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Ordinarius Keith Newton: „Ich habe es nie bereut, Katholik geworden zu sein, nicht eine Minute“

9. Mai 2023 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Leiter des Personalordinariats für Ex-Anglikaner sagt: „Natürlich sind Ex-Anglikaner skeptischer, weil wir gesehen haben“, was bei Synodalität passiere: Jene „Leute, die ihre eigene Agenda haben und am lautesten reden“, erhalten Zustimmung


London (kath.net/pl) „Ich habe es nie bereut, Katholik geworden zu sein, nicht eine Minute, auch wenn die Kirche einen manchmal in den Wahnsinn treibt.“ Das erläutert Keith Newton, der Ordinarius (also der Leiter im de-facto-Bischofsrang) des Personalordinariats Unserer Lieben Frau von Walsingham. Dieses Personalordinariat war 2011 von Papst Benedikt XVI. errichtet für ehemals anglikanische Christen, die in die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche eingetreten sind. Newton ist seit der Gründung der Leiter, der verheiratete ehemalige anglikanische Bischof hatte 2011 die katholische Priesterweihe empfangen. „Man kann Anglikanern nicht erklären, dass sie sich anders fühlen werden“, wenn sie katholisch werden. „Alles, was man tun kann, ist: sie zu ermutigen und ihnen zu sagen, dass sie es nicht bereuen werden. Am Ende muss derjenige zu dem Schluss kommen, dass dies eigentlich die Kirche ist, die Jesus gegründet hat.“ Der Beweis für ihn, „dass dies die Kirche ist, die Jesus gegründet hat“, sei, „dass sie die einzige kirchliche Gemeinschaft ist, die tatsächlich ihre Türen für alle Arten von Menschen öffnen kann“. Dies könnten die Orthodoxen nicht, „aber wir können es“, nicht nur gegenüber den früheren Anglikanern, „sondern wir haben ukrainische griechische Katholiken und andere aus den östlichen Teilen der katholischen Kirche“. Dies sei „wirklich erstaunlich“ und zeige „die Möglichkeit von Einheit und Vielfalt.“ Newton äußerte sich in einem ausführlichen Interview mit Edward Pentin im „National Catholic Register“.


Er hoffe, „dass das Ordinariat für einige Menschen ein Weg ist, wieder in die Gemeinschaft mit Petrus zu kommen, weil es bestimmte Dinge gibt, die sie an ihre Geschichte und ihre eigene Erziehung im christlichen Glauben erinnern. Es kann uns auch daran erinnern, dass es hier tatsächlich eine lebendige katholische Kirche gab, bevor Heinrich VIII. damit herumspielte, wahrscheinlich eines der lebendigsten katholischen Länder in Europa zu dieser Zeit.“

Vor allem brauche es in Großbritannien „definitiv irgendwo einen moralischen Kompass, und die Kirche ist der einzige Ort, der ihn geben kann. Aber als Land sind wir ziemlich säkular geworden, nicht wahr? Das Christentum scheint oft an den Rand gedrängt zu werden.“ Er vermute,  das liege daran, dass „die katholische Kirche in England und Wales vor den 60er Jahren sehr verachtet wurde“, jetzt aber viel mehr akzeptiert sei. Doch denke er, dass nun „viele unserer Bischöfe diese Akzeptanz nicht verlieren wollen, also machen sie keine starken Statements über einiges, das uns eigentlich ziemlich am Herzen liegt, wie Abtreibung usw.“

Dann macht Newton einige grundlegende Bemerkungen zum Thema „Synodalität“: Im Personalordinariat „haben wir unsere eigene Meinung zu einigen Themen. Sie kennen die Synodalität in der katholischen Kirche. Natürlich sind ehemalige Anglikaner etwas skeptischer als die meisten anderen Menschen, weil wir gesehen haben“, was bei Synodalität passiere. „Was Sie bekommen“, ist, dass jene „Leute, die ihre eigene Agenda haben und am lautesten reden“, Zustimmung erhielten. „Und wir können sehen, dass dies jetzt in der katholischen Kirche passiert, obwohl der Heilige Vater anfangs betont hat, dass es nicht um Lehre geht. Sie können sehen, dass viele Leute denken, na ja, aber das sind die Dinge, über die wir sprechen wollen. Und diese sind zwar eine Minderheit von Menschen, aber weil alle anderen sich nicht daran beteiligen, wird ihre Meinung weitergegeben.“ Man sagt dann, „dass die Menschen über diese Probleme besorgt sind, während die meisten Katholiken sich nicht über die von mir erwähnten Probleme Sorgen machen“.

Newton, der die Berechtigung hat, in Gottesdiensten Mitra, Brustkreuz, Bischofring und Bischofsstab zu tragen, sagt auf die Frage nach der Stand der Ökumene mit den Anglikanern: „Wie kann man mit einer Kirche ins Gespräch kommen, in der viele glauben, dass die Ehe zwischen zwei Männern möglich ist? Es widerspricht dem gesamten Verständnis von Schöpfung und Sakrament der Ehe, wie es ein Katholik versteht. Ich denke, wir sind in einer Situation angelangt, die man als ‚Ökumene der Freundlichkeit‘ bezeichnen könnte. Wir sind nett zueinander, wir sind höflich, aber ich bin mir nicht sicher, ob es viel weiter gehen wird, obwohl es nicht die Einheit ist, für die Jesus gebetet hat.“

Dabei sei das Thema „Ökumene“ gerade für dieses Personalordinariat sehr wichtig. Er sei es regelrecht schon müde geworden darauf hinzuweisen, dass die „das erste Mal in der Geschichte der Kirche“ stattfindet, „dass die katholische Kirche ihre Türen öffnet und einer Tradition, die in den Jahren der Reformation gepflegt wurde, erlaubt, in die katholische Kirche einzutreten“.

Das Personalordinariat kämpft in Großbritannien mit Finanzmangel und mit dem Mangel an Kirchengebäuden, erläutert Newton.

Link zum Interview in voller Länge: "The Head of the Ordinariate for Former Anglicans in England and Wales Assesses Its Past, Present and Future ‘This is the first time in history that the Catholic Church has opened its doors and allowed a tradition which was fostered in the years of the Reformation to enter into full communion with the Church…’"

Archivfoto Ordinarius Keith Newton (c) Personalordinariat


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