Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  8. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  9. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  10. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  11. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  12. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  13. Die große Täuschung
  14. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  15. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit

Natascha Kampusch: "Don Bosco ist für mich ein Vorbild"

7. März 2023 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wienerin spricht in Kärntner Kirchenzeitung "Sonntag" über ihre persönliche Definition von Gott, ihren Glauben, die individuelle Resilienz, persönliche Werte und inspirierende Lebensweisheiten


Klagenfurt  (kath.net/KAP) Der katholische Priester, Jugendseelsorger und Ordensgründer Giovanni Melchiorre Bosco ("Don Bosco", 1815-1888) ist für Natascha Kampusch eines ihrer frühesten Vorbilder. Bis heute fasziniert sie, dass er es sich zur Aufgabe gemacht habe, armen und benachteiligten Jugendlichen zu helfen, erzählte die Wienerin im Interview mit der Kärntner Kirchenzeitung "Sonntag" (aktuelle Ausgabe). In ihrem Leben habe sie sich immer wieder der Herausforderung gestellt, "die Werte Don Boscos über die Deutung zu stellen, dass mein Gegenüber von Grund auf schlicht und einfach nur böse ist. Ich habe versucht, zu verstehen, was ihm fehlte."

Am 2. März 1998 wurde Natascha Kampusch als Zehnjährige auf dem Schulweg in Wien entführt und eingesperrt. 3.096 Tage später, im Jahr 2006, gelang ihr die Flucht. Den Glauben an einen positiven Ausgang habe sie nie aufgegeben, so die heute 35-Jährige. "Die Vorstellung und die Möglichkeit, mein Leben dann wieder selbst positiv gestalten zu können, das hat mir am meisten Kraft gegeben. Wenn wir uns in Gedanken in Situationen begeben, die für uns mit bestimmten Gefühlen verknüpft sind, werden sie wieder lebendig", erzählte sie. Intuitive habe sie sich im Verlies in ihre Vorstellungswelt zurückgezogen, um sich zumindest im Geist nicht gefangen nehmen zu lassen.


"Die guten Erinnerungen gaben mir Kraft. Und meine Fantasien. Ich verbrachte Stunden damit, mir auszumalen, was ich da draußen alles machen würde." Ob es möglich sei, in so einer Situation und danach noch an Gott zu glauben, komme darauf an, "ob man seinen persönlichen Glauben je in Frage gestellt hat. Damit meine ich, ob man bereits davor in einem inneren Zwiespalt war", meinte Kampusch.

Sie habe stets die Möglichkeit gehabt, sich durch Trauma-Arbeit im Rahmen einer Gesprächstherapie nach und nach mit dem Erlebten zu beschäftigen und es Schritt für Schritt emotional einzuordnen und zu verarbeiten. Dennoch: "Ganz werde ich das Thema wohl nie aufarbeiten können, auch wenn ich es mir für mich wünschen würde."

Kraft spendende Meditation Resilienz, also Widerstandsfähigkeit, aufzubauen, sei für Kampusch trotzdem möglich: "Wobei ich auch denke, dass es zum Teil Veranlagung ist, wie stark Resilienz ausgeprägt ist, gelebt wird oder aufgrund von äußeren Umständen auch überhaupt nicht gelebt werden kann." Kraft finde sie zudem in der Meditation. Sie versuche, sich auch im stressigen Alltag Zeit dafür zu nehmen. "Auch die kleinen Momente stellen für mich ebenfalls eine Art der Meditation dar. Über das Innehalten und die bewusste Achtsamkeit gewinnt man ganz viel Ruhe, in ihr liegt schließlich die Kraft begründet."

Natascha Kampusch wurde am 17. Februar 1988 in Wien geboren. Ihre außergewöhnlichen Erfahrungen, Erkenntnisse und Erlebnisse verarbeitete sie in zwei Autobiografien. Erst kürzlich ist ihr neues Buch "Stärke zeigen" im Dachbuch Verlag erschienen. Darin zeigt Kampusch sehr persönliche Bewältigungsstrategien für ein kraftvolles Leben auf. 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich  - Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  9. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  10. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  13. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  14. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  15. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz