Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  2. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  3. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  4. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  5. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  6. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  7. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  8. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  9. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  10. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  11. Leere der kirchlichen Lehre
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  14. Maria, die Mutter des Friedens
  15. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette

Indien: Erneute Gewaltausbrüche im Bundesstaat Manipur

14. September 2023 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wieder Zusammenstöße von Angehörigen der verschiedenen ethnischen Gruppen mit zwei Toten, 40 Verletzen und Tränengas-Einsatz der Polizei


Neu-Delhi (kath.net/KAP) Zu erneuten Gewaltszenen ist es in den vergangenen Tagen in dem von interethnischen Konflikten geprägten indischen Bundesstaat Manipur gekommen. Einem Bericht des römischen Nachrichtendienstes "Fides" (Montag) zufolge kamen am Freitag zwei Menschen bei Zusammenstößen der verfeindeten Gruppen ums Leben, rund 40 wurden verletzt. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen und die Zusammenstöße zu beenden, hieß es in dem Bericht. Zuvor war am Donnerstag in fünf Bezirken Manipurs als Vorsichtsmaßnahme eine Ausgangssperre verhängt worden.

Erst vor einer Woche hatten UN-Menschenrechtsexperten über andauernde schwere Menschenrechtsverletzungen in Manipur gewarnt. Weiterhin komme es dort zu mutmaßlichen sexuellen Gewalttaten, außergerichtlichen Tötungen, Zerstörungen von Häusern, Zwangsumsiedlungen, Folter und Misshandlungen, hieß es in einem Bericht. Zuvor waren seit Mai rund 160 Menschen - die meisten von ihnen aus der ethnischen Gemeinschaft der christlichen Kuki - getötet, mehr als 300 Menschen verletzt, 70.000 vertrieben und 3.700 Gebäude, darunter Häuser, Tempel und Kirchen, niedergebrannt worden.


Der ethnisch-religiöse Konflikt hatte am 3. Mai mit einem Protest der christlichen Kuki gegen die beabsichtigte Gewährung des Status "gelisteter Stamm" für die mehrheitlich hinduistischen Meitei begonnen. Dieser Status hätte den wohlhabenden Meitei, die 53 Prozent der 3,2 Millionen Einwohner Manipurs ausmachen, besondere wirtschaftliche und soziale Privilegien im Rahmen des indischen Förderprogramms für gelistete Stämme verschafft. Seitdem kommt es immer wieder zu gewaltsamen und blutigen Zusammenstößen zwischen den beiden Ethnien, wobei das religiöse Element angesichts der unterschiedlichen Glaubensrichtungen der beiden Gruppen bald instrumentalisiert wurde.

Indiens Premierminister Narenda Modi äußerte sich erst dann zu der Gewalt, als erschütternde Videoaufnahmen von zwei Kuki-Frauen, die in der Öffentlichkeit gedemütigt und gefoltert wurden, im Internet kursierten. Den jüngsten Bericht der UNO nannte der Regierungschef "ungerechtfertigt und irreführend" und wies die Anschuldigungen von weitgehender Tatenlosigkeit der Behörden bei Anzeigen zurück. Mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen wie "Christian Solidarity Worldwide" oder "Karwan-e-Mohabbat" teilten hingegen die Bedenken der Vereinten Nationen und forderten mit ihnen die indische Regierung auf, "der Gewalt in dem Bundesstaat ein Ende zu setzen und sicherzustellen, dass die Täter vor Gericht gestellt werden".

Zu Wort meldete sich am Wochenende auch der regionale Bischofsrat von Nordostindien, der sich bei einer Pastoralkonferenz im indischen Guwahati traf. Man wolle konkrete Wege der Versöhnung suchen und Brüderlichkeit fördern, wobei die Papst-Enzyklika "Fratelli tutti" wichtige Anhaltspunkte liefere, hieß es in einer Mitteilung. Zugleich wurde die "tiefe Solidarität mit der Bevölkerung in Manipur" zum Ausdruck gebracht.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 J. Rückert 14. September 2023 
 

Fratelli tutti

wird auch für uns an Bedeutung gewinnen.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Experte: Bedrohung durch islamistischen Terror ist "ernst"
  3. US-Justizministerium verurteilt Ermittlungen des FBI gegen ‚radikal-traditionalistische Katholiken‘
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Prophetische Theologie Benedikts XVI., gefunden in Paris
  6. Bei Papst Leos Frankreichreise wird die Hl. Tunika Jesu den 80.000 Jugendlichen gezeigt werden
  7. Gideon Böss: „Warum die Linken wegschauen, wenn Christen verfolgt werden“
  8. Theologen: Der hl. John Henry Newman bleibt für Gewissens- und Glaubensfragen aktuell
  9. … und das Leben der kommenden Welt
  10. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  11. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  12. Warum Sie am 17. September in die Kinos gehen sollten!
  13. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  14. Katholische Gebetsinitiative in den USA: ‚Millions of Monicas‘
  15. „Maria ist eine historische Gestalt, eine für Gott unendlich offene Person, eine Tochter Israels“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz