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Auf dem Weg zur Kirchenspaltung

5. Februar 2023 in Kommentar, 30 Lesermeinungen
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„Bischof Bätzing hat bisher immer versucht, Papst Franziskus für seinen Karren einzuspannen. Nun geht er Konfrontation zu ihm. Die angebliche Loyalität mit dem Haupt der Universalkirche war nicht echt.“ Gastbeitrag von Prof. Hubert Gindert


Bonn (kath.net/Forum Deutscher Katholiken) Trotz der Begegnung der deutschen Bischöfe auf dem „Ad-limina-Besuch“ mit Papst Franziskus, sowie dem anschließenden interdikasteriellen Gespräch mit den Kurienkardinälen Luis Ladaria und Marc Quellet, hat sich die Mehrheit der deutschen Bischöfe geweigert, daraus Konsequenzen zu ziehen. Sie wollen ihr beschlossenes Konzept: die Führungsstruktur der katholischen Kirche in Deutschland mithilfe des „Synodalen Rates“ fundamental zu verändern.

Der „Synodale Rat“ soll nach der Mehrheit des „Synodalen Prozesses“ ein „Beratungs- und Beschlussorgan“ sein, in dem „Grundsatzentscheidungen zu pastoralen Planungen, Zukunftsfragen der Kirche und Finanz- und Haushaltsangelegenheiten der Kirche“ getroffen werden.

Die vorgesehene Leitungsstruktur des „Synodalen Rates“ besteht aus den 27 Ortsbischöfen, 27 bereits ernannten Mitgliedern des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und 20 weiteren Mitgliedern, die auf der kommenden Synodalversammlung vom 9. bis 11. März gewählt werden sollen. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse des „Synodalen Prozesses“ ist klar, welche Mehrheit die Richtung bestimmt.


Auf Anfrage des Kölner Erzbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki sowie der Bayerischen Bischöfe Bertram Meier von Augsburg, Gregor Maria Hanke von Eichstätt, Stefan Oster von Passau und Rudolf Voderholzer von Regensburg in Rom bekräftigte am 16. Januar 2023 Kardinal Staatssekretär Pietro Parolin und die Kurienkardinäle Luis Ladaria und Marc Quellet die römische Note vom 21. Juli 2022. Danach ist der „Synodale Weg“ nicht befugt „die Bischöfe und die Gläubigen zur Annahme neuer Formen der Leitung und neuer Ausrichtungen der Lehre und der Moral zu verpflichten. Franziskus hat das Schreiben vom 16. Januar 2023 in voller Amtsautorität als Papst „in forma specifica“ bestätigt. Es ist endgültig und nicht revidierbar.

Der „Ständige Rat“ der Ortsbischöfe hat auf der Sitzung in Würzburg am 23. und 24. Januar mit Mehrheit beschlossen, den „Synodalen Ausschuss“, der den „Synodalen Rat“ vorbereiten soll „umzusetzen und die Beratung aufzunehmen“, so Bätzing in seiner Reaktion auf das römische Schreiben vom 16. Januar 2023. Diese Reaktion von Bischof Bätzing erfüllt den Tatbestand des Canon 751: „Schisma nennt man die Verweigerung der Unterordnung unter den Papst oder der Gemeinschaft mit den diesem untergebenen Glieder der Kirche“.

„Wir machen einfach weiter“ (Bätzing). Das Stoppschild aus Rom versuchen einige Bischöfe in Form einer „freiwilligen Selbstverpflichtung“ zu umschiffen. Tatsächlich erinnert dieses Vorgehen an den trotzigen Buben, der sich bei einem Rechenfehler ertappt sieht und weiter behauptet 2x2=5. So macht es Bischof Bätzing und die anderen Frondeur-Bischöfe. Bischof Bätzing hat bisher immer versucht, Papst Franziskus für seinen Karren einzuspannen. Nun geht er Konfrontation zu ihm. Die angebliche Loyalität mit dem Haupt der Universalkirche war nicht echt, sondern nur vorgespielt.

Das „Forum Deutscher Katholiken“ hat in einer öffentlichen Stellungnahme 25.1.2023 dem Erzbischof von Köln sowie den Bayerischen Bischöfen von Augsburg, Eichstätt, Passau und Regensburg gedankt, dass sie durch ihre Anfrage in Rom diese Klarstellung herbeigeführt haben.

VIDEO: Predigt Maria Vesperbild - Sonntag - 5. Februar

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