Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  5. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  8. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  9. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  10. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  13. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  14. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

Von Hoodies und herrlichsten Geschöpfen

18. November 2023 in Familie, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Casual ist nicht immer cool: Die Wahl unserer Kleidung drückt aus, wie wir unsere Mitmenschen und unseren Schöpfer respektieren.


Linz (kath.net /pk) Macht es einen Unterschied, ob wir uns schön und stilvoll kleiden oder ob wir unsere Hosen und Blusen nach dem Motto „Hauptsache bequem“ auswählen? Antworten auf diese Frage sucht ein Beitrag, der auf der Plattform „Aleteia“ erschien.

Jogginghose, Oversize-Hoody, Badeschuhe: Ein Blick in einen durchschnittlichen Supermarkt zeigt, dass das Verständnis von „angemessener Kleidung“ sich in den letzten Jahrzehnten massiv gewandelt hat. Der soziale Trend geht in Richtung „casual“, also lässig, zwanglos, informell und formlos.

Es gäbe in der Moderne eine „Besessenheit von unserem individuellen Recht, lässig zu sein“, reflektiert der Beitrag. „Alles, was zählt, ist, dass ich mich wohlfühle“, werde argumentiert. Kein anderer Mensch dürfe einem vorschreiben, was anzuziehen sei. Kleidung werde reduziert auf „Formalität“, als „künstlich und unnötig“ kategorisiert, was bedeute, dass jeder das tragen möge, was ihm gefällt.


Es gebe jedoch einiges zu bedenken. Erstens berücksichtige dies nicht, dass unser Körper und unsere Seele miteinander verbunden seien. Es gebe weder einen vernachlässigbaren Körper rund um die unsichtbare Seele noch einen rein physischen Leib ohne Seele.

„Die Wahrheit ist, dass Leib und Seele untrennbar verbunden sind. Das bedeutet, dass die Art und Weise, wie wir uns kleiden, wichtig ist, weil unsere Seele wichtig ist. Das Äußere spiegelt das Innere wider.“

Papst Benedikt XVI. schrieb im Buch „Der Geist der Liturgie“, die „Theologie der Bekleidung werde eine Theologie des Leibes“. Der Leib sei „mehr als ein äußeres Kleid des Menschen“, er sei „Teil seines Wesens, seiner wesentlichen Konstitution“.

Sein Vorgänger, Papst Johannes Paul II. (1920-2005), hatte viele Jahre lang eine „Theologie des Leibes“ entwickelt, eine „dem Evangelium gemäße christliche Pädagogik des Leibes“. „Der Leib und nur er, kann das Unsichtbare sichtbar machen: das Geistliche und das Göttliche“, sagte er einmal.

Das verleiht der Frage nach der Bekleidung naturgemäß eine tiefere Bedeutsamkeit. „Wenn wir uns gut kleiden, tun wir das, weil wir die harmonische, ebenmäßige Schönheit der menschlichen Gestalt auf eine Weise schmücken, dass unsere Menschlichkeit Würde bekommt.“

Eine wesentliche Frage sei: Für wen möchte ich mich schön kleiden? Es sei ein gutes Prinzip, dass unsere Kleidung zeige, dass wir unsere Mitmenschen und unseren Schöpfer respektieren. Inmitten des individualistischen Casual-Trends gäbe es mittlerweile eine gegenläufige Entwicklung, heißt es in dem Artikel. „Ich bemerke unter den Messbesuchern meiner Pfarre einen Trend, sich freiwillig so schön wie möglich zu kleiden“, bemerkt der Verfasser. Es gehe ihnen nicht darum, sich zur Schau zu stellen oder strenge Formalitäten einzuhalten, sondern vielmehr darum, „Gott zu zeigen, wie sehr sie ihn lieben“.

„Sie signalisieren durch ihre Kleidung, dass es ein wichtiges Ereignis ist.“ Es gehe darum, „dass wir alle – jeder auf seine Art und Weise – gerufen sind, unser Allerbestes zu geben. Wir schmücken den Leib, um seine Schönheit zu offenbaren, um anzuerkennen, dass wir tatsächlich nach dem Bild Christi geschaffen sind. Wir sind seine herrlichsten Geschöpfe.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. Leo XIV. will Südamerikareise offenbar antreten
  4. Papst wusste offenbar seit einem Monat von Krebsverdacht
  5. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass
  6. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  7. „Du trägst Gottes Bild“
  8. Papst Leo feiert Hl. Messe im Gemelli-Krankenhaus
  9. Der Beginn eines neuen Kapitels im Vatikan?
  10. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  11. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  12. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  13. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  14. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  15. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz