Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  4. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  5. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  6. Wahrheit ist heilsrelevant
  7. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  8. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  9. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  10. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  11. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  12. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  13. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  14. "Ich glaube, dass ich glaube"
  15. Papst an Pfadfinder: „Ihr verbindet auf kluge Weise das Buch der Natur mit dem Wort Gottes“

"Haben Sie Schlafprobleme? Dann hören Sie sich den Synodalen Stream aus Prag mit Frau Gilles an"

10. Februar 2023 in Kommentar, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Stellen Sie sich vor, es ist Synode und es interessiert keinen" - Märchenerzählungen der Schweizer und der Deutschen Bischofskonferenz - Ein Kommentar von Roland Noé


Linz (kath.net/rn)
Stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin? Stellt euch vor, es ist Synode und es interessiert keinen. So ähnliche Gedanken kamen mir diese Woche, wenn ich mich zwingen musste, zeitweise dem Livestream der Kontinentalversammlung zum Synodalen Prozess in Prag zu folgen. Man brauchte schon viel Kaffee, um nicht einzuschlafen, wenn Beate Gilles, die Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz, dort einen Vormittag moderierte. Falls Sie daher Schlafprobleme haben, ein Tipp: hören Sie sich den „Stream“ an. Der Stream war übrigens so beliebt wie ein Kropf und hatte meist eine zweistellige Zuseherzahl. Die SBK (Schweizer Bischofskonferenz) behauptete ernsthaft, dass Tausende Interessierten das Event per Streaming verfolgt hätten - ja sicher, wenn man alle Streams der gesamte Woche zusammenzählt, kommt man auf ein vierstelliges Ergebnis. Aber de facto war das Interesse europaweit gleich Null. Nur mal im Vergleich: Das Jugendfestival von Medjugorje Anfang August erreicht europaweit über die verschiedensten Streams wirklich Millionen. Das interessiert Katholiken in Europa! Man sollte daher aufhören, sich anzulügen und hier Märchen zu verbreiten. Fakt ist: Nicht nur der deutsch-synodale Prozess ist eine Elitenveranstaltung sondern auch der Synodale Prozess weltweit lockt kaum einen Hund hinter den Ofen hervor. Die Beteiligung der Katholiken lag in den meisten Ländern im Promille-Bereich. Katholiken haben eben nicht nur derzeit auch andere Sorgen als die Selbstbeschäftigungs-Ideen der Kirchenleitung.


„Die Referent/innen treten für eine integrative Kirche ein, die bedingungslos aufnimmt und allen Vernachlässigten einen echten Platz einräumt, auch den Menschen, die oft am Rande unserer Gesellschaft stehen, wie Frauen, Jugendliche, die LGBTQIA+-Gruppe“, schrieb übrigens gestern die SBK. Aja. Frauen und Jugendliche stehen am Rande der Gesellschaft, ähnlich wie LGBTQIA+? In welchem Paralleluniversum lebt die SBK eigentlich?

Nicht viel besser die Presseinfo der DBK (Deutschen Bischofskonferenz) nach dem Treffen. Man regt sich ernsthaft auf, dass in Prag nicht so viel Gay-Propaganda möglich war, wie es die DBK gerne gehabt hätte. „Wir bedauern, dass Menschen, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben, hier in Prag nicht ihre Lebensgeschichten erzählen konnten.“

Dann beruft man sich ernsthaft auf Papst Franziskus und seine Worte „Was alle betrifft, muss auch von allen zumindest beraten werden. Synodalität meint, nicht übereinander, sondern miteinander zu sprechen.“ – Aja, es muss von allen beraten werden. De facto werden 99,99 % der Katholiken von der Synode ausgeschlossen, dürfen nicht mitreden und haben kein Stimmrecht, weder über die Inhalte noch über die Delegierten, die hier vertreten sind. Daher bitte Schluss mit den Märchenerzählungen und Verdummungs-Propaganda!

P.S.: Falls Sie aber keine Schlafprobleme haben und einfach ein besseres Programm sehen wollen, dann sehen Sie doch lieber einen Film über ein Schlittenhunderennen in Alaska an oder die Schilderungen von Peter Hahne über die Deutsche Bahn :-)

 

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  4. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  5. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“
  6. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  7. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  8. Das brennende Herz des heiligen Philipp Neri: Ein wissenschaftlich dokumentiertes Pfingstwunder
  9. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  10. Arche-Noah-Nachbildung feiert 10-jähriges Jubiläum
  11. Die große Kraft der Marienverehrung in der Endzeit
  12. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  13. Schönborn: Glaube braucht Tradition und kirchliche Einheit
  14. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  15. Fossile Bäume lösen Debatte um Arche Noah und die Sintflut aus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz