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Was treibt dich an? Was lässt dich so handeln, wie du handelst?

4. März 2023 in Jugend, 5 Lesermeinungen
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Wähl also das Vertrauen in Gott als Basis deines Handelns und du wirst Wunder erleben. Alles durch ihn, nichts durch uns . Die Jugendkolumne von kath.net - Von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)

Vor einigen Jahren erreichte mich eine Postkarte auf der zu lesen war: „Du hast zwei Möglichkeiten, in deinem Leben Entscheidungen zu treffen: Angstgetrieben oder verheißungsorientiert.“ Bis heute habe ich diese Karte auf meinem Schreibtisch stehen, denn sie zwingt mich, mich mit der Frage zu konfrontieren, was eigentlich die Basis meines Handelns ist.

Am Anfang dieses Jahres fragte mich eine Freundin, ob es irgendein Thema oder eine Zielsetzung gibt, die mich in der kommenden Zeit besonders begleiten soll. Das erste, was mir dabei in den Sinn kam, war: Vertrauen lernen, Gott vertrauen lernen.

Ein guter Freund erzählt mir schon seit Jahren, dass alles, was ihm gelingt aus der Gnade Gottes geschieht – das Erstaunliche daran ist, dass ihm Dinge in Bereichen gelingen, in denen er sich selbst als unfähig sieht. Es  beeindruckt mich, wie er all sein Tun auf Gott verweisen lässt und wie er selbst seine Schwäche zum Zeugnis für Gottes Wirken werden lässt.  Ganz im Sinne von 2 Kor 12,9: „Meine Gnade genügt dir; denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit.“ Ich darf also seit längerem beobachten, wie er fähig ist Gutes in Bereichen hervorzubringen, denen er sich aus sich selbst heraus eigentlich nicht gewachsen fühlt. Hin und wieder kam in mir dann die Frage auf, warum das denn bei mir nicht so funktioniert. Und eines Tages wurde mir bewusst, was der große Unterschied zwischen uns beiden ist: Er ist sich seiner Schwächen bewusst, hat sich aber inmitten dieser ebenso bewusst in die Abhängigkeit von Gott geworfen. Er hat sich in das Gottvertrauen gestürzt – wozu Gott ihn ruft, dazu wird er ihn befähigen. Wo er Gott dienen darf, dort will er dienen in dem Vertrauen, dass Gott schenkt, was nötig ist.  Und obwohl ich mir auch meiner Schwäche bewusst war, obwohl ich auch Gott dienen wollte, mangelte es mir manchmal einfach zu sehr an Vertrauen. War ich herausgefordert auf eine Art und Weise für Gott zu handeln, derer ich mich nicht fähig sah, begegnete ich dem Ruf nach Dienstbereitschaft eher vorsichtig abwägend und mit Zweifeln a la „Wie soll das funktionieren?“


Hätte mich jemand gefragt, was mich so handeln lässt, wie ich handle, dann hätte die Antwort wohl oft gelautet: Furcht vor dem Scheitern aufgrund meiner eigenen Unzulänglichkeit. Und da liegt ein fundamentales Problem. Denn mein Blick dabei kreiste um mich. Mein Blick lag auf meiner Schwäche, auf meiner Unzulänglichkeit. Mein Blick lag auf mir. Doch da sollte er nicht sein. Mein Blick – und auch dein Blick – sollte auf Gott sein.

Wenn wir auf Gott schauen, dann löst sich unsere Schwäche nicht in Luft auf, aber dann anerkennen wir, dass es jemanden gibt, der größer ist als unsere Schwäche. Dann anerkennen wir, dass es jemanden gibt, der mit seiner Gnade die Lücken unserer Schwachheit zu füllen vermag.

Wenn wir auf Gott schauen,  dann entsteht ein Wirkungsbereich für seine Gnade. Wo vorher vielleicht Aussichtslosigkeit oder Zweifel waren, da entsteht ein Weg, weil wir Gott Raum geben, um sich zu verherrlichen.

Und weißt du, was ich in letzter Zeit erlebt habe: Wenn unser Blick auf Gott gerichtet ist, wenn die einzige Furcht von der wir uns antreiben lassen, die Gottesfurcht ist, dann entstehen Wunder. Dann entstehen Momente, in denen Gott das Meer spaltet, um es im Trockenen durchqueren zu können. Dann entstehen Momente, in denen Gott seine Diener zu Dingen befähigt, derer sie sich nicht mächtig fühlen, wie Mose der meinte nicht gut reden zu können. Dann entstehen Momente, wo die Gnade Gottes sich in der Schwachheit des Menschen zeigen darf. Dann entstehen Momente, in denen wir sehen dürfen, dass Gott mit uns ist und mit uns bleibt, egal wohin er uns ruft – und ganz egal zu was er uns ruft, er befähigt uns so, wie wir es brauchen, um ihm so zu dienen, wie er es will.

Darum kann ich nur sagen: Werfen wir uns bewusst in die Abhängigkeit von Gott. In dieser Abhängigkeit dürfen wir sogar eine Schönheit in unserer Schwachheit entdecken: Durch unsere Schwachheit kann sich Gott als jener erweisen, der er eben ist – der Gott, der sorgt. Der Gott, der kann. Der Gott, der gibt, wenn er auf ein dienendes Herz trifft.

Wähl also das Vertrauen in Gott als Basis deines Handelns und du wirst Wunder erleben. Alles durch ihn, nichts durch uns.


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Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 5. März 2023 

@ Uwe Lay

Der Knackpunkt hier ist hier, wie liebt Gott den Menschen. Darauf folgt die Frage, wie entspricht der Mensch dieser Liebe in rechter Weise. Erst dann können wir an die Frage herangehen, wie reagiert Gott auf ein Defizit der Liebe des Menschen. Und müssen wir dann nicht zwischen einem Defizit an Liebe und einer bewussten Ablehnung der Liebe Gottes unterscheiden?
Hier kommt dann Gottes ganze unendliche Grösse und Vollkommenheit ins Spiel. Er ist der Allwisssende und Allmächtige. Er ist vollkommen in seiner Liebe und in seiner Barmherzigkeit, aber auch vollkommen in seiner Gerechtigkeit, selbst dort, wo dies unseren begrenzten Verstand übersteigt, wo unser ganzer Glaube gefordert ist, und unsere ganze Hoffnung in ihn, unseren Vater.
«Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.» (Dtn 6,5) Man könnt auch von dieser Stelle an das Problem herangehen. Von Perfektion ist hier nichs gesagt, aber indirekt von gutem Willen.


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 Uwe Lay 5. März 2023 
 

zu Stefan Fleischer

Die Gottesfurcht bestünde also nach Stefan Fleischer in der Furcht, Gottes Liebe nicht richtig zu entsprechen. Dann wäre weiter zu fragen: Welche Konsequenzen hat den eine so defizitäre Liebe für den Menschen? Wenn nun geantwortet würde: Keine, denn Gott liebt auch den, der nicht in rechter Weise liebt, dann hätte diese Gottesfurcht sich in Nichts aufgelöst. Jesus Christus spricht aber von der Furcht, von Gott in die Hölle verurteilt zu werden. (Mt 10,28)
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


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 gebsy 4. März 2023 

@Stefan Fleischer

Das "Kind werden" vor Gott ist eine Lebensaufgabe.
Jesus ist der WEG, die WAHRHEIT und das LEBEN.
Auf diesem Weg setzen wir einen Schritt nach dem anderen und erfahren Gottes Zuneigung. Es ist ein Ankommen in den offenen Armen des barmherzigen Vaters ...


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 Stefan Fleischer 4. März 2023 

@ Uwe Lay

Ja, die Gottesfurcht wird schon längst dazu benutzt, um unseren Glauben als Drohbotschaft zu disqualifizieren. Dabei ist Gottesfurcht das Gegenteil von Angst. Sie ist die Haltung und Beziehung zu Gott, die in ihm den unendlich grossen, liebenden, allwissenden und allmächtigen, helfenden, gerechten und barmherzigen Gott sieht und sich fürchtet, dieser Liebe nicht in rechter Weise zu entsprechen. Vereinfacht könnte man auch sagen, sie ist die Liebe und das Vertrauen eines kleinen Kindes zu seinem Vater. «Wenn ihr nicht werdet wie die (kleinen) Kinder, könnt ihr nicht ins Himmelreich eingehen» sagt der Herr.


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 Uwe Lay 4. März 2023 
 

Gottesfurcht?

So gut das auch alles klingt, warum heißt es dann in Psalm 111,10:"Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit" und warum lehrt uns Jesus Christus: "Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann." (Mt 10,28) Gott ist also nach Jesus Lehre zu fürchten.
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


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