Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  5. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  8. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  9. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  10. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  13. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  14. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Gestiegenes Interesse für Männer-Fastenprogramm "Exodus 90"

26. März 2023 in Österreich, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In USA entstandenes 90-Tages-Programm verspricht Glaubensvertiefung und mehr persönliche Freiheit durch Gebet, Askese und Gemeinschaft.


Wien (kath.net/ KAP)
Am Gründonnerstag - heuer der 6. April - endet offiziell die 40-tägige Fastenzeit, doch für manche währt die Zeit der Entbehrung bereits länger: Ganze 90 Tage dauert das Männer-Fastenprogramm "Exodus 90", das seit einigen Jahren im deutschsprachigen Raum verbreitet ist. Den Teilnehmern soll es helfen, negative Verhaltensweisen abzulegen, den christlichen Glauben neu auszurichten und so zu mehr persönlicher Freiheit zu finden, wobei die Dauer darauf zurückgeht, dass man laut Psychologen ungefähr drei Monate braucht, um sich neues Verhalten langfristig anzugewöhnen. Das Feedback sei positiv und der Zulauf steigend, berichtete am Mittwoch der Österreich-Leiter des Programms, Johannes Neuländtner, gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress.

Als "spirituelle Übung für Männer, die auf Gebet, Askese und Gemeinschaft beruht" beschrieb Neuländtner das Programm. Vorrangiges Ziel sei es, die Teilnehmer "zu stärken für ihre Berufung an den Ort, an den Gott sie gestellt hat, um so starke Männer für ihre Familien, Mitmenschen und die Welt zu werden". Sehr bewusst arbeite man dabei darauf hin, "eine tiefe und echte Freiheit von verschiedenen Abhängigkeiten und Anhänglichkeiten des Alltags" zu gewinnen - sowie auch von potenziell problematischen Bereichen; also etwa von Alkohol, Suchtmitteln, Pornographie, Kauf- oder Handysucht.


Der Weg dorthin ist ambitioniert: Für das Gebet sollen sich die Teilnehmer jeden Tag Zeit nehmen, weiters auch für das Lesen des biblischen Buches Exodus (daher der Name) und für regelmäßigen Gottesdienst-Besuch, teils auch unter der Woche. Auch die Askeseregeln haben es in sich: Täglich kurz und kalt duschen, keine unnötigen Einkäufe, weder Fernsehen noch Videospiele, Nutzung von Computer und Handy nur für die Arbeit und das Allernötigste, und abgesehen von wichtigen Nachrichten soll auch auf WhatsApp und Co, SMS und Internet verzichtet werden. Dazu kommen zwei Fasttage pro Woche mit je nur einer - fleischlosen - vollen Mahlzeit, regelmäßiger Sport, mindestens sieben Stunden Schlaf pro Nacht und Verzicht auf Alkohol, Zwischenmahlzeiten, Nachspeisen sowie auf Süßes.

Um akribisch genaue Einhaltung aller Fastenregeln ("Disziplinen") geht es bei "Exodus 90" nicht, redlich bemühen sollen sich die Teilnehmer trotzdem. "Viele haben ihre Probleme vor allem mit dem kalten Duschen. Bei mir war das Schwierigste am Anfang der Verzicht auf Zwischenmahlzeiten, dann der auf das Handy", berichtete Neuländtner aus eigener Erfahrung. Hilfe bietet die Kleingruppe, in der sich die Fastenden einmal pro Woche austauschen. "Man ist dort voreinander Rechenschaft schuldig, hilft dem anderen beim gegenseitigen Wachstum und stützt sich in den schwierigen Phasen der 90 Tage", so der ehrenamtliche Fastenbegleiter über diese Treffen. Oft entstünden hier auch Freundschaften.

Beginn 2011 in den USA
Seit dem Start in den USA im Jahr 2011 beteiligten sich weltweit schon an die 50.000 Männer aus den verschiedensten Berufen, Altersgruppen und religiösen Hintergründen bei "Exodus 90". In Österreich heuer knapp 100, ebenso viele sind es in der Schweiz und rund 650 in Deutschland, gaben die US-Betreiber der gleichnamigen Begleit-App bekannt. Viele machten aufgrund positiver Erfahrungen - wie etwa bessere Beziehung zur Familie, gestiegene Zufriedenheit in der Ehe und kontrollierter Umgang mit dem Handy - immer wieder mit. Es motiviere zu spüren, "dass das Leben damit wirklich und nachhaltig besser wird - körperlich, geistig und seelisch", bestätigte Neuländtner.

In Österreich bieten mehrere christliche Gemeinschaften, Ordensgemeinschaften und Pfarren Exodus-Gruppen an, für Frauen wurden ähnliche Programme unter den Bezeichnungen "Magnify 90" und "Fiat 90" geschaffen. Aufgrund zunehmenden Andrangs wurde im Vorjahr das "Netzwerk.Exodus" gegründet, in dem die Gruppen im deutschen Sprachraum zusammengeschlossen sind. Dessen Ausrichtung sei nicht an eine bestimmte existierende Gemeinschaft geknüpft, sondern "offen für die verschiedensten Spiritualitäten", erklärte der Österreich-Leiter. Zum Finden der nächstgelegenen Exodus-Gruppe wurde auch ein "Gruppen-Finder" (https://gruppenfinder.exodus90.de) ins Leben gerufen.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Fastenzeit

  1. „Laetare Jerusalem“ – Freude mitten in der Bußzeit
  2. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien des Vatikans: „Hoffnung vermitteln“
  3. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  4. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Bernhard der Realist“
  5. „Eine Begegnung mit einem Engel ist immer persönlich, nicht ersetzbar durch Download oder Chatbot“
  6. Varden: „Als Jesus erklärte, was es bedeutet, bei ihm zu bleiben und in das Reich Gottes einzugehen…
  7. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  8. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“
  9. „Sich einer christlichen Freiheitsvorstellung zu verschreiben, bedeutet, Leid in Kauf zu nehmen“
  10. Bischof Varden: „Gottes Hilfe ist kein Notdienst, den wir ab und zu rufen“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. Leo XIV. will Südamerikareise offenbar antreten
  4. Papst wusste offenbar seit einem Monat von Krebsverdacht
  5. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass
  6. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  7. „Du trägst Gottes Bild“
  8. Papst Leo feiert Hl. Messe im Gemelli-Krankenhaus
  9. Der Beginn eines neuen Kapitels im Vatikan?
  10. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  11. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  12. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  13. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  14. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  15. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz