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Erzdiözese Wien plant Einsparungen im Medienbereich

19. Mai 2023 in Österreich, 5 Lesermeinungen
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Diözesansprecher Prüller: "Rückgang an Beitragszahlern und starker Teuerungsschub zwingen Erzdiözese Wien, ihre Kostenstruktur weiter umzugestalten"


Wien (kath.net/KAP/red) Die Erzdiözese Wien plant deutliche Einsparungen im eigenen Medienbereich. Das hat ihr Pressesprecher Michael Prüller am Dienstag Kathpress gegenüber mitgeteilt. "Der Rückgang an Beitragszahlern und der starke Teuerungsschub zwingen die Erzdiözese Wien, ihre Kostenstruktur weiter umzugestalten - auch, um mehr Mittel gezielt für die Seelsorge vor Ort freizumachen", führte Prüller aus.

Im Zuge dieser Restrukturierung werde die Erzdiözese daher ihren Zuschuss für das diözesane Medienhaus nur noch bis Jahresende 2024 aufrechterhalten. Betroffen davon sind "Radio klassik Stephansdom" und die Kirchenzeitung "Der Sonntag". "Spätestens dann müssen sich die Medienbetriebe wirtschaftlich selber tragen" erklärte der Diözesansprecher. Bereits seit einigen Monaten läuft in der größten katholischen Diözese des Landes ein Prozess unter dem Motto "Priorisieren und Finanzieren", um die Erzdiözese rechtzeitig auf absehbare finanzielle Rückgänge vorzubereiten.


Die geplanten Einsparungen im Medienbereich sind eine erste spürbare Entscheidung. "Von diesem Beschluss des Erzbischofs mit seinem Bischofsrat hat Generalvikar Nikolaus Krasa am Dienstag die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen informiert", so Prüller. "Da die Subventionen aus Kirchenbeitragsmitteln erheblich sind, macht diese Entscheidung notwendig, dass sich das Medienhaus neu aufstellt, eventuell auch mit neuen Partnern", erklärte dazu der betroffene Geschäftsführer des Medienhauses, Roman Gerner. Die Erzdiözese als Eigentümer habe den Aufsichtsrat des Medienhauses gebeten, gemeinsam mit dem Geschäftsführer bis zum Spätsommer entsprechende Szenarien zu entwickeln und zu prüfen. "In diesem Zusammenhang wurden erste Gespräche mit potenziellen Partnern eingeleitet.

Die Umsetzung ist im zweiten Halbjahr 2023 in Gang zu setzen." Wie der Sprecher der Erzdiözese weiter ausführte, ergebe sich dieser Weg "trotz der hohen Qualität der Medienprodukte und der hervorragenden Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" aus der finanziellen Situation der Erzdiözese. Prüller wörtlich: "Der Rückgang der Kirchenbeitragszahler führt zu kontinuierlich sinkenden Einnahmen, während gleichzeitig die Kosten steigen und mit der aktuellen Teuerung einen dramatischen Schub erfahren haben." Die Erzdiözese Wien umfasst neben der Bundeshauptstadt auch die Osthälfte Niederösterreichs. Mit rund 1,11 Millionen Katholiken und über 600 Pfarren ist sie zahlenmäßig die größte Diözese in Österreich. 2021 verzeichnete die Erzdiözese Wien ein ausgeglichenes Budget mit Einnahmen von 141,3 Millionen Euro.

 

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 ThomasR 20. Mai 2023 
 

@Winthir

aber ausgerechnet in München gibt es nicht eine Pfarre mit Budget, das mit dem Budget des Diözesanmuseum vergleichbar ist.

Ist also Seelsorge und das Lesen der heiligen Messe das Hauptgeschäft der Kirche oder das Betreiben von Museen?
Irgendwann nach den Ausstellungen über Klausur (Kloster Beuerberg aufgelöst) und klösterliches Schulwesen Kloster Landshut, bereits aufgelöst) gibt es tatsächlich in München Ausstellungen über Priesterseminarausbildung und über das Lesen der heiligen Messe.
Über Ihre Anmerkung über die Auflösung des Priesterseminars Freising erst 1969 und nicht 1968 bin ich Ihnen sehr dankbar.
Mir wäre tatsächlich viel lieber wenn das Budget des Diözesanmuseums in Freising wenigstens zu 3/4 vom Erzbistum in die Krankenhausseelesorge und Einstellung einer ausreichenden Anzahl von Priester (auch altrituell oder aus den katholischen Ostkirchen)für die Spendung der Sakramente und das feiern der Hlg. Messe in den Krankenhäusern (z.B. Krankenhaus Schwabing) investiert wäre.


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 winthir 20. Mai 2023 

Die Schließung der Diözesanmuseen

ist eine schlechte Idee.

Der Kunstmarkt wüßte nämlich dann sehr schnell: Da kommmt eine große Menge von Kunstgegenständen auf den Markt. Und das würde die Preise gewaltig drücken.

Es gäbe nur die Möglichkeit, so ganz nebenbei, in Tranchen, die Kunstwerke auf den Markt zu bringen.

Man erinnere sich an die Säkularisation: Aufgrund des Über-Angebots fielen damals die Grundstückspreise ins Bodenlose, und der Erlös war weitaus geringer, als kalkuliert.


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 ThomasR 19. Mai 2023 
 

momentan ist sehr gute Lage auf dem Arbeitsmarkt für Arbeitssuchende

Es steht nichts im Wege , dass unnötige Strukturen der Kirche auch ausgerechnet jetzt aufgelöst werden

Das Hauptgeschäft der Kirche ist das Anbieten der heiligen Messe in klaren Pfarrstrukturen und nicht das Betreiben von kirchlichen Medien in der Hand eines EB (die meisten Hörer von deutschsprachigen katholischen Radiosendern wechselten in den letzten Jahren sowieso zu Radio Horeb, das Angebot von Radio Horeb ist auch sehr gut und an die Bedürfnisse der Christen von heute angepasst)
Bedauerlich beginnen die meisten Diözesen ihre Reformen nicht von der Auflösung von zusätzlichen Strukturen, wie Radiosender oder Zeitschriften sondern von der Auflösung von ihren Pfarrstrukturen und Streichung der Pfarrstrukturen. Eine der wenigen zusätzlichen Strukturen die in meinen Augen erhaltungswürdig sind, sind Krankenseelesorge
und Obdachlosenhilfe.
Auch Diözesanmuseen könnten aus meiner Sicht noch vor Liquidierung der Pfarren geschlossen werden.


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 ThomasR 19. Mai 2023 
 

wenn RAdio Horeb in Deutschland

und RAdio Maria Südtirol schaffen sich alleine von Spenden zu finanzieren, dann ist es ohne Zweifel auch für Radio "Radio klassik Stephansdom" und die Kirchenzeitung "Der Sonntag" bzw. für Münchner Kirchenradio und Münchner Kirchenzeitung möglich und vorstellbar. Hörerkreis von "Radio klassik Stephansdom" von Münchner Kirchenradio sind vermutlich inzwischen auch viel kleiner als z.B. von Radio Horeb Bei Radio Horeb handelt es sich auch eindeutig um eine katholische Stimme. EB Wien verfügt über einen sehr umfangreichen Immobilienbesitz- allein auf die Einnahmen vom Kirchenbeitrag aus der Hitlerszeit keine vernünftige Strategie- wenn in den aufgegebenen Pfarrhäusern und Klöstern AirBnB Herbergen und keine Mietwohnungen eingerichtet werden dann erwirtschaftet EB auch hier fünffache Miete. Die Vermögenseinnahmen der Kirche sind dringendst im Lebensschutz gefragt (auch wegen einem sehr guten Angebot von RAdio Horeb - kann auf eigene Sender verzichtet werden)


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 Hilfsbuchhalter 19. Mai 2023 

Allgemein sehe ich in der Erzdiözese Wien großes Einsparungspotenzial.


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