Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  5. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  6. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  12. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  13. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  14. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

"Alte Kirche des Ostens" wählte neues Oberhaupt

17. November 2022 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mar Gewargis III. Younan folgt als Katholikos-Patriarch auf Mar Addai II. Giwargis


Chicago/Bagdad (kath.net/KAP) Die "Alte Kirche des Ostens" hat einen neuen Katholikos-Patriarchen gewählt. Bei der jüngsten Bischofssynode, die am 12. November in Chicago tagte, wurde Mar Gewargis Younan, Bischof der Diözese des Ostens der Vereinigten Staaten von Amerika und ganz Europa, zum neuen Katholikos-Patriarchen gewählt, wie der "Pro Oriente"-Informationsdienst am Mittwoch berichtete. Das neue Kirchenoberhaupt wird den Namen Mar Gewargis III. Younan tragen. Der Tag der Patriarchenweihe wurde auch bereits mitgeteilt, liegt aber noch in zeitlicher Ferne: Die Feier soll am 9. Juni 2023 in Bagdad stattfinden.

Der bisherige Patriarch Mar Addai II. Gewargis war am 11. Februar verstorben. Eigentlich war schon im Juni der Erzbischof von Australien und Neuseeland, Mar Yakoob Danil, zum neuen Kirchenoberhaupt gewählt worden. Seine Weihe zum Patriarchen hätte am 20. August stattfinden sollen, wurde dann aber abgesagt, nachdem der designierte Patriarch "aus persönlichen Gründen", wie es hieß, sein Amt nicht antreten wollte.


Die "Alte Kirche des Ostens" ist erst in den 1960er-Jahren aus einem Streit innerhalb der "Assyrischen Kirche des Ostens" hervorgegangen. In dieser Kirche wurde 1964 der Gregorianische Kalender eingeführt. Einige Bischöfe akzeptierten dies nicht und hielten am Julianischen Kalender fest. 1968 entstand so auch formal die "Alte Kirche des Ostens", die weltweit zwischen 70.000 und 100.000 Gläubige zählt. Ihr Zentrum hat sie im Irak, es gibt aber auch Gemeinden in Nordamerika, Europa und Australien.

Die "Assyrische Kirche des Ostens" zählt weltweit rund 400.000 Gläubige mit dem Schwerpunkt in Nahost (Iran, Irak, Syrien, Libanon), aber auch in Nordamerika, Europa, Australien und Indien.

Zwischen der "Assyrischen Kirche des Ostens" und der "Alten Kirche des Ostens" bestehen keinerlei Unterschiede in Glaubensfragen. Nach dem Tod von Mar Addai II. Gewargis waren in Chicago Gespräche zwischen beiden Kirchen aufgenommen worden, in denen die Möglichkeit einer Wiedervereinigung ausgelotet wurde. Die Gespräche führten aber bislang zu keinem greifbaren positiven Ergebnis.

Verbundenheit mit Österreich

"Pro Oriente"-Präsident Alfons Kloss hat in einem Glückwunschschreiben an den neu gewählten Patriarchen die Verbundenheit und freundschaftlichen Beziehungen der Stiftung mit der "Alten Kirche des Ostens" hervorgehoben. Er sei dankbar, dass stets auch ein Vertreter dieser Kirche an den ökumenischen Aktivitäten der Stiftung, besonders im Rahmen des "Forums Syriacum", teilnimmt. Im Blick auf die Dialoge mit den Kirchen der syrischen Tradition unterstrich Kloss, dass diese Dialoge mit dem Ziel geführt würden, "der Einheit zwischen unseren Kirchen und auch innerhalb der Familie der Kirchen der syrischen Tradition zu dienen".

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SCHLEGL 17. November 2022 
 

Schade, dass es dort ein Schisma gibt!

Die Assyrische Kirche hat in der Geschichte furchtbar gelitten! Einst leistete sie Missionsarbeit bis nach China und Tibet. Die gewaltsamen Expansion des Islam von Anfang an, hat diese blühende Großkirche gewaltig schrumpfen lassen. Im 19. Jahrhundert wurden die Assyrer von den Kurden massakriert (steht auch bei Karl May "Durchs wilde Kurdistan"), 1915/16 haben die Türken nicht nur die Armenier, sondern auch Westsyrer und Assyrer auszurotten versucht.Der größere Teil der Assyrer ist heute mit Rom verbunden (Chaldäer). Ein Schisma nur wegen des Kalenders erscheint fragwürdig!


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  15. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz