Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  5. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  6. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  9. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  10. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  11. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  12. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  13. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  14. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  15. R.I.P. Dolly Parton

Jüdische Gemeinde Graz lädt KPÖ von Gedenkfeier aus

27. Oktober 2023 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präsident Rosen: Jüdinnen und Juden in Österreich sähen sich außer dem meist muslimischem Antisemitismus vor allem der bei der politischen Linken vorzufindenden "israel-orientierten" Antisemitismus ausgesetzt


Graz (kath.net/KAP) Die Jüdische Gemeinde Graz hat die Kommunistische Partei (KPÖ) der steirischen Landeshauptstadt von den diesjährigen Gedenkfeiern zum 85. Jahrestag des Novemberprogroms 1938 in der Grazer Synagoge ausgeladen. Ein Gros der Gemeindemitglieder wie auch Gäste würden eine Teilnahme der Mandatare und auch von Bürgermeisterin Elke Kahr wohl als "Brüskierung" empfinden, aufgrund einer "über die Jahre hindurch gefestigte, unmissverständlicher Positionierung" der Grazer KPÖ gegenüber dem jüdischen Staat, hieß es in einem am Nationalfeiertag veröffentlichten E-Mail des Präsidenten der Jüdischen Gemeinde Graz, Elie Rosen, an die kommunistische Stadtchefin.

Jüdinnen und Juden in Österreich sähen sich außer dem meist muslimischem Antisemitismus vor allem der bei der politischen Linken vorzufindenden "israel-orientierten" Antisemitismus ausgesetzt, schrieb Rosen. Als Israel-Kritik getarnt, trage er das Postulat vor sich, dass "von seiner Dämonisierung Israels die Juden der Diaspora in keinster Weise betroffen" seien, so Rosen. Die immer schwierigere Sicherheitssituation jüdischer Einrichtungen in Europa spreche aber eine deutlich andere Sprache. "In Zeiten wie diesen zeigt sich gelebte Solidarität nicht in Plattitüden, 'Vertragt Euch'-Sagern, oder dem Aufruf zum Wohlverhalten. Wer meint, allein mit der Teilnahme an einer Friedensdemonstration in fernen Landen Frieden schaffen zu können, sei entweder ein Fantast, oder selbstgefällig", schrieb Präsident Rosen, der auch Präsident der Jüdischen Gemeinde Salzburg ist.


Besonders kritisierte Rosen die Formulierung einer KPÖ-Gemeinderätin, die am Vortag gegenüber einer Zeitung Israel und der Hamas als gleichwertige Partner und "Bürgerkriegsparteien" genannt hatte. Dies verkenne nicht nur das Völkerrecht, sondern setze "einen demokratischen Staat, in dem die Geschlechter gleichberechtigt zu leben vermögen, Schwulen, Lesben und Transgender öffentliche Akzeptanz erfahren, auch arabische Parteien selbstverständlich in der Knesset vertreten sind oder alle Konfessionen sich frei entfalten können, unappetitlichst mit einer Terrororganisation gleich", so die Aussendung.

Es sei jedoch nicht alles sei gleich, nicht alles kompatibel, nicht alles dürfe akzeptiert werden, so Rosen. Übersehen werde etwa, dass in Europa keine Moschee, keine Kirche vor Juden oder Israelis bewacht werden müsse, ebensowenig ein Palästinenser vor Israelis oder Juden. Umgekehrt seien aber Synagogen und jüdische Einrichtungen seit Jahrzehnten erklärte Ziele von vom Hass auf Israel getriebenen Fanatikern. Das habe er bei den Anschlägen auf die Grazer Synagoge 2020 am eigenen Leibe verspüren müssen, schrieb Rosen.

Als weitere Kritikpunkte nannte der IKG-Präsident propalästinensische Vorträge mit als "notorisch antiisraelisch bekannten Gästen", die regelmäßig im Volkshaus der KPÖ stattfänden. Eine "klare, teils beleidigende Sprache" habe zudem auch die Diskussion um das Hissens der Flagge des Staates Israel auf dem Grazer Rathaus, "vor allem aber die Form und Art der Anbringung bzw. ihrer schnellen Abnahme" gesprochen. Die Flagge war erst nach Gemeinderats-Abstimmung auf Antrag der ÖVP gehisst worden, während die KPÖ stattdessen "im Gedenken an alle Opfer" eine schwarze Fahne hissen wollte. Die KPÖ war dann letztlich überstimmt und die Israel-Flagge doch noch gehisst worden, allerdings quer.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  3. YouTube-Philosoph Joe Schmid: „Ich spüre eine Art magnetische Anziehungskraft des Katholizismus“
  4. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  5. R.I.P. Dolly Parton
  6. 'Ich möchte meinem Vater im Himmel danken'
  7. Die US-Diözese Salt-Lake-City verzeichnet jedes Jahr hunderte neue Mitglieder
  8. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  9. Kiewer Großerzbischof Schewtschuk: "Wir bitten um Solidarität"
  10. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  13. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  14. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  15. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz