Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  4. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  6. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  7. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  8. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  9. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  12. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

Theologe: Kein biblischer Auftrag zum Klima-Aktivismus

26. September 2023 in Chronik, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Christoph Markschies in der "Welt": Kirche sollte keine NGO werden, die mit politischen Zielen verbunden ist.


Linz (kath.net/pb) „Die Kirche muss vermeiden, zu einer NGO zu werden, die primär mit politischen Zielen verbunden wird. Sie muss vielmehr ihren spezifischen theologischen und kirchlichen Beitrag zur Lösung der Klima-Krise leisten.“ Das sagt der Theologe Christoph Markschies im Interview mit der deutschen Zeitung „Welt“.

Er warnt davor, politische und kirchliche Fragen miteinander zu vermengen. Aus der Bibel könne man keinen Auftrag zum Klima-Aktivismus ableiten. „Aus der Bibel direkt eine Handlungsanweisung abzuleiten, wäre ein Missverständnis der Orientierungsfunktion von biblischen Texten“, präzisiert der Theologe.

„Die Bibel kann uns darüber orientieren, wie wir mit der Schöpfung umgehen sollten. Sie kann uns zeigen, dass Schöpfung ein Geschenk ist, man dankbar für sie sein sollte und achtsam mit ihr umgehen muss. Die Bibel kann auch darüber orientieren, dass Schöpfung grausam werden kann, wenn wir verantwortungslos mit ihr umgehen. Das ist aber kein schnurgerader Auftrag zum Klima-Aktivismus.“


Auf die Fragen, wozu die Gesellschaft die Kirche überhaupt noch brauche, meint Markschies: „Sie braucht die Kirche jedenfalls nicht, um über den Klimawandel aufzuklären.“ Dies sei Aufgabe der Wissenschaft. Die Kirche habe eine viel grundlegendere Funktion. „Die meisten Menschen fragen sich, wie sie nach den Maßstäben leben können, die sie für richtig halten, und wie sie damit umgehen sollen, dass sie das nicht immer können. Die Kirche ist ein Angebot, realistisch mit seinem Scheitern umzugehen.“

Jeder gute Gottesdienst beginne mit der Thematisierung von Sünde und Schuld und deren Vergebung. „Die Kirche ermöglicht mir, neu zu beginnen, sie rüstet mich mit Dingen aus, die es mir erlauben, mit Fehlern umzugehen, sie stärkt und tröstet mich. Im Idealfall gehe ich fröhlicher und mutiger aus der Kirche heraus.“

Auf die Frage, wie politisch Kirche sein dürfe, meinte Markschies, es gelte zu unterscheiden, „mit welcher Autorität man gerade spricht – ob mit der Autorität eines Zeitgenossen, der über seine eigenen Entscheidungen redet, oder mit jener eines Theologen, der die biblische Schrift auslegt“. Kirche sei „immer politisch. Jede Aussage hat ihre politische Dimension. Aber entscheidend ist, dass man differenziert und erkennbar macht, mit welcher Autorität man welche Aussage trifft.“

Problematisch seien „unpräzise Abgrenzungen“, unterstreicht der Theologe. „So wie die Wissenschaft gelegentlich politische Optionen mit wissenschaftlicher Autorität vorträgt, trägt auch die Kirche politische Sachverhalte mit kirchlicher Autorität vor. Diese Tendenz zur Diffusion ist ein Problem, das durch die Individualisierung der Gesellschaft verstärkt wird.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  2. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  3. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  4. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  5. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  6. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  7. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  8. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  9. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  10. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  11. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  12. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  13. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  14. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  15. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz