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Du willst Gott dienen? Dann schenk ihm dein Herz – ungeteilt.

27. Dezember 2022 in Jugend, 8 Lesermeinungen
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Ich denke unsere Herzen ruhen oft nicht so sehr, nicht so ungeteilt, bei Gott wie sie es sollten – und viel zu oft merken wir das nicht einmal - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)

Wem dienst du? Ich denke diese Frage sollten wir uns alle hin und wieder stellen. Also jetzt ganz konkret an dich gerichtet: Wem dienst du denn eigentlich? Vielleicht erscheint dir diese Frage leicht zu beantworten. Vielleicht liegt dir jetzt schon das Wort „Gott“ auf der Zunge. Aber gerade dann will ich dich noch einmal fragen: Wem dienst du denn eigentlich?

Warum ich dich gerade dann noch einmal fragen möchte? Ich denke, wir machen es uns oft zu leicht: Wir bekennen unsere Zugehörigkeit zu Gott mit der Zunge, aber unsere Herzen sind zweigeteilt. Ich denke unsere Herzen ruhen oft nicht so sehr, nicht so ungeteilt, bei Gott wie sie es sollten – und viel zu oft merken wir das nicht einmal.

Vor kurzem fand ich mich in der Situation wieder, dass ich in der Anbetung all den Zweifeln und Ängsten, die mich plagten, den Kampf ansagte. Ich wusste, Gott ist größer und das verkündete ich auch meinem Herzen. Dann geschah aber folgendes: Nachdem ich die Anbetung verlassen hatte, dauerte es nicht lange bis die Angst wieder ihren alten Platz einnehmen konnte. Ich war also bei Gott und dann war ich’s nicht mehr. Ich hätte mich wieder ins Gebet, zu Gott, flüchten können. Ich hätte meinen Ängsten keinen Raum geben können. Ich hätte der Angst die Treue Gottes entgegenhalten können. Aber das hab ich nicht getan. Ich hab den Zweifeln und Ängsten mehr Raum gegeben als Gott – und in diesem Moment habe ich sie in den Rang meines Gottes erhoben. Ich hab entschieden, dass ihre Stimme jetzt mehr Gewicht für mein Leben hat als das Wort Gottes.


Du siehst also, mir fällts nicht immer leicht mein Herz bei Gott zu lassen. Meine Entscheidungen und Handlungen sind leider manchmal von dem geprägt, dem ich mehr Raum gebe als der Wahrheit Gottes. Jetzt lesen wir aber in Mt 6,24 „Niemand kann zwei Herren dienen. … Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.“

Stolz ist ein Mammon. Angst kann ein Mammon sein. Materialismus und Konsumismus sind ein Mammon. Trägheit ist ein Mammon. Neid ist ein Mammon. Gier ist ein Mammon. Gefallsucht ist ein Mammon. Egoismus und Narzissmus sind ein Mammon. Und da gibt’s noch viele mehr.

Durch sie alle laufen wir Gefahr, dass unsere Herzen nicht mehr rein auf Gott ausgerichtet sind. Das führt dazu, dass auch unsere Entscheidungen, Gedanken und Handlungen nicht mehr ganz rein sind. Es führt dazu, dass wir Dinge auf den Thron Gottes setzen, die dort nicht hingehören.

Es führt dazu, dass wir Situationen oder sogar Personen für unsere eigenen Zwecke instrumentalisieren –  ohne nach dem Willen Gottes zu streben und der Würde des Anderen gerecht zu werden. Es führt dazu, dass wir um „aber“ und „wenn…, dann…“ kreisen, selbst wenn Gott uns sein „Leg los.“ zugesprochen hat. Es führt dazu, dass wir Fragezeichen hinsetzen, wo Gott bereits einen Punkt gesetzt hat. Es führt dazu, dass unsere Herzen einfach nicht ungeteilt bei Gott sind – und das wirkt sich auf alles andere aus.

Du willst Gott dienen? Dann musst du selbst dem kleinsten Mammon den Kampf ansagen.
Du willst Gott dienen? Dann musst du jeder Abhängigkeit von anderen Dingen als Gott den Kampf ansagen.
Du willst Gott dienen? Dann musst du selbst deinem eigenen, getrübten Willen den Kampf ansagen.
Du willst Gott dienen? Dann musst du dich auf den Weg machen dein Herz zu reinigen.
Du willst Gott dienen? Dann musst du immer wieder umkehren.
Du willst Gott dienen? Dann musst du immer wieder an einem ungeteilten Herzen arbeiten. 
Du willst Gott dienen? Dann musst du vertrauen, dass seine Gnade und Barmherzigkeit ergänzt, wo dir ein fähig sein fehlt.
Du willst Gott dienen? Dann reiß den Mammon aus – selbst wenn es nur in kleinen Schritten voran geht und entscheid dich immer wieder neu für Gott, selbst wenn gerade nichts für seine Wahrheit spricht.

Du willst Gott dienen? Dann geh und sei ein Jünger, der bereit ist umzukehren, der sich selbst niedriger erachtet als den Nächsten und Gott, der gibt ohne Gegenleistung zu erwarten, der immer nach dem Willen Gottes fragt, der von Gott empfangen will, um weiterzugeben, was er bekommen hat.

Du willst Gott dienen? Dann schenk ihm dein Herz – ungeteilt. Sei bereit alles andere loszulassen, loszugehen wenn Gott dich dazu auffordert, seine Interpunktion in deinem Leben zu akzeptieren und der Aufforderung des Schma Israel Folge zu leisten: „Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen.“ (Dtn 6,5f)


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Lesermeinungen

 GottesKirche22 28. Dezember 2022 
 

Knien heute

Ich war kürzlich auf der Beisetzung einer alten Freundin aus der Schule. Lange verwitwet mit 3 Kindern. Kinder hatten Beerdigung Kirche gemacht weil Mutter so gewollt hat. Aber die Kinder und Enkelkinder wussten gar nicht was sie machen müssen. Keine Kniebeuge beim kommen in Kirche und die ganze Gottesdienst nur gesessen, nie gekniet und nicht aufgestanden. Kommunion niemand hingegangen von der Familie. Rausgehen auch niemand Kniebeuge oder Kreuzzeichen gemacht. Gingen raus und unterhalten sich und hatte Hände in den Jackentasche. Kein Benehmen mehr heute. Die arme Mutter hat so nicht verdient


0
 
 lakota 28. Dezember 2022 
 

@Zeitzeuge

Lieber Zeitzeuge, danke für den Link.

Ich musste da wieder an ein Wort von Peter Hahne denken:
"Wer vor Gott kniet, braucht vor Menschen nicht zu buckeln."


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 winthir 28. Dezember 2022 

metanoia.

(vorab: danke, gebsy, für Deinen Denk-Anstoß!)

metanoia ist eine (lebens-)wichtige Sache (von Martin Luther sehr unscharf mit "tuet Buße" übersetzt).

Ich übersetze das in meine "Denke": metanoia besteht aus drei Teilen.

1. Wo stehe ich eigentlich?

2. Woher komme ich denn? (wie war mein Weg bisher dahin, wo ich jetzt stehe?)

3. Was ist mein Ziel?

Und DANN, erst dann, wenn ich mir über diese Punkte klar bin, kann ich darüber nachdenken: Auf welchem Weg kann ich mein Ziel erreichen? Und mich auf den Weg machen. Zu meinem Ziel.

(Diese Abfolge ist übrigens generell empfehlenswert - nicht nur für geistliche Dinge.)


0
 
 GottesKirche22 28. Dezember 2022 
 

Knien


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 Menschenfischer 27. Dezember 2022 
 

Nimm IHN mit

Wenn die Anbetung zu Ende geht, sage ich zum Herrn: "Komm Jesus, wir müssen jetzt gehen!"


2
 
 Zeitzeuge 27. Dezember 2022 
 

Danke für diesen Beitrag!

Den sollten sich auch einmal unsere Theologen
verinnerlichen, denn eine knieende Theologie, die
Wissenschaft und Frömmigkeit pflegt entspricht
dem Willen GOTTES.

Davon halten aber unsere "anders katholisch"
denkenden Theologen wohl gar nichts, im Gegenteil:
Knien z.B. ist verpönt, mehr dazu im Link.

Was an unseren Staatsfakultäten alles geleert
(sic!) wird ist ungeheuerlich - und das alles
mit "missio canonica" unter den Augen der zu-
ständigen Ortsbischöfe!

Allein den Betern kann es noch gelingen!

www.thecathwalk.de/2022/12/18/knien-jetzt-erst-recht/


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 gebsy 27. Dezember 2022 

Vergelt's Gott!

Die Umkehrbereitschaft ist das Lebenselixier des erlösten Menschen.
Die Umkehrunfähigkeit ist die Besessenheit unserer Zeit.

neueswort.de/metanoia/


2
 
 Feuersgluten 27. Dezember 2022 
 

Danke

Sehr schöne Kolumne! Vielen lieben Dank.
Ja, ich frage mich auch, ob ich Gott ungeteilt mein Herz schenke? Und weiss natürlich die Antwort. So mache ich mich immer wieder auf den Weg, meine Gedanken und Aktivitäten nicht losgelöst von Gott zu tun, sondern alles mit Jesus zu tun. Dazu eignet sich hervorragend die Lektüre von Luisa Piccarreta.


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