Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  3. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  4. "Vaccine Amen"
  5. Spanien am moralischen Abgrund
  6. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  7. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  8. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  9. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  10. Panik in Magdeburg
  11. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  12. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  13. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  14. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  15. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“

Neuer Bischof von Aleppo ernannt - 2014 von Milizen entführt

9. Juli 2023 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Syrischer Franziskaner Hanna Jallouf neuer Apostolischer Vikars von Aleppo für die Katholiken des lateinischen Ritus.


Vatikanstadt/Aleppo (kath.net/ KAP)
Der syrische Franziskaner Hanna Jallouf (70) von der Kustodie des Heiligen Landes ist vom Papst zum neuen lateinischen Bischof von Aleppo ernannt worden. Der 70-Jährige folgt im Amt des Apostolischen Vikars von Aleppo für die Katholiken des lateinischen Ritus seinem Franziskaner-Mitbruder Georges Abou Khazen (76), der vor einem Jahr emeritierte. Jallouf ist seit vielen Jahren als Priester im syrischen Orontes-Tal tätig. 2014 wurde er von islamistischen Milizen entführt. Dennoch blieb er nach seiner Freilassung zusammen mit einem Mitbruder in der Region, um für die Christen da zu sein.

Die Bischofsernennung teilte der Vatikan am vergangenen Wochenende mit. Kurz vor Weihnachten 2022 hatte Papst Franziskus Jallouf im Vatikan mit dem Preis "Mutter Teresas Zärtlichkeit für die Armen der Welt" ausgezeichnet. Der syrische Franziskaner ist zudem ein langjähriger Projektpartner der Päpstlichen Missionswerke in Österreich.


Jallouf hat in Assisi Philosophie und Theologie studiert und verfügt über ein Lizenziat in Geschichte in Beirut sowie ein Lizenziat in Jugendseelsorge und Katechetik an der Päpstlichen Salesianer-Universität in Rom, berichteten der vatikanische Pressedienst "Fides" und das Portal "Vatican News". Bisher war er Pfarrer in Knayeh, seinem Heimatdorf, einem der drei zusammenhängenden Dörfer im Orontes-Tal - die anderen beiden sind Yacoubieh und Gidaideh -, die traditionell von Christen bewohnt werden.

Zu Beginn des Syrienkonflikts, als das Gebiet unter die Kontrolle dschihadistischer Anti-Assad-Milizen geriet, flohen fast alle Priester christlicher Kirchen. Pater Hanna und sein Mitbruder Luai Bsciarat blieben in ihren Pfarren und sorgten fortan für die verbliebene christliche Gemeinschaft in den Dörfern des Orontes. Laut Jallouf sind das heute noch etwa 200 Familien mit Gläubigen, die sowohl der katholischen Kirche als auch der armenisch-orthodoxen und der griechisch-orthodoxen Kirche angehören.

"Man wollte mich zwingen, zum muslimischen Glauben überzutreten. Aber der Herr hat mir Kraft und Mut gegeben, unseren christlichen Glauben zu bezeugen", schilderte Jallouf im Dezember in einem Interview mit Radio Vatikan. Über die dramatische Lage für die verbliebenen Christen sagte er: "Wir können keine Glocken mehr läuten, die Frauen müssen verschleiert sein, christliche Symbole sind in der Öffentlichkeit nicht erlaubt. Aber wir kommen durch. Und je mehr man uns einschränken will, desto mehr wächst unser Glaube. Unser Zeugnis ist unser Leben. Die Menschen hier merken, dass wir treu und aufrichtig sind und Zuversicht in unserem Glauben finden. So machen wir langsam weiter, trotz aller Schwierigkeiten gehen wir voran."
Im Oktober 2014 war der Franziskaner zusammen mit einigen Gemeindemitgliedern von Dschihadisten der Al-Nusra aus der Pfarre St. Joseph entführt worden. Zuvor hatte Jallouf, um die Enteignungen und Plünderungen der Pfarre durch die Milizionäre anzuprangern, das islamische Gericht angerufen, das in dem von den Islamisten kontrollierten Gebiet eingerichtet wurde, um nach islamischem Recht zu urteilen. Jallouf und später auch seine Gemeindemitglieder wurden innerhalb weniger Tage freigelassen.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: Fr. Hanna Jallouf bei einer Audienz (C) Vatican News


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Syrien

  1. „Syrien darf nicht islamistisch werden“ – Missio-Nationaldirektor Wallner im Krisenland
  2. Syrien: Evangelikaler Pastor mit gesamter Familie ermordet
  3. Massaker in Syrien: Dramatischer Appell der Kirchenführer
  4. Vatikan fordert wichtige Rolle für Christen in Syrien
  5. Syriens neuer Machthaber äußert Hochachtung für Papst Franziskus
  6. Syrien: Neuer Machthaber macht Christen Zusicherungen
  7. Syrien: „Eine knappe Minute war schlimmer als 12 Jahre Krieg“
  8. Syrien: Bedrängte Weihnachten in der Islamisten-Hochburg Idlib
  9. Syrien: Erster christlicher Gottesdienst in Idlib seit 10 Jahren
  10. Libanon und Syrien: „Die Menschen versuchen, mit einem US-Dollar pro Tag zu überleben“






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  4. Spanien am moralischen Abgrund
  5. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  6. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  7. Panik in Magdeburg
  8. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  9. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  10. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament
  11. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  12. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  13. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  14. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  15. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz