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„Der Rauch Satans und der Synodale Weg“

29. September 2022 in Kommentar, 5 Lesermeinungen
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„Der synodale Weg schickt sich an, das feine und fest gewobenen Band der heiligen Kontinuität der liturg. Verehrung und des eucharist. Liebesmahls mit Jesus des durch die Zeit pilgernde Gottes-Volk zu zerreißen.“ Gastkommentar von Christian Färber


Bonn (kath.net) Das berühmte Sinnbild „Da qualche fessura sia entrato il fumo di Satana nel tempio di Dio“ in der Predigt zum Apostelfest 1972 ist der Widerhall – des mittlerweile heiliggesprochenen – Papstes Paul VI., auf die bis heute konsequent fortgesetzten liturgischen Missbräuche und die Sexual Moral der damaligen Zeit. Mit der Enzyklika "Humanae vitae" stellen sich der Papst und die Katholische Kirche klar gegen die Verhütung, auch heute noch ein strahlendes Vorbild zum Schutz des Lebens. Fast scheint es, als wäre dem Papst damals noch nicht klar geworden, woher der „Rauch Satans“ in die Kirche eindringt, als er diffus von „irgendeinem Spalt“ sprach. 50 Jahre später erweisen sich die fast prophetisch anmutenden Worte als erschütternde Gewissheit und auch der Spalt ist längst ausgemacht. Der synodale Weg schickt sich an, das feine und fest gewobenen Band der heiligen Kontinuität der liturgischen Verehrung und des eucharistischen Liebesmahls mit Jesus des durch die Zeit pilgernde Gottes-Volk zu zerreißen.


Sicher kann man den berühmten Worten Pauls VI. auch eine reflexive Bedeutung zuschreiben. Immer wieder gab es in der Katholischen Kirche Häresien und Schismen. Beispiele hierfür sind der Donatisten-Streit oder das arianische Schisma, bei denen es um den Umgang mit den vor der Verfolgung geflohenen Klerikalen beziehungsweise um die Trinität Gottes ging. Auch wenn durch diese Bewegungen die Einheit der Kirche bedroht war, weist der synodale Weg eine fatale und zerstörerische neue – noch nie da gewesene – Qualität des Schismas und er Häresie auf.

Während die staatspolitische Welt seit dem Investiturstreit über die Aufklärung und den Humanismus bis hin zu den „modernen“ Demokratien sich immer weiter säkularisiert und eine von der Asebie geprägte Gesellschaft zurückgelassen haben, standen in der katholischen Kirche – auch bei den Schismen und Häresien – immer die rechte Verehrung Gottes im Vordergrund. Was sich aber mit Luther bereits andeutete und heute mit dem synodalen Weg in so unglückseligerweise kulminiert, ist die Loslösung Gottes aus dem Katholischen Glauben. Nicht mehr Gott steht im Mittelpunkt, sondern der Mensch. Das Ermessen geschaffener Geschöpfe und Mehrheiten sollen über die göttliche Existenz, die liturgische Verehrung, die Realpräsenz Gottes in der Eucharistie, den Wert des Lebens sowie die Gestalt der Kirche entscheiden. Ein formaler Fehlschluss mittels maligner Naturargumenten par excellence!

Man darf an dieser Stelle nicht dem Fehler verfallen zu glauben der synodale Weg sei eine bloße und billige Anpassung der Kirche an den Zeitgeist. Es ist der Versuch die heilige Katholische Kirche zu demokratisieren und völlig den menschlichen Bedürfnissen zu unterwerfen. Es ist letztendlich die Zerstörung der heiligen Katholischen Kirche und die Rechtfertigung der staatlichen Asebie sowie der Versklavung der Menschen in den modernen sozialistischen Ideologien. Daher werden die Synodalen auch weiter gegen jegliche Argumente immun bleiben und ihren Kurs mittels sämtlicher ihnen zur Verfügung stehenden Instrumente der politscher Unterdrückung und Diffamierung brachial durchsetzen.

Eine Anekdote um den 1988 verstorbenen Mainzer Kardinal Hermann Volk besagt, er sei von einem sybaritisch geprägtem Priesteramtskandidat gefragt worden, warum er liturgische Gewänder zur Messe tragen müsse, statt eines feinen Anzugs. Die lakonische und richtungsweisende Antwort Volks wird mit „Damit Sie darunter verschwinden“ wiedergegeben. Wie heilspendend wäre es tatsächlich gewesen, wenn die heutigen deutschen Bischöfe und Kardinäle sich selbst zurücknehmen und wieder den auferstandenen Christus in das Zentrum ihres Wirkens und ihrer Botschaft stellen würden! Stattdessen haben sie das aller Heiligste zu einer Schaubühne sozialistischer Ideologien herabgewürdigt.

Fürwahr! Der Rauch Satans ist in die Katholische Kirche eingedrungen.


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