Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  5. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  8. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  11. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  14. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  15. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘

"Jesus Christus trug Sandalen, er hatte keinen Mercedes mit Chauffeur"

22. Dezember 2022 in Kommentar, 27 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Als ich katholisch geworden bin damals, war ich unglaublich fasziniert von der Liturgie. Sonntags war die Bude bis auf den letzten Platz besetzt in unserer Gemeinde. Jeden Sonntag. Und hinten standen Leute..." Gastbeitrag von Klaus Kelle


Köln (kath.net/"The Germanz") Liebe Leserinnen und Leser, als ich vor mehr als 20 Jahren den Sprecher des damaligen Kölner Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner zu einem Kennenlern‘-Gespräch traf, zeigt er mir gleich zu Beginn eine aktuelle Studie, im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz erstellt. „Der Besuch der Heiligen Messe an Sonntagen wird in den nächsten zehn Jahren um 30 Prozent sinken“, sagte er und deutete auf die dicke Studie. Und ich fragte spontan: „Welche Konzepte haben Sie im Schreibtisch, um diese Entwicklung aufzuhalten?“

Ich glaube, er hat meine Gegenfrage gar nicht verstanden. Wie Gegenmaßnahmen? Gegen das Schrumpfen des Volkes Gottes? Aber halt, es schrumpft ja gar nicht. In weiten Teilen der Welt ist der christiche Glaube absolut trendy. Nur hier nicht, in den trägen, satten Wohlstandsgesellschaften des Westens, in denen gilt: Je mehr Kohle in der Kasse, desto weniger Glauben, desto weniger Begeisterung für die Botschaft Jesu, desto weniger Mission.


Dass Kirchensteuersystem ist der Tod für die christlichen Kirchen, die mal Volkskirchen waren.

Ja, sie haben schöne Gemeindehäuser, in denen sich trefflich über den Synodalen Unsinn diskutieren lässt. Über Belanglosigkeiten, wo übers Klima diskutiert und gegendert wird. Ich bin oft nahe daran, an meiner Kirche zu verzweifeln. Ein Drittel meines Lebens war ich evangelisch, seit 43 Jahren bin ich katholisch. Die Gründe, warum ich 1981 aus der Lippischen (EKD-) Landeskirche ausgetreten bin, sind die Gründe, die die Zerstörer der katholischen Kirche in Deutschland seit vielen Jahren auch durchsetzen wollen. Und besonders ekelhaft: Sie instrumentalisieren die vielen widerwärtigen Fälle von sexuellem Missbrauch für ihre modernistische Agenda.

Die Dinge, die mich damals veranlasst haben, zu konvertieren, holen mich heute mit Macht wieder ein.

Ich will keinen politischen Streit in meiner Kirche, will nicht darüber diskutieren, ob bei den 12 Jüngern Jesu vielleicht heimlich eine Frau dabei war und nur vergessen wurde, es aufzuschreiben damals. Lesen Sie bei Dan Brown nach, der schreibt das ja auch…wird schon was dran sein.

Ich will katholisch sein, meinen Glauben still und in Demut leben. Ich habe keinen Auftrag zu missionieren, aber ich erzähle gern, warum ich an Gott glaube und die Lehre Jesu für revolutionär halte. Wenn mich jemand fragt. Und wenn nicht, dann ist es auch in Ordnung.

Als ich katholisch geworden bin damals, war ich unglaublich fasziniert von der Liturgie. Sonntags war die Bude bis auf den letzten Platz besetzt in unserer Gemeinde. Jeden Sonntag. Und hinter den Sitzbänken standen noch 30 oder 40 Leute, die keinen Platz mehr gefunden hatten. Ich war mal bei einer Messe im Petersdom zum Fest Heilige Drei Könige, die von Papst Benedikt XVI zelebriert wurde. Meine Frau, meine Mutter (evangelisch) und ich knieten neben der Familie des italienischen Bildungsministers. Und wir waren bei der Seligsprechung der inzwischen Heiligen Mutter Teresa von Kalkutta inmitten von Hunderttausenden auf dem Petersplatz. Und oft zur Osternacht im Kölner Dom, Weihrauch, dass man den Erzbischof vorne am Altar kaum erkennen konnte. Das war bombastisch, es waren emotionale Erlebnisse, die niemand vergisst. Aber, meine lieben Freunde, das ist nicht entscheidend.

Entscheidend ist die Lehre Jesu, und ganz entscheidend ist Gott.

Klingt einfach, oder? Ist es aber nicht. Ich habe Jahrzehnte gedacht, ich bin katholisch, erst mehrere richtig miese Niederschläge haben mich irgendwann an den Punkt gebracht, dass ich mich auf das ganze „Paket“ uneingeschränkt eingelassen habe. Und wissen Sie was? Dann wird plötzlich alles rund, alles ist logisch und passt zusammen. Nochmal: Ich rede nur von Gott und davon, was Jesus gesagt hat. Nicht von Herrn Bätzing, nicht vom Synodalen Weg, nicht von Frauenpriestertum, nicht von Kirchenverwaltungsämtern und nicht von Bischöfen, die mit Fahrer im Dienst-Mercedes am Volk Gottes vorbeirauschen. Jesus Christus trug Sandalen, soweit man weiß. Und auf ihn kommt es an, nicht auf den Adventsbasar im Gemeindehaus und fair gehandelten Kaffee.

Mit herzlichen Grüßen, Ihr Klaus Kelle

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  5. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  8. Rückflug des Papstes von Teneriffa nach Rom um mehrere Stunden verzögert
  9. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  10. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  11. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  12. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  13. Nicht spektakuläre Gesten sondern kleine Taten der Treue
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. Kasper: Deutschsprachige Theologie ist Christologie-vergessen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz