SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
- Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
- „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
- Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
- Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
- Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
- "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
- Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
- BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
- Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
- Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
- Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
- Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
- Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
- Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
| 
Missbrauchsbetroffene empört über Prüfbericht zu Rupnik21. September 2023 in Chronik, 5 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Report des Kirchenrechtlers Incitti deute auf kirchliches Desinteresse für die Opfer, die somit "neuerlichem Missbrauch" ausgesetzt seien, heißt es im Schreiben einer Betroffenen-Plattform
Rom (kath.net/KAP) Missbrauchsbetroffene haben sich empört über einen Prüfbericht im Fall des Priesters und international bekannten Künstlers Marko Rupnik (Archivfoto) geäußert. Der von der Diözese Rom beauftragte Kirchenrechtler Giacomo Incitti hatte in seinem Abschlussbericht Zweifel daran geäußert, dass die zwischenzeitliche Exkommunikation Rupniks wegen sexuellen Kontakts mit erwachsenen Frauen rechtens war. Der Report zeige, dass sich die Kirche nicht für die Opfer interessiere, heißt es nun in einem offenen Brief auf der italienischen Betroffenen-Plattform "Italy Church Too". Die Losung einer "Nulltoleranz für sexuellen Missbrauch in der Kirche" sei nur eine öffentliche Kampagne gewesen. 
"Die Opfer werden dem stummen Schrei eines neuerlichen Missbrauchs überlassen", heißt es in dem Brief. Zu den Unterzeichnerinnen zählen unter anderen die Innsbrucker Theologin Mira Stare sowie Fabrizia Raguso, ehemaliges Mitglied der slowenischen Loyola-Gemeinschaft, die Rupnik mitgegründet hatte.
Marko Rupnik (68) ist Mosaikkünstler, katholischer Priester und früherer Jesuitenpater. In Rom begründete und leitete der Slowene viele Jahre das "Centro Aletti", das auch ein geistliches Zentrum ist. Weil er im Zusammenhang mit der Beichte sexuellen Kontakt mit erwachsenen Frauen gehabt haben soll, war Rupnik 2020 zeitweise exkommuniziert, also aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossen.
Mittlerweile werfen ihm mehrere Frauen vor, er habe sie sich in seiner Rolle als Geistlicher sexuell gefügig gemacht. Der Jesuitenorden verhängte Auflagen gegen sein Mitglied, an die sich Rupnik aber nicht hielt. Im Juni schloss der Orden den Künstler schließlich aus seinen Reihen aus.
Neben den Jesuiten befasste sich auch die Diözese Rom mit dem Fall. Die Diözese entsandte einen Prüfer, den Kirchenrechtler Incitti, in das Aletti-Zentrum. In seinem Abschlussbericht stellt Incitti "schwerwiegende Abweichungen" fest, die "begründete Zweifel" an dem Antrag auf Exkommunikation hervorriefen.
Am Freitag hatte Papst Franziskus die neue Direktorin des "Centro Aletti", Maria Campatelli, empfangen. Sie hatte zuvor von einer angeblichen Medienkampagne gegen Rupnik gesprochen. Die Missbrauchsbetroffenen kritisierten auch dieses Treffen in ihrem Brief. Die Begegnung sei ein Schlag ins Gesicht, zumal Franziskus ihnen ein Treffen bislang verweigert habe.
Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | Everard 21. September 2023 | | | | Taubenbohl Das haben Sie sehr gut zusammengefasst. Man darf auch nicht vergessen, daß der Klerus wohl bis noch in die 1990er gesellschaftlich eine gewisse Autorität und damit Ansehen genossen hat (dieses ist freilich durch die Mißbrauchsskandale vollständig erodiert). Mißbrauch ist genant und die Beschmutzung durch den Übeltäter verfolgt das Opfer ein Leben lang. Wer kann es einem verdenken zu zögern diese Beschmutzung publik zu machen und dann noch gegen eine Person des öfentl. Lebens ein Verfahren anzustrengen indem en detail Aussage über die peinliche Schreckenserfahrung gemacht werden muß. |  0
| | | | | Andrzej123 21. September 2023 | | | | @Taubenpohl Ihnen ist leider nicht bewusst, welches Leid Mythen mit sich bringen.
Bzgl des jahrelang auch von kirchl Beratungsst erf "rituellen Missbrauchs" ist nun d Luft raus.
Beratungsstellen wurden geschlossen und ich hoffe, dass es auch noch zu Bestrafungen dieser unsäglichen krankmachenden Therapeuten kommt.
*Offizielle Stellen verbreiten seit Jahren angebliche Fakten über sexuelle Gewalt an Kindern: Täter aus Geheimkulten sollen die Persönlichkeiten ihrer Opfer bewusst spalten. Doch dafür gibt es keinerlei Belege."
So der Spiegel.
Die Behauptung, eine Frau, die einen Mann verführt, sei dennoch Missbrauchsopfer, weil der Mann mit seiner Imposanz sie quasi in den Verführungsmodus hinein vergewaltigt habe, ist von gleicher Absurdität und entwürdigt Frauen zu kleinen Kindern, die nicht eigenverantwortlich handeln könnten.
Diese Vorstellung ist auch antichristlich.
Jesu Vergebung der Ehebrecherin macht keinen Sinn, wenn sie unschuldig ist.
Ich kenne keine Frau, die derartige Vorstellungen teilt. |  0
| | | | | Taubenbohl 21. September 2023 | | | |
Wer meint, er sei Opfer sexuellen Missbrauchs, soll Anzeige bei Polizei oder Staatsanwaltschaft erstatten......@Andrez
So einfach! Anzeige erstatten....
Sie sollten sich mal damit befassen warum es mit Missbrauchsopfer nicht so klappt.
Die beiden am häufigsten genannten Gründe dafür, niemandem von einem Übergriff zu erzählen, waren innere Schuldzuweisungen, Scham und Schuldgefühle sowie äußere Schuldzuweisungen und/oder Angst vor Demütigung.
„Ich hatte das Gefühl, dass es meine Schuld war, und ihm verführt haben müsste“,
„Ich glaube, durch mein Schweigen habe ich mir all den Schmerz und die Demütigung erspart, die von anderen kommen würden...ein Priester wurde so nicht handeln“.
Weitere Gründe waren der Wunsch, so zu tun, als wäre es nie passiert.....
je länger das Schweigen desto glaubwürdiger..paradox aber wahr. |  0
| | | | | Jothekieker 21. September 2023 | | | | Urteil Die Bewertung der Causa ist aus der Ferne sehr schwierig. Hat es schon einen ordentlichen kirchlichen Prozeß in diesem Fall gegeben? |  0
| | | | | Andrzej123 21. September 2023 | | | | Ich will keine Paralleljustiz ! Wer meint, er sei Opfer sexuellen Missbrauchs, soll Anzeige bei Polizei oder Staatsanwaltschaft erstatten.
Ich will keine Paralleljustiz von Aktivisten jeglicher Couleur.
Menschen, die nicht von einem ordentlichen Gericht rechtskräftig verurteilt sind, haben einen Anspruch darauf als unschuldig zu gelten.
Wer das Hochspielen anonymer Beschuldigungen gut findet, soll sich fragen, was er davon hielte, wenn es ihn selbst beträfe. |  0
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zu | 






Top-15meist-gelesen- USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
- Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
- Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
- Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
- Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
- Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
- Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
- Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
- Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
- Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
- Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
- Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
- Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
- Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
- Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
|