Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. Die Krise des Bischofsamtes
  4. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  5. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  6. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  7. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  8. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  9. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  10. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  11. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  12. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  13. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  14. Der Realismus der Barmherzigkeit
  15. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"

Theologe: Kein biblischer Auftrag zum Klima-Aktivismus

26. September 2023 in Chronik, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Christoph Markschies in der "Welt": Kirche sollte keine NGO werden, die mit politischen Zielen verbunden ist.


Linz (kath.net/pb) „Die Kirche muss vermeiden, zu einer NGO zu werden, die primär mit politischen Zielen verbunden wird. Sie muss vielmehr ihren spezifischen theologischen und kirchlichen Beitrag zur Lösung der Klima-Krise leisten.“ Das sagt der Theologe Christoph Markschies im Interview mit der deutschen Zeitung „Welt“.

Er warnt davor, politische und kirchliche Fragen miteinander zu vermengen. Aus der Bibel könne man keinen Auftrag zum Klima-Aktivismus ableiten. „Aus der Bibel direkt eine Handlungsanweisung abzuleiten, wäre ein Missverständnis der Orientierungsfunktion von biblischen Texten“, präzisiert der Theologe.

„Die Bibel kann uns darüber orientieren, wie wir mit der Schöpfung umgehen sollten. Sie kann uns zeigen, dass Schöpfung ein Geschenk ist, man dankbar für sie sein sollte und achtsam mit ihr umgehen muss. Die Bibel kann auch darüber orientieren, dass Schöpfung grausam werden kann, wenn wir verantwortungslos mit ihr umgehen. Das ist aber kein schnurgerader Auftrag zum Klima-Aktivismus.“


Auf die Fragen, wozu die Gesellschaft die Kirche überhaupt noch brauche, meint Markschies: „Sie braucht die Kirche jedenfalls nicht, um über den Klimawandel aufzuklären.“ Dies sei Aufgabe der Wissenschaft. Die Kirche habe eine viel grundlegendere Funktion. „Die meisten Menschen fragen sich, wie sie nach den Maßstäben leben können, die sie für richtig halten, und wie sie damit umgehen sollen, dass sie das nicht immer können. Die Kirche ist ein Angebot, realistisch mit seinem Scheitern umzugehen.“

Jeder gute Gottesdienst beginne mit der Thematisierung von Sünde und Schuld und deren Vergebung. „Die Kirche ermöglicht mir, neu zu beginnen, sie rüstet mich mit Dingen aus, die es mir erlauben, mit Fehlern umzugehen, sie stärkt und tröstet mich. Im Idealfall gehe ich fröhlicher und mutiger aus der Kirche heraus.“

Auf die Frage, wie politisch Kirche sein dürfe, meinte Markschies, es gelte zu unterscheiden, „mit welcher Autorität man gerade spricht – ob mit der Autorität eines Zeitgenossen, der über seine eigenen Entscheidungen redet, oder mit jener eines Theologen, der die biblische Schrift auslegt“. Kirche sei „immer politisch. Jede Aussage hat ihre politische Dimension. Aber entscheidend ist, dass man differenziert und erkennbar macht, mit welcher Autorität man welche Aussage trifft.“

Problematisch seien „unpräzise Abgrenzungen“, unterstreicht der Theologe. „So wie die Wissenschaft gelegentlich politische Optionen mit wissenschaftlicher Autorität vorträgt, trägt auch die Kirche politische Sachverhalte mit kirchlicher Autorität vor. Diese Tendenz zur Diffusion ist ein Problem, das durch die Individualisierung der Gesellschaft verstärkt wird.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  4. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  5. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  6. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  7. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  8. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  9. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  10. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  11. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  12. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  13. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  14. Kardinal Robert Sarah in Danzig/Polen: Gebet ist Ringen mit Gott
  15. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz