzender des Z.)
- Räte
Alles das sind Begriffe, die ich zuerst aus dem Kommunismus kannte. Ein Schelm, der Böses dabei denkt...


5
 
 Einfach 29. August 2022 
 

Diese ganze Veranstaltung

ist so lächerlich, dass man sich am besten gar nicht mehr damit befasst. Für Katholiken gilt die authentische Lehre, gestern, heute und bis zur Wiederkunft unseres HERRN JESUS CHRISTUS ! Ich empfehle den „Katechismus zur kirchlichen Krise“, erhältlich für 12,80€ im Sarto Verlag, 100 Fragen werden authentisch beantwortet, damit kann niemand in die Irre gehen. Wir bleiben katholisch, komme was da wolle !!!


6
 
 Tante Ottilie 29. August 2022 
 

"Brecht dem "......" die Gräten - alle Macht den Räten!"

Kann mich auch noch an den Spruch gegen den damaligen regierenden Bürgermeister von Westberlin erinnern.

Nun, die Geschichte ging darüber hinweg.

Ich hoffe das auch für diesen sog. "Synodalen Weg" und dessen Protagonisten.


4
 
 si enim fallor, sum 29. August 2022 
 

Ich finde die Überlegungen von Hrn. Winnemöller zu pesimistisch

Z. B.: " Steht also die katholische Morallehre, was im Grunde zu allen Zeiten der Normalfall ist, in Konkurrenz zu den Tugendwerten des Zeitgeistes, so ist die katholische Moral fortan diskriminierend und damit verboten. Predigt ein Pfarrer über katholische Ehelehre, so steht er damit schon bald mit einem Bein im Gefängnis."
So etwas halte ich für unmöglich, Es sei denn, die Verfassung würde grundlegend geändert. Die Religionsfreiheit wird nicht verschwinden.


Denkbar (wenn auch schrecklich) ist, dass die katholische Kirche in Deutschland akzeptiert, dass häretische Lehren in ihrer Mitte verbreitet werden (eine Akzeptanz, die durch den pastoralen und monetären Willen gerechtfertigt wäre), aber es scheint schwierig, dass der Katechismus auf dem synodalen Weg in die gewünschte Richtung verändert wird. Aber es ist klar, dass es für die Gläubigen und den Klerus schwieriger sein würde, das Wahre vom Häretischen zu unterscheiden.


2
 
 Joachim Heimerl 29. August 2022 
 

Niemand kann gegen sein Gewissen gezwungen werden,

ein System zu finanzieren, das gegen die Lehre der Kirche ist. Wir sind Katholiken durch Taufe und Firmung und durch unser klares Bekenntnis zum katholischen Glauben - wir sind es aber nicht durch die Kirchensteuer; dies darf man auch aus dem Text des päpstlichen Rates für die Gesetzestexte ableiten, der zu diesem Thema (2006?) erschienen ist. - Warten wir ab, was kommt...


8
 
 Vox coelestis 29. August 2022 
 

Alle Macht geht vom Volke aus?

So ein Blödsinn!
Synodale Räte statt Bischöfe - geht's noch?

Aber halt wieder das alte Lied - alle Gewalt soll vom Gottesvolk ausgehen, also von unten, und nicht durch die Erwählung von Gott, von oben.
Mal sehen wieviele Bischöfe mitmachen und bereit sind, ihr eigenes Grab zu schaufeln.

Ich setze vielmehr auf einen ganz anderen Rat - nämlich den Geist des Rates, den Hl. Geist.
Wo der fehlt, nützen auch tausend gewählte Räte nichts!


10
 
 girsberg74 29. August 2022 
 

Selbstverständlich nicht ! - Geld nur für die richtige Sache !

Zu tun gibt für das einfache Schaf augenblicklich nichts; außer dass es sich schon mal nach einer anderen Weide umsieht, dabei nicht wankend wird oder fällt.

Ich rege mich nicht mehr auf, kostet nur meine – meine ! - Energie.

Habe für Osnabrück schon mal meine „Austrittserklärung“ in der Schublade - nein, natürlich nicht, sondern nur im übertragenen Sinne; keine überflüssige Befassung!

Aber es wird mich gegebenenfalls keine fünf Minuten kosten, „meine“ Erklärung vom Kopf in die Hand fließen zu lassen, einschließlich aller Höflichkeitsformen.

Das Geld? - Geht zum anderem, das jetzt schon für den rechten Glauben arbeitet. (Es ist aber noch nicht zuviel.)


7
 
 Uwe Lay 29. August 2022 
 

Alle Macht den Räten!

"Alle Macht den Räten!" ist noch eine bekannte Revoutionsforderung und jetzt wird so das linksliberale katholische Lager in der hiesigen Kirche die Macht ergreifen, da es wohl darauf hofft, auf allen kirchlichen Ebenen die Mehrheit zu gewinnen. Wie lange wird es dann noch eine Katholische Kirche Deutschlands geben?
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


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