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"Alte Kirche des Ostens" wählte neues Oberhaupt

17. November 2022 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Mar Gewargis III. Younan folgt als Katholikos-Patriarch auf Mar Addai II. Giwargis


Chicago/Bagdad (kath.net/KAP) Die "Alte Kirche des Ostens" hat einen neuen Katholikos-Patriarchen gewählt. Bei der jüngsten Bischofssynode, die am 12. November in Chicago tagte, wurde Mar Gewargis Younan, Bischof der Diözese des Ostens der Vereinigten Staaten von Amerika und ganz Europa, zum neuen Katholikos-Patriarchen gewählt, wie der "Pro Oriente"-Informationsdienst am Mittwoch berichtete. Das neue Kirchenoberhaupt wird den Namen Mar Gewargis III. Younan tragen. Der Tag der Patriarchenweihe wurde auch bereits mitgeteilt, liegt aber noch in zeitlicher Ferne: Die Feier soll am 9. Juni 2023 in Bagdad stattfinden.

Der bisherige Patriarch Mar Addai II. Gewargis war am 11. Februar verstorben. Eigentlich war schon im Juni der Erzbischof von Australien und Neuseeland, Mar Yakoob Danil, zum neuen Kirchenoberhaupt gewählt worden. Seine Weihe zum Patriarchen hätte am 20. August stattfinden sollen, wurde dann aber abgesagt, nachdem der designierte Patriarch "aus persönlichen Gründen", wie es hieß, sein Amt nicht antreten wollte.

Die "Alte Kirche des Ostens" ist erst in den 1960er-Jahren aus einem Streit innerhalb der "Assyrischen Kirche des Ostens" hervorgegangen. In dieser Kirche wurde 1964 der Gregorianische Kalender eingeführt. Einige Bischöfe akzeptierten dies nicht und hielten am Julianischen Kalender fest. 1968 entstand so auch formal die "Alte Kirche des Ostens", die weltweit zwischen 70.000 und 100.000 Gläubige zählt. Ihr Zentrum hat sie im Irak, es gibt aber auch Gemeinden in Nordamerika, Europa und Australien.

Die "Assyrische Kirche des Ostens" zählt weltweit rund 400.000 Gläubige mit dem Schwerpunkt in Nahost (Iran, Irak, Syrien, Libanon), aber auch in Nordamerika, Europa, Australien und Indien.

Zwischen der "Assyrischen Kirche des Ostens" und der "Alten Kirche des Ostens" bestehen keinerlei Unterschiede in Glaubensfragen. Nach dem Tod von Mar Addai II. Gewargis waren in Chicago Gespräche zwischen beiden Kirchen aufgenommen worden, in denen die Möglichkeit einer Wiedervereinigung ausgelotet wurde. Die Gespräche führten aber bislang zu keinem greifbaren positiven Ergebnis.

Verbundenheit mit Österreich

"Pro Oriente"-Präsident Alfons Kloss hat in einem Glückwunschschreiben an den neu gewählten Patriarchen die Verbundenheit und freundschaftlichen Beziehungen der Stiftung mit der "Alten Kirche des Ostens" hervorgehoben. Er sei dankbar, dass stets auch ein Vertreter dieser Kirche an den ökumenischen Aktivitäten der Stiftung, besonders im Rahmen des "Forums Syriacum", teilnimmt. Im Blick auf die Dialoge mit den Kirchen der syrischen Tradition unterstrich Kloss, dass diese Dialoge mit dem Ziel geführt würden, "der Einheit zwischen unseren Kirchen und auch innerhalb der Familie der Kirchen der syrischen Tradition zu dienen".

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 SCHLEGL 17. November 2022 
 

Schade, dass es dort ein Schisma gibt!

Die Assyrische Kirche hat in der Geschichte furchtbar gelitten! Einst leistete sie Missionsarbeit bis nach China und Tibet. Die gewaltsamen Expansion des Islam von Anfang an, hat diese blühende Großkirche gewaltig schrumpfen lassen. Im 19. Jahrhundert wurden die Assyrer von den Kurden massakriert (steht auch bei Karl May "Durchs wilde Kurdistan"), 1915/16 haben die Türken nicht nur die Armenier, sondern auch Westsyrer und Assyrer auszurotten versucht.Der größere Teil der Assyrer ist heute mit Rom verbunden (Chaldäer). Ein Schisma nur wegen des Kalenders erscheint fragwürdig!


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